Schweiz
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«Swiss Military»-Streit beendet: Bund darf die Marke registrieren



ZUR VICTORINOX STELLEN WIR IHNEN HEUTE FOLGENDES NEUES BILDMATERIAL VON DER PRODUKTION ZUR VERFUEGUNG --- An employee cleans pocket knives and checks their functionality, pictured at the Victorinox factory in Ibach, Canton of Schwyz, Switzerland, on July 10, 2018. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Bild: KEYSTONE

Das Bundesamt für Rüstung (armasuisse) und der Messerhersteller Victorinox haben sich im Streit um die Marke "Swiss Military geeinigt. Damit ist klar, dass Bundesbehörden berechtigt sind, Schweizer Militärmarken zu registrieren.

Victorinox macht für armasuisse den Weg frei, die Marke «Swiss Military» in Nordamerika für Parfümeriewaren registrieren zu lassen, wie die Parteien am Freitagnachmittag mitteilten. Der Vergleich bestätigt auch, dass armasuisse und andere Bundesbehörden berechtigt sind, Schweizer Militärmarken zu benutzen und zu lizenzieren.

Victorinox erhält im Gegenzug von der Eidgenossenschaft für die USA und Kanada zu marktüblichen Bedingungen eine ausschliessliche, langfristige Lizenz zur Vermarktung von Swiss Military-Parfümeriewaren. Der Vergleich schaffe Rechtssicherheit für die Zukunft, heisst es in der gemeinsamen Medienmitteilung der Parteien.

Der Sackmesserhersteller und der Bund gerieten sich ob der Verwendung der Marke «Swiss Military» in Nordamerika in die Haare. Der Hersteller des weltbekannten Schweizer Armeesackmessers «Swiss Army Knife» hatte in den USA «Swiss Military» als Marke angemeldet.

Damit war es dem Bund verwehrt, einen weltweiten Lizenzvertrag mit einer anderen Schweizer Firma einzugehen, wie die Tamedia-Zeitungen berichtete. Um welche Firma es sich handelte, wurde nicht bekannt.

Die Eidgenossenschaft sah sich dadurch geschädigt und klagte auf eine Million Franken Schadenersatz. Am Mittwoch begann vor dem Handelsgericht in Bern der Prozess.

Armasuisse machte geltend, dass das eidgenössische Parlament den Auftrag erteilt habe, Marken, die etwas mit der Armee zu tun haben, besser zu schützen. Die Eidgenössischen Räte überwiesen vor fünf Jahren eine entsprechende Motion des Schaffhauser Ständerats Thomas Minder.

Zudem stützte sich der Bund auf ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts von Anfang Jahr. Darin legten die Richter letztinstanzlich dar, dass die Marke «Swiss Military» auch in der Kategorie Uhren nur den der Eidgenossenschaft benützt werden dürfe.

Victorinox hingegen stellte sich auf den Standpunkt, die Marke «Swiss Military» habe schon immer dem Unternehmen gehört. Der Bund habe dies auch mit einem Vertrag im Jahr 2004 anerkannt.

Beide Seiten zeigten sich vor dem Handelsgericht bereit, Vergleichsverhandlungen zu führen, was in der Folge auch geschah. (aeg/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Therealmonti 20.10.2018 06:13
    Highlight Highlight Swiss Military Parfümwaren???! Ist das der Geruch von grünen Socken im Kantonement nach einem 100-km-Marsch?
  • CH-Bürger 19.10.2018 23:59
    Highlight Highlight 😂🤣 haben die keine andere Probleme?
    Ich habe Angst um die Schweiz, wer hilft mir die Schweiz zu retten?
  • Shin Kami 19.10.2018 22:21
    Highlight Highlight Riecht das Parfüm wie herausgeschmissenes Geld?
  • Idrisi 19.10.2018 19:37
    Highlight Highlight Der Geruch von in feuchten kalten Kellern gelagerten alten wolligen Tenu B extrahiert und abgefüllt. Erinnert entfernt nach Enzian.
  • Pfützentreter 19.10.2018 18:18
    Highlight Highlight Riecht nach Korruption
  • heinigers 19.10.2018 17:30
    Highlight Highlight Swiss military parfümeriewaren ??

    Riecht nach Schuhfett oder wie? 😂

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