Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Plakat zum Aktionstag der Zuercher Taxifahrer gegen den Dumping-Fahrdienst Uber, in Zuerich, am Dienstag, 28. Juni 2016. Die Nationale Taxiunion fordert von den Behoerden ein sofortiges, wirksames Vorgehen gegen Dumping-Uber in der ganzen Schweiz. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Swiss taxi drivers protest against Uber, in Zurich, Switzerland, on Tuesday 28 June 2016. The national taxi driver's union gathered to demand an immediate intervention against Uber. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Protest in Zürich.
Bild: KEYSTONE

Taxifahrer sind sauer auf Uber und protestieren in Schweizer Städten



Knapp 400 Taxifahrer haben am Dienstag in verschiedenen Schweizer Städten gegen den Fahrdienstanbieter Uber protestiert. In Autocorsos fuhren sie durch die Strassen von Zürich, Basel und Genf, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen.

Taxifahrer protestieren gegen Uber auf dem Messeplatz in Basel am Dienstag, 28. Juni 2016. Die Nationale Taxiunion fordert von den Behoerden ein sofortiges Vorgehen gegen Uber. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Swiss taxi drivers protest against Uber at the Messeplatz, in Basel, Switzerland, Tuesday 28 June 2016. The national taxi driver's union gathered to demand an immediate intervention against Uber. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Protest auf dem Messeplatz in Basel.
Bild: KEYSTONE

In Basel beteiligten sich an der Aktion gegen Uber rund 80 Taxifahrerinnen und -fahrer, wie ein Unia-Sprecher zur SDA sagte. Mit eingeschalteter Warnblinkanlage und vereinzelt auch hupend fuhren sie in einem Corso durch Basel. Verkehrsbehinderungen soll es laut dem Sprecher nicht gegeben haben.

Schwarzarbeit

Eine Delegation fuhr zudem vor dem Spiegelhof in der Innenstadt vor, wo der Basler Regierungsrat Baschi Dürr seinen Sitz hat. Dem Justiz- und Sicherheitsdirektor wurde ein Brief überreicht, in welchem er und die Regierung aufgerufen werden, gegen Uber vorzugehen.

Mit dem Brief wurde Dürr ein Dossier übergeben, das belegen soll, dass in Basel systematisch illegaler Personentransport stattfindet, wie dies die Observation von Uber-Fahrerinnen und -Fahrern ergeben habe. Uber müsse nun zur Rechenschaft gezogen werden für Anstiftung zur systematischen Schwarzarbeit und illegalem berufsmässigem Personentransport.

Untätigkeit der Behörden

In Zürich fuhren am Nachmittag rund 30 Taxis in einem Autocorso durch die Stadt. Anlass für die neuerliche Aktion sei die Untätigkeit der Behörden in Zürich, sagte Christof Zellweger von der Taxiunion Zürich.

Plakat zum Aktionstag der Zuercher Taxifahrer gegen den Dumping-Fahrdienst Uber, in Zuerich, am Dienstag, 28. Juni 2016. Die Nationale Taxiunion fordert von den Behoerden ein sofortiges, wirksames Vorgehen gegen Dumping-Uber in der ganzen Schweiz. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Swiss taxi drivers protest against Uber, in Zurich, Switzerland, on Tuesday 28 June 2016. The national taxi driver's union gathered to demand an immediate intervention against Uber. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Bild: KEYSTONE

Tagtäglich würden die Zürcher Taxis massiv konkurrenziert durch das amerikanische Unternehmen, das sich nicht an die lokalen Gesetze halte. Die Missstände seien den zuständigen Behörden bekannt, aber es werde nichts unternommen, kritisierte Zellweger.

Die Taxibranche hatte im Mai verlangt, Uber müsse in der Schweiz verboten werden, solange sich der Fahrdienstanbieter über Gesetze hinwegsetze. Taxifahrer beklagen seit dem Markteintritt von Uber empfindliche Umsatzeinbussen.

Der Konkurrenzkampf unter den Fahrdiensten beschäftigt inzwischen auch den Bund. Mitte Juni hat der Nationalrat eine Motion angenommen, die verlangt, dass die Regeln für berufsmässige Personentransporte an die neuen Technologien angepasst werden. Damit sollen die Taxifahrer gleich lange Spiesse wie Uber erhalten. Der Bundesrat erklärte sich bereit, den Auftrag entgegenzunehmen. (whr/sda)

Fahrdienst Uber

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Flugzeug bei Landung in Indien verunglückt

