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From left: Tiger's player Roland Gerber, Ambri's player Elia Mazzolini, Tiger's player Andrea Glauser, Tiger's goalkeeper Damiano Ciaccio, Tiger's player Samuel Erni and Ambri's player Adrien Lauper, during the preliminary round game of National League Swiss Championship 2018/19 between HC Ambri Piotta and SCL Tigers, at the Valascia Stadium in Ambri, Switzerland, Saturday, January 05, 2019. (KEYSTONE/Ti-Press/Samuel Golay)

Ambri und Langnau – zwei Aussenseiter, die im Playoff-Kampf kaum einer auf der Rechnung hatte. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Die Playoffs vor den Playoffs – die letzten 14-Quali-Runden werden zum Psycho-Thriller

Noch nie zuvor waren die Niveauunterschiede in der National League geringer als in dieser Saison. Das führt dazu, dass in den letzten Qualirunden zu einer Art Playoffs vor den Playoffs kommt.

marcel kuchta / ch media



Dreimal waren die ZSC Lions in den letzten zehn Jahren nach 36 Runden in der Tabelle auf Platz 3 klassiert. Dreimal betrug ihr Vorsprung auf den jeweiligen Zehntplatzierten der National League über 30 Punkte. Momentan liegen die Zürcher in der Tabelle nur vier Punkte hinter den auf Rang drei klassierten SCL Tigers, aber auch nur vier Zähler vor dem HC Lugano, der den 10. Platz einnimmt.

Zwischen einer Spitzenklassierung und einem Nicht-Playoff-Platz entscheiden momentan Nuancen. Zwei Niederlagen in Serie können den Absturz unter den Strich bedeuten. Zwei Siege hintereinander katapultieren einen auf der anderen Seite in die Top 4 der Tabelle

Die Tabelle:

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bild: srf

So eng beieinander tummelten seit der Einführung der 50 Runden dauernden Qualifikation in der obersten Schweizer Eishockeyliga in der Saison 2007/2008 noch nie so viele Mannschaften. Acht Punkte trennen derzeit acht Teams zwischen den SCL Tigers auf Platz 3 und dem HC Lugano auf Platz 10. Zum Vergleich: Im Januar 2010 hatte der Tabellendritte Zug 34 (!) Punkte mehr auf dem Konto als der Tabellenzehnte Lugano.

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Playoffs vor den Playoffs

Die letzten 14 Runden der Qualifikation werden an Spannung kaum zu überbieten sein. Das ist die gute Nachricht. Für acht Mannschaften wird sich jedes Spiel bis zum eigentlichen Playoff-Auftakt schon wie eine Playoff-Partie anfühlen. Jedes dieser Teams wird Spiel für Spiel an sein Limit gehen müssen, wenn es ab März um den Meistertitel kämpfen will. Aber ist durch diese grosse Ausgeglichenheit auch das Niveau besser geworden?

Ueli Schwarz, langjähriger Trainer auf höchstem Niveau und derzeit Experte beim TV-Sender «MySports» tut sich schwer, ein klares Urteil zu fällen: «Das Glas ist für mich diesbezüglich halb voll oder halb leer – je nach Betrachtungsweise. Dass die Spieler jeden Tag an ihre Grenzen gehen und alles geben müssen, ist für das Produkt Eishockey natürlich super. Es macht auch die Athleten besser. Auf der anderen Seite habe ich nicht das Gefühl, dass dieses zähe Ringen dem Niveau der Spiele wirklich zugutekommt.»

ZUM RUECKTRITT VON UELI SCHWARZ ALS EISHOCKEY NATIONALLIGA DIREKTOR STELLEN WIR IHNEN AM MONTAG, 18. APRIL 2016, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG -  Ueli Schwarz, Direktor Leistungssport des Verbandes Swiss Ice Hockey, an der Pressekonferenz zum 2014 neu wieder durchgefuehrten nationalen Eishockey Cup, am Dienstag, 29. April 2014, in Bern.  (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)..

«MySports»-Experte Ueli Schwarz. Bild: KEYSTONE

SCB-Sportchef Alex Chatelain ist froh, dass er diesen massiven Strichkampf nur aus der Ferne beobachten darf. Der SC Bern hat sich zusammen mit dem EV Zug nach oben abgesetzt. Für Chatelain ist jedoch klar, dass diese Massierung nur Vorteile hat punkto Attraktivität und Niveau. «Dass mit Ambri und Langnau zwei Aussenseiter dabei sind, die man nicht unbedingt auf der Rechnung hatte, trägt ebenso dazu bei wie die Tatsache, dass mit den ZSC Lions und Lugano zwei der favorisierten Teams Probleme haben», sagt der Bündner in Berner Diensten.

SCB Sportchef Alex Chatelain praesentieret die sportliche Bilanz  der SCB-Eishockey AG der vergangenen Meistersaison am Dienstag, 29. August 2017 in Bern. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Die Mannschaft von SCB-Sportchef Alex Chatelain hält sich aus allem raus. Bild: KEYSTONE

Oder anders ausgedrückt: Die Mittelschicht der Liga ist – in dieser Form sicher nicht erwartet – umfangreicher geworden. Klar ist, dass sich die – auf dem Papier – talentierten Mannschaften je länger, je mehr darauf einstellen müssen, dass sie in jedem Spiel ans Limit gehen müssen. Wer das nicht schafft, der wird von den in der Regel punkto Taktik und Arbeitsmoral hervorragend eingestellten Underdogs ganz einfach besiegt. Und befindet sich somit eher früher als später in sportlicher Not. In Zürich und in Lugano liegen die Nerven entsprechend schon länger blank. Daran wird sich so schnell nichts ändern.

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19Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Regius 25.01.2019 16:10
    Highlight Highlight Klar kann alles passieren, ich wage trotzdem die Prognose, dass es in den letzten Runden zu einem Vierkampf kommen wird.
    Zürich wird (auch nach der letzten Niederlage) vom "Arno-Boost" profitieren und sich qualifizieren. Ambri und Langnau schweben auf Wolke 7 und werden die Playoffs verdient erreichen. Hoffe ich zumindest und würde es denen auch gönnen. Somit bleiben noch Biel, Lugano, Fribourg und Servette wobei ich die beiden erstgenannten favorisiere... lasset die Spiele beginnen!! :)
  • Bobby Sixkiller 25.01.2019 14:20
    Highlight Highlight Ist doch toll! Auch in der Swiss Leauge ist es übrigens extrem ausgeglichen dieses Jahr. Allerdings gegen vorne, zwischen Rang 1 und 6.
  • JtotheP 25.01.2019 11:21
    Highlight Highlight Fribourg hat sich gestern gerade aus dem Playoff-Rennen verabschiedet ...
    • Max Dick 25.01.2019 11:51
      Highlight Highlight Sorry das ist riesen Quatsch. 2 Punkte Rückstand auf den Achtplatzierten, 13 Spiele verbleiben ihnen...
    • JtotheP 25.01.2019 12:29
      Highlight Highlight die Art wie sie momentan spielen DAS ist riesen Quatsch . Da spielt es keine Rolle wieviele Punkte sie Rückstand haben...
    • Max Dick 25.01.2019 13:11
      Highlight Highlight In Ambri hat Fribourg einen äusserst überzeugenden Auftritt hingelegt. Gegen den ZSC haben sie sehr wahrscheinlich auch nicht alles falsch gemacht, als sie 7:2 gewonnen haben.
  • Willy Tanner 25.01.2019 11:19
    Highlight Highlight Und: Bei Beginn der Playoffs können sich Zug und Bern warm anziehen. Die Konstellation schreit förmlich nach einem Sieg des 7. und 8. Platzierten!
    • släppschött 25.01.2019 12:57
      Highlight Highlight Wenn sich beim EVZ weiterhin die wichtigen Spieler am laufmeter verletzen spielen sie am Schluss mit der Academy in den Playoffs und deine Prognose wird Wirklichkeit.
      Sollten sie das Niveau im Gegensatz zur letzen Saison halten können, so wird der Gegner mühe haben.
    • goldmandli 25.01.2019 14:01
      Highlight Highlight Naja, geht so. Sehe nur Zürich als Gegner, der Bern, Zug wirklich gefährlich werden könnte im 1/4-Final. Maximal noch Lugano, wenn sie konstanter werden, wobei deren letzter Sieg gegen eines der beiden Teams bereits 3 Monate her ist.
    • Willy Tanner 25.01.2019 14:27
      Highlight Highlight Haha! Genau die richtige Einstellung Mandli!! So kommts gut für Ambri, Biel, Fribourg oder wer auch immer!
  • Theageti 25.01.2019 10:50
    Highlight Highlight Als Anhänger einer der Mannschaften in diesem ausgeglichenen Tabellensegment ist es natürlich nervenaufreibend. Andererseits bedeutet das wirklich Spannung bis zum Schluss, auch mit einer besseren Klassierung die Gegner Zug und Bern zu vermeiden, die mit höchster Wahrschleinlichkeit für den 7. Und 8. Platzierten gsetzt sind.
    • LebeauFortier 25.01.2019 12:31
      Highlight Highlight Ich bin mir nicht ganz sicher, dass man diese beiden Gegner unbedingt vermeiden sollte. Der Vorsprung trügt, gross ist er ja nicht. Vor allem ist er schon seit längerem etwa gleich, was darauf hindeutet, dass die nicht soooo mega super in Fahrt sind.

