Schweiz
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Coronavirus: 3 Szenarien für die Schweiz, die du kennen solltest



Das Coronavirus wird sich in der Schweiz weiter verbreiten, das ist eine Tatsache. Es liegt aber an uns, diese Verbreitung zu kontrollieren. Entscheidend ist, welche Massnahmen der Bund oder die Kantone erlassen – und wie strikt sich die Bevölkerung daran hält. Die Bevölkerung, das sind auch du und ich.

Am Freitag hat der Bund verschärfte Massnahmen erlassen. Restaurants, Bars und Clubs wurden bereits am Montag geschlossen. Auch die Schulen und Universitäten sind bis auf weiteres zu. Nun wurden auch Versammlungen von über fünf Personen im öffentlichen Raum verboten. Damit will der Bundesrat die Ausbreitung des Virus in den Griff kriegen.

>> Weitere Informationen im Liveticker

Warum die Verschärfung der Massnahmen richtig und wichtig ist, zeigt ein Blick auf drei Szenarien, die wir mit einem Modell des Basler Professors Richard Neher berechnet haben. Diese Kennzahlen setzten wir dabei in den Fokus:

WICHTIG: Es handelt sich dabei um Modellrechnungen (von welchen Parametern das Modell ausgeht, steht am Schluss das Artikels). Es sind mögliche Szenarien und keine belastbaren Prognosen für die Zukunft. Aber sie zeigen anschaulich, wie und wann Massnahmen wirken können.

Das Modell von Professor Neher berechnet, unter welchen Umständen der Peak der Pandemie wann eintrifft und wie viele Spitalplätze dann benötigt werden. Wenn die Zahl der Patienten mit kritischem Krankheitsverlauf jene der verfügbaren Spitalbetten übertrifft, steigt die Sterblichkeit drastisch.

Prof. Dr. Richard Neher

Richard Neher ist Professor am Biozentrum der Universität Basel. Er ist Leiter der Forschungsgruppe zur Evolution von Viren und Bakterien. In den letzten Tagen hat Neher ein Tool entwickelt, um vorherzusagen, wann die Spitäler unter welchen Umständen voll sind. Dieses Tool wurde benutzt, um die drei Szenarien in diesem Artikel zu berechnen.

Der Unterschied von schwachen zu drastischen Massnahmen wird in diesen drei Szenarien deutlich:

Szenario 1: Drastische Massnahmen

Coronafälle Entwicklung Schweiz drastische Massnahmen 19. März

Bild: neher biolab/watson

Wenn drastische Massnahmen wie in China ergriffen werden, erwartet das Modell am Höhepunkt der Pandemie 513 kritische Fälle, die gleichzeitig in den Spitälern der Schweiz behandelt werden müssen. Rund 8000 Fälle würden kritisch verlaufen. Insgesamt würden bis September etwa 2700 Personen trotz Spitalpflege sterben. Dieses Szenario versucht der Bund mit seinen strengen Massnahmen zu erreichen.

Szenario 2: Moderate Massnahmen

Coronafälle Schweiz Entwicklung Szenario 19. März moderate Massnahmen

Bild: neher biolab/watson

Werden jedoch nur moderate Massnahmen getroffen, sieht es schon wieder ganz anders aus. Am Peak der Epidemie müssten in Schweizer Spitälern 12'250 Patienten gleichzeitig mit kritischen Krankheitsverläufen behandelt werden. Das Gesundheitssystem würde da schon deutlich an oder über seine Grenzen stossen.

Insgesamt müssen rund 122'000 Patienten hospitalisiert werden. Dabei kommt es laut diesem Modell zu rund 55'000 Todesfällen.

Szenario 3: Schwache Massnahmen

Zum Abschluss nochmals kurz das Szenario, welches sich hätte ergeben können, wenn es plötzlich heissen würde, die Massnahmen vom 16. März mit dem Notstand würden wieder aufgehoben werden.

Coronafälle Schweiz Entwicklung Szenario 19. März wenige Massnahmen

Bild: neher biolab/watson

Dieses Szenario hätte uns gedroht, wenn keine Massnahmen ergriffen worden wären. Hier hätten am Höhepunkt der Pandemie gleichzeitig fast 29'600 kritische Fälle in den Schweizer Spitälern behandelt werden müssen. Das wäre unmöglich.

Und obwohl die Lungenkrankheit Covid-19 bei 93 Prozent der Fälle ohne schwere Komplikationen verläuft, würden bis im September rund 85'000 Menschen in der Schweiz sterben.

