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Jens Büchner «Goodbye Deutschland!»

Und sie haben Ja gesagt! Jens und Daniela Büchner. Bild: facebook/GoodbyeDeutschland

Ohne Vox nix los – das gute Leben von Ex-Stasi-Spitzel Malle Jens im Reality-TV

Ballermann-Schlagersänger Jens Büchner hat jetzt geheiratet! Zeit, sich den Mann, der Pleiten für sexy hält, mal genauer anzuschauen. Also: noch genauer als im Fernsehen. Auch wenn das schon weh genug tut.



«Es war alles so schön», sagt die Braut am Tag vor der Hochzeit und heult ein bisschen in die Kamera. Jetzt ist es nicht mehr schön, denn jetzt hat eine Sandra aus Düsseldorf in der «Bild» ausgesagt, dass sie mit dem Bräutigam Ende April versaute SMS getauscht habe.

«Du warst also mit dem Kopf sexuell dort, du warst nicht bei mir, und das ist Fremdgehen», wirft die Braut dem Bräutigam an seinen untreu herumstreunenden Kopf. Bevor sie sich im Garten einer Swinger-Party-Villa das Jawort geben. «Ich bin ein Idiot», sagt der Bräutigam, bestens bekannt als «Malle Jens» aus Sendungen wie «Goodbye Deutschland» und dem «Dschungelcamp».

Jens macht, was von ihm erwartet wird

Ja, ist er. Ein Idiot. Einer von Dutzenden, die versuchen, auf Mallorca, dieser von der Spassindustrie gebeutelten Insel, Karriere zu machen. Ohne Kohle, Sprachkenntnisse oder sonstiges Können. Dafür irgendwie gesegnet mit einem Vertrag von Vox, der ihnen ein kleines Gehalt zusichert. Als Jens Büchner für Vox zu «arbeiten» begann, verdiente er pro Drehstunde 5,20 Euro. Für eine Sendung drehte er 12 Tage, das machte 500 Euro. Kein Wunder gab sich Jens die grösste Mühe, so zu tun, als würde er mehr Scheisse erleben als jeder andere.

Dass es völlig normal, ja geradezu natürlich ist, wenn andere Menschen in seinem Leben rumschnüffeln, wusste Jens von früher. 1988, als 18-Jähriger war er dem Staatssicherheitsdienst der DDR beigetreten, mit 19 wurde er zum Unterfeldwebel befördert, es war sein Vollzeitjob, er bewachte Objekte und dressierte Hunde, doch zu seinem Pech war er dann auch schon bald wieder vorbei. Und dabei waren seine Vorgesetzten so begeistert von Jens!

Beurteilung von Jens Büchner vom 14. Mai 1989:

«Durch eine hohe Einsatzbereitschaft erreichte er gute bis sehr gute Ergebnisse. In Partei- und FDJ-Veranstaltungen sowie in persönlichen Gesprächen bewies er einen klaren Klassenstandpunkt und dass er zur Politik von Partei und Regierung steht.»

Major Weiss, Leiter der Wach- und Sicherungseinheit quelle: bild

Jens mag Gina-Lisa

Büchners neue Stasi heisst also Vox. Seit 2010 gehört Jens aus Bad-Schmiedeberg in Sachsen-Anhalt der medialen Überwachungsanstalt. Damals wanderte er mit der 17 Jahre jüngeren Jenny nach Mallorca aus. Sie kriegten ein Kind, aber sonst nichts auf die Reihe, dann hatte Jens einen Burnout und vermeintlichen Lungenkrebs, sie trennten sich, er hatte sofort eine Jasmin, dann aber auch schon wieder nicht mehr, und irgendwann wurde er als der Barde vom Ballermann mit dem klug an den Berlin-Slogan «Arm aber sexy» angelehnten Song «Pleite aber sexy» ein bisschen berühmter. 

