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William Nylander ist zurück in Toronto, die Frage ist für wie lange … bild: keystone

Doch noch geeinigt! 30 Minuten vor Ablauf der Deadline rief Nylander in Toronto an

Nach einer monatelangen Verhandlungs-Saga haben sich William Nylander und die Toronto Maple Leafs im letzten Moment auf einen neuen Vertrag geeinigt. Dennoch hat der Stanley-Cup-Anwärter nun ein Problem. 



Dann kam der Anruf doch noch! 30 Minuten vor Ablauf der Transfer-Deadline meldete sich William Nylander bei den Toronto Maple Leafs, um sich doch noch auf einen neuen Vertrag mit seinem alten und neuen Arbeitgeber zu einigen. Plötzlich waren die Details schnell geklärt: Der 22-jährige Schwede einigte sich mit dem Stanley-Cup-Anwärter auf einen Sechsjahres-Vertrag mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 6,96 Millionen Dollar.

Damit hat die hochbrisante Personalangelegenheit also doch noch ein versöhnliches Ende gefunden. Seit dem Sommer stritten Nylander und seine Agenten mit Maple-Leafs-General-Manager Kyle Dubas um einen neuen Vertrag. Der Youngster soll nach dem Ende seines dreijährigen Rookie-Vertrags ein ungefähres Jahresgehalt von acht Millionen Dollar gefordert haben.

Ohne Erfolg. Weil die Leafs mit John Tavares den begehrtesten Free Agent auf dem Markt für elf Millionen Dollar jährlich verpflichteten und im nächsten Jahr auch die Rookie-Verträge von Auston Matthews und Mitch Marner auslaufen, wollte Dubas bei Nylander wegen des mangelnden Spielraums beim Salary Cap (Gehaltsobergrenze) etwas auf die Bremse drücken und das Gehalt auf 6,5 Millionen Dollar festsetzen.

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Das sagt Toronto-GM Kyle Dubas zum neuen Nylander-Vertrag (englisch). Video: streamable

Darauf ging Nylander, der 2014 von den Leafs an 8. Stelle gedraftet wurde und in 198 NHL-Spielen bislang 143 Punkte (50 Tore / 93 Assists) gesammelt hat, allerdings nicht ein, weshalb er seit dem Saisonstart nicht mehr mit dem Team trainieren durfte und sich in Europa fit hielt. Hätte es bis zum Ablauf der Deadline am Samstag um 23 Uhr MEZ keine Einigung gegeben, hätte der Flügelstürmer gar die ganze NHL-Saison verpasst.

Doch dazu ist es dank des Anrufs und eines Entgegenkommens von Dubas nicht gekommen. Gemäss capfriendly.com umging der GM das Salary-Cap-Dilemma, indem er Nylander eine Extra-Zahlung von zehn Millionen Dollar anbot.

Die wichtigsten Verträge der Leafs:

Vertragslänge und Lohn in Millionen
Infogram

In blauen Balken die jährliche Lohnsumme, in schwarzen Punkten die Laufzeit des Vertrags. quelle: capfriendly.com

Viel Druck für Nylander

Gemäss Coach Mike Babcock wird Nylander noch diese Woche zum Kader stossen, sofern er die medizinischen Tests besteht. Dass er am Dienstag gegen Buffalo bereits spielen wird, ist eher unwahrscheinlich: «Es wird sich sicher vier bis fünf Tage hinziehen, bis wir ihn in die Mannschaft aufnehmen können, doch wir wollen ihn so schnell wie möglich einbauen», sagte Babcock.

Das wünschen sich auch seine Teamkollegen: «Wir hoffen, dass er bald dabei sein kann, er ist ein wichtiger Bestandteil unserer Mannschaft», sagte Superstar Auston Matthews. «Hoffentlich findet er schnell wieder rein. Es ist so, wie wenn du aus einer Verletzung kommst, dann brauchst du auch erst ein paar Spiele, um den Rhythmus zu finden. Aber ich bin zuversichtlich, dass er in guter Verfassung ist.» Und Mitch Marner meinte: «Wir können es kaum erwarten, ihn zurück im Team zu haben.»

FILE - In this Oct. 12, 2016, file photo, Toronto Maple Leafs center Auston Matthews, right, celebrates a goal against the Ottawa Senators with teammate William Nylander during an NHL hockey game in Ottawa, Ontario. Matthews is part of a talented crop of rookies and young players making an immediate impact on the NHL through the first month of the season. Nylander was named the NHL’s rookie of the month for October after scoring 10 points in nine games. (Sean Kilpatrick/The Canadian Press via AP, File)

Jubelt Nylander bald wieder mit Matthews? Bild: AP/The Canadian Press

Unbedingt nötig hätten die Maple Leafs die Verstärkung übrigens nicht: Mit 19 Siegen aus 27 Spielen sind sie momentan das zweitstärkste Team in der NHL und so gut gestartet wie seit der Saison 1934/35 nicht mehr. Dennoch wird die Einigung um Nylander der Euphorie in Toronto noch einmal einen Schub verleihen. Seit 1967 warten die Leafs-Fans auf den 14. Stanley-Cup-Titel, in dieser Saison soll es endlich klappen.

