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Olivier Jornot, procureur general et president de la commission de gestion, s’exprime sur la commission de gestion du pouvoir judiciaire, lors de sa conference de presse annuelle sur l'activite du pouvoir judicaire en 2015, ce jeudi 7 avril 2016, a Geneve. (KEYSTONE/Martial Trezzini)

Generalstaatsanwalt Olivier Jornot am Donnerstag vor der Presse.
Bild: KEYSTONE

Panama Papers: Genfer Staatsanwalt eröffnet Verfahren, sagt aber nicht gegen wen



Die Berichte über den Genfer Finanzplatz und die Anwaltskanzleien der Rhonestadt im Zuge der Panama Papers haben erste Konsequenzen. Die Genfer Justiz eröffnete Verfahren, wie Generalstaatsanwalt Olivier Jornot am Donnerstag bekanntgab. Details sind nicht bekannt.

«Wir haben uns entschieden, Verfahren im Zuge der Affäre Panama Papers zu eröffnen», sagte Jornot am Ende der jährlichen Medienkonferenz zur Jahresbilanz der Genfer Justizbehörden. «Wir können zu den Verfahren nicht mehr sagen», ergänzte er.

Schlaglicht auf Genf geworfen

Die Genfer Staatsanwaltschaft widme den Veröffentlichungen grosse Aufmerksamkeit, so Jornot. Die Auswertungen der Daten der Anwaltskanzlei Mossack Fonseca durch ein weltweites Netzwerk von Journalisten hatte auch ein Schlaglicht auf Genf geworfen.

So wurden in den vergangenen Tagen mehrere Anwaltskanzleien in Genf zitiert, die in Panama bei der Gründung von Offshore-Firmen beteiligt gewesen sein sollen. Auch über die Praktiken mehrerer Banken wurde berichtet.

Schon nach Swissleaks ein Verfahren

Es ist nicht das erste Mal, dass die Genfer Staatsanwaltschaft nach der Enthüllung grosser Datensätze Ermittlungen aufnimmt. Im Februar 2015 eröffnete sie nach den «Swissleaks» gegen die HSBC Private Bank (Suisse) ein Verfahren wegen qualifizierter Geldwäscherei.

Nur knapp vier Monate später wurde das Verfahren gegen die Tochter der britischen Grossbank HSBC eingestellt. Die Bank zahlte im Rahmen der Vereinbarung zur Beilegung 40 Millionen Franken an den Kanton Genf. (whr/sda)

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