Die Parameter

Von diesen – wissenschaftlich abgestützten – Parametern geht Neher in seinem Modell aus:

  1. Jeder Infizierte steckt 2,7 weitere Personen an
  2. Es dauert jeweils fünf Tage bis erste Symptome bemerkt werden
  3. Infizierte sind drei Tage lang ansteckend
  4. Jeden Tag werden fünf neue Fälle aus dem Ausland importiert
  5. Schwere Fälle befinden sich vier Tage im Spital
  6. Kritische Fälle befinden sich 14 Tage im Spital
  7. Zu Beginn der Berechnung am 13. März hat die Schweiz 1000 aktive Fälle
  8. Es stehen 38'700 Spitalbetten zur Verfügung
  9. Der Untersuchungszeitraum ist 19. März bis 19. September 2020
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86Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Woichbinistvorne 21.03.2020 09:34
    Highlight Highlight Sind ja mal wieder voll kacke Nachrichten.... und es wird einfach nicht besser. Leute, es hilft nix, da muss ich nochmals los um Klopapier zu kaufen. :-(
  • Michael Heldner 20.03.2020 21:37
    Highlight Highlight Mmh wenn ich mir die Zeichnungen ansehe, entsteht der Verdacht, der 19. April ist kaum das Ende der Notstands regeln, optimistisch gehen diese Einschränkungen es also eher bis Juli. Bin mal gespannt wie viele KMUs 3-4 Monate Zwangspause überstehen
  • Luca89 20.03.2020 19:46
    Highlight Highlight Berset, der Mann der Stunde??? Ernsthaft??? Schaut mal nach Taiwan, Singapur oder Südkorea. Dann wird das Totalversagen des BAG deutlich. Berset hat diese Situation verursacht!
    • ZimmiZug 21.03.2020 08:51
      Highlight Highlight Nichts gegen die Leistung dieser Länder?
      Der Virus schwirrt da draussen in der Welt herum. Die Länder können diese hatten Massnahmen welche sie getroffen nur schwer über ein halbes Jahr über länger aufrecht erhalten. Alle wären Bankrott. Also werden irgendwann die Massnahmen gelockert und dann kommt eine zweite Welle. Das wissen sie auch. Mann darf von aussen einfach nicht meinen, man soll es wie die machen und dann ist es nach 8 Wochen überstanden.
    • blueberry muffin 21.03.2020 12:28
      Highlight Highlight Idiotenfragezeichen helfen da auch nichts. Unser Bundesrat kann nur entscheiden, was alle 7 wollen. Und mindestens 4 Bundesraete sind Wirtschaftsturbos (2 SVP, 2 FDP). Also ist sicher nicht Berset Schuld.

