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Mehr als ein «M» schlechter: Gewinneinbruch bei Migros



Die Migros-Gruppe hat im letzten Geschäftsjahr so wenig verdient wie schon lange nicht mehr. Letztmals hat der Detailhandelsriese 2003 einen tieferen Gewinn geschrieben. Grund dafür sind der Preisdruck und Investitionen in die Zukunft.

Die Migros-Gruppe hat wie bereits Mitte Januar bekannt gegeben mit 27,7 Milliarden Franken zwar einen neuen Rekord beim Umsatz erreicht. Der Gewinn jedoch reduzierte sich um fast einen Viertel auf noch 503 Millionen Franken. Damit hat bei der Migros die Gewinnerosion auch im vergangenen Geschäftsjahr angehalten. Seit 2015 sinken die Ergebnisse. 2014 hatte die Migros noch einen Gewinn von 826 Millionen Franken erzielt.

Dramatischer Gewinneinbruch im Kerngeschäft

Als Gründe für den erneuten Rückgang gab Fabrice Zumbrunnen, der neue Präsident des Migros-Genossenschaftsbundes, verschiedene Faktoren an. Neben dem Preisdruck im Detailhandel hätten auch Investitionen in neue Marktfelder, Verkäufe von Geschäftsbereichen und Restrukturierungen auf das Ergebnis gedrückt, sagte Zumbrunnen an der Bilanzmedienkonferenz am Dienstag in Zürich.

2017 hat die Migros einerseits neue Unternehmen wie die Fitnesskette Silhouette und den Fischhändler Tipesca gekauft. Andererseits aber auch den Velohändler Probike oder den Abholgrosshandel CCA Angehrn verkauft. Gleichzeitig wurde die Globus-Gruppe restrukturiert, was auch für die Kundschaft mit der Aufgabe der Marken Herren-Globus und Schild spürbar wurde.

Bei den einzelnen Geschäftsfeldern hat vor allem der genossenschaftliche Detailhandel für den Gewinneinbruch gesorgt. Der Betriebsgewinn (Ebit) des Kerngeschäfts der Migros-Gruppe hat sich innert Jahresfrist dramatisch von 542 Millionen auf noch 306 Millionen Franken reduziert. Ebenfalls deutlich weniger rentabel waren die Produktionsbetriebe und der Grosshandel unterwegs. In diesem Geschäftsbereich erwirtschaftete die Migros noch ein Plus von 56 Millionen Franken nach 154 Millionen Franken im Vorjahr.

Die Migros will in die Erneuerung der Migros-Supermärkte und vor allem in die weitere Digitalisierung investieren. Die Migros-Tochter LeShop soll als Online-Lebensmittelshop der Migros-Supermärkte positioniert werden, sagte Zumbrunnen. Die im letzten Jahr eingeführte Möglichkeit, die bei LeShop bestellten Einkäufe in einer Migros-Filiale abzuholen, soll nur der Anfang gewesen sein. (whr/sda)

Die Schweizer lieben Online-Shopping während der Arbeitszeit

Video: srf

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