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Samuel Walser und Dino Wieser wollen auch über den Einzug in den Playoff-Final jubeln.
Samuel Walser und Dino Wieser wollen auch über den Einzug in den Playoff-Final jubeln.Bild: KEYSTONE

6 Gründe, warum Davos die Serie gegen Zug noch drehen kann

Der HCD steht mit dem Rücken zur Wand. Nach der Niederlage gegen Zug in Spiel 5 stehen die Bündner im Playoff-Halbfinal vor dem Aus. Doch die Fans dürfen weiter hoffen. Hier sind sechs Gründe, warum Davos die Serie noch drehen kann.
31.03.2017, 16:1101.04.2017, 09:17

Das Chancenplus

Der HC Davos hat in vier von fünf Spielen mehr Torschüsse abgegeben als der EV Zug. Gerade in den Spielen 4 und 5 war der Unterschied frappant. Davos kam in diesen Spielen jeweils auf 40 und mehr Torschüsse. Gerade in der Schlussphase der gestrigen Partie war der HCD nochmals extrem dominant und die Zuger verdankten es Goalie Tobias Stephan, dass sie den 4:3-Sieg über die Zeit retteten. Aber irgendwann wird die Scheibe für Davos auch wieder reinfallen.

Schüsse aufs Tor pro Spiel

Über die ganzen Playoffs kommen die Teams auf ähnliche Werte. Im Halbfinal dominiert Davos aber deutlich.
Über die ganzen Playoffs kommen die Teams auf ähnliche Werte. Im Halbfinal dominiert Davos aber deutlich.watson, infogr.am

Die erweiterte Statistik

PDO ist ein statistischer Wert, bei dem die Trefferquote der Feldspieler zur Fangquote der Torhüter addiert wird. Statistiker benutzen diesen Wert, um das Glück oder Pech eines Teams statistisch aufzuzeigen. Über eine ganze Saison hin pendelt sich der Wert normalerweise bei rund 100 Prozent ein. Ein PDO über diesem Wert bedeutet, dass ein Team eine Glückssträhne hat.

Hatte Zug bisher einfach mehr Glück als Davos?
Hatte Zug bisher einfach mehr Glück als Davos?Bild: KEYSTONE

Davos kommt im Playoff-Halbfinal auf einen PDO-Wert von 97,44 Prozent. Zug liegt seinerseits bei 103,73 Prozent. Die Zuger wurden in den bisherigen Spielen also etwas vom Glück bevorteilt. Das kann sich in glücklich erzielten Toren, glücklichen Paraden oder Ablenkern vor dem eigenen Tor oder Pfosten- und Lattentreffern des Gegners niederschlagen.

Robert Kousal, Dario Simion und Samuel Walser

Die drei Stürmer haben alle noch Luft nach oben. Robert Kousal ist mit 0,56 Punkten pro Spiel am besten drauf. Aber auch er kann sich im Vergleich zur Qualifikation noch steigern. Dario Simion hat im bisherigen Verlauf in den Playoffs noch kein einziges Tor erzielt. Das ist ungewöhnlich für ihn. In der Regular Season kam er noch auf 13 Tore und 15 Assists. Beim Davoser Meistertitel von 2015 war er mit seinen gefährlichen Ablenkern vor dem gegnerischen Tor eine der Schlüsselfiguren.

Robert Kousal hat noch Luft nach oben.
Robert Kousal hat noch Luft nach oben.Bild: KEYSTONE

Samuel Walser muss man allerdings etwas in Schutz nehmen. Der junge Center wird meistens zusammen mit den beiden noch jüngeren Flügeln Tino Kessler und Chris Egli eingesetzt. In dieser Linie ist Walser das defensive Gewissen, eine Rolle, die er erst auf diese Saison bekam und an die er sich erst gewöhnen musste. Zudem erhält er in dieser Formation auch nicht so viel Eiszeit wie beispielsweise Enzo Corvi oder Perttu Lindgren. Walser hat aber in der Vergangenheit bewiesen, dass er zur Stelle ist, sobald es wichtig ist. Vielleicht auch morgen gegen Zug.