      Aufpassen in der Schule.
  • Lolita 20.03.2020 19:21
    Highlight Highlight https://www.worldometers.info/coronavirus/
    Wir sind heute schon bei den Tops gemessen an der Bevölkerung, noch vor Spanien, Iran, Deutschland und wir haben nicht annähernd so strenge Massnahmen wie zb Spanien.
    • ZimmiZug 21.03.2020 08:53
      Highlight Highlight Zu Beginn einer Ausbreitung macht die Grösse des Landes nicht viel aus. Darum ist diese melde nicht relevant. Schau dir San Marino, Monaco oder Island an
  • bossac 20.03.2020 19:19
    Highlight Highlight Mich würde interessieren, ob hier auch das Wetter hier einen Faktor spielt, bzw. ob überhaupt höhere Temperaturen zu einem abflachen führen werden, wie es bspw. bei der Grippe der Fall ist. Ist bei den Zahlen zudem davon auszugehen, dass die Massnahmen bis im September so beibehalten werden?
    • Michael Heldner 21.03.2020 02:37
      Highlight Highlight es ist nicht die Temperatur welche es besser macht, sondern wenn überhaupt die UV Strahlung. Das Virus mag es warm, sonst würde es sich kaum in einem Menschen wohl fühlen.
    • bnezeli 21.03.2020 08:03
      Highlight Highlight Schlechtes Wetter kann aber dazu beitragen, dass alle Zuhause bleiben und Social Distancing besser eingehalten wird.
    • ZimmiZug 21.03.2020 08:56
      Highlight Highlight Das kann man doch jetzt schon sehen: Brasilien, Australien, Thailand, Philippinen haben jetzt Sommer bzw. unser Hochsommerklima.
      Brasilien hat auch gerade den Notstand ausgerufen.
  • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 20.03.2020 18:20
    Highlight Highlight Wir haben nicht mal 7000 Spitalbetten. Nicht 38700.
    • Helas 21.03.2020 10:38
      Highlight Highlight Präzisierung: Entscheidend ist nicht die Bettenzahl, sondern die Anzahl Intensivstation-Betten mit Beatmungsgerät inkl. gesund gebliebenem, trotz Dauerbelastung noch arbeitsfähigem, med. Fachpersonal, welches noch über Schutzmaterial wie z.B. Atemschutzmasken verfügt. Bei diesem knappen "Gut" stehen Engpässe unmittelbar bevor.
  • Fip 20.03.2020 18:06
    Highlight Highlight Kann man den Sommer auch schon in den Eimer treten?
  • leu84 20.03.2020 17:18
    Highlight Highlight Je nach Szenario. Ein Dorf wie Airolo oder Wikon, weg; Eine Stadt Solothurn oder Halbkanton Appenzell Innerrhoden, weg. Oder auch eine Stadt wie Thun oder Biel, weg.
  • picco 20.03.2020 17:12
    Highlight Highlight Ohne Polemik machen zu wollen: Allenfalls sollten wir jetzt eine Woche warten bis wir wieder auf die Zahlen des BAG schauen. Ich vermute im Moment wird aufgearbeitet was man noch aufarbeiten kann und daher steigen die Fallzahlen derart drastisch, ist eventuell kein aktuelles Bild. Ob das allerdings eine gute oder eine schlechte Nachricht ist wissen wir erst in ca. einer Woche.
    • Nick Name 20.03.2020 20:42
      Highlight Highlight Höchstwahrscheinlich ist viel mehr, dass die Zahlen noch drastisch ansteigen in den nächsten Tagen: Die Inkubationszeit (Ansteckung bis allenfalls Symptome sichtbar werden) beträgt ja scheints zwei bis 14 (!) oder vereinzelt ev. noch mehr Tage. In dieser Zeit können die Infizierten, die noch nichts davon wissen (können), weitere anstecken. Und aufgrund des Verhaltens in der Schweiz bis letzten Montag ist bis mindestens zwei Wochen danach (also um den 31.3.) mit stark steigenden Zahlen zu rechnen. Da wird es leider noch viel mehr als bisher aufzuarbeiten geben ...
    • ZimmiZug 21.03.2020 09:01
      Highlight Highlight Die Zahlen können theoretisch sein. Denn wie haben ja eine Anzahl Tests. Wenn die Infektionen zurück gehen wie aber noch immer die gleiche Anzahl Tests machen, also 100% der Kapazität wird man nicht viel in den Zahlen sehen.
      Will sagen: solange wir nicht konsequent (jeden der will) testen können, so lange sind die Zahlen zwar wichtig, aber mir Vorsicht zu geniessen!
  • ZimmiZug 20.03.2020 16:51
    Highlight Highlight Das Problem bzw. die Konsequenz beim Szenario ist ist leider, dass auch die Entschleunigung, die geschlossenen Läden und evtl. auch Schulen usw. bis weit in den Sommer anhalten wird. Das wäre sehr drastisch. Darum tippe ich auch, dass wir wohl beim Szenario zwei anlangen werden. Ist doch so, wenn drastisch (Ausgangssperre usw.), dann hält es niemand so lange durch wie notwendig. Darum denke ich, dass einschneidende aber über einige/viele Wochen durchsetzbare Massnahmen die richtige Lösung sind.
    • ZimmiZug 20.03.2020 17:30
      Highlight Highlight Ich meine das Problem beim Szenario 1
  • Em Den 20.03.2020 16:39
    Highlight Highlight Got sei Dank, sind die Holländer sinnloser als wir, sonst wären wir die grössten Deppen in Europa sogar Deutschland merkt es langsamm, dass die "nix verbieten" Politik bei Pandemien fehl am Platz ist.
    Hopp Schwiiz, Corona Wizeweltmeister!
  • maricana 20.03.2020 16:33
    Highlight Highlight Christian Drosten, Virologe: "Der Ausnahmezustand wegen Coronavirus könnte ein Jahr dauern".
    Übrigens: 50% der Corona-Toten in der Schweiz sind unter 51 Jahre alt.
    • Peter Naef 20.03.2020 16:57
      Highlight Highlight Kannst du mir sagen von wo du diese Info hast? Ich finde nirgends was dazu?
    • GM. 20.03.2020 17:37
      Highlight Highlight Nei den unter 51 jährigen hatten evtl 95% Voerkrankungen. Ich weiss es nicht. Aber wenn diese Information nicht auch mitgeteilt wird, sagt dies mit den 50% unter 51 jährigen relativ wenig aus.
    • Herr Noergler 20.03.2020 18:23
      Highlight Highlight Die Zahlen beziehen sich gemäss BAG auf die Inzidenz, nicht auf das Alter der Toten. 50 Prozent der positiv getesteten Menschen sind jünger als 51 Jahre.
  • Merida 20.03.2020 16:32
    Highlight Highlight Sitze gerade im Nirgendwo wo sich Fuchs und Haase gute Nacht sagen.
    Beim Aussichtspunkt in der Nähe auf dem Bänkli sitzen zwei Personen in den 40ern und unterhalten sich über die doofen Leute, die sich weiterhin in Gruppen treffen.
    Dazwischen husten beide munter drauflos (in die Hand) und der Mann "Choderet" neben den Baum.
    GAHT'S NO?!
    • ZimmiZug 20.03.2020 16:47
      Highlight Highlight Wenn die zwei Personen ein Paar ist, welche sowieso nebeneinander zum schlafen im Bett liegt, dann ist es wohl so was von egal ob die nebeneinander Sitzen.
      Neben den Baum "choderen" usw. ist so oder so gruuuusig.
      Wichtig ist, dass sich nicht die Leute mischen.
    • MeinAluhutBrennt 20.03.2020 17:11
      Highlight Highlight chodere düend nur söiniggle
    • Ueli der Knecht 20.03.2020 17:14
      Highlight Highlight Ich hoffe, der Baum überlebt's.
  • Emperor 20.03.2020 16:07
    Highlight Highlight Nach der heutigen Pressekonferenz steuern wir klar aufs mittlere, wenn nicht aufs 3. Modell zu, es ist schändlich...
  • Garp 20.03.2020 15:22
    Highlight Highlight Nun fehlen noch die Festlegungen von leichten, moderaten und drastischen Massnahmen.

