Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
ARCHIVBILD ZU CS-STUDIE ZUM SCHWEIZER DETAILHANDEL -- A shopping basket with groceries at the branch of retailer Denner in Rueschlikon, Switzerland, on May 10, 2016. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Ein Einkaufskorb mit Lebensmitteln, aufgenommen am 10. Mai 2016 in der Filiale des Detailhaendlers Denner in Rueschlikon. (KEYSTONE/Chrisitan Beutler)

Spaghetti und Karotten. Aha! Bild: KEYSTONE

Interview

Wie rational verhalten wir uns eigentlich beim Einkaufen? Ein Konsumpsychologe erklärt

Am 23. September entscheiden die Schweizer über die Fair-Food-Initiative, die nachhaltig und fair produzierte Lebensmittel stärken will. Aber wie entscheiden die Konsumenten eigentlich, ob jetzt ein Billig-Poulet oder ein fair produziertes Hühnchen in ihrem Einkaufskorb landet? Ein Konsumpsychologe gibt Antwort.



Herr Fichter, was passiert mit uns, wenn wir vor dem Gemüseregal stehen und zwischen einer Bio-Tomate aus heimischer Produktion, einer Bio-Tomate aus dem Ausland und einer Treibhaus-Tomate aus dem Plastikmeer von Almería abwägen?
Christian Fichter: Das kommt auf das Produkt an. Bei Tomaten handelt es sich um einen Gewohnheitskauf. In der Regel wird da nicht gross überlegt, da fehlt schlicht die Zeit. Grundsätzlich spielen aber drei Elemente eine Rolle: die eigene Einstellung gegenüber der Umwelt, die gesellschaftlichen Normen, an denen man sich orientiert. Und natürlich Dinge wie Preis oder Ästhetik des Produkts.

Bild

Bild: fichter.ch

Wenn man sich die aktuellen Umfragen zur Fair-Food-Initiative und zur Ernährungssouveränitäts-Initiative anschaut, kommt man zum Schluss: Ganz so wichtig ist die Umwelt den Bürgern offenbar nicht ...
Da muss ich widersprechen. Ich bin im Gegenteil überrascht, wie gross die Zustimmung noch immer ist. Die Zahlen belegen deutlich, dass die Konsumenten in der Schweiz eine starke, positive Einstellung gegenüber biologisch produzierten Lebensmitteln und Fair Food haben. Bei der vertieften Auseinandersetzung mit einem derart emotionalen Thema werden aber irgendwann auch «harte Argumente» wie Lebensmittelpreise in die Überlegung miteinbezogen.

Zur Person

Christian Fichter ist Konsumpsychologe und Forschungsleiter der privaten Kalaidos Fachhochschule in Zürich.

Also sind es doch die Preise, die den Konsumenten beim Einkaufen steuern, wie Bundesrat Johann Schneider-Ammann in einem Interview mit «20 Minuten» jüngst sagte?
Die Preise sind bei der Kaufentscheidung natürlich sehr wichtig, und sie verfangen auch in der politischen Debatte. Aber auch die potentielle Benachteiligung des Schweizer Konsumenten gegenüber dem Ausland ist ein Faktor, und die Tatsache, dass es bei Annahme der Initiativen mehr Regulierungen gibt.

Und, braucht es aus Sicht des Wirtschaftspsychologen mehr Regulierungen?
Natürlich braucht es Regulierungen. In gewissen Bereichen sind sie unverzichtbar, im Verkehr, bei der Geschwindigkeitslimite zum Beispiel. Ob es aber bei der Ernährung die vorgeschlagenen neuen Regulierungen braucht? Darüber kann man streiten.

Es scheint, als könnten wir uns bei Lebensmittel- und Ernährungsfragen oft nicht so recht entscheiden zwischen Ratio und Emotionen. Wo ist in dieser Debatte eigentlich der Homo Oeconomicus, das rein rationale Wesen, abgeblieben? Ist er tot?
Der Homo Oeconomicus ist nicht tot, aber er liegt schwer verletzt am Boden.

Helfen Sie ihm, indem Sie beschreiben, wie er in diese missliche Lage kam.
Also, Menschen sind ja grundsätzlich in der Lage, einigermassen vernünftige Entscheidungen zu treffen. Sonst wären wir längst alle tot. Gleichzeitig sind sie derart vielen anderen, oftmals emotionalen Einflüssen ausgesetzt, sodass meist nicht eine perfekt rationale Entscheidung getroffen wird.

Zum Beispiel?
Das können etwa traditionelle Faktoren sein: Man kauft häufig so ein, wie auch die eigenen Eltern schon eingekauft haben, oder praktische Aspekte: Man greift zum Produkt, das im Regal am nächsten liegt, oder langt einfach ziellos ins Gemüsefach, weil das Geschäft bald schliesst ...

Ist es denn so schlimm, wenn wir zur Abwechslung mal ein Antibiotika-Poulet oder eine Packung Billig-Eier kaufen?
Im Einzelfall ist es natürlich kein Problem, aber in der Gesamtschau, bei den 10'000 Tonnen und bei den Initiativen: Dort ist es zu bedauern, wenn der Wähler nicht rational urteilt. Auf der anderen Seite: Wie sollen wir etwas rational beurteilen, wenn es nicht mal Politiker können?

Eben, Politiker schreiben sich auch mit humoristischen Kolumnen ins Abseits, twittern sich um Kopf und Kragen oder spazieren in Chemnitz mit Rechtsextremen. Das kann ja nicht der Gradmesser für Vernunft sein.
Sie haben Recht. Sagen wir's so, es hilft auf jeden Fall, wenn man sich informiert, aktuelle Publikationen liest, und qualitativ gute Medien wie NZZ, «Tages-Anzeiger» oder watson.