Jens Büchner über seine Stasi-Zeit:

«Ich habe das alles erlernt. Wie ein Handwerker. Grundlagen darüber, wie man Informationen beschafft, Geheimschriften liest und solche Dinge. Aber ich hätte niemandem etwas antun können. Es war einfach das System damals. Im Jahr 1990 war dann ja Schluss.»

quelle: bild

Er gehört zu dir ... Malle, Kinder, Vox

Bild

bild: vox

Dann fand er die Dani. Zu einem Zeitpunkt, als er schon ein bisschen dröge zu werden drohte. Und die Dani flutete seine Existenz mit Schicksal! Was hat die Frau nicht alles durchgemacht! Mit Ehemann 1 verstand sie sich schlecht, gebar ihm aber drei Kinder, dann starb er.

Mit Ehemann 2 verstand sie sich schlechter, er schlug, sie schwieg schwer depressiv, dann Flucht, Therapie, schliesslich geriet sie in die schlabbrigen Arme des Jens. Mit dem sie noch einmal zwei Kinder kriegt. Womit sich Jens jetzt als «Vater von acht Kindern» bezeichnen darf. Wobei es eigentlich ja neun sind. Eins ist nie zur Welt gekommen. Das beichtet er unter Tränen im «Dschungelcamp».

Der Stern ist neu, er steht für das tote Kind

jens büchner dschungelcamp

Bild: rtl

Dann die Hochzeit. TV sei dank, kann man sich die jetzt leisten. Ebenso ein grosses Haus und weitere Annehmlichkeiten. Das Fernsehen bezahlt gut. Fürs «Dschungelcamp» gab's 75'000 Euro. Der Wermutstropfen: Jens hat keine Freunde – «ich habe keine Freunde» – und alle, die er dafür gehalten hat, wollen nicht zur Hochzeit kommen. Marc Terenzi, mit dem er sich im «Dschungelcamp» so gut zu verstehen glaubte, sagt, lieber schaue er Fussball. Für Jens und Dani ist es die dritte Ehe. Wie lang wird sie halten?

Aus «Pleite aber sexy»:

«Geld weg, Frau weg, Blagen weg!
Schalalala alles weg!
Geld weg, Frau weg, Blagen weg!
Ich bin pleite aber sexy!»

By Jens Büchner

Vor, während und nach der Hochzeit weinen alle. Ständig. Sehr dicke Menschen, die sich Weddingplaner nennen, weinen, weil sie können. Danis Sohn und Jens weinen, weil die frisch gekauften Anzüge so schön sind. Alle Töchter weinen, weil Mamma Dani so schön ist. Dani weint, weil ihr Kleid so schön ist und weil die sexuellen SMS so gemein sind und weil sie Jens so liebt. Dani und Jens weinen bei der Trauung, weil man das so macht. Sicher weinen auch noch ein paar Hunde und Katzen. 

Aus «Hau ab, du bist kein Alkohol»:

«Hau ab, du bist kein Alkohol!
Hau ab, denn du bist auch kein Bier!
Und ne geile Frau wird auch nach drei Promille nicht aus dir!»

By Jens Büchner

Der schönste Tag im Leben

Jens Büchner «Goodbye Deutschland!»

Bild: facebook/GoodbyeDeutschland

Abgesehen von den Tränen ist die Hochzeit sehr langweilig. Als würde Vox all die blöden Nachmittagssendungen um das weisse Kleid –  «4 Hochzeiten und eine Traumreise», «Zwischen Tüll und Tränen», «Mein perfektes Hochzeitskleid» – das Klo runterspülen und schauen, was in der Kanalisation landet.

Für die Dauerbeobachtung ist eben nichts langweiliger als Glück. Stasi-Mann Jens Büchner müsste das wissen. Und weil er selbst seit Jahren ein ziemlich genialer Manipulator des Bespitzelungsfernsehens ist, wird er uns schon wieder genügend Scheisse liefern.

Es muss nicht immer Malle sein: 21 Inseln, die zum Träumen einladen

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