Schweiz
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Bedingungsloses Grundeinkommen fördert Gesundheit, bietet aber keinen Anreiz zur Jobsuche



Das bedingungslose Grundeinkommen wirkt sich positiv auf die Gesundheit von Arbeitslosen aus, beschleunigt aber nicht deren Rückkehr auf den Arbeitsmarkt: Zu diesem Schluss kommen Forscher in der vorläufigen Auswertung eines auf zwei Jahre angelegten Pilotprojekts in Finnland.

Die Empfänger des bedingungslosen Grundeinkommens litten demnach weniger unter Stress, Konzentrations- oder Gesundheitsproblemen als eine Kontrollgruppe. «Sie blickten auch zuversichtlicher in die Zukunft», erklärte Minna Ylikännö von der finnischen Sozialversicherungsbehörde (Kela) am Freitag.

Ein erhoffter Anreiz für die Arbeitssuche wurde in der Auswertung des Projekts aber nicht nachgewiesen. «Den Empfängern des bedingungslosen Grundeinkommens gelang es weder besser noch schlechter als der Kontrollgruppe, einen Job zu finden», erklärte Forschungskoordinator Ohto Kanninen.

Zweijähriger Grossversuch

Der auf zwei Jahre angelegte Grossversuch zum bedingungslosen Grundeinkommen war im Dezember zu Ende gegangen. Eine zufällig ausgewählte Testgruppe von 2000 Arbeitslosen erhielt in dieser Zeit steuerfrei jeden Monat 560 Euro, ohne dass diese Zahlung an Bedingungen geknüpft war.

Hinzu kamen je nach Familienstand Kindergeld und im Fall einer festen oder freien Anstellung das jeweilige Gehalt. Daneben gab es eine Kontrollgruppe von Arbeitslosen, welche die herkömmlichen Unterstützungsleistungen erhielten.

Die Forscher wollten herausfinden, ob das bedingungslose Grundeinkommen einen besseren Anreiz setzt, einen Job zu finden, als traditionelle Arbeitslosenhilfen, die im Falle einer Anstellung entfallen.

Das Experiment beschränkte sich dabei ausschliesslich auf bereits arbeitslose Teilnehmer – es ging nicht um eine Art Bürgereinkommen, das unabhängig von Reichtum, Familienstand oder Arbeitsverhältnis an jeden gezahlt wird.

Teilnehmer zufrieden

Die ersten Ergebnisse des Experiments sind nach Angaben der Experten noch vorläufig und beziehen sich nur auf das erste Jahr der Studie. Die am Freitag vorgelegten Rückschlüsse sind damit noch nicht abschliessend.

Einer der Teilnehmer äusserte sich zufrieden mit dem bedingungslosen Grundeinkommen. «Ich konnte alle Aufträge annehmen, die mir angeboten wurden», sagte der Journalist Tuomas Muraja. Vorher sei das viel schwieriger gewesen, weil er immer habe ausrechnen müsse, was durch die Zusatzeinnahmen und den Verlust von Arbeitslosengeld übrig bleibe.

Die finnische Regierung plant nach Angaben von Sozialministerin Pirkko Mattila nicht, das bedingungslose Grundeinkommen im gesamten Land einzuführen. Dennoch sei das Experiment «sehr erfolgreich» gewesen.

Reform von Sozialversicherungssystem

Die Daten der Untersuchung könnten nun genutzt werden, um das soziale Sicherungssystem zu reformierten, sagte Mattila. Das sei die nächste grössere geplante Reform.

Das bisherige System gilt als bürokratisch. Arbeitssuchende verlieren ihren Anspruch auf staatliche Hilfen bei einer Anstellung – auch bei nur kurz dauernder und schlecht bezahlter Beschäftigung.