Danke für die Lorbeeren, aber Sie müssen aufpassen mit Medienkritik, sonst bekommen Sie keine Anrufe mehr von der Konkurrenz.
Ich habe Verständnis für fast alle Medienschaffenden, sie bedienen halt ihr jeweiliges Publikum. Umso wichtiger ist es, dass diese Zugang zum bestmöglichen Wissen haben. Dafür setze ich mich ein.

Apropos Publikum: Sie haben eingangs die Gruppenzugehörigkeit erwähnt. Welche Rolle spielt diese bei Kaufentscheiden?
Sie ist massgebend. Als junger Mensch in einem progressiven urbanen Umfeld stellt Ihr soziales Umfeld andere Erwartungen an Ihr Konsumverhalten. Haben Sie aber Ihr ganzes Leben auf dem Land verbracht und Ihre Bezugspersonen arbeiten beispielsweise in der Landwirtschaft, dann sieht Ihr Einkaufskorb anders aus.

Sie haben vorhin mit den Preisen die wirtschaftliche Seite erwähnt, wie sieht es gesellschaftspolitisch aus?
Der Konsument wünscht sich so wenig Bevormundung wie möglich. Man will sich nicht einschränken lassen vom Staat, Leute wollen einfach Freiheit. Das ist so. Mit wenigen Ausnahmen. Jeder darf sich selber umbringen, aber man will es nach Möglichkeit vermeiden.

Wo denn? Bei Drogen?
Oder beim Tabak. Auch Raucher sind froh, dass die Zigaretten teuer sind.

Da würde ich doch im Namen eines Gutteils der Raucherschaft vehement widersprechen.
Sie sind vielleicht eine Ausnahme, oder Sie rauchen wirklich unglaublich viel.

Es geht. Können Konsumenten denn über ihr Einkaufsverhalten langfristig überhaupt etwas verändern?
Auf jeden Fall. Der Veganismus ist ein gutes Beispiel. Da wurde man vor 20 Jahren auch schräg angeschaut oder als Spinner bezeichnet. Heute ist es einer der grössten Ernährungstrends. Was natürlich überhaupt nicht heisst, dass Veganismus gut für uns ist. Aber es funktioniert eben auch umgekehrt: Angenommen, wir lancieren ein neues Produkt und nennen es Happy Sunshine, vermarkten das entsprechend und ...

Entschuldigung, aber wie kommen Sie gerade auf Happy Sunshine?
Das war einfach eine spontane Idee.

Vielleicht sollten Sie in die Produktentwicklung von Migros wechseln.
Nein, nein, ich muss neutral bleiben.

Also gut, fahren Sie bitte fort.
Nun, der springende Punkt ist, die Einkaufsgewohnheiten können natürlich auch über die Angebotsseite verändert werden.

Andere Frage: Soll man eigentlich nudgen?
Grundsätzlich bin ich ein Befürworter des Nudgings, also des sanften Stupsens des Konsumenten in die gewünschte Richtung. Nudging geniesst überhaupt gerade viel Kredit. Eigentlich sind nur beinharte Liberale dagegen. Die sagen, die Bürger sind mündig, man darf sie nicht anfassen, und so fort. Ich glaube, das ist falsch. Als Staat – und nur als Staat – darf und soll man beurteilen, was gut für den Bürger ist, und was schlecht. Er soll uns sanft in Richtung Nichtrauchen und Nichttexten am Steuer bewegen.

Aber bei diesen Initiativen geht es ja nicht um Leben und Tod ...
Richtig. Deshalb ist die Beantwortung der Nudging-Frage auch nicht so einfach ...

«Wir wissen aus der Forschung, dass Leute mit tieferen Einkommen viel preissensitiver sind.»

Sie zögern.
Ja, ich würde wohl dem Bürger die Entscheidung überlassen. Anstatt zu nudgen würde ich auf Edukation setzen. Oder nein, noch besser, den Konsumenten durch neutrale Aufklärung befähigen, eine kompetente Entscheidung zu treffen. Warten Sie kurz ...(vom Telefon abgewandt, nach hinten: «Du, Jörn, wie heisst nochmals das neue Ding, wo man die Konsumenten mit neutraler Information zu informieren versucht?!») ... Boosting, genau! Ich würde auf Boosting setzen.

Aha, und wie funktioniert Boosting konkret?
Indem man zum Beispiel auf einem Produkt die Herstellungsbedingungen konsequent aufführt.

Dann müsste man zum Beispiel Fotos von Migranten im spanischen Almería, die ihre nicht vorhandenen Lohnzettel in die Kamera halten, auf die Tomaten kleben.
Das wäre zu starkes Framing. Die Informationen müssten neutraler vermittelt werden.

6 Obst- und Gemüsefakten für zwischendurch, mit denen du sogar Veganer beeindrucken kannst

Stichwort Etikett. Bewirken eigentlich die Bio-Labels etwas bei der individuellen Kaufentscheidung?
Relativ wenig. In dem Moment, in dem Sie das Produkt in den Händen halten und die Etikette anschauen, ist die Kaufentscheidung schon fast gefallen. Das Boosting muss früher erfolgen. Durch Zeitungsbeiträge, Fernsehwerbung oder mit Testimonials von Prominenten. Bei Schlagzeilen wie: «Gölä kauft seine Biotomaten beim Bauern», kann man Leute erreichen, die sonst vielleicht eher keine Bio-Produkte kaufen. Besonders notwendig wäre Boosting bei Low-Involvement-Produkten.

Was bedeutet Low-Involvement?
Dass man einen eher schwachen Bezug zum Produkt hat.

Sind denn alle Lebensmittel Low-Involvement-Produkte?
Nicht alle. Wein zum Beispiel ist für viele ein High-Involvement-Produkt.

Je teurer, desto höher das Involvement, und je billiger, desto tiefer?
Na ja, es geht in diese Richtung. Aber auch Kaffee oder Tee können High-Involvement-Produkte sein. Theoretisch könnten sogar unsere exemplarischen Tomaten High-Involvement-Produkte sein.

Wie das?
Nun, wenn jemand einen Tomaten-Fetisch hat und zwischen 37 verschiedenen Sorten unterscheiden will, dann sind das sicher High-Involvement-Produkte.

Was ist dran an dem Argument, dass unter Förderung von Bio- und Fairtrade-Produkten Leute mit geringerem Einkommen am meisten zu leiden haben?
Das ist wohl nicht von der Hand zu weisen. Wir wissen aus der Forschung, dass Leute mit tieferen Einkommen viel preissensitiver sind, sie verkörpern den Homo Oeconomicus in dieser Hinsicht stärker als Leute aus höheren Einkommensschichten. Aber man sollte vorsichtig sein mit monokausalen Erklärungen, es ist nicht das Einkommen allein.

«Das ist eine der guten Seiten der Globalisierung, dass immer mehr Konsumenten ihr Umweltbewusstsein erweitern.»

Sondern?
Die tiefe Einkommensklasse korreliert mit der tiefen Bildungsklasse. Und Bildung wiederum korreliert sehr stark mit Entscheidung für nachhaltige und fair produzierte Produkte. Man sollte also versuchen, die Leute dort abzuholen.

Wie?
Na eben mit Boosting zum Beispiel. Wenn man sich anschaut, was Leute mit einem tiefen sozioökonomischen Status im Supermarkt so alles einkaufen, stellt man fest, dass es oftmals nicht nur billige, sondern fettige, süsse, stark gewürzte Produkte sind. Wurst, Chips, Pommes, Pizza, Marshmallows ... Sie sollten ein bisschen weniger davon kaufen.

Ärmere Leute sollen also einfach nicht die falschen Dinge kaufen? Das tönt mehr nach Paternalismus als nach Boosting. Als Politiker wären Sie jetzt Ihren Job los.
Es gilt ja nicht nur für Arme, sondern auch für Reiche. Die Gleichung ist einfach: Wenn Sie Pommes-Chips und Marshmallows kaufen, wird Ihr Kind dick, und Sie tragen zum weltweiten Plastikverbrauch bei. Wenn Sie stattdessen Äpfel kaufen oder Rüebli, wird Ihr Kind gesund und stark. Das kann man doch kommunizieren. Am Schluss kann jeder seine eigene Wahl treffen.

Sind Lebensmittel und der Konsum derselben eigentlich Ausdruck einer politischen Haltung?
Ja, und zwar massiv und seit längerer Zeit. Eigentlich wundert es mich sogar, dass es das so lange nicht war. Immerhin geht es um unsere Substanz, unsere Moleküle, Nährstoffe, Glücksstoffe, die wir in unsere Körper einführen, dass wir darüber diskutieren wollen, was passiert, das ist selbstverständlich. Deshalb kann man mit Ernährungsfragen auch so gut mobilisieren. Bei den kommenden Abstimmungen ist überdies das ganze Paket enthalten: Es betrifft unsere Ernährung, es betrifft unser Portemonnaie und es betrifft das Bild unseres Landes.

Die Produktionsbedingungen in anderen Ländern spielen bei der ganzen Diskussion über Fair Food aber eine untergeordnete Rolle, einverstanden?
Ja, die meisten lässt das kalt. Nur schon Spanien ist da weit weg, geschweige denn Afrika. Wobei es gerade in der Schweiz eine wachsende Anzahl von Konsumenten gibt, deren Umweltbewusstsein über die Staatsgrenzen hinausgeht. Diese Bewusstseinserweiterung ist eben auch Globalisierung. Das ist eine der guten Seiten der Globalisierung, dass immer mehr Konsumenten ihr Umweltbewusstsein erweitern. Und das ist sicher zu begrüssen.

Alles zum Thema: Gesundheit und Ernährung

Futurologe Lars Thomsen über die Zukunft der Arbeit: «Die Stempeluhr hat ausgedient»

Link zum Artikel

Weisst du eigentlich irgendwas zu deinem Körper? Dieses Quiz bringt dich auf die Welt!

Link zum Artikel

Polizei verhaftet illegal praktizierende Ärztin und ihre Helferinnen in Adlikon ZH

Link zum Artikel

RTL-Reporter isst so viel Plastik wie möglich – das Resultat ist äusserst unschön

Link zum Artikel

4 Grafiken zur Gesundheit in deinem Kanton – und wo du am längsten lebst

Link zum Artikel

Kaffee: 19 positive Effekte auf die Gesundheit gibt es, sagt die Wissenschaft

Link zum Artikel

Haben Schlankmacher-Pillen 500 Menschen getötet? Prozess in Frankreich hat begonnen

Link zum Artikel

Essbar oder giftig? Beweise dich im Pilz-Quiz!

Link zum Artikel

Bekannte Medikamente gegen Sodbrennen sollen krebserregend sein

Link zum Artikel

Acht Tote und über 900 Verletzte durch E-Zigaretten

Link zum Artikel

Handfehlbildungen: Betroffene Mutter erzählt von Erfahrungen

Link zum Artikel

«Dass Pornos immer verfügbar sind, ist ein Problem»

Link zum Artikel

So sehen Depressionen aus – in 16 traurig-wahren Cartoons

Link zum Artikel

Neue Studie zeigt: 33'000 Suizidversuche innert eines Jahres in der Schweiz

Link zum Artikel

Zürcher Ärzte ersetzen Hauptschlagader eines 9-Jährigen durch eine Prothese

Link zum Artikel

Kommt es zum Werbeverbote für Zigaretten?

