Sport
Eishockey

Rauchende Rüpel-Russen fliegen nach U20-Hockey-WM aus dem Flieger

A WestJet Airlines Boeing 737 Max aircraft arrives at Vancouver International Airport in Richmond, B.C., on Thursday, January 21, 2021. The flight from Calgary is the first commercial Boeing 737 Max f ...
Schöne Stimmung beim Landeanflug dieser Maschine in Calgary.symbolBild: keystone

Rauchende Rüpel-Russen fliegen nach U20-Hockey-WM aus dem Flieger

02.01.2022, 17:0502.01.2022, 21:34

Nach dem Abbruch der U20-Eishockey-WM in Kanada wegen vieler Coronafälle bei den Teams stand für die jungen Eishockeyspieler die Heimreise an. Die russische Equipe hat sich dabei offenbar so daneben benommen, dass sie aus der Maschine geworfen wurde.

Mit mehreren Stunden Verspätung hob am Neujahrstag eine Maschine von Calgary nach Frankfurt ab. Der Grund dafür war nicht technischer Natur, sondern lag bei unanständigen Passagieren. Die Polizei bestätigte gegenüber dem «Calgary Herald» einen Zwischenfall mit Spielern und Betreuern der russischen Mannschaft. Sicherheitskräfte des Flughafens und Polizisten sorgten dafür, dass die Russen und auch ihre tschechischen Alterskollegen am Boden bleiben mussten.

Verärgerte andere Passagiere, deren Flug sich verzögerte, berichteten, die Russen hätten geraucht, keine Masken getragen und den Anweisungen des Personals nicht Folge geleistet. Zur russischen Zeitung «Istwestija» sagte Trainer Sergej Subow, man habe den Rauswurf ihm gegenüber mit einem Verstoss gegen die Maskentragpflicht begründet.

«Es war sehr, sehr chaotisch»

«Schon zwei Stunden Verspätung auf dem Flug von Calgary nach Frankfurt», schrieb eine Passagierin auf Twitter. «Das russische Junioren-Team sass hinten in der Maschine und versuchte, Zigaretten zu rauchen, trug keine Masken und hörte nicht auf die Flugbegleiter. Polizisten haben das Flugzeug gestürmt. Wir mussten alle aussteigen, während ihr Gepäck ausgeladen und das Team aus der Maschine verbannt wurde.»

Die schwedische Journalistin Marie Lehmann war ebenfalls an Bord. Gegenüber dem «Aftonbladet» sagte sie: «Es war sehr, sehr chaotisch. Ich habe sogar darum gebeten, den Platz zu wechseln. Angesichts der Pandemie wollen Sie nicht zehn Stunden lang neben jemandem sitzen, der sich weigert, eine Maske zu tragen.»

Tschechisches Team wehrt sich

Die Tschechen wiesen jegliches Fehlverhalten von sich. Der Teammanager vermutete, seine Spieler seien wohl für Russen gehalten worden, da ihre Pullover sehr ähnlich aussähen. «Sie haben uns einfach in die gleiche Schublade gesteckt», sagte Otakar Cerny zum Portal «Idnes». Die Fluggesellschaft Air Canada habe sich bei der tschechischen Delegation entschuldigt, die Kosten für eine zusätzliche Übernachtung am Flughafen übernommen und versichert, dass man den Heimflug nicht mit den Russen teilen werde.

Der Vorfall werde vom Internationalen Eishockey-Verband (IIHF) untersucht, hiess es gegenüber dem «Calgary Herald». Man versuche festzustellen, ob das Verhalten des russischen Teams einen Verstoss darstelle.

Der Vorfall erinnert an eine frühere U20-WM in Nordamerika. 2011 gewann Russland in den USA die Goldmedaille nach einem dramatischen Final gegen Kanada. Die jungen Russen feierten den Titelgewinn so ausgiebig, dass ihnen der Heimflug zunächst verweigert wurde: Sie waren immer noch betrunken und verhielten sich ungebührlich. (ram)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Flugzeug-Passagiere des Grauens
1 / 23
Flugzeug-Passagiere des Grauens
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Flugpassagier belästigt Flight-Attenands und wird mit Klebeband gefesselt
Video: watson
Luganos Carrasco bringt mit seiner Banane Gianluca Pagliuca und Inter Mailand zum Weinen
26. September 1995: Der FC Lugano gewinnt im San Siro gegen Inter Mailand sensationell mit 1:0 und schmeisst den haushohen Favoriten aus dem UEFA-Cup. Für die Schweizer Nati wird die Sternstunde der Tessiner allerdings negative Folgen haben.
Gleich zwei NLA-Klubs wollen an diesem Dienstagabend im Herbst Schweizer Fussball-Geschichte schreiben und zum zweiten Mal nach GC (1981 gegen Torino) einen italienischen Klub aus dem Europacup werfen.
Zur Story