In Finnland war die Zahl der Arbeitslosen angesichts einer vier Jahre langen Wirtschaftsflaute in die Höhe geschossen, sie sinkt langsam wieder. Die Arbeitslosenquote fiel im Dezember unter sieben Prozent. (whr/sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Diagnose: Aluhut 09.02.2019 11:22
    Highlight Highlight Spätestens in 10 Jahren, wenn über 20% der Jobs weg sind, wird auch Rechtsaussen ein BGE unterstützen. Denn Maschinen zahlen in keine Sozialwerke ein und das Schlimmste: Sie konsumieren nichts.
    • R. Peter 09.02.2019 16:20
      Highlight Highlight Maschienen sind wie Immobilien Teil des Aufwandes, Unternehmen zahlen däauf deren Ertrag Gewinnsteuer und Lohnempfänger auf Einkommen. Das eigentliche Problem sind die unterschiedlichen Steuersätze für Private und Unternehmen.
  • Töfflifahrer 09.02.2019 10:18
    Highlight Highlight Mich würde noch interessieren was ein ü50, arbeitslos, verheiratet. längerfristig kostet. Da ist die ALV, nach der Aussteuerung kommt früher oder später die Sozialfürsorge, nach Rentenbeginn, kommt dann zweifelsfrei die Ergänzungsleistung. Nicht zu vergessen die Prämienverbilligung der Krankenkassen, die ja eh auf den Grundbedarf reduziert werden musste.
    Die Gesundheit leidet dabei psychisch, wie über kurz oder lang auch physisch.
    Ich denke das kostet auf die Dauer einiges mehr als das BGE.
  • Töfflifahrer 09.02.2019 09:58
    Highlight Highlight Es sagt ja nur aus, dass die Chancen einen Job zu finden sich nicht gross verändern. Die Möglichkeit, auch kurzfristige, terminierte Angebote anzunehmen, unabhängig von zu erwartenden Kürzungen der ALV ist jedoch gestiegen. Die Teilnehmer sind gesünder und es geht ihnen besser, heisst auch, reduzierte Gesundheitskosten. Berücksichtigt man alles diese Aspekte, ist das Grundeinkommen doch eher positiv zu werten, das sollte man weiterverfolgen.
  • Schneider Alex 09.02.2019 06:57
    Highlight Highlight Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE): Es gibt genügend sinnvolle Arbeit!

    Beim bedingungslosen Grundeinkommen besteht der Verdacht, es gebe nicht genügend Arbeit. Das ist natürlich ein Irrtum. Im Umwelt-, Sozial-, Gesundheits-, Bildungs- und Sicherheitsbereich gibt es genügend sinnvolle Arbeit Die Eingliederung in den Arbeitsprozess ist insbesondere für die Jungen zentral und sollte nicht durch die Suggestion "free lunch" unterlaufen werden. Minimallöhne sind daher zweckmässiger als das bedingungslose Grundeinkommen.
  • Adumdum 08.02.2019 23:39
    Highlight Highlight Interessant wäre noch zu wissen ob und wie viel es teurer ist... Oder billiger! Wenn man Einsparungen im Gesundheitswesen und bei der Arbeitslöseverwaltung mir einbezieht. Auch wenn das "nur" auf null rausläuft, wäre es ein Skandal das mutwillig nicht weiter auszuweiten.

