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13 Franken gespart: Post schafft die Zufalls-Zoll-Gebühr ab



THEMENBILD ZUM PAKETTRANSPORT AN WEINACHTEN --- Ein Mitarbeiter liefert Pakete fuer die Verteilung an, am Dienstag, 23. September 2014, im Paketzentrum der Schweizerischen Post in Haerkingen. Die Schweizerische Post erhoeht mit Blick auf den Boom im Online- und Versandhandel die Kapazitaet ihrer Paketzentren Haerkingen SO, Frauenfeld TG und Daillens VD. Statt 20'000 werden pro Anlage kuenftig 25'000 Pakete sortiert. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Die Post hat Neuigkeiten zum Paketversand. Bild: KEYSTONE

Erleichterung für Warenbesteller: Nach einer Übereinkunft mit dem Preisüberwacher streicht die Post ab 1. Januar 2018 die Zollrevisionsgebühr. Zudem passt sie die Preis- und Gewichtssegmente bei Inland-Paketen an. A- und B-Post bleiben gleich teuer.

Bisher wurden für die stichprobenmässige Kontrolle eines Pakets aus dem Ausland 13 Franken fällig, wie die Post und Preisüberwacher Stefan Meierhans am Montag mitteilten. Die Post nimmt diese Proben im Auftrag der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) bei bestimmten Warensendungen vor. Den Aufwand lässt sie sich noch bis Ende Jahr bezahlen. Die Streichung der Gebühr gilt vorläufig nur für 2018.

Viele Konsumenten rieben sich ob der Gebühr für eine nach Zufallsprinzip vorgenommene Kontrolle die Augen und fühlten sich willkürlich behandelt. Dies rief schliesslich die Politik auf den Plan. Das Parlament überwies in der Frühlingssession eine Motion und verlangte eine Gesetzesänderung. Mit dem Verzicht auf die Gebühr ab 2018 ist das Anliegen ein Jahr früher erfüllt als vom Motionär gefordert.

Weniger Gewichtsklassen

Bei den Inland-Paketen werden die fünf bisherigen Gewichts- und Preissegmente auf drei reduziert. Der Preis für Pakete bis zu zwei Kilogramm bleibt dabei mit 7 Franken gleich. Diese Gewichtsklasse macht 85 Prozent der beförderten Pakete aus.

Pakete bis fünf Kilo kosten am Neujahr 9,70 statt 9 Franken. Dafür werden Sendungen bis zehn Kilo 30 Rappen günstiger und kosten auch 9,70 Franken.

Am grössten ist der Aufschlag bei Paketen bis 20 Kilo: Sie schlagen statt mit 15 mit 20,50 Franken zu Buche. Günstiger wird es hingegen bis zu 30 Kilo: Der Preis sinkt von 22 auf 20,50 Franken. Entsprechende Anpassungen gibt es auch bei «Priority»- und Express-Paketen.

Rabatte für Online-Kunden

Nationale Online-Privatkunden und Retouren im Versandhandel erhalten Vergünstigungen. Kunden, die für Inland-Pakete die Etikette via Login Post ausdrucken und aufkleben, erhalten 2018 je nach Gewichtsklasse eine Vergünstigung von 50 Rappen bis 3 Franken. Retouren im Versandhandel werden 50 Rappen günstiger.

Zudem führt die Post bei den Inland-Paketen für Private die Zusatzleistungen «Fragile» und «Assurance» wieder ein. Sie will so der steigenden Nachfrage wegen Online-Bestellungen genügen. Für zerbrechliche oder besonders wertvolle Sendungen haftet die Post in Schaden- oder Verlustfall bis maximal 5000 Franken.

Nicht zuletzt gibt es 2018 eine Weihnachtsaktion. Wer seine Lieben mit einem Paket überraschen will, zahlt als Privatkunde rund einen Monat vor dem Fest 1 Franken weniger pro Paket. Weiterhin 85 Rappen kosten B-Post-Briefe, A-Post-Sendungen 1 Franken. Standard- und Midibriefe sind für Private auch ab Neujahr 1,50 Franken teuer. Der Preis der SMS-Briefmarke bleibt mit 1 Franken ebenfalls gleich.

Ärgernis weg

Die Stiftung für Konsumentenschutz zeigte sich erleichtert über die Streichung der «unsäglichen Stichproben-Gebühren». Diese hätten stets grossen Unmut bei den Betroffenen verursacht. Der Konsumentenschutz habe die Abschaffung der Zollrevisionsgebühr lange gefordert. Die Post habe sich aber viel Zeit gelassen. Die Streichung erfolge keineswegs freiwillig.

Die neuen Pakettarife befriedigen den Konsumentenschutz nicht: Die Reduktion der Gewichtsstufen führe zu einer Mehrbelastung der Privatkunden.

Auch ärgert sich der Konsumentenschutz, weil die Post ab 2018 keine Pakete mehr an Postfachadressen liefern will. Ausweichmöglichkeiten seien ausserhalb der Ballungszentren nur ungenügend vorhanden. So würden Privatkunden gleich mehrfach schlechter gestellt - unverständlich in Zeiten steigenden Versandvolumens. (sda)

Ein Ladekabel aus China für 80 Rappen inkl. Versand. 
Wie ist das das möglich:​

Video: watson/Lya Saxer

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