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National League: Diese Teams schafften es mit perfekter Bilanz in Final

Die HC Lugano-Eishockeyspieler Beat Eggimann, Alfred Luethi, Andy Ton und Bernasconi feiern am 25. Maerz 1987 in der Garderobe im Stadion La Resega nach dem entscheidenden gewonnenen Playoff-Spiel geg ...
Eine andere Zeitrechnung: Letztmals gab es 1986/87 mit Lugano einen Meister ohne Niederlage – damals reichten jedoch sechs Siege.Bild: KEYSTONE

Die Geschichte zeigt: ZSC Lions werden dank perfekter Bilanz (fast) sicher Meister

Eine Seltenheit ist es nicht, dass ein Team in der höchsten Schweizer Eishockey-Liga ohne Playoff-Niederlage in den Final einzieht. Die ZSC Lions sind bereits das 14. Team, dem dieses Kunststück gelingt. Mit Blick auf die Vergangenheit können sie die Meisterfeier eigentlich schon planen.
09.04.2024, 09:1009.04.2024, 14:15
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Acht Spiele, acht Siege. So lautet die Playoff-Bilanz der ZSC Lions nach den Viertel- und Halbfinals der laufenden Saison. Sowohl der EHC Biel als auch der EV Zug wurden in den jeweiligen Serien mit 4:0 abgefertigt. Und obwohl einzelne Spiele auch einmal knapp ausfielen, bestand eigentlich nie ein Zweifel daran, wer sich am Ende durchsetzen würde. Nicht nur aufgrund der bisher perfekten Bilanz in der entscheidenden Saisonphase gelten die Zürcher nun als klarer Favorit auf den Titel.

Auch die aktuellen Leistungen deuten darauf hin, dass es sowohl Lausanne als auch Fribourg, das in der Serie gegen die Waadtländer zurzeit 1:3 hinten liegt, extrem schwer hätten, den Lions über bis zu sieben Spiele Paroli zu bieten. Denn schon während der Regular Season war der ZSC das beste Team, glänzte sowohl offensiv (167 Tore bedeuteten Platz 2 hinter Gottéron) als auch defensiv (kein Klub kassierte weniger als die 110 Gegentore der Zürcher) und gewann 35 der 52 Spiele. In den Playoffs hat man sich nun nochmal gesteigert.

Die Zuercher feiern den Sieg nach dem Eishockey Playoff 1/2 Final, Spiel 4 der National League zwischen dem EV Zug und den ZSC Lions am Montag, 8. April 2024 in Zug. (KEYSTONE/Urs Flueeler).
Angeführt von Topskorer Sven Andrighetto zeigten die ZSC Lions in den Playoffs bisher überragende Leistungen.Bild: keystone

Mit Sven Andrighetto und Derek Grant haben die ZSC Lions zwei der drei besten Playoff-Skorer im Kader, dazu kommen in Denis Malgin einer der besten Schweizer in der National League sowie ein überragender Goalie in Simon Hrubec. Es gibt also eine Menge Argumente dafür, dass der Zürcher Schlittschuhklub bald seine zehnte Meisterschaft feiern darf. Ein Blick in die Geschichtsbücher liefert ein weiteres:

13 Mal gelang es einem Team in der höchsten Schweizer Eishockey-Liga bisher, ohne Niederlage in den Final einzuziehen. Zuletzt war es der EV Zug in der Saison 2021/22 – was im Anschluss passierte, dürfte noch jedem ZSC-Fan in Erinnerung bleiben: Die Zuger wurden trotz eines 0:3-Rückstands noch Meister. Doch auch die Zürcher zogen bereits vor dieser Saison einmal (in der Saison 2011/12) mit einer 8:0-Bilanz in den Playoff-Final ein. Zweimal setzte sich der Siebte der Regular Season gegen ein besser gesetztes Team mit 4:0 durch und wurde im Anschluss dank eines Siegs in Spiel 7 gegen den SC Bern Meister.

