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Dino Wieser, rechts, und Samuel Walser, links, von Davos feiern das 3:4 fuer Davos beim dritten Eishockey Playoff Halbfinalspiel der National League A zwischen dem EV Zug und dem HC Davos am Samstag, 25. Maerz 2017, in Zug. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Samuel Walser und Dino Wieser wollen auch über den Einzug in den Playoff-Final jubeln. Bild: KEYSTONE

6 Gründe, warum Davos die Serie gegen Zug noch drehen kann

Der HCD steht mit dem Rücken zur Wand. Nach der Niederlage gegen Zug in Spiel 5 stehen die Bündner im Playoff-Halbfinal vor dem Aus. Doch die Fans dürfen weiter hoffen. Hier sind sechs Gründe, warum Davos die Serie noch drehen kann.



Das Chancenplus

Der HC Davos hat in vier von fünf Spielen mehr Torschüsse abgegeben als der EV Zug. Gerade in den Spielen 4 und 5 war der Unterschied frappant. Davos kam in diesen Spielen jeweils auf 40 und mehr Torschüsse. Gerade in der Schlussphase der gestrigen Partie war der HCD nochmals extrem dominant und die Zuger verdankten es Goalie Tobias Stephan, dass sie den 4:3-Sieg über die Zeit retteten. Aber irgendwann wird die Scheibe für Davos auch wieder reinfallen.

Schüsse aufs Tor pro Spiel

Bild

Über die ganzen Playoffs kommen die Teams auf ähnliche Werte. Im Halbfinal dominiert Davos aber deutlich. watson, infogr.am

Die erweiterte Statistik

PDO ist ein statistischer Wert, bei dem die Trefferquote der Feldspieler zur Fangquote der Torhüter addiert wird. Statistiker benutzen diesen Wert, um das Glück oder Pech eines Teams statistisch aufzuzeigen. Über eine ganze Saison hin pendelt sich der Wert normalerweise bei rund 100 Prozent ein. Ein PDO über diesem Wert bedeutet, dass ein Team eine Glückssträhne hat.

Johan Morant, links, von Zug im Spiel gegen Dario Simion, rechts, von Davos beim fuenften Eishockey Playoff Halbfinalspiel der National League A zwischen dem EV Zug und dem HC Davos am Donnerstag, 30. Maerz 2017, in Zug. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Hatte Zug bisher einfach mehr Glück als Davos? Bild: KEYSTONE

Davos kommt im Playoff-Halbfinal auf einen PDO-Wert von 97,44 Prozent. Zug liegt seinerseits bei 103,73 Prozent. Die Zuger wurden in den bisherigen Spielen also etwas vom Glück bevorteilt. Das kann sich in glücklich erzielten Toren, glücklichen Paraden oder Ablenkern vor dem eigenen Tor oder Pfosten- und Lattentreffern des Gegners niederschlagen.

Robert Kousal, Dario Simion und Samuel Walser

Die drei Stürmer haben alle noch Luft nach oben. Robert Kousal ist mit 0,56 Punkten pro Spiel am besten drauf. Aber auch er kann sich im Vergleich zur Qualifikation noch steigern. Dario Simion hat im bisherigen Verlauf in den Playoffs noch kein einziges Tor erzielt. Das ist ungewöhnlich für ihn. In der Regular Season kam er noch auf 13 Tore und 15 Assists. Beim Davoser Meistertitel von 2015 war er mit seinen gefährlichen Ablenkern vor dem gegnerischen Tor eine der Schlüsselfiguren.

Robert Kousal von Davos, links, gegen Josh Holden von Zug, beim zweiten Playoff-Halbfinalspiel der National League A zwischen dem HC Davos und EV Zug, am Donnerstag, 23. Maerz 2017, in der Vaillant Arena in Davos. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Robert Kousal hat noch Luft nach oben. Bild: KEYSTONE

Samuel Walser muss man allerdings etwas in Schutz nehmen. Der junge Center wird meistens zusammen mit den beiden noch jüngeren Flügeln Tino Kessler und Chris Egli eingesetzt. In dieser Linie ist Walser das defensive Gewissen, eine Rolle, die er erst auf diese Saison bekam und an die er sich erst gewöhnen musste. Zudem erhält er in dieser Formation auch nicht so viel Eiszeit wie beispielsweise Enzo Corvi oder Perttu Lindgren. Walser hat aber in der Vergangenheit bewiesen, dass er zur Stelle ist, sobald es wichtig ist. Vielleicht auch morgen gegen Zug.

Andres Ambühl, Enzo Corvi und Dino Wieser

Heimisches Schaffen ist bei Davos immer noch hoch im Kurs. Dino Wieser ist mit sechs Toren und fünf Assists der Playoff-Topskorer des Teams. Mit seiner Energie war er schon immer ein unangenehmer Spieler für jeden Gegner. Nun hat er auch in der Punkteproduktion den entscheidenden Schritt nach vorne gemacht. Er kann jederzeit ein Spiel entscheiden.