    Ich kann so nur schätzen, dass wir bei moderat sind.
  • PlayaGua 20.03.2020 15:14
    Highlight Highlight Ich kenne Modellrechnungen gut aus dem beruflichen Umfeld. Sie können sicher gewisse Verläufe grob darstellen. Aber sie arbeiten mit dermassen vielen Annahmen, dass viele davon nicht den Tatsachen entsprechen und es somit gefährlich ist, absolute Zahlen zu zeigen.
    • Nick Name 20.03.2020 20:45
      Highlight Highlight Es sind hier drei sehr unterschiedliche, klar hypothetisch benannte Varianten dargestellt.
      Was ist daran «gefährlich»?
  • Lolita 20.03.2020 15:00
    Highlight Highlight Danke für den Beitrag, so verstehenes die Leute inkl. BR hoffentlich.
    Es braucht endlich mutige Entscheide und kein kuschen vor Wirtschaftsbossen und bangen um Wählerstimmen.
    Es ist seit Mittwoch bzw. Anfangs März nur noch extrem peinlich, ausser in gewissen Kantonen.
    Ja der Kanon Zürich ohne Massnahmen und Durchgreifen ist nur noch peinlich und scj^hwach. ;Fühle mich beschämt ob so viel Dummheit, mangelnder Voraussicht und entscheidungsschwäche..
    • SUV-Fahrer 20.03.2020 16:25
      Highlight Highlight Die Wirtschaft sind alle, nicht nur reiche Bosse. Das muss vielleicht auch mal gesagt werden. Aber aus meiner Sicht sind die massnahmen zu wenig, ich hätte Ausgangssoerre begrüsst. Auch wegen der Wirtschaft, das geht uns alle an..
    • SUV-Fahrer 21.03.2020 20:12
      Highlight Highlight was soolen jetzt die Blitzer? Könnt ihr auch etwas denken?
  • Ohniznachtisbett 20.03.2020 14:44
    Highlight Highlight Was sind denn drastische Massnahmen, was nur moderate? Wurde auch berechnet, dass bei drastischen Massnahmen die Herdenimmunität vielleicht später erreicht wird? Aus China warte ich eigentlich nur auf die zweite Welle. Wurde der kommende Sommer miteinberechnet, bei allen Varianten? Ich bin kein Experte, darum erlaube ich mir auch kein Urteil. Was ich aber kann sind Zahlen drehen, daher meine Maxime: Glaube keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast. Modellrechnungen kann man bei Menschgemachten Dingen anweden. Es ist einfach eine weitere Meinung und wir werden sehen, was am Ende ist.
    • eightball 20.03.2020 15:50
      Highlight Highlight Ich sehe dies ähnlich. In China wurde das Ende der Pandemie durch den Häuptling angeordnet. Somit bin ich sehr kritisch, was tägliche Infektionszahlen in CN angehen. Ich gehe auch von einer zweiten Welle aus, die erneut längstmöglich unter den Tepich gekehrt wird.
    • CalibriLight 20.03.2020 16:58
      Highlight Highlight Ich wüsste auch zu gerne, was denn drastische oder moderate Massnahmen sind.
      ich bin auch keine Expertin, aber der Unterschied der Infizierten inkl. Verstorbene zwischen moderat und drastisch ist sehr "drastisch". Für mich ist diese Statistik sehr mässig informativ, auch deshalb, weil sie keine äusseren Einflüsse einbezieht.
      Wir werden sehen.
    • Swen Goldpreis 20.03.2020 18:28
      Highlight Highlight Ich habe vorhin mit einer Bekannten aus Wuhan geredet. Sie erzählte mir, dass gestern in ihrem Xiaoqu (das ist sowas wie eine Wohnsiedlung oder Überbauung) zwei Leute positiv getestet wurden, die offizielle Devise aber lautet, dass es keine neuen Ansteckungen gegeben hätte. Das ist also der Beweis, dass die chinesischen Zahlen falsch sind. Gesunken sind sie bestimmt, aber halt nicht null.
  • Dong 20.03.2020 14:29
    Highlight Highlight Ich befürchte, die aktuellen Massnahmen des Bundes reichen gerade so knapp für Szenario 2. und bei der bereits erreichten Durchseuchung wird es nicht einfach, das Steuer rumzureissen. Meine Empfehlung: Lockdown, je schneller und umfassender desto besser.
    • maylander 20.03.2020 17:03
      Highlight Highlight Szenario 2 hat weniger strengere Massnahmen und die müssen sind dann auch einen Monat früher durch.
  • Chrisbe 20.03.2020 14:25
    Highlight Highlight Es ist zu abstrakt und nicht greifbar, viele verstehen es scheinbar nicht.
    Bin heute von einer Gruppe strahlender und fröhlichher Senioren auf Velotour (16 Personen!!) auf einem schmalen Weg an der Sihl (Fussweg!) sehr forsch 'gebeten' worden gefälligst Platz zu machen...
    "Goats no"? Dachte ich bin im falschen Film..
    Würde ein Massenmörder ankündigen täglich 50 Senioren im Kannton Zürich zu erschiessen, wäre kein Mensch mehr unterwegs.
    Der 'Mikro- Kantönligeist' (so nicht, nicht mit mir, die wollen mich bevormunden,...) jedes Einzelnen ist stärker als die Vernunnft / der Verstand.