    Und nein, ich bin kein Sozialist. Ich bin Unternehmer.
  • Dominik Treier (1) 08.02.2019 21:25
    Highlight Highlight Das war aber auch klar... Was viele bürgerliche Parteien, mit ihrer grossen Unterstützung von repressiven Systemen nicht verstehen ist folgendes: Jemanden der Missbrauch betreiben wollen würde, kümmern bürokratischer Unsinn und Repression nicht, da es einfach ist das Minimum sowohl für RAV als auch fürs Sozialamt zu machen wenn man sich kein Gewissen macht und nichts finden will... Wer sich jedoch Mühe gibt, für den kann es schwer sein auf das geforderte zu kommen und all die Bürokratie, die Unsicherheit und das Zukreuzekriechen, bloss um zu existieren, bedeuten enormen Stress ohne Nutzen!
    • Dominik Treier (1) 08.02.2019 22:28
      Highlight Highlight Es ist immer das Gleiche ob bei Steuern oder Sozialversicherungen. Das Problem ist praktisch nie das Geld. Sondern das wie. Die Demütigungen, der Generalverdacht betrügen zu wollen, die elende Bürokratie und der Verdacht, dass jemand in der Verwaltung nur einfach noch irgendeinen Mist am Versicherungsantrag oder der Steuererklärung finden muss, un seinen Job rechtfertigen zu können... Diese Gängelung und das Selbstverständnis des Staates, dass man den ganzen Tag nicht besseres zu tun habe als solchem Mist nachzurennen, in Kombination mit Unsicherheit führen zu Stress und Krankheit!
    • Dominik Treier (1) 08.02.2019 22:29
      Highlight Highlight Liebe Bürgerliche, seit ihr überall an der macht seit, scheint ihr eines vergessen zu haben.
      Der Staat und seine Institutionen würden geschaffen, um dem Menschen zu dienen und nicht umgekehrt...
    • Töfflifahrer 09.02.2019 10:09
      Highlight Highlight Stimme Ihnen zu. Ein Grossteil der Stimmberechtigten "Normal" Bevölkerung hat den Bürgerlichen ja auch bereits das einte oder andere Mal die Quittung gegeben.
      Nur, den Bürgerlichen ist das egal, um für die Reichen und Multis die Steuern zu senken, muss natürlich an den Ausgaben gespart werden. Und wo sparen die am Liebsten, genau, das Sozialnetz wird ausgedünnt, wie macht man das am Besten? Genau, jeder potentielle Berechtigte wird erst mal als potentieller Betrüger betrachtet.
      Dazu wird aug gerade bei der einzigen Ressource gespart welche die Schweiz bieten kann, der Bildung (Siehe Luzern)
  • Sarkasmusdetektor 08.02.2019 20:29
    Highlight Highlight Eine ganz tolle Überschrift. Einen Anreiz zur Jobsuche zu schaffen war noch nie ein Ziel des bedingungslosen Grundeinkommens. Dass es diesen Anreiz nicht senkt, das wäre eine Überschrift wert.
  • Michael Mettler 08.02.2019 19:52
    Highlight Highlight Die Studie ist leider für nix. Sollte das BGE kommen würden die Arbeitgeber ganz anders auftreten müssen. Dadurch würde sich vieles zu Gunsten der Arbeitnehmer verändern und die Jobsuche würde sicher verändern. Hoffe das kommt bald!!!
    • Firefly 08.02.2019 22:09
      Highlight Highlight Ja, die heutigen Arbeit-nehmer würden zu Arbeit-gebern und die heutigen Arbeit-geber würden zu Arbeit-nehmern, so wie es auch sein sollte.
  • Inesterana 08.02.2019 19:47
    Highlight Highlight Wobei sich die erhöherte Gesundheit langfristig sicherlich besser auf Jobchancen auswirkt...
  • salamandre 08.02.2019 18:37
    Highlight Highlight Es wird nie mehr genügend Arbeit für alle geben und schon gar nicht für "durchschnittlich" Talentierte. Langfristig gehts nur noch um den sozialen Frieden.
    • Michael Mettler 08.02.2019 19:52
      Highlight Highlight Was soll das „nur“?
  • Todesstern 08.02.2019 18:35
    Highlight Highlight
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  • Todesstern 08.02.2019 18:31
    Highlight Highlight Jetzt mal ehrlich wer würde aufhören zu arbeiten wer würde weiter arbeiten?

    Ein Herz, heisst arbeiten weiter arbeiten oder sich selbstständig machen.

    Ein Blitz, heisst gar nicht mehr Arbeiten.

    Macht mit
    • Alsk 08.02.2019 20:51
      Highlight Highlight Das Grundeinkommen sollte in der Schweiz 2000 Franken betragen. Wie soll man mit nur 2000 im Monat in der Schweiz überleben? Bleibt eim da überhaupt eine Option?
    • Todesstern 08.02.2019 22:28
      Highlight Highlight Ah okay aber das ust doch nicht schlecht. Da muss man doch noch etwas dafür tun, damit man leben und nicht nur überleben kann.
    • Töfflifahrer 09.02.2019 10:12
      Highlight Highlight Was heisst Arbeit in diesem Zusammenhang? Ich könnte unbeschwert ältern Leuten den Computer einrichten und diese darin schulen. Sehe ich einen zeitlich befristeten Job der auch Geld einbringt, kann ich den annehmen ohne mir um die Zukunft sorgen machen zu müssen.
      So gesehen würde ich arbeiten, Ja natürlich.
  • MSpeaker 08.02.2019 17:37
    Highlight Highlight Ich denke das Grundeinkommen wird früher oder späzter kommen und das ist auch gut so.

