«Überrascht und irritiert»: So reagiert Swiss Olympic auf Fischer-Geständnis
Patrick Fischer reiste 2022 ungeimpft und mit einem gefälschten Corona-Zertifikat zu den Olympischen Spielen nach Peking. Dies gab der Trainer der Schweizer Eishockey-Nati am Montagabend zu – damit kam er einer Enthüllung des SRF zuvor. Mittlerweile ist auch bekannt, wie es dazu kam.
Vom Schweizer Eishockeyverband (SIHF) erhielt er Rückendeckung. Fischer habe mit seinem Schritt an die Öffentlichkeit Grösse gezeigt und verdiene Anerkennung. Die Angelegenheit sei damit abgeschlossen. Swiss Olympic geht mit dem 50-Jährigen hingegen härter ins Gericht.
In einer Stellungnahme zeigte sich das Nationale Olympische Komitee «überrascht und irritiert von der Tatsache, dass Eishockey-Nationaltrainer Patrick im Februar 2022 ungeimpft und mit einem gefälschten Impfzertifikat an den Olympischen Spielen 2022 in Peking teilgenommen hat». Fischer sei damit ein «grosses Risiko für sich selbst, seine Mannschaft sowie die Schweizer Delegation an den Olympischen Spielen 2022 eingegangen».
Swiss Olympic lege grossen Wert auf Transparenz und gegenseitiges Vertrauen. «Diese Werte wurden von Patrick Fischer missachtet, indem er auch gegenüber Swiss Olympic eine Falschdeklaration gemacht hat.»
Der olympische Dachverband der Schweiz betont, dass er davon keine Kenntnis gehabt habe und ausserdem nicht für die Prüfung der Covid-Zertifikate zuständig gewesen sei. Auch Patrick Fischer hatte in seinem Geständnisvideo erklärt, dass kaum jemand über sein Vorgehen Bescheid wusste. (nih)