      Ganz im Gegenteil: Wäre ich auf dem ersten Rang, wäre mir nicht ganz wohl, wenn ich sähe, wer sich so alles um den 8. Platz streitet. (Lugano ist sicher kein Freilos, der ZSC und Servette wohl auch nicht...)
    • DerSeher 25.01.2019 13:31
      Highlight Highlight Den Z beantworte ich dir nach heute Abend (m.M. für Zug sehr entscheidend), wegen Lugano habe ich keine bedenken und Genf liegt dem EVZ sehr gut, dorthin ist einfach die Reise eher mühsam....
    • halodri 25.01.2019 13:44
      Highlight Highlight Nicht sooo mega in fahrt? Aus den letzten 9 spielen:
      Zug, 8 Siege / 1 Niederlage
      Bern, 7 Siege / 2 Niederlagen

      Trotz weniger absolvierter Spiele hat man 16 resp. 13 Punkte Vorsprung.

      Ganz klar gehen diese Teams als Aussenseiter in die Playoffs. ;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hein Doof 25.01.2019 10:43
    Highlight Highlight Schade, ich habe eine Prognose und den Spielplan erwartet.

    Aber ich hoffe ihr bringt das noch, irgendwie 10 Runden vor Schluss oder so :-)
    • Max Dick 25.01.2019 11:53
      Highlight Highlight Den Spielplan finden sie auf nationalleague.ch und die Prognose ist äusserst einfach: Ausgang absolut ungewiss, es kann jeden der Involvierten erwischen.

Das wären die Logos der Schweizer Klubs, wenn sie NHL-Teams wären

Die Eishockey-Sprache ist englisch: Crosscheck, Slot und Butterfly-Goalie, Boxplay, Icing und Emptynetter. Auch die Schweizer Ligen heissen nicht mehr Nationalliga A und B, sondern National League und Swiss League. Nur die Klubs haben immer noch ihre alten Namen.

Höchste Zeit, dass auch sie sich wandeln upgraden und ihre HC, SC und EV durch zeitgemässe Namen ersetzen!

* Update: User weisen darauf hin, dass der richtige Plural «mice» lautet. Das ist natürlich korrekt. Da ein kleiner Fehler zum …

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