DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Eine TV Kamera, der Produktionsfirma tpc, steht auf einem Stativ hinter einer Glasscheibe im dritten Eishockey Spiel der Platzierungsrunde der National League A zwischen dem EHC Kloten und dem HC Ambri-Piotta am Samstag, 11. Maerz 2017, in der SWISS Arena in Kloten. (KEYSTONE/Patrick B. Kraemer)

Ging alles mit rechten Dingen zu und her bei der Übertragung von Schweizer Eishockeyspielen im Bezahl-TV? Bild: KEYSTONE

Weko untersucht Kartellverstoss bei Eishockey-Spielen – UPC bleibt gelassen

Die Eidg. Wettbewerbskommission (Weko) vermutet ein Foul der Kabelnetzbetreiberin UPC an der Swisscom bei der Übertragung von Schweizer Eishockeyspielen im Bezahl-TV. Die Wettbewerbshüter haben Anhaltspunkte für Kartellverstösse von UPC festgestellt und deshalb eine Untersuchung eröffnet.



UPC könnte ab der kommenden Saison bei der Übertragung von Eishockeyspielen im Bezahlfernsehen eine marktbeherrschende Stellung haben und diese Stellung möglicherweise missbrauchen, teilte die Weko am Dienstag in einem Communiqué mit. Insbesondere untersuche die Weko, ob UPC der Nicht-Kabelnetzkonkurrenz die Eishockeyübertragungen ungerechtfertigterweise vorenthalte.

Geklagt hatte die Swisscom, nachdem sich UPC geweigert hatte, der Swisscom die Übertragung von Eishockeyspielen zu ermöglichen. UPC hatte die Übertragungsrechte im vergangenen Sommer für fünf Jahre ersteigert. Ab der kommenden Saison 2017/2018 überträgt sie die Spiele der Schweizer Eishockeyligen über ihren neuen Sport-TV-Sender My Sports. Die Swisscom hat das Nachsehen.

UPC hat die Aufschaltung des Signals nur den Schweizer Kabelnetzbetreibern unterbreitet. 1,5 Millionen Swisscom-Kunden schauen damit ab nächster Saison in die Röhre.

Nicht der erste Weko-Fall

Dies ist die Retourkutsche von UPC gegenüber Swisscom. Deren Tochter Teleclub hatte bislang die Rechte für die Übertragung von Eishockeyspielen im Bezahl-TV inne. Sie hatte der Kabelnetzkonkurrenz und anderen TV-Anbietern wie beispielsweise Sunrise jahrelang zwar Zugang zu Eishockeyspielen gegeben, aber nur in einem reduzierten Umfang. Zudem mussten deren Kunden mehr bezahlen als bei Swisscom-TV.

HANDOUT - Portrait der SRF-Sportmoderatorin Steffi Buchli, veroeffentlicht am Montag, 03. April 2017. Steffi Buchli verlaesst Schweizer Radio und Fernsehen. Sie wird in den naechsten Monaten eine neue Herausforderung beim Sportsender MySports annehmen.

Die Veröffentlichung im Zusammenhang mit Hinweisen auf die Programme von Schweizer Radio und Fernsehen ist honorarfrei  und muss mit dem Quellenhinweis erfolgen. Jede weitere Verwendung ist honorarpflichtig, insbesondere auch der Wiederverkauf. Das Copyright bleibt bei Media Relations SRF. Wir bitten um Belegexemplