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Ice Hockey - 2016 IIHF World Championship - Group A - Switzerland v Denmark - Moscow, Russia - 10/5/16 - Denmark's Jesper B. Jensen is tended to by medical personnel after being injured during the game.  REUTERS/Maxim Shemetov

Jesper B. Jensen musste nach einem harten Check von Andres Ambühl das Feld auf der Bahre verlassen.  Bild: MAXIM SHEMETOV/REUTERS

Nach «Monster-Check» gegen Jensen: Keine Sperre für Leitwolf Andres Ambühl

Captain Andres Ambühl (32) kann aufatmen: er wird für den «Monstercheck» gegen Dänemarks Jesper Jensen nicht gesperrt und kann heute gegen Lettland spielen.



Die Szene ist der Anfang vom Ende für Dänemark – und die Wende zum Guten für die Schweizer. Andres Ambühl erwischt in der 4. Minute des Schlussdrittels Jesper Jensen mit einem «Monstercheck». Der kräftige HCD-Fräser (176 cm/85 kg) erwischt den grösseren dänischen Verteidiger (183 cm/82 kg) unmittelbar nach dessen Scheibenabgabe an der Bande.

Jesper Jensen muss mit der Bahre vom Eis transportiert werden. Er wird zur Kontrolle ins Spital überführt. Dort wird eine schwere Gehirnerschütterung diagnostiziert. Für ihn ist das Turnier vorzeitig zu Ende.

Die Dänen führten zu diesem Zeitpunkt 2:0 – und der Schock nach dem Ausfall ihres Assistenz-Captains sitzt tief. Sie werden nach diesem Zwischenfall von den Schweizern immer stärker dominiert und taumeln schliesslich einer Niederlage in der Verlängerung entgegen (2:3 n.V.). Jesper Jensen (24) ist einer der besten Verteidiger seiner Mannschaft und hatte bei dieser WM bis zu seinem Ausfall in drei Partien bereits drei Skorerpunkte produziert. Er steht bei Jokerit Helsinki (KHL) unter Vertrag.

Ambühl trifft keine Schuld

Die Frage ist: Foul oder gesunde internationale Härte? Die TV-Bilder zeigen kein regelwidriges Vergehen (Check gegen den Kopf, Ellenbogen-Check, Aufspringen des Angreifers) und Andres Ambühl wird für diese Aktion von den Schiedsrichtern auch nicht bestraft.

Die Frage ist lediglich, ob dieser Check (die Scheibe war weg) noch notwendig war. Aber das ist eine hockeyphilosophische und keine regeltechnische Frage. Solche Checks liegen in der Natur des rauen Spiels.

Switzerland's Andres Ambuehl speaks to the media, following a training session one day before the IIHF 2016 World Championship at the Ice Palace, in Moscow, Russia, Thursday, May 5, 2016. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Andres Ambühl: Der Schweizer «Chef-Forechecker» hat beim Check gegen Jensen kein regelwidriges Vergehen begangen.
Bild: KEYSTONE

Bei der WM gibt es, ähnlich wie in der Meisterschaft, auch TV-Richter. Sperren aufgrund der TV/Video-Bilder sind möglich. René Fasel, der Präsident des Internationalen Hockey Verbandes (IIHF) bestätigt auf Anfrage, dass die Aktion überprüft worden sei und Andres Ambühl nicht gesperrt werde. Der Vorkämpfer und «Chef-Forechecker» darf also gegen die Letten heute spielen (15.15 Uhr).

Letztlich ist es ein tragischer Zwischenfall. Andres Ambühl trifft keine Schuld. Weder die Schiedsrichter noch die IIHF-Disziplinarwächter haben ein regelwidriges Vergehen gesehen. Es ist ein Freispruch erster Klasse. (kza/zap)

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    Alle Leser-Kommentare
  • f303 11.05.2016 09:07
    Highlight Highlight Bin sonst gefühlsmässig eher auf der Seite des Gefoulten, hier büsste Jensen aber für einen eigenen Fehler. Nachdem er Ambühl auf sich zurollen sah, nahm er trotzdem den Kopf nach unten um den Puck zu spielen. Auf eine sportliche Art löblich (schliesslich lag der Fokus auf dem Weiterspielen), auf medizinische Art nur gefährlich (da er dafür den Kopf stark senken musste). So musste Andres den Kopf und nicht die Schulter treffen, ob er wollte oder nicht.
    • subreena 11.05.2016 09:44
      Highlight Highlight Ambühl trifft Jensen an der Schulter, die Hirnerschütterung holt er sich, weil er in der Folge mit dem Kopf aufs Plexi schlägt.
    • leu84 11.05.2016 11:47
      Highlight Highlight Lange Zeit war das ducken an der Bande auch ein Problem der Schweizer.
    • subreena 11.05.2016 13:12
      Highlight Highlight Ist es noch immer, nur dass in der Schweiz der Einzelrichter auch Strafen ausspricht, wenn der Check Schulter an Schulter war... Jeweils mit der Begründung, der checkende Spieler hätte den Check abmindern oder verhindern können...
  • steino 11.05.2016 08:08
    Highlight Highlight Toller Tl;dr - Absatz am Ende des Artikels

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