    • Raphael Stein 20.03.2020 16:18
      Highlight Highlight Senioren?
      Das waren sicher verkleidete Fassnächtler.
    • Demetria 21.03.2020 02:09
      Highlight Highlight Es ist zappen duster. War am Donnerstag beim Arzt. Mich hat fast der Schlag getroffen als ich aus der Wohnung raus gekrochen bin überall Menschen waren. Der mit dem falschen Film hab ich auch gedacht. Wie ich so einen Risikopatienten lebendig durch das Ganze durchbringen soll? Falls sich jemand die letzten Tage gewundert hat dass meine Kommentare vor Gift traufen: ja ich frag mich schon ob hier mein Bruder dem kollektiven Spass geopfert werden soll. Das macht mich so wütend. Immerhin habe ich nun die kleine Befriedigung, dass die Verharmloser sich nun mit kratziger Zeitung den Hintern wischen.
  • Kyle C. 20.03.2020 14:21
    Highlight Highlight Auf die Gefahr hin, dass ich mich naiv anhöre. Aber ist auch eingerechnet, dass mit jedem Tag auch das Bewusstsein bei den Menschen steigt? Ich muss täglich arbeiten gehen und meine im Laufe der Woche eine Besserung hinsichtlich von Menschenansammlungen beobachtet zu haben.
    • ChillDaHood 20.03.2020 15:17
      Highlight Highlight Auf diese Hoffnung setze ich schon ein Weilchen. Schon bevor es "Lockdown light" in der Schweiz gab, war eine gewisse Änderung in Verhaltensweisen erkennbar, welche hoffentlich eine Abflachung der Kurve mit sich ziehen sollte. Bis jetzt ist allerdings keine "Bremse" bei den Fallzahlen erkennbar. Üble Sache, Maloney
    • Kyle C. 20.03.2020 15:31
      Highlight Highlight Die Bremse bei den Fallzahlen werden wir in ca. 10 Tagen - hoffentlich - erleben. Bis dahin werden sie steigen, auch aufgrund der verzögerten Erfassung. Jedoch sagen viele Experten, dass damit noch lange nichts gelöst ist. Die nächste Welle könnte spätestens im Winter wieder anrollen.
    • egemek 20.03.2020 16:18
      Highlight Highlight Ich war heute um 10 Uhr beim Bellevue durchgefahren und habe genau eine Polizeipatrouille am See gesehen plus ein paar vereinzelte Personen auf der Brücke. Vor ein paar Tagen sah das definitiv noch anders aus...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Coffey 20.03.2020 14:16
    Highlight Highlight „Infizierte sind drei Tage lang ansteckend“. Ich habe nicht alles zu dem Thema gelesen, deshalb die Frage: ist das nicht etwas optimistisch?
    • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 20.03.2020 15:44
      Highlight Highlight Ich meine, dass das auf Beobachtungen in China zurückzuführen ist. Dort werden derzeit öglichst viele Übertragunswege zurückermittelt und daraus Kenntnisse gewonnen.
    • Ludwig van 20.03.2020 15:59
      Highlight Highlight Naja man kann doch hoffen dass zumindest die grösste Zahl der Leute mit Symptomen wirklich zuhause bleibt und deshalb nicht ansteckend ist.
    • lilie 20.03.2020 16:19
      Highlight Highlight @Coffey: Ganz ehrlich: Scheint mir auch so. Kommen tausende von symptomfreien Verläufen dazu, die den Virus unwissend und fröhlich weiterverteilen - die gesamten 14 Tage lang, welche der Infekt etwa dauert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • moege 20.03.2020 14:13
    Highlight Highlight Weckt die Leute hoffentlich nochmals mehr auf. Leider ist wohl die Annahme der 1000 Fälle zum Start komplett falsch. Nur schon mit den unbestätigten (Referenztest) waren es am 13.3. 10% (1139 Fälle/ Quelle worldometer.info) mehr. Wie wir wissen wird und wurde da nur getestet, wer in der Risikogruppe mit Symptomen war. Die Dunkelziffer... Fälle x2? 4? 10 auf dem Startpunkt. Wieviele, dass weiss wohl niemand, macht aber einen drastisch anderen Ausgang (nicht das diese Szenarios gut enden).
    • DemonCore 20.03.2020 14:57
      Highlight Highlight Zahlen mit Faktor 10 bis 30 multiplizieren gemäss Dr. John Campbell in allen westlichen Staaten. Im Vergleich testen China, Singapur Taiwan und andere viel aggressiver als wir.
    • lilie 20.03.2020 16:18
      Highlight Highlight @moege: Es ist nicht ganz klar, was mit "aktive Fälle" gemeint ist. Infizierte? Getestete? Kritische?

