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Patrick Fischer, centre, head coach of Switzerland national ice hockey team,  between his look disappointed after losing against team Sweden, during the shootout of the IIHF 2018 World Championship Gold Medal game between Sweden and Switzerland, at the Royal Arena, in Copenhagen, Denmark, Sunday, May 20, 2018. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Sichtlich geknickt: Patrick Fischer mit der Silbermedaille um den Hals. Bild: KEYSTONE

Fischers WM-Fazit: «Irgendwann werde ich erleben, wie die Schweiz Weltmeister wird»

Patrick Fischer tritt nach der bitteren Niederlage im WM-Final gegen Schweden niedergeschlagen vor die Medien. Der Stolz über das Erreichte dringt beim Nationaltrainer dennoch schon durch.



Nach den missglückten Olympischen Spielen in Pyeongchang stand Patrick Fischer vor dieser WM unter grossem Druck. Nur drei Monate später holte der oft kritisierte Trainer mit seiner Mannschaft in Dänemark beinahe den ersten Weltmeister-Titel für die Schweiz.

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Die Highlights der Partie. Video: YouTube/IIHF Worlds 2018

Nach der 2:3-Niederlage im Penaltyschiessen gegen Schweden kämpfte Fischer verständlicherweise mit den Emotionen, als er Bilanz zog. 

Patrick Fischer über ...

... die Niederlage gegen Schweden:

«Es ist wirklich mühsam, so zu verlieren. So nah, so nah waren wir dran. Wieder einmal hat uns Schweden die Party versaut, sie sind Spezialisten in dem. Aber ein Kompliment an sie, sie haben ein super Turnier gespielt, Kompliment an sie. Wir waren nahe dran, wir haben alles gegeben. Letztlich hat es nicht ganz gereicht. So ist der Sport, man kann ihn nicht planen.»

... über die Leistungen während des ganzen Turniers:

«Ich bin wahnsinnig stolz auf diese Mannschaft, wir haben zweieinhalb Wochen zusammen hart und super gearbeitet und hatten gleichzeitig Spass miteinander. Man muss sagen, dass es diese Woche oft auch für uns gelaufen ist. Wir hatten das Glück, das es braucht, dass solche Resultate herauskommen. Wir als Schweizer dürfen stolz sein, dass wir nun zum zweiten Mal innerhalb von fünf Jahren in einem Final gestanden sind. Ich hoffe, dass dies auch goutiert wird und die Schweizer Bevölkerung stolz ist auf diese Spieler.»

Switzerland's players look disappointed after losing against team Sweden, during the shootout of the IIHF 2018 World Championship Gold Medal game between Sweden and Switzerland, at the Royal Arena, in Copenhagen, Denmark, Sunday, May 20, 2018. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Nichts geht mehr: Die Schweiz nach dem verlorenen Penaltyschiessen im WM-Final. Bild: KEYSTONE

... den Unterschied zu den Olympischen Spielen:

«Gegen Deutschland verloren wir in Pyeongchang in der Verlängerung, dann waren wir die Deppen. Jetzt wird die Mannschaft hochgejubelt, weil sie in den Final vorgestossen ist. Wir sind aber weder Deppen noch Helden, sondern ehrliche Arbeiter mit einem grossen Sportlerherz. Manchmal läuft es, manchmal läuft es nicht. Wir konnten uns im Vergleich zum Februar sicher besser und länger auf das Turnier vorbereiten. Zudem hatten wir ganz klar eine sensationell gute Mannschaft.»

... über den persönlichen Wert der Medaille:

«Hinter dieser Medaille stecken wahnsinnig viele schöne Momente und Emotionen. Das ist, was im Leben zählt und was man mitnimmt. Ob man Weltmeister oder Vize-Weltmeister wird, das ist das eine, der ganze Weg dahin das andere. Es war eine ganz spezielle Mannschaft. Ich habe noch selten so viel Spass gehabt in einer Eishockey-Mannschaft, und eine Eishockey-Mannschaft hat es grundsätzlich immer lustig.»

... über die Hoffnungen, eines Tages den WM-Titel doch noch zu gewinnen:

«Ich habe immer gesagt, dass die Schweiz irgendwann Weltmeister wird. Vielleicht erlebe ich es noch als Trainer, vielleicht als Fan, aber irgendwann werde ich es erleben. Als ich dies vor drei Jahren erstmals gesagt habe, haben viele geschmunzelt. Jetzt waren wir einen Penalty davon entfernt. So daneben lag ich also nicht.»

epa06753310 Swiss Defense and Sport Minister Guy Parmelin, 2nd left, next to Rene Fasel, left, President of IIHF, gives the silver medal to Switzerland's forward Kevin Fiala past #21 teammates forward Tristan Scherwey #60, forward Chris Baltisberger #14, defender Dean Kukan #34, and defender Michael Fora #45, after losing agains team Sweden, during the shootout of the IIHF 2018 World Championship Gold Medal game between Sweden and Switzerland, at the Royal Arena, in Copenhagen, Denmark, 20 May 2018.  EPA/SALVATORE DI NOLFI

Nicht anfassen! Noch müssen die Schweizer am WM-Pokal vorbeigehen. Bild: EPA/KEYSTONE

... über die Worte, die er nach dem Spiel an die Mannschaft gerichtet hat:

«Du siehst in all die traurigen Gesichter, hast selbst nicht die beste Laune und musst etwas erzählen. Du kannst dich in so einem Moment einfach nur bedanken, für die Leistung, das Vertrauen, den Einsatz, das Bekenntnis zur Mannschaft.»

... über die Einstellung der Schweizer Mannschaft:

«Die Jungs gaben alles für die Schweiz. Mit dieser Einstellung inspirieren sie, so hoffe ich zumindest, die Kinder in unserem Land. Diese Generation von Spielern macht aus, dass sie an sich glaubt. Meine Generation konnte das noch nicht, wir hinkten immer hinterher. Heute können wir mit den Besten mithalten, das ist schön und macht Spass.» (pre/sda)

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