Nylander steht aber nicht nur deshalb unter Druck. Für die nächste Saison haben die Leafs erst zwölf gültige Verträge, der Capspace beträgt allerdings nur 23 Millionen Dollar. Matthews und Marner werden einen Grossteil davon aufbrauchen und nach den vielen Verstärkungen in der Offensive ist GM Dubas offenbar auch noch auf der Suche nach einem Top-Pair-Verteidiger. Gut möglich, dass Nylander für diesen im kommenden Sommer über die Klinge springen muss und getradet wird, wenn er sich nicht als echte Bereicherung erweisen sollte.

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Video: watson/Adrian Bürgler, Emily Engkent

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15
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15Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • ta0qifsa0 03.12.2018 13:29
    Highlight Highlight Wir können uns aber sicher sein, dass die ganze Nylander-Story ein nicht unwichtiger Bestandteil in den Gesprächen bein nächsten Lockout darstellen wird. Der Contract, wie er sich jetzt schlussendlich mit den riesen signing bonuses präsentiert, ist für die lower market Teams (Arizona, Florida, etc.) nicht machbar.

  • Gondeli 03.12.2018 12:21
    Highlight Highlight So was von Überbezahlt!!! 6.9Mio für 20 Tore/Saison???
    Und noch was - ohne Matthews hat der gerade mal 3 Tore geschaft!

    Laffs at their best!
    • Raembe 03.12.2018 12:56
      Highlight Highlight Also143 Punkte in 198 Spielen ist scho stark.
  • Nelson Muntz 03.12.2018 12:03
    Highlight Highlight können die den nicht für 70k pro Jahr in der AHL versauern lassen?
    • Raembe 03.12.2018 12:58
      Highlight Highlight Dafür hätte er einen 2 Way Deal akzeptieren müssen. Hat er aber nicht. Bei einem 1 Way Deal riskieren sie ihn zu verlieren.
  • SirMike 03.12.2018 11:41
    Highlight Highlight Ich verstehe das System nicht ganz... ? Das System des Salary-Caps wäre ja absurd, wenn man einen Lohnbestandteil einfach als Bonus deklarieren könnte und dieser dann den Cap nicht belastet. Ist es nicht eher so, dass dieser Bonus dem Cap 2018/19 angerechnet wird und da offenbar noch etwas Capspace bestand? Kann mir das jemand erklären?
    • Connor McSavior 03.12.2018 13:50
      Highlight Highlight Es ist so wie du sagst, sie zahlen ihm diese Saison sehr viel Bonus, damit sie in den späteren Jahren seines Vertrages flexibler sind.

      Dass ein Signing Bonus nicht gegen den Cap geht, wie das hier irgendwo erwähnt wurde, ist natürlich nicht so. Der Unterschied zwischen Signing Bonus und normalem Lohn ist lediglich der Zeitpunkt, wann er ausgezahlt wird.
    • ta0qifsa0 03.12.2018 15:57
      Highlight Highlight @Connor McSavior

      Signing bonuses sind zudem noch lockout protected..
  • miarkei 03.12.2018 10:26
    Highlight Highlight Toronto umgeht das Cap-Salary ganz geschickt mit Bonuszahlungen. Nylander bekommt über 6 Jahre gesehen mehr als 20 Mio. Unterschriftsbonus zum normalen Gehalt. Die Boni sind nicht Cap-Salary relevant. Mich nimmts wunder, wie viel Boni Mathwes und Maner nächsten Sommer bekommen.
    • hochi_ch 03.12.2018 11:20
      Highlight Highlight irgendwie schon witzig wie der salary cap ausgehebelt werden kann. Bei Tavares sieht der Cap Space ja ähnlich aus, fast alles via Signing Bonus. Für mich macht so ein salary cap gar keinen Sinn...oder sehe ich das falsch?
    • PizzaPestoni 03.12.2018 11:21
      Highlight Highlight Der Signing Bonus wird auch zum Cap dazu gezählt, jedoch wird er auch imfalle eines Lockouts ausbezahlt.

      Gewisse Konstellationen sollen ausserdem steuerliche Vorteile mit sich bringen (siehe Stamkos und Kucherov Vertrag)
    • WhatZitTooya 03.12.2018 11:26
      Highlight Highlight Signing-Bonuses sind sehr wohl Cap relevant. Einzig Performance-Bonuses bleiben aussen vor. Allerdings sind Signing-Bonuses sogenanntes Guaranteed Money, sprich eine garantierte Lohnleistung. Nebst der Gesamthöhe des Kontrakts spielt auch das Guaranteed Money, heute eine immer wichtigere Rolle und so verzichten Spieler oftmals auf etwas mehr Lohn um im Gegenzug ein höheres gesichertes Gehalt auszuhandeln. (Übrigens genau der Streitpunkt in der NFL um den neuen Langzeitvertrag von Le'Veon Bell bei den Steelers ;))
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