Dino Wieser von Davos, rechts, bejubelt seinen Treffer zum 1-0, neben Jonas Junland von Lausanne, beim zweiten Playoff-Viertelfinalspiel der National League A zwischen dem HC Davos und Lausanne HC, am Dienstag, 7. Maerz 2017, in der Vaillant Arena in Davos. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Dino Wieser ist der aktuelle Playoff-Topskorer des HCD. Bild: KEYSTONE

Das Gleiche gilt für Enzo Corvi. Der 24-Jährige ist derzeit einer der besten Schweizer Center auf heimischem Eis. Er hat die Technik, die Übersicht und den Schuss, um Spiele zu entscheiden. Corvi muss jedoch darauf achten, dass er sich jeweils nicht zu verspielt gibt.

Und dann ist da natürlich noch Andres Ambühl. Der Captain des HCD ist der «Duracell-Hase» des Schweizer Eishockeys. Er läuft und läuft und läuft und kreiert dabei auch noch Chancen. Im vierten Spiel in Davos hätte er das Spiel im Alleingang entscheiden können. Wenn er noch effizienter wird, wird es ganz schwierig für Zug.

Andres Ambuehl von Davos, beim vierten Playoff-Halbfinalspiel der National League A zwischen dem HC Davos und EV Zug, am Dienstag, 28. Maerz 2017, in der Vaillant Arena in Davos. (PPR/Gian Ehrenzeller)

Andres Ambühl: Der Captain ist die treibende Kraft des HCD. Bild: KEYSTONE

Die Erfahrung

Davos hat seit 1996 zwölf Halbfinal-Serien gespielt und dabei nur deren drei verloren. Zug stand derweil seit dem einzigen Meistertitel 1998 nie mehr in einem Playoff-Final. Spätestens im Halbfinal war jeweils Endstation für die Zentralschweizer. Davos dagegen ist es sich gewohnt, Rückstände aufzuholen – egal ob in einem einzelnen Spiel oder in einer Serie. 2009 holten sie den Meistertitel, obwohl sie in allen drei Serien zurücklagen. Das Team kann mit Rückständen umgehen und gibt nie auf.

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Arno Del Curto

Davos Cheftrainer Arno Del Curto, beim zweiten Playoff-Halbfinalspiel der National League A zwischen dem HC Davos und EV Zug, am Donnerstag, 23. Maerz 2017, in der Vaillant Arena in Davos. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Findet Arno Del Curto auch dieses Jahr ein Mittel, um die Serie zu drehen? Bild: KEYSTONE

Seit 1996 steht der St.Moritzer in Davos an der Bande. Und immer wieder findet er irgendein Mittel, um seine Mannschaft im entscheidenden Moment noch besser zu machen. Was hat er für die Serie gegen Zug noch in seiner Trickkiste? Bringt er die Junioren Eggenberger und Portmann? Oder vollzieht er eine Torhüterrochade und setzt in Spiel 6 auf Joren Van Pottelberghe? So oder so, Arno Del Curto wird alles Mögliche unternehmen, um diese Halbfinalserie noch zu drehen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Wasmeinschdenndu? 31.03.2017 22:55
    Highlight Highlight Das mit dem Glück ist ja so eine Sache aber Davos hatte in Spiel 5 gleich bei zwei Toren sehr viel Glück dass die Scheibe rein ist...
  • Darkside 31.03.2017 22:52
    Highlight Highlight Das beste Mittel gegen die Zuger wäre wohl wenn Wieser wieder Stephan umfährt. Nevermind, meine ernsthafte Einschätzung für den Rest der Meisterschaft: Kommt Zug in den Final wird Bern Meister. Kommt der HCD in den Final wird Bern vielleicht Meister.
  • IfyouNeverNevergoyouwillNeverNeverknow 31.03.2017 20:22
    Highlight Highlight PDO ist das eine und mag vermutlich einen Trend in einer Regular Season mit dauernd wechselnden Gegnern anzeigen. Glück ist dabei jedoch nicht zwingend im Spiel, schon gar nicht in einer Playoff-Serie. In den Playoffs - auch in einer einzelnen Serie, sagt die SVG des Goalies bedeutend mehr aus. Bei beiden Goalies ist si in den 1/2 Finals nach unten gegangen. Bei Stephan von 96.23 auf 92.09 mit Playoff-Schnitt 94.05. Bei Senn von 91.74 auf 88.97 mit Schnitt 90.16. Ich sehe hier eine deutlichere Tendenz.
  • EnnoConda 31.03.2017 19:13
    Highlight Highlight PDO funktioniert in einer ausgeglichenen Liga wie der NHL, es gibt aus der NLA genügend Beweise, dass Teams jahrelang PDO >100 haben. Die Schussstatistik machte mir vor allem in Spiel 4 Sorgen, gestern war Davos aber fast 20 min länger im Rückstand als Zug. Teams, die im Rückstand sind, schiessen statistisch gesehen etwa 10% öfter aufs Tor, man erwartet also, dass Davos etwas mehr aufs Tor schiesst. Powerplay Zeit war auch ausgeglichen​. Trotzdem sollte Zug den Sack in Spiel 6 zumachen, Davos zeigt nun seit 20 Spielen, gutes Hockey. Hopp Zug, wird nach 19 Jahren wieder Zeit!
  • egemek 31.03.2017 18:06
    Highlight Highlight Das einzige was aus Arnos Trickkiste noch helfen kann, ist ein Torhüterwechsel.
    Senn hat bisher nicht überzeugt, praktisch in jedem Spiel einen haltbaren kassiert. Fangquote unter 89% gegenüber Stephan von über 92%.
    Mit van Pottelberghe in Tor könnte das das entscheidende Fünkchen Hoffnung/Überraschung/Cleverness/... sein, das Davos nochmal zusätzlichen Schub gibt, ähnlich wie der Einsatz der Junioren im Spiel 3.
    Natürlich kann das ganze aber auch grausam ins Auge gehen, aber zu verlieren haben sie ja nichts mehr.