    Das Problem dieser Studie war von Anfang an, dass alle wussten das es auf 2 Jahre beschränkt ist. Das wirkt sich spwphl posotiv als auch negativ auf die Motivation einen Job zu suchen aus. Deshalb wundert es mich kein bisschen das die Motivation gleich blieb.
    • Matti_St 09.02.2019 03:49
      Highlight Highlight Ich würde das so formulieren.
      Die Arbeitssuchende werden für die Arbeitgeber dadurch nicht attraktiver. Aber ihre Lebensqualität hat zugenommen anhand der These, dass sie gesünder wurden.
  • Yekinison 08.02.2019 17:20
    Highlight Highlight Soweit ich dieses finnische Experiment verstanden habe, handelt es sich hier nicht um ein Bedinungsloses Grundeinkommen, denn die Arbeitslosigkeit ist Bedinung. Bedinungslos wäre es erst, wenn die gesamte Bevölkerung ein BGE erhalten würde.
    Der ehemalige Schweizer Vizekanzler Oswald Sigg weiss auch schon wie.
    Finanziert über eine Mikrosteuer von 0,05 Prozent auf jeden Geldtransfer. 90 Prozent stammen in der Schweiz nämlich aus der Finanzwirtschaft, genauer aus dem Hochfrequenzhandel. So sollte ein BGE von 2500.- pro Person finanziert werden.
    Klingt utopisch? Smartphones waren es auch mal...
    • Maragia 09.02.2019 00:07
      Highlight Highlight Nur würde der Hochfrequenzhandel versiegen in der Schweiz und wir hätten wieder eine FInanzierungslücke. Oder meinst du wirklich, die Banken für "freiwillig" Milliarden abdrucken??
    • E7#9 09.02.2019 10:10
      Highlight Highlight Das ist ja grad das Problem der Mikrosteuer. Wer seinen Umsatz durch viele Transfers mit kleinen Margen macht hat den wirtschaftlichen Nachteil. Wer von einem Nettingverfahren Gebrauch machen kann (Firmen schlissen sich zusammen und verrechnen alles untereinander, einmal jährlich werden lediglich die übriggebliebenen Differenzbeträge überwiesen) ist im Vorteil weil er praktisch nichts beiträgt. So einfach lässt sich das umgehen. Man verrechnet untereinander und beschränkt die effektiven Geldflüsse auf ein Minimum.
  • Graviton 08.02.2019 16:42
    Highlight Highlight Also eigentlich perfekt:

    Die Chance, einen Arbeitsplatz zu bekommen, wird nicht verbessert, aber auch nicht verringert. Sie bleibt gleich.

    Gleichzeitig sind die Menschen aber insgesamt gesünder, was für einen allfälligen Job sicher nicht nachteilig ist und für die öffentlichen Gesundheitskosten auch nicht.

    Wieso sollte man noch dagegen sein?
    • Albert J. Katzenellenbogen 08.02.2019 16:56
      Highlight Highlight - Personen die solche Systeme ausnützen
      - Finanzierung unklar
      - Langzeitwirkung auf Staat und Wirtschaft ubk.
      - Einziges Land welches bislang Studienergebnisse geliefert hat, will sein System nicht in diese Richtung anpassen

      Richtiger wäre also die Frage, warum man noch dafür sein kann.
    • Normi 08.02.2019 17:00
      Highlight Highlight Neidkultur??
    • MSpeaker 08.02.2019 17:42
      Highlight Highlight @Albert J Sie scheinen einiges nicht ganz zu begreifen. Das Grundeinkommen wird früher oder später eingeführt, das ist je weiter die Automatisierung geht, desto notwendiger.

      Finnland führt JETZT noch kein Grundeinkommen ein, ist abdr dur haus interessiert daran.

      Ausnutzen kann man das Grundeinkommen eben genau nicht im Gegensatz zu den anderen Sozialleistungen da es jeder bekommt egal was er tut.

      Ginanziert wird es wie alles über Steuern. Einige Berechnungen gehen davon aus das die Sozialausgaben etwa gleich bleiben.

      Die Wirkung auf den Arbeitsmarkt hat genau diese Studie aufgezeigt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • WID 08.02.2019 16:36
    Highlight Highlight Wer hätte ein anderes Resultat erwartet?
  • Lowend 08.02.2019 16:14
    Highlight Highlight Könnte es sein, dass die Chance einen neuen Job zu finden eher an den Ansprüchen des Arbeitsmarkts liegt und weniger am Druck, den man auf Arbeitslose ausübt?

    Wäre dies so müsste die Bürgerlichen und auch die reaktionäre SVP mit ihren rigiden Repressionsstrategien mal dringend über die Bücher!