Link zum Artikel

Thurgauer Kinder dürfen nicht zum Arzt wenn die Eltern die Prämien nicht zahlen

Link zum Artikel

Möglicher Grund für Gewichtszunahme im Alter: Fettabbau lässt nach

Link zum Artikel

Jede Minute sterben fünf Menschen – wegen falscher medizinischer Behandlung

Link zum Artikel

Gesundheits-«Arena»: Im Lobbyismus-Streit verzichtet SP-Frau Gysi glatt auf das Kamera-Sie

Link zum Artikel

Hans Christian Gram machte die Bakterien bunt und rettete damit Unzähligen das Leben

Link zum Artikel

«Bin nudelfertig»: SBB-Personal leidet wegen Schüttelzug unter gesundheitlichen Problemen

Link zum Artikel

Riley wacht jeden Morgen auf und glaubt, es sei der 11. Juni

Link zum Artikel

Und nun die wichtigste Frage des Tages: Wie gesund sind Toilettenhocker?

Link zum Artikel

Umstrittenes Tabak-Sponsoring: Stoppt Ignazio Cassis die Partnerschaft mit Philip Morris?

Link zum Artikel

Ohio ist Schauplatz des grössten Zivilprozesses in der Geschichte der USA

Link zum Artikel

Bikini-Figur nicht nötig? Hier 23 Übungen, wie du sie garantiert vermeiden kannst

Link zum Artikel

Hast du eine Farbsehschwäche? Diese weltberühmten Gemälde zeigen es dir!

Link zum Artikel

Tabak-Multi ist Hauptsponsor des Schweizer Pavillons – das entsetzt viele Experten

Link zum Artikel

«So sehen Depressionen aus» – Facebookpost einer jungen Frau geht viral

Link zum Artikel

Anthroposophen finanzieren Professur an der Uni Basel – das sorgt für Ärger

Link zum Artikel

Wegen Ebola-Epidemie im Kongo – WHO erklärt internationalen Gesundheitsnotstand

Link zum Artikel

«Clean Meat»-Trend boomt – kommt der Burger bald aus dem Labor?

Link zum Artikel

Ampelsystem Nutri Score – gesunde Fertiglasagne, ungesunde Nüsse

Link zum Artikel

Darum solltest du auf Gesundheitstips via YouTube besser verzichten

Link zum Artikel

Viagra und Co.: Der Schweizer Zoll fängt so viele Potenzpillen ab wie nie

Link zum Artikel

Neue Studie zeigt: Cannabis kann vermutlich noch viel mehr, als wir dachten

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Gesundheit und Ernährung

Futurologe Lars Thomsen über die Zukunft der Arbeit: «Die Stempeluhr hat ausgedient»

11
Link zum Artikel

Weisst du eigentlich irgendwas zu deinem Körper? Dieses Quiz bringt dich auf die Welt!

67
Link zum Artikel

Polizei verhaftet illegal praktizierende Ärztin und ihre Helferinnen in Adlikon ZH

1
Link zum Artikel

RTL-Reporter isst so viel Plastik wie möglich – das Resultat ist äusserst unschön

26
Link zum Artikel

4 Grafiken zur Gesundheit in deinem Kanton – und wo du am längsten lebst

20
Link zum Artikel

Kaffee: 19 positive Effekte auf die Gesundheit gibt es, sagt die Wissenschaft

23
Link zum Artikel

Haben Schlankmacher-Pillen 500 Menschen getötet? Prozess in Frankreich hat begonnen

2
Link zum Artikel

Essbar oder giftig? Beweise dich im Pilz-Quiz!

57
Link zum Artikel

Bekannte Medikamente gegen Sodbrennen sollen krebserregend sein

23
Link zum Artikel

Acht Tote und über 900 Verletzte durch E-Zigaretten

15
Link zum Artikel

Handfehlbildungen: Betroffene Mutter erzählt von Erfahrungen

13
Link zum Artikel

«Dass Pornos immer verfügbar sind, ist ein Problem»

73
Link zum Artikel

So sehen Depressionen aus – in 16 traurig-wahren Cartoons

84
Link zum Artikel

Neue Studie zeigt: 33'000 Suizidversuche innert eines Jahres in der Schweiz

113
Link zum Artikel

Zürcher Ärzte ersetzen Hauptschlagader eines 9-Jährigen durch eine Prothese

2
Link zum Artikel

Kommt es zum Werbeverbote für Zigaretten?

24
Link zum Artikel

Thurgauer Kinder dürfen nicht zum Arzt wenn die Eltern die Prämien nicht zahlen

18
Link zum Artikel

Möglicher Grund für Gewichtszunahme im Alter: Fettabbau lässt nach

15
Link zum Artikel

Jede Minute sterben fünf Menschen – wegen falscher medizinischer Behandlung

5
Link zum Artikel

Gesundheits-«Arena»: Im Lobbyismus-Streit verzichtet SP-Frau Gysi glatt auf das Kamera-Sie

59
Link zum Artikel

Hans Christian Gram machte die Bakterien bunt und rettete damit Unzähligen das Leben

0
Link zum Artikel

«Bin nudelfertig»: SBB-Personal leidet wegen Schüttelzug unter gesundheitlichen Problemen

112
Link zum Artikel

Riley wacht jeden Morgen auf und glaubt, es sei der 11. Juni

26
Link zum Artikel

Und nun die wichtigste Frage des Tages: Wie gesund sind Toilettenhocker?

