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Klima-Aktivistin vor dem Bundesplatz.

Nach der Besetzung des Bundesplatzes im September plant die Klimajugend neue Aktionen. Bild: sda

Nach dem Bundesplatz: Die Klimajugend schmiedet neue Besetzungs-Pläne

Die Klimajugend plant für den 19. März eine schweizweite Kundgebung. Bei der einen Aktion soll es allerdings nicht bleiben.



Mit dem Frühlingsbeginn will die Klimajugend wieder stärker ins Bewusstsein der Bevölkerung kommen. Zum internationalen Klimastreiktag am 19. März rufen sie schweizweit zu einer Kundgebung auf. «Wir gehen wieder auf die Strasse – auf etwas andere und corona-konforme Art, aber nicht weniger entschlossen», heisst es auf der Website.

Bei diesem Streik soll es nicht bleiben: Mit der «Strike for Future»-Demonstration am 21. Mai will die Klimajugend mit den Arbeiterinnen und Arbeitern auf die Strasse. Dafür hat sie sich mit Gewerkschaften, etwa mit der Unia, verbündet.

«Wir waren nicht mehr sichtbar»

Und: Aktionen zum zivilen Ungehorsam werden bei der Klimajugend künftig zum Kerngeschäft gehören, berichtet der «Blick». Der Zeitung gegenüber sagt ein Aktivist des Klimastreiks: «Wir waren einfach nicht mehr sichtbar.» Nun wolle man wieder für Aufsehen sorgen.

Die illegale Besetzung des Bundesplatzes im September war ein Vorgeschmack. Seither ist wenig passiert. Neben den bereits bekannten Aktionen planen die Aktivistinnen und Aktivisten etwas, das «grösser als der Bundesplatz» werden soll, wie der «Blick» schreibt.

Auf dem Radar des Geheimdienstes

Auch der Staat ist auf die Planerei aufmerksam geworden. Im Extremfall könnten die Aktivistinnen und Aktivisten ausserdem auf dem Radar des Schweizer Geheimdienstes NDB landen. «Falls an Streiks oder durch Aktivisten Gewalt befürwortet, gefördert oder ausgeübt werden sollte, würden wir dies im Rahmen des Themengebiets Gewalttätiger Extremismus behandeln», sagt NDB-Kommunikationschefin Isabelle Graber gegenüber «Blick».

Nebst den persönlichen Konsequenzen könnten illegale Aktionen auch die Mission der Klimajugend gefährden. «Aufmerksamkeitsträchtige Aktionen ändern unser Bewusstsein für ein Thema, aber wenn sie zu radikal oder gar gewalttätig sind, wird das Ziel nicht erreicht», wird die Umweltpsychologin Oriane Sarrasin von der Universität Lausanne zitiert.

Gleichzeitig waren Gruppen wie Greenpeace genau wegen radikaler Aktionen erfolgreich. Ob die Aktivistinnen und Aktivisten ihre Mission politikwirksam weiter vorantreiben können, wird sich zeigen. (van)

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