    Das gilt übrigens nicht nur für's RAV sondern viel mehr noch für den Druck, den die Sozialhilfe ausübt, denn wenn man den Finnischen Daten glauben kann, erhöht der Druck nur das Risiko zu erkranken, aber nicht die Chance auf einen neuen Job. Für diese Krankheiten zahlen wir dann übrigens auch teuer!
    • Matti_St 09.02.2019 03:43
      Highlight Highlight Das ist so weit mit bekannt ist, schon lange erwiesen.
    • Töfflifahrer 09.02.2019 10:03
      Highlight Highlight Ich denke, dass der Arbeitsmarkt grossmehrheitlich die hindernde Kraft ist, dass Arbeitslose wieder eine Stelle bekommen, ist bekannt. Speziell bei denen die eine Arbeit suchen und trotz aller Qualifikationen keine Stelle finden. Das ist auf die Ansprüche der Firmen zurückzuführen, die eine Stelle lieber nicht besetzen als jemanden einzustellen, der nicht 100% ihrem (Fantasie)Profil entspricht.
      Die Bürgerlichen ergossen sich dann jeweils in Floskeln und stellen Qualifikationen in den Vordergrund. Nur, denen glaubt man immer öfters nicht mehr.
  • ThomasHiller 08.02.2019 16:08
    Highlight Highlight "Die Empfänger des bedingungslosen Grundeinkommens litten demnach weniger unter Stress...blickten auch zuversichtlicher in die Zukunft..."

    Klar, wenn mir dauerhaft die gebratenen Tauben ins Maul fliegen bin ich auch nicht gestresst und habe keine Zukunftsängste.

    So lange die Mehrheit der Arbeiten und Einkommen aber noch mindestens indirekt durch Menschen erzielt werden, geht das nur auf Kosten der Arbeitenden.

    Ob es jemals ein vollautomatisiertes Zeitalter gibt, in dem wir alle uns höheren Zielen (und dann mit Grundeinkommen) widmen?
    Eher nicht, vorher bringen wir uns gegenseitig um.
    • Cucina 08.02.2019 16:19
      Highlight Highlight Ich glaube Sie haben sich mit dem Grundeinkommen nicht genug auseinandergesetzt. Das Thema ist sehr komplex und nicht einfach nur Schwarz/Weiss.
    • Bennno 08.02.2019 16:32
      Highlight Highlight Mit dem heutigen Steuersystem spülen auch die Maschinen des vollautomatisierten Zeitalters nur Geld in die Kassen von ein paar privaten Milliardären und deren Unternehmen (die man ja nicht besteuern darf, weil sonst Arbeitsplätze verloren gehen...) und kaum in eine öffentliche Kasse, welche allen zugute kommt. Roboter bezahlen weder Einkommenssteuern noch AHV.

      Das heisst auch wenn 99% der Arbeiten und Einkommen vollautomatisiert sind, wird die breite Bevölkerung nichts davon haben, sondern muss sich neue Jobs suchen und hoffen die Milliardäre kaufen ihnen dann etwas für ein Brosamen ab...
    • Lavamera 08.02.2019 16:50
      Highlight Highlight @Bennno wieso eigentlich nicht? Was wäre wenn Unternehmer AHV und fiktiven Lohn zahlen müssten, der dann besteuert wird, so dass es steuernmässig (inkl. AHV) keinen Unterschied mehr macht, ob Mensch oder Roboter?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bynaus @final-frontier.ch 08.02.2019 16:05
    Highlight Highlight Beachtlich ist, dass die Reintegration in den Arbeitsmarkt zwar nicht besser, aber auch NICHT schlechter lief als bei der Kontrollgruppe. Das sollten sich jene merken, die beim Grundeinkommen immer behaupten, da würde dann niemand mehr arbeiten...
    • Albert J. Katzenellenbogen 08.02.2019 17:00
      Highlight Highlight In der Studie wurden ausgewählte Personen, regelmässig begutachten.
      Es kann daher nicht eingeschätzt werden, welchen Einfluss Personen haben würden, die sich zurücklehnen und das Geld ins Portemonnaie sprudeln lassen. Dann gibt es ja noch viele andere Arten des Missbrauchs, die wir heute schon kennen.
      Auszahlung von Arbeitslosengelder u. Sozialhilfe an Personen, die im Ausland leben (Schweizer UND Ausländer, falls die Rassismuskeule käme), ist dabei ein Beispiel.
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 08.02.2019 17:09
      Highlight Highlight Das ist wirklich interessant.
      Ein weiteres, grösser angelegtes Experiment würde ich sehr begrüssen, zB 25000 Personen, sowohl in Arbeit als auch Arbeitslos mit Aussicht auf eine BGE vs 25000 nach dem klassischen Model, welchen Einfluss hat das BGE.
    • Bynaus @final-frontier.ch 08.02.2019 17:30
      Highlight Highlight Mal ernst jetzt, von Sprudeln kann doch da jetzt echt keine Rede sein. Tröpfeln, vielleicht. Wer würde schon freiwillig ein solches Leben wählen? Selbst Sozialhilfebetrüger betrügen so, dass sie nebenbei arbeiten und Sozialgelder beziehen, obwohl ihnen keine zustünden.
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