      Jedenfalls ist es bestimmt falsch, dass am 13. März noch kein einziger Fall hospitalisiert war.

      So oder so: Die drei Szenarien klaffen sehr weit auseinander, und letztlich können wir wirklich nur grobe Schätzungen machen. Aber dass es gäch wird, so oder so, das ist klar.
    • Lolita 20.03.2020 17:09
      Highlight Highlight Da es in Italien schon ordentlich verseucht war bevor sie es gemerkt haben, muss davon ausgegangen werden dass es hier bereits Anfangs Mitte Februar vereinzelt los ging.
    Weitere Antworten anzeigen
  • TheRealDonald 20.03.2020 14:06
    Highlight Highlight Interessant wäre in diesen Modellen noch der Zeitpunkt, zu welchem die Massnahmen voraussichtlich (schrittweise) aufgehoben werden könnten.
    • buddelflink 20.03.2020 15:47
      Highlight Highlight @TheRealDonald das kann man mit dem Tool ebenfalls simulieren (ist ganz einfach). Spoiler: wir müssten die drastischen Massnahmen noch sehr, sehr lange aufrechterhalten, bis Ende Jahr oder länger. Hoffen wir deshalb, dass bald eine Impfung verfügbar sein wird oder Therapien.
      Trotzdem, die drastischen Massnahmen sind jetzt wichtig, um die Ansteckung einzudämmen.
  • TodosSomosSecondos 20.03.2020 14:04
    Highlight Highlight Sie gehen bei den Szenarien von über 30k verfügbaren Spitalbetten aus aber selbst beim worst case von einer Maximalzahl an hospitalisierten, die deutlich darunterliegt.