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

9
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Interessierter 30.06.2016 10:30
    Highlight Highlight Klar verstehe ich die Taxis. Jedoch wird es Zeit, endlich Konkurrenz zuzulassen. Leider wohne ich noch in einer Stadt ohne Uber. Ich kam auch schon mit dem letzten Zug nach Hause und wartete 1 1/2 Stunden auf einen Taxi. Angeblich ist der Taximarkt gesättigt, sagen die Taxiunternehmer... Da ziehe ich Uber vor. Ich habe in NY einen offiziellen Taxi benutzt. Alt, schmutzig, unfreundlich. Mit Uber hatte musste ich am längsten 7 Minuten warten und es kamen schöne Autos und nette Driver. Da gibt man gerne noch einen Tip! Die Fahrt war ja per Kreditkarte bereits abgerechnet und die Quittung im Mail.
  • Sir John 29.06.2016 15:40
    Highlight Highlight Die Zürcher Taxis sind leider zu teuer (Der Kanton Zürich bestimmt übrigens die Höchstpreise) und die UberX Fahrten zu günstig um davon zu leben. Leider sind die Zulassungsanforderungen um Taxifahrer zu werden viel zu tief, deshalb gibt es 1. zu viele Taxis und 2. zu viele schlecht ausgebildete Fahrer. Würde Uber keine Dumpingpreise verlangen und von diesen noch 25% Provision (!) von den Fahrern abknöpfen und stattdessen faire Preise anbieten, so würden auch mehr Taxifahrer für Uber fahren. ~S
  • Homes8 29.06.2016 09:14
    Highlight Highlight Sind Gesetze nur noch für die Leute, die dumm genug sind, sich daran zu halten?
  • Theor 29.06.2016 08:57
    Highlight Highlight Ich kann das alles gar nicht nachvollziehen. In der Region Aargau habe ich vor zwei Monaten einmal die uber-App installiert. Dann hiess es, es sei in der Region kein uber-Taxi verfügbar und ich habe das ganze wieder deinstalliert und abgehackt. Allzu präsent scheint mir der Dienst in der Schweiz gar nicht zu sein?
    • Nubotronic 29.06.2016 13:34
      Highlight Highlight Bis jetzt nur in den "Städten" Zürich, Basel und Genf.
      Abdeckung Zürich: siehe erstes Bild in der Diashow.
  • Meet The Mets 29.06.2016 08:34
    Highlight Highlight Ich fahre Uber, weil die mich nachts um 1 nicht am HB stehen lassen, weil ich nur 3 km fahren will.
  • Nubotronic 29.06.2016 08:29
    Highlight Highlight Liebe Taxifahrer
    Ich bin auch der Meinung das Uber nicht ganz gesetzeskonform handelt und div. Vorteile nutzt (Gesetze, Sozialleistungen, Steuern etc.). Dies ist sicher ein wichtiger Punkt.
    Jedoch wer hat diese Veränderung überhaupt so beschleunigt? Das sind ihr, liebe Taxifahrer. Mit untransparenten Preisen, unflexiblem/unfreundlichen verhalten und wegweisen des Fahrgastes da "die Strecke für euch nicht lohnt" habt ihr euer eigenes Grab gegraben. Bei Uber ist auch nicht alles besser, jedoch ist dort die Kundenorientierung um Meilen weiter.
    Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.....
  • dwight_schrute 29.06.2016 07:57
    Highlight Highlight Solange ich für eine Taxifahrt von ca. 5-6 km über CHF 30.00 bezahle, ist mir jede alternative Willkommen. Liebe Taxifahrer, vielleicht liegt der Grund, dass Uber sich überhaupt hier durchsetzten kann, ja auch einfach bei den völlig überhöhten Preisen.
  • Gaspadin 28.06.2016 17:57
    Highlight Highlight Liebe Uber,

    Wie heisst es doch so schön:
    "Viel Feind, viel Ehr."
    Mach weiter so!

    Gruss,
    Ein libertärer Geist

Problem bei PostFinance: Rentnerinnen und Rentner klagen über nicht ausbezahlte AHV

Bei der Postfinance hat eine technische Störung am Freitag zu Verzögerungen bei der Verarbeitung von Zahlungen geführt. Die Post-Tochter löste das technische Problem im Verlauf des Tages und arbeitete den Rückstand auf.

Die Ferien neigen sich dem Ende zu, das Wetter stimmt und das Wochenende steht vor der Türe. «Ich wollte für einen Ausflug bisschen Geld abheben – meine AHV-Rente war nicht auf dem Konto!», sagt ein User zu watson. Er habe bei der zuständigen Stelle angerufen, wo man von einer «grösseren technischen Störung» sprach.

Er ist nicht der einzige AHV-Bezüger, dem heute das Geld nicht ausbezahlt wurde. So berichtet der «Blick» gleich von mehreren Leseranrufen. Postfinance-Sprecher Rinaldo Tibolla …

Artikel lesen
Link zum Artikel