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Victor Stancescu tritt zurück.
Victor Stancescu tritt zurück.Bild: KEYSTONE

Hockey-Einzelrichter Victor Stancescu legt sein Amt per sofort nieder

Victor Stancescu zieht die Konsequenzen aus den Fällen «Blindenbacher» und «Thoresen». Der stellvertretende Einzelrichter des Schweizerischen Eishockeyverbands tritt per sofort zurück.
16.03.2017, 14:1016.03.2017, 20:06

Nach den Diskussionen um den Fall «Blindenbacher» und den neusten Entwicklungen im Fall Thoresen wirft Victor Stancescu das Handtuch. Wie die «Swiss Ice Hockey Federation» (SIHF) mitteilt, verlässt er sein Amt per sofort. Damit will der ehemalige Kloten-Stürmer «das reibungslose Funktionieren der Verbandsjustiz weiterhin gewährleisten», wie der Verband schreibt.

Weiter teilt die SIHF mit: «Es trifft zu, dass Victor Stancescu als ehemaliger Spieler viele Personen in der hiesigen Eishockeyszene kennt und zu einigen Spielern auch über sein Karriereende hinaus weiterhin persönliche Beziehungen pflegt». Auch die Verbundendheit zu Roman Wick wird bestätigt. Diese habe Stancescu aber von beginn weg offengelegt und kommuniziert.

Stancescu war in zwei verschiedenen Fällen wegen seiner Nähe zu ZSC-Stürmer Roman Wick in die Kritik geraten. Im Zuge des Falls «Blindenbacher» stellte Watson-Eismeister Klaus Zaugg die geschäftlichen Beziehungen von Stancescu und Wick ins Rampenlicht. Der HC Lugano sprang auf diesen Zug auf. Ihr Maxim Lapierre wurde nach einem Check gegen den Kopf von Patrick Thoresen für ein Spiel gesperrt. Die ZSC Lions legten gegen diesen Entscheid Rekurs ein.

Danach verlangte Lugano in einem Ablehnungsbegehren, dass für die Neubeurteilung ein anderer Einzelrichter eingesetzt und das Verfahren bis dahin eingestellt wird.

Stancescu war eigentlich gerade wegen seiner Nähe zum Eishockey in das Amt gewählt worden. Auch Lugano hatte ihm die Stimme gegeben. Zudem trat er in diversen Disziplinarverfahren in den Ausstand, so auch beim Verfahren gegen Blindenbacher.

Krüger bleibt in Charge

Im Verlauf des Abends stellte die Liga in einem weiteren Schreiben klar, dass Luganos Forderung, auch Oliver Krüger in den Ausstand zu versetzen, von der Rekurskammer abgewiesen worden sei. Die Tessiner haben gemäss der SIHF keine rechtlich relevanten «Ausstandsgründe» vorgebracht, «geschweige denn bewiesen».(sda/abu/drd)

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44 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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eupho
16.03.2017 15:05registriert März 2017
Das spricht sehr für V.Stancescu. Er hat es nicht nötig, sich hier auf eine Schlammschlacht einzulassen und auch nicht darauf, dass man seinen Namen durch den Dreck zieht. Bravo. Gut gemacht
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Bossy
16.03.2017 14:59registriert Mai 2016
Einstimmig gewählt, also auch mit der Stimme Luganos. Und nun gilt Stancescu plötzlich als befangen, obwohl seit Monaten bekannt ist, in welchen Situationen er in den Austand treten wird. Gesucht ist für diesen Job also nun ein ehemaliger Spieler, der nach einer langjährigen Karriere keine persönlichen Beziehungen zu Mit- oder Gegenspielern hat. Oder der Verband präsentiert einen von Eishockey unbefleckten Juristen. Wetten, dass dieser dann von Zaugg abgeschossen wird,, weil er keine Ahnung von diesem Spiel habe und umstrittene Situationen gar nicht richtig beurteilen könne.
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energywolf
16.03.2017 15:46registriert November 2015
Jetzt ist der Skandal perfekt. Für mich zeigt sich wieder mal die Macht, die die Schreiberlinge besitzen, auch wenn, wie in diesem Falle, eine negative Macht. Schade um Stancescu. Im jetzt mit der Geschäftsbeziehung mit Wick Korruption zu unterstellen, ist für mich unterste Schublade. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass Stancescu im Laufe der Jahre ein guter und integrer Einzelrichter geworden wäre. Dies zeigt sich auch darin, dass er dieses Affentheater nicht mehr mitmacht. Schade um das CH-Eishockey. Es zeigt sich zudem wiedermal um die schwache und miserable Vebandsführung.
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