    Mal losgelöst von der Problematik von Beatmungsgeräten und Intensivstationbetten.. stimmt das so? und wie muss man das interpretieren?
    • goschi 20.03.2020 14:29
      Highlight Highlight Die Spitalbetten eignen sich nicht alle für eine intensivpflege.
      Zudem... Die Kapazität gibt es ja nicht zum Spass oder in Erwartung einer Pandemie, sondern weil die im normalen Verlauf des Lebens benötigt werden.
      Menschen werden auch jetzt noch normal krank und benötigen ärztliche Hilfe.
    • Revan 20.03.2020 14:41
      Highlight Highlight Wenn ich mich recht erinnere sind im Normalfall etwa 80% der Spitalbetten eh schon durch andere Fälle belegt.
  • H. L. 20.03.2020 14:04
    Highlight Highlight «Dieses Szenario versucht der Bund mit seinen strengen Massnahmen zu erreichen.»

    Die Massnahmen des Bundesrats sind im Vergleich mit anderen Ländern nicht streng, sondern moderat.
    • Lolita 20.03.2020 17:02
      Highlight Highlight Ich würde eger sagen lächerlich. Im Prinzip kann er auch gleich alle Massnahmen aufheben, denn so bringt es gar nicht, kann ich auch wieder ins yoga, Sportstudiop was immer.
      Fühle mich verarscht, Anscheind gehen wir wie es hier einen Beitrag gab einfach alle durchseuchen lassen und die armen schwachen Geld +Verbindungen um an ein Beatmungsgerät zu kommen. Die anderen sind mir egal, Hauptsache Kohle stimmt.
      Bloss sagt man das nicht so. Wer dafür Verantwortlich ist, welche Parteien, kann sich jeder selber denken.
  • StimmeausdemOff 20.03.2020 13:58
    Highlight Highlight Kann mir bitte mal einer erklären was bei diesen Statistiken unter "geheilt" zu verstehen ist... da gibts nämlich nur einen Bruchteil...?
    • moege 20.03.2020 14:42
      Highlight Highlight Leute die wieder gesund werden. Einen negativen Test nach einem positiven. Da die Krankheit und Heilung (zum negativen Test) davon jedoch ja ca. 3 Wochen dauert, geht das entsprechend verzögert in Zahlen.
    • StimmeausdemOff 20.03.2020 15:10
      Highlight Highlight Danke, ist aber dann wirklich seeehr verzögert. :-(

      Und weiss auch noch einer, wo es noch genauere Angaben gibt zu den bereits verstorbenen? Riskiogruppe? M oder W... Alter... ?
    • Dä Globi 20.03.2020 15:52
      Highlight Highlight https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/krankheiten/ausbrueche-epidemien-pandemien/aktuelle-ausbrueche-epidemien/novel-cov/situation-schweiz-und-international.html


      Einfach pdf down loaden...
    Weitere Antworten anzeigen
  • insider 20.03.2020 13:55
    Highlight Highlight Endlich eine vernünftige Argumentation mit verständlichen Modellen! Vielen Dank dafür!
    Genau das hätte ich von Koch schon lange erwartet.
    Jetzt kann jeder selber entscheiden, welches Szenario er möchte.
    Ich kann die Massnahmen nun nachvollziehen und erachte sie als sinnvoll!
  • DaniMano 20.03.2020 13:41
    Highlight Highlight Ergänzung: Hammer Artikel übrigens. Ich habe die potentiell möglichen Todesfälle gemäss den aktuellen Zahlen errechnet und käme bei der Schweiz auf 15’554 Tote. Dazu darf sich aber nichts ändern.
    Wenn die Welt nicht drastischer vorgeht ist das aktuelle Potential bei 56 Mio Opfern.