76
Link zum Artikel

Umstrittenes Tabak-Sponsoring: Stoppt Ignazio Cassis die Partnerschaft mit Philip Morris?

37
Link zum Artikel

Ohio ist Schauplatz des grössten Zivilprozesses in der Geschichte der USA

61
Link zum Artikel

Bikini-Figur nicht nötig? Hier 23 Übungen, wie du sie garantiert vermeiden kannst

16
Link zum Artikel

Hast du eine Farbsehschwäche? Diese weltberühmten Gemälde zeigen es dir!

33
Link zum Artikel

Tabak-Multi ist Hauptsponsor des Schweizer Pavillons – das entsetzt viele Experten

113
Link zum Artikel

«So sehen Depressionen aus» – Facebookpost einer jungen Frau geht viral

73
Link zum Artikel

Anthroposophen finanzieren Professur an der Uni Basel – das sorgt für Ärger

24
Link zum Artikel

Wegen Ebola-Epidemie im Kongo – WHO erklärt internationalen Gesundheitsnotstand

1
Link zum Artikel

«Clean Meat»-Trend boomt – kommt der Burger bald aus dem Labor?

75
Link zum Artikel

Ampelsystem Nutri Score – gesunde Fertiglasagne, ungesunde Nüsse

131
Link zum Artikel

Darum solltest du auf Gesundheitstips via YouTube besser verzichten

4
Link zum Artikel

Viagra und Co.: Der Schweizer Zoll fängt so viele Potenzpillen ab wie nie

7
Link zum Artikel

Neue Studie zeigt: Cannabis kann vermutlich noch viel mehr, als wir dachten

131
Link zum Artikel

Gesundheit und Ernährung

Futurologe Lars Thomsen über die Zukunft der Arbeit: «Die Stempeluhr hat ausgedient»

11
Link zum Artikel

Weisst du eigentlich irgendwas zu deinem Körper? Dieses Quiz bringt dich auf die Welt!

67
Link zum Artikel

Polizei verhaftet illegal praktizierende Ärztin und ihre Helferinnen in Adlikon ZH

1
Link zum Artikel

RTL-Reporter isst so viel Plastik wie möglich – das Resultat ist äusserst unschön

26
Link zum Artikel

4 Grafiken zur Gesundheit in deinem Kanton – und wo du am längsten lebst

20
Link zum Artikel

Kaffee: 19 positive Effekte auf die Gesundheit gibt es, sagt die Wissenschaft

23
Link zum Artikel

Haben Schlankmacher-Pillen 500 Menschen getötet? Prozess in Frankreich hat begonnen

2
Link zum Artikel

Essbar oder giftig? Beweise dich im Pilz-Quiz!

57
Link zum Artikel

Bekannte Medikamente gegen Sodbrennen sollen krebserregend sein

23
Link zum Artikel

Acht Tote und über 900 Verletzte durch E-Zigaretten

15
Link zum Artikel

Handfehlbildungen: Betroffene Mutter erzählt von Erfahrungen

13
Link zum Artikel

«Dass Pornos immer verfügbar sind, ist ein Problem»

73
Link zum Artikel

So sehen Depressionen aus – in 16 traurig-wahren Cartoons

84
Link zum Artikel

Neue Studie zeigt: 33'000 Suizidversuche innert eines Jahres in der Schweiz

113
Link zum Artikel

Zürcher Ärzte ersetzen Hauptschlagader eines 9-Jährigen durch eine Prothese

2
Link zum Artikel

Kommt es zum Werbeverbote für Zigaretten?

24
Link zum Artikel

Thurgauer Kinder dürfen nicht zum Arzt wenn die Eltern die Prämien nicht zahlen

18
Link zum Artikel

Möglicher Grund für Gewichtszunahme im Alter: Fettabbau lässt nach

15
Link zum Artikel

Jede Minute sterben fünf Menschen – wegen falscher medizinischer Behandlung

5
Link zum Artikel

Gesundheits-«Arena»: Im Lobbyismus-Streit verzichtet SP-Frau Gysi glatt auf das Kamera-Sie

59
Link zum Artikel

Hans Christian Gram machte die Bakterien bunt und rettete damit Unzähligen das Leben

0
Link zum Artikel

«Bin nudelfertig»: SBB-Personal leidet wegen Schüttelzug unter gesundheitlichen Problemen

112
Link zum Artikel

Riley wacht jeden Morgen auf und glaubt, es sei der 11. Juni

26
Link zum Artikel

Und nun die wichtigste Frage des Tages: Wie gesund sind Toilettenhocker?

76
Link zum Artikel

Umstrittenes Tabak-Sponsoring: Stoppt Ignazio Cassis die Partnerschaft mit Philip Morris?

37
Link zum Artikel

Ohio ist Schauplatz des grössten Zivilprozesses in der Geschichte der USA

61
Link zum Artikel

Bikini-Figur nicht nötig? Hier 23 Übungen, wie du sie garantiert vermeiden kannst

16
Link zum Artikel

Hast du eine Farbsehschwäche? Diese weltberühmten Gemälde zeigen es dir!

33
Link zum Artikel

Tabak-Multi ist Hauptsponsor des Schweizer Pavillons – das entsetzt viele Experten

113
Link zum Artikel

«So sehen Depressionen aus» – Facebookpost einer jungen Frau geht viral

73
Link zum Artikel

Anthroposophen finanzieren Professur an der Uni Basel – das sorgt für Ärger

24
Link zum Artikel

Wegen Ebola-Epidemie im Kongo – WHO erklärt internationalen Gesundheitsnotstand

1
Link zum Artikel

«Clean Meat»-Trend boomt – kommt der Burger bald aus dem Labor?

75
Link zum Artikel

Ampelsystem Nutri Score – gesunde Fertiglasagne, ungesunde Nüsse

131
Link zum Artikel

Darum solltest du auf Gesundheitstips via YouTube besser verzichten

4
Link zum Artikel

Viagra und Co.: Der Schweizer Zoll fängt so viele Potenzpillen ab wie nie

7
Link zum Artikel

Neue Studie zeigt: Cannabis kann vermutlich noch viel mehr, als wir dachten

131
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

Link zum Artikel

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

13
Link zum Artikel

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

102
Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

58
Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

6
Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

31
Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

22
Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

31
Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

0
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

13
Link zum Artikel

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

102
Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

58
Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

6
Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

31
Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

22
Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

31
Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

0
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

38
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
38Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Maya Eldorado 19.09.2018 01:45
    Highlight Highlight Ich hole das Gemüse und den Salat in meinem Garten, auch Blumen, um meine Wohnung zu schmücken.
    Ach ja, und Kräuter zum würzen und Tee machen habe ich da auch.
  • Geophage 17.09.2018 23:58
    Highlight Highlight "Dann müsste man zum Beispiel Fotos von Migranten im spanischen Almería, die ihre nicht vorhandenen Lohnzettel in die Kamera halten, auf die Tomaten kleben.
    Das wäre zu starkes Framing. Die Informationen müssten neutraler vermittelt werden."

    Was bei Zigaretten gewünscht ist soll beim Essen zu starkes Framing sein? Eventuell stimmt die Realität auch einfach nicht mit den Illusionen der Wirtschaft überein und sollte zwingend geändert werden.
  • Elmas Lento 17.09.2018 20:28
    Highlight Highlight Ein Grund für das heutige Einkaufsverhalten ist meiner Meinung nach auch das Label-Chaos. Da gibt es dutzende von schön klingenden Namen, Naturafarm, Naturaplan, Bio etc. bei denen man nicht ohne weiteres weiss was sich dahinter verbirgt. Jeder Verkäufer hat seine eigenen Labels, dasselbe heisst überall anders...
    Ein einheitliches Bewertungssystem würde da viel bringen. z.B. beim Fleisch ein paar Kriterien wie Platz im Stall, Freilauf (m2), Transportweg, jeweils bewertet mit 0-5, der Durchschnitt gibt dann die Punkte für das Produkt. Einfach und über alle Labels vergleichbar.
  • oldsailor 17.09.2018 12:34
    Highlight Highlight Richard David Precht erklärt sehr anschaulich, wie man am besten Veränderung in einer Gesellschaft hinbekommt. Impulse von unten (Bevölkerung) und Regulierung von Oben (Staat). Dann kann sich die Mittelschicht langfristig in eine andere Richtung bewegen ("Zangeneffekt").

    Play Icon
    (irgendwo bei 13min)
  • Chey123 17.09.2018 12:10
    Highlight Highlight Also wenn ich einkaufe, kaufe ich das was ich zu brauchen meine eher rational, ausser natürlich ich habe Hunger wenn ich einkaufe, dann ist fertig lustig, ich brauche so ziemlich alles und kaufe fast nur essbares und kaum wichtiges wie WC-Papier🙈😂😂😂
  • Caerulea 17.09.2018 11:16
    Highlight Highlight In der Ausbildung im Detailhandelsfachperson geht es genau darum: den Kunden zu manipulieren.
    Weder die Einkaufswagengrösse (früher waren sie kleiner= weniger Umsatz) noch die platzierung der Produkte wird dem Zufall überlassen. (Was meint ihr wieso M-Budget und Prix Garantie immer zu unterst ist, bückt euch ihr sparsamen :D)
    Wenn auch nur die hälfte der Tricks die uns damals beigebracht worden sind stimmen kauft der Mensch ganz und gar nicht rational ein.
  • Homes8 17.09.2018 10:57
    Highlight Highlight Im Buch von Jan Becker "Du wirst tun was ich will", wird für ein Experiment, bei dem ein Einkaufszenter für den Einkauf von zwei Testpersonen (je 1 Mann & 1 Frau, jeder 7 Produkte) so umbaut, so dass er (Becker) genau voraussagen kann, was diese Zwei einkaufen werden. Allein durch Platzierung und Werbung. Mit Ausname von Schwarztee, statt Kaffee, weil der männl. Einkäufer keinen Kaffee trinkt, landet alles wie geplant im Einkaufskorb.
    • kafifertig 17.09.2018 16:57
      Highlight Highlight Das muss Fake sein.
      Stellen Sie sich einmal an den Ausgang eines Einkaufcenters und schauen, was die Leute heraustragen: jeder etwas anderes, ausser das was jeder immer wieder kauft (z. B. Brot, WC-Papier, Speiseöl, Seife, etc.).
      Wenn Werbung und Platzierung wirken würden, dann würden alle genau das gleiche einkaufen. Tun sie aber nicht.
    • kafifertig 18.09.2018 08:43
      Highlight Highlight @swisskiss
      Jeder weiss, dass an der Kasse der Kaugummi und die kleinen Süssigkeiten sind.
      Wer eine Packung Kaugummi auf dem Einkaufszettel stehen hat, der nimmt sie selbstverständlich im Regal an der Kasse. Weil an der Kasse kommt er ja so wie so vorbei. Da muss er sie nicht noch irgendwo im Laden suchen gehen.
      Mit anderen Worten: Nur weil jemand etwas an der Kasse aus dem "Impulskaufregal" nimmt ist es noch lange kein Impulskauf. Sondern der "Impuls" beim "Impulskaufregal" ist einfach nur die Einbildung des Kaufpsychologen, d. h. Fake News.
      70 Jahre lange zu forschen, heisst nichts.
  • chandler 17.09.2018 10:14
    Highlight Highlight Werden all diese Fremdwörter und Spezialausdrücke absichtlich so häufig benutzt, damit der Leser am Schluss überhaupt nichts mehr versteht?... ;)
  • Caerulea 17.09.2018 09:21
    Highlight Highlight Für mich währe die Fairfood mal eine Möglichkeit die Ursachen in den Wirtschaftsflüchtlingsländer zu bekämpfen. Als Land hätten wir genug Kaufkraft um auch wirklich etwas zu bewirken...
    Wenn die Bauern die uns beliefern einen anständigen Lohn erhalten gibt das nicht nur ihm eine bessere Zukunft sondernd seiner kompletten Familie.