    Für mich der Unterschied zu früher: Goalie

    Mit Genoni wäre Davos bereits durch
  • zhgr1989 31.03.2017 18:01
    Highlight Highlight Auch wenn das alles Stimmen mag, reichen wirds vermutlich nicht mehr... egal, nächstes Jahr werden sie Meister!
  • Blitzableiter 31.03.2017 16:51
    Highlight Highlight 1. Zug ist abgeklärter. 2. Mehr Glück kann man sich erarbeiten. 3. und 4. Zug hat ebenso gute Spieler und solche mit viel Luft nach oben. 5. Erfahrung haben auch die Zuger. Entscheidend ist was man daraus macht. 6. Auch ein Arno macht ab und an mal schlapp.
  • Tikkanen 31.03.2017 16:23
    Highlight Highlight ...ach Herrje, jetzt gibt es noch paar Artikel über das langweilige Gerangel der Freilose🤔Schlussamänd spielt es doch absolut keine Rolle wer im Finale von der unbezwingbaren Berner Hockeymaschine weggesweept wird😂Ob Murmeli oder EV Weltkonzern, es bleiben nur noch 4 bis🐻🏆🍺😎
    • Der Mediaevist 31.03.2017 16:42
      Highlight Highlight "Freilose", dass ich nicht lache. Kann ja sein, dass Bern den Final für sich entscheiden kann, dann aber nur mit harter Arbeit und gutem Spiel.
      Die "unbezwingbare Hockeymaschine" muss sich zuerst beweisen.

      Immer diese Überheblichkeit der Hauptstädter-Fans...
    • Gantii 31.03.2017 16:44
      Highlight Highlight hat bis jetzt ja auch super mit dem "sweep" geklappt.. 😂

    • släppschött 31.03.2017 17:06
      Highlight Highlight mal etwas nicht ganz unabsichtlich in Genoni fahren/stürzen und vorbei sind die berner Pokalträume...
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  • @michelstef 31.03.2017 16:22
    Highlight Highlight Da weiss man nie, ist das jetzt Satire oder echt?! Der Hinweis auf die Schiedsrichter fehlt noch, wenn Davos verliert.
  • Amboss 31.03.2017 16:20
    Highlight Highlight Ich glaube nicht, dass Davos diese Serie noch kehren kann. Zug ist abgeklärter, sicherer, auch wenn sie lange nicht immer überzeugen.


    Nur so nebenbei: Wurde eingentlich Ambühl für seinen "Eier-Stockschlag" nicht gesperrt??

    Man hat so nichts mehr gehört davon.


    • släppschött 31.03.2017 17:04
      Highlight Highlight der Glöckner von Davos wurde für seine unsportliche Tat nicht gesperrt.
    • Santa 31.03.2017 17:45
      Highlight Highlight Der Stockschlag wurde von den Einzelrichter nicht einmal angeschaut.
      8. Einzelrichter..
    • Lümmel 31.03.2017 18:42
      Highlight Highlight Nein, hatte keine Konsequenzen
    Weitere Antworten anzeigen
  • HockeyTime 31.03.2017 16:15
    Highlight Highlight 7. die Schiedsrichter..
    • Judge Dredd 31.03.2017 16:42
      Highlight Highlight 8. Mimimimimimimi
    • Syk27 31.03.2017 17:05
      Highlight Highlight ...welche gestern klar für Zug gepfiffen haben!
    • släppschött 31.03.2017 17:29
      Highlight Highlight vorallem die Straffe eine Minute vor Spielende....(Ironie)
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