Ohnehin setzte sich ein Grossteil der Teams, die in den Viertel- und Halbfinals ohne Niederlage blieben, auch in der Finalserie durch. 9 von 13 (knapp 70 Prozent), darunter die letzten vier, kürten sich zum Schweizer Meister – wobei Lugano zweimal lediglich zwei Serien gewinnen musste. In der Saison 1985/86 reichten ganze vier Siege zum Titel, im Jahr darauf waren es dann sechs. Es waren die bisher einzigen Male, dass ein Meister gar keine Niederlage in den Playoffs erlitt. Über drei Serien ungeschlagen zu bleiben, schaffte hingegen noch keiner.

Sie schafften es ungeschlagen in den Final
EV Zug (2021/22): 4:0 gegen Lugano, 4:0 gegen Davos, 4:3 gegen Zürich.
ZSC Lions (2011/12): 4:0 gegen Davos, 4:0 gegen Zug, 4:3 gegen Bern.
HC Davos (2010/11): 4:0 gegen Fribourg, 4:0 gegen Zug, 4:2 gegen Kloten.
SC Bern (2009/10): 4:0 gegen Lugano, 4:0 gegen Kloten, 4:3 gegen Genf.
EHC Kloten (2008/09): 4:0 gegen Genf, 4:0 gegen Zug, 3:4 gegen Davos.
HC Lugano (1999/2000): 4:0 gegen Fribourg, 4:0 gegen Ambri, 2:4 gegen Zürich.
EV Zug (1996/97): 3:0 gegen Rapperswil-Jona, 3:0 gegen Davos, 1:3 gegen Bern.
SC Bern (1991/92): 3:0 gegen Kloten, 3:0 gegen Zürich, 3:2 gegen Fribourg.
SC Bern (1990/91): 3:0 gegen Zug, 3:0 gegen Fribourg, 3:1 gegen Lugano.
HC Lugano (1989/90): 2:0 gegen Ambri-Piotta, 3:0 gegen Kloten, 3:1 gegen Bern.
HC Lugano (1988/89): 2:0 gegen Fribourg, 3:0 gegen Ambri-Piotta, 2:3 gegen Bern.
HC Lugano (1986/87): 3:0 gegen Ambri-Piotta, 3:0 gegen Kloten.
HC Lugano (1985/86): 2:0 gegen Sierre, 2:0 gegen Davos.

Würde der ZSC auch die Finalserie gegen den Westschweizer Konkurrenten 4:0 gewinnen, wäre das also eine Premiere. Die Meisterfeier können die Zürcher – zumindest statistisch gesehen – schon fast planen.

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HCD, SCB, ZSC und? Diese Klubs wurden schon Schweizer Hockey-Meister
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HC Davos: 31 Titel, 6 seit 1986; zuletzt Meister: 2015.
quelle: keystone / ennio leanza
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44 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Züzi31
09.04.2024 09:24registriert August 2015
"Logisch-weil-viel-mehr-Budget-Kommentare" in 3, 2, 1....
Wie dem auch sei, ich habe in den knapp 35 Jahren als Z-Fan gelernt, dass man bei diesem Verein nie weiss was man als nächstes bekommt. Was es ja auch spannend macht.
Ich hoffe natürlich auf den nächsten Titel, aber sicher ist im Eishockey halt nur, dass das Eis rutschig ist. Eis Spiel nach em andere...
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Dynamischer-Muzzi
09.04.2024 13:19registriert Februar 2017
Gesucht wird der User and1therealone. Seit der Niedergang der Zuger gegen einen wirklichen Gegner begonnen hat, wurde er nicht mehr gesehen ;-)
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Brillanter Beginn und etwas Zittern am Ende – die Schweiz schlägt Ungarn
Die Schweiz startet optimal in die EM. Vorab dank einer starken ersten Halbzeit setzt sich das Team von Trainer Murat Yakin gegen Ungarn 3:1 durch.

Dass dann auch noch Breel Embolo in der Nachspielzeit den erlösenden Treffer zum 3:1 erzielte, war des Kitschigen schon fast zu viel. Sämtliche Spieler auf dem Feld und auf der Ersatzbank rannten nach dessen Heber ins Glück zum Angreifer, dessen Einsatz an der EM aufgrund einer Verletzung und einem Rückschlag vor dem Turnier stark gefährdet war. Embolo war es, der für den goldenen Abschluss eines Spiels sorgte, in dem sich vor allem auch der Schweizer Nationaltrainer auf die Schulter klopfen konnte.

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