Andres Ambühl, Enzo Corvi und Dino Wieser

Heimisches Schaffen ist bei Davos immer noch hoch im Kurs. Dino Wieser ist mit sechs Toren und fünf Assists der Playoff-Topskorer des Teams. Mit seiner Energie war er schon immer ein unangenehmer Spieler für jeden Gegner. Nun hat er auch in der Punkteproduktion den entscheidenden Schritt nach vorne gemacht. Er kann jederzeit ein Spiel entscheiden.

Dino Wieser ist der aktuelle Playoff-Topskorer des HCD.
Dino Wieser ist der aktuelle Playoff-Topskorer des HCD.Bild: KEYSTONE

Das Gleiche gilt für Enzo Corvi. Der 24-Jährige ist derzeit einer der besten Schweizer Center auf heimischem Eis. Er hat die Technik, die Übersicht und den Schuss, um Spiele zu entscheiden. Corvi muss jedoch darauf achten, dass er sich jeweils nicht zu verspielt gibt.

Und dann ist da natürlich noch Andres Ambühl. Der Captain des HCD ist der «Duracell-Hase» des Schweizer Eishockeys. Er läuft und läuft und läuft und kreiert dabei auch noch Chancen. Im vierten Spiel in Davos hätte er das Spiel im Alleingang entscheiden können. Wenn er noch effizienter wird, wird es ganz schwierig für Zug.

Andres Ambühl: Der Captain ist die treibende Kraft des HCD.
Andres Ambühl: Der Captain ist die treibende Kraft des HCD.Bild: KEYSTONE

Die Erfahrung

Davos hat seit 1996 zwölf Halbfinal-Serien gespielt und dabei nur deren drei verloren. Zug stand derweil seit dem einzigen Meistertitel 1998 nie mehr in einem Playoff-Final. Spätestens im Halbfinal war jeweils Endstation für die Zentralschweizer. Davos dagegen ist es sich gewohnt, Rückstände aufzuholen – egal ob in einem einzelnen Spiel oder in einer Serie. 2009 holten sie den Meistertitel, obwohl sie in allen drei Serien zurücklagen. Das Team kann mit Rückständen umgehen und gibt nie auf.

Dreht der HCD die Serie gegen Zug?

Arno Del Curto

Findet Arno Del Curto auch dieses Jahr ein Mittel, um die Serie zu drehen?
Findet Arno Del Curto auch dieses Jahr ein Mittel, um die Serie zu drehen?Bild: KEYSTONE

Seit 1996 steht der St.Moritzer in Davos an der Bande. Und immer wieder findet er irgendein Mittel, um seine Mannschaft im entscheidenden Moment noch besser zu machen. Was hat er für die Serie gegen Zug noch in seiner Trickkiste? Bringt er die Junioren Eggenberger und Portmann? Oder vollzieht er eine Torhüterrochade und setzt in Spiel 6 auf Joren Van Pottelberghe? So oder so, Arno Del Curto wird alles Mögliche unternehmen, um diese Halbfinalserie noch zu drehen.

NLA-Trikotnummern, die nicht mehr vergeben werden

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NLA-Trikotnummern, die nicht mehr vergeben werden
quelle: keystone / fabrice coffrini
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28 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Amboss
31.03.2017 16:20registriert April 2014
Ich glaube nicht, dass Davos diese Serie noch kehren kann. Zug ist abgeklärter, sicherer, auch wenn sie lange nicht immer überzeugen.


Nur so nebenbei: Wurde eingentlich Ambühl für seinen "Eier-Stockschlag" nicht gesperrt??

Man hat so nichts mehr gehört davon.
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HockeyTime
31.03.2017 16:15registriert Mai 2016
7. die Schiedsrichter..
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Blitzableiter
31.03.2017 16:51registriert Oktober 2015
1. Zug ist abgeklärter. 2. Mehr Glück kann man sich erarbeiten. 3. und 4. Zug hat ebenso gute Spieler und solche mit viel Luft nach oben. 5. Erfahrung haben auch die Zuger. Entscheidend ist was man daraus macht. 6. Auch ein Arno macht ab und an mal schlapp.
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