    Interviewt den Typen heute doch nochmals: https://www.watson.ch/schweiz/coronavirus/966158007-die-corona-panik-dieser-zuercher-arzt-sagt-ein-paar-klare-worte-dazu

    Ob er immer noch so überheblich ist dieser Dr. med Josef Widler?

    • KarlWeber 20.03.2020 15:12
      Highlight Highlight Dieser Arzt hatte doch mit beinahe jedem Punkt recht:

      - Nicht in Hysterie verfallen
      - Es braucht niemand zu Hamstern
      - Das Virus wird in ein paar Wochen bei uns sein
      - Sobald es hier ist gilt es, die Vorschriften zu befolgen.
  • Andy 20.03.2020 13:36
    Highlight Highlight Super Beitrag inkl. Benennung der Parameter und Link zum Tool. Hoffe das hilft einigen Mitmenschen für einen Reality-Check.
  • Ilovepies 20.03.2020 13:33
    Highlight Highlight Leider sind die Parameter etwas optimistisch gewählt. Es werden mehr als 5 infizierte Personen aus dem Ausland einreisen. Die schweren Fälle sind länger als 4 Tage im Spital, Infizierte sind mehr als 3 Tage ansteckend. Am 13. März waren mehr als 1000 Personen infiziert. Wir wissen es einfach nicht aufgrund fehlender Tests. Ich wage mir nicht auszumalen wie es Ausschaut, wenn die Parameter realistischer gesetzt werden.
    • Eldroid 20.03.2020 14:27
      Highlight Highlight Die Anzahl Toten kennt man ziemlich genau - Und im Durchschnitt dauert es 15 Tage bis zum Tod.

      Wir hatten total bisher 45 Tote. Annahme Sterblichkeit ca 1% (zwischen 0.5 und 3%)

      45/1% = 4500 total Infiszierte (vor ca 10 Tagen oder noch früher).

      In den letzten 10 Tagen konnte sich die Zahl ca 5 mal verdoppeln (verdoppelung alle zwei Tage).

      4500*2^5 = Bisher 144 '000 Infiszierte in der Schweiz
  • DaniMano 20.03.2020 13:33
    Highlight Highlight Hallo
    Länder werden nicht krank sondern die Einwohner.
    Pro 1 Mio Einwohner hat die Schweiz China bei der Anzahl Todesfälle bereits am 17. März überholt. Italien hat per Heute 8:30 Uhr mehr als 24x soviel Todesfälle wie China und bei den Fällen liegt es mit 11.83x soviel Fällen deutlich vor China.

    Die Schweiz hatte am 20.03.2020 um 8:30 Uhr 1.81x Tote und 7.95x soviel Fälle. Die Zahl ist in den letzten Stunden noch schlechter geworden.
    China hat 1400 mio Einwohner, Italien 60 mio und die Schweiz 8.57 mio. Rechnets nach.
    • Toerpe Zwerg 20.03.2020 14:24
      Highlight Highlight Diese Berechnungen sind sinnfrei. Die Populationsgrösse hat erst einen Einfluss, wenn ein grosser Teil der Bevölkerung infiziert ist.
    • DemonCore 20.03.2020 15:00
      Highlight Highlight Die Zahlen aus China stimmen hinten und vorne nicht.
    • Delos 20.03.2020 18:18
      Highlight Highlight Erstens machen deine Berechnungen wieviele Infiziert sind keinen Sinn da die Messhäufigkeit nicht die gleiche sein wird. Zweitens würde ich mich auf öffentliche Zahlen nicht verlassen. Und drittens, hör auf Panik in der Kommentarspalte zu machen.
  • Michael Mettler (1) 20.03.2020 13:27
    Highlight Highlight Leider tippe ich auf die mittlere Berechnung.
    • Andy 20.03.2020 13:36
      Highlight Highlight Wenns gut kommt..
    • SeboZh 20.03.2020 14:11
      Highlight Highlight Zumindest sind wir in der Schweiz noch optimistisch
    • Fairness 20.03.2020 14:50
      Highlight Highlight Aber nur bei weiteren, massiven Massnahmen!

Analyse

Warum Veganer so nerven

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Veganer. Die moralinsauren Spassbremsen, die nichts lieber tun, als in die Welt zu schreien, wie viel besser als alle anderen Menschen sie sind. Die sektenartigen Extremisten, die anderen Menschen vorschreiben wollen, was sie zu essen haben. Die wohlstandsverwahrlosten Wichtigtuer, die mit ihrem teuren Konsum-Lifestyle exhibitionistisch herumstolzieren.

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