    Ich meine Abschieben kosted auch Geld.
    • kafifertig 17.09.2018 16:58
      Highlight Highlight Die Wirtschaftsflüchtlinge wollen keinen Job in ihrem Land. Die wollen ein Haus und Sozialhilfe in userem Land.
  • kafifertig 17.09.2018 08:06
    Highlight Highlight Der Herr Konsumpsychologe macht eine traurige Figur.
    Er weiss nicht, was Ratio ist und nicht den Unterschied zu Emotio. Es gibt abertausende von vernünftigen Gründen, die bei jedem einzelnen Kauf den Kaufentscheid ausmachen, z. B. was im Regal steht, was man gerade braucht.
    Einer ist arm und kauft das Billigste. Ein anderer will vor seinen Freunden angeben und kauft das Teuerste. Beides ist vernünftig. Vernunft hat mit Verhältnissmässigkeit zu tun, mit Absichten, mit Möglichkeiten. Das ist sehr individuell und meist nicht objektiv feststellbar. Darum muss Kaufpsychologie Humbug sein.
    • kafifertig 17.09.2018 15:00
      Highlight Highlight @swisskiss
      Wer seinen Reichtum zeigt, wird von Seinesgleichen (an)erkannt und man kommt in's Geschäft mit lukrativen Folgen. Das zeigt sich schon im ganz kleinen. Wer kein Geld für viel Teures ausgibt, wird fast so gut wie sicher nicht in seiner Karriere befördert. Weil wer keine Habgier zeigt, eignet sich nicht für eine Führungskarriere. Einerseits weil offensichtlich der innere Antrieb nach immer mehr fehlt und anderseits weil ein genügsamer Mitarbeiter zu wenig vom Unternehmen abhängig ist. Prestige ist die Währung des Soziallebens. Darin zu investieren, ist extrem rational.
    • kafifertig 17.09.2018 15:11
      Highlight Highlight @swisskiss
      Beim Kauf kommt viel mehr zusammen als nur das Angebot und der Preis. Zunächst muss da noch ein Bedürfnis vorhanden sein. Dann muss man aber auch noch Zeit finden, um sich der Anschaffung widmen zu können. Das Angebot hängt extrem davon ab, wo auf dem Globus man einkaufen geht, wem oder was man auf der Suche danach, oft unverhofft, begegnet. Es ist letzlich vorallem der Zufall, der einen konkreten Kaufentscheid ausmacht.
      Werbung ist billigste Esoterik. Jeder Hersteller bewirbt jeden in allem. Wenn Werbung wirken täte, müsste sich die Wirkung in jedem gegenseitig aufheben.
    • kafifertig 18.09.2018 08:56
      Highlight Highlight @swisskiss
      Nein. Das Bedürfnis wird nicht geschaffen. Das Bedürfnis ist schon vor dem Kauf da. Wenn es dann auf ein passendes Angebot trifft, dann kommt es vielleicht zum Kauf.
      Trifft man zufälligerweise auf ein passendes Angebot, dann erscheint das wie ein Impulskauf. Ist es aber nicht. Zusatzverkäufe klappen nur, wenn der Kunde die Zusätze nicht schon hat. Mehrmengen funktionieren nur, wenn sie einen Mengenrabatt haben. .
      Ich bin Verkäufer und sehr erfolgreich. Der einzige Trick ist, zuzuhören und dann genau das Gewünschte anzubieten. Aufschwatzen geht nur bei wenigen und nur genau einmal.
  • Widmer 16.09.2018 21:54
    Highlight Highlight Das ist mir alles zu widersprüchlich.
    • Katzenseekatze 16.09.2018 23:21
      Highlight Highlight Der Mensch IST ein Stück weit widersprüchlich.
  • dmark 16.09.2018 21:02
    Highlight Highlight Mmmh, ich wusste bislang gar nicht, dass Einkaufen so "kompliziert" sein kann. Ich sehe ein Produkt, frage mich ob ich es haben möchte, es mir gefällt und wenn ja, dann kaufe ich es. Da google ich nicht erst nach der Herkunft oder sonstigen Eigenschaften.
    Auf Labels achte ich eigentlich auch nicht. Die kann jeder selbst drucken und sind mittlerweile zu zahlreich vertreten, als dass da jemand noch wirklich durch blickt.
    • dmark 17.09.2018 10:26
      Highlight Highlight @Bodicore:
      Du hast das wohl völlig falsch verstanden?
      Mir geht es in erster Linie um das Produkt selbst, nicht um die Verpackung. Und ob da jetzt gross "Bio" oder andere Dinge darauf prangern ist mir dabei auch egal. Ich kaufe eben gerade deshalb "nicht jeden Dreck" oder eine bestimmte Marke.
      Nur...viele glauben eben, dass sie grundsätzlich richtig damit liegen, wenn sie nach dem "teuerer = besser" Prinzip kaufen. Dem ist aber leider nicht immer so. Auch bei Lebensmitteln - ich arbeite u.a. für die Branche und weiss wie es da läuft.
      Ideal ist es beim Erzeuger zu kaufen, den man kennt.
    • kafifertig 17.09.2018 15:12
      Highlight Highlight @Bodicore
      Zum Beispiel wenn es ein hübsches Bio-Label-Logo drauf hat.
    • kafifertig 17.09.2018 15:19
      Highlight Highlight @dmark
      Ich mach's genau gleich.
      Labels sind egal.
      Ein Bio-Apfel schmeckt gleich gut, wie ein anderer? Dann entscheidet der Preis!
      Kaufe ich z. B. ein Handy, dann lege ich den Preis fest (z. B. 200 Franken) und dann kaufe ich jenes, das mir dafür am Meisten bietet, worauf ich scharf bin. Ganz egal, welche Marke dabei heraus kommt. Interessanterweise landen Apple-Produkte immer ganz unten auf der Preis-Leistungs-Hitparade.
      Das einzige, was beim Kaufen zählt, ist was Du am Ende wirklich in der Hand hälst und wieviel Geld Du dafür aus der Hand gabst. Alles andere sind Märchen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Spooky 16.09.2018 20:17
    Highlight Highlight Mittelständler können wählen. Aber die Abgehängten schauen nur auf den Preis. Es bleibt ihnen nichts anderes übrig.
    • Silent_Revolution 16.09.2018 23:10
      Highlight Highlight Stimmt nur teilweise. Alles ab Sozialhilfe aufwärts könnte sich zumindest theoretisch problemlos mit nachhaltigen Lebensmitteln eindecken, sofern er (a) die Ernährung priorisiert und nicht Zigaretten, Handy, Ausgang, Auto usw. und (b) bereit ist zu kochen.

      Für Nothilfebezüger ists unmöglich, das ist klar.
    • pamayer 17.09.2018 06:42
      Highlight Highlight Stimmt genau.
    • pamayer 17.09.2018 06:42
      Highlight Highlight Hi Spooky. 👋🏼
    Weitere Antworten anzeigen
  • Juliet Bravo 16.09.2018 19:57
    Highlight Highlight Sehr schön. Ich hätte noch eine interessante Frage: „Wie rational wählen wir?“
    • recto 16.09.2018 22:13
      Highlight Highlight Je nach Studie werden 70 bis 90 % unserer Kaufentscheidungen unbewusst getroffen. Also beim Kaufen sind wir eher selten rational...
    • kafifertig 17.09.2018 08:15
      Highlight Highlight @recto
      Ein unbewusster Entscheid ist nicht zwingend ein irrationaler Entscheid.
      Sogenannte Bauchentscheide sind oft nicht nur schnell, sondern auch die bestmöglichen Entscheide. Die Intuition des Menschen wurde erforscht. Es zeigte sich, dass Intuition dann besonders gut funktioniert, wenn es so gut wie unmöglich ist, eine objektiv begründete, optimale Lösung zu finden. Dann nämlich, wenn es viele Einflussgrössen gibt, oder Einflussgrössen, die sich nicht genau bestimmen lassen und man daher schätzen und spekulieren muss, z. B. bei der Frage, ob dies nun die Frau meines Lebens sei.
    • kafifertig 17.09.2018 15:29
      Highlight Highlight @swisskiss
      Rational heisst vernünftig.
      Vernünftig heisst mit Vernunft.
      Vernunft ist die Fähgikeit urteilen zu können. Urteilen heisst abzuwägen, Verhältnisse einzuschätzen, Beziehungen der Dinge zueinander gewichten. Und genau das kann die Intuition. Die Intuition ist integrativer Bestandteil menschlicher Vernunft.
      Was Sie meinen ist nicht die Vernunft, sondern die Kognition. Kognition ist nur ein kleiner Teil der Vernunft. Auch zur Vernunft gehören Fantasie, Kreativität, Erinnerungsvermögen, Empathie, u. a.
  • asdf1692 16.09.2018 19:38
    Highlight Highlight Danke Jörn!

In Deutschland waren die Flüchtlinge nicht mal willkommen, als es Deutsche waren

Wer glaubt, für Fremdenfeindlichkeit brauche es Menschen aus fremden Ländern, irrt. Nach dem verlorenen Krieg drängten sich Millionen Flüchtlinge und Vertriebene aus den deutschen Ostgebieten in Rest-Deutschland. Heute gilt ihre Aufnahme als vorbildlich – doch in Wahrheit schlugen ihnen damals Hass und Verachtung entgegen und der offen ausgesprochene Gedanke, nicht nach Westdeutschland, sondern nach Auschwitz zu gehören.

Der Volkszorn kocht, und der Redner weiss genau, was die Leute hören wollen: «Die Flücht­lin­ge müs­sen hin­aus­ge­wor­fen wer­den, und die Bau­ern müs­sen da­bei tat­kräf­tig mit­hel­fen», ruft Josef Fischbacher. Der Kreisdirektor des bayerischen Bauernverbandes giesst kräftig Öl ins Feuer und nimmt sogar das Nazi-Wort «Blutschande» in den Mund.

Was hier nach Sachsen im Jahr 2016 klingt, ist Bayern im Jahr 1947. Und die Flüchtlinge, die Fischbacher hinauswerfen will, kommen nicht aus …

Artikel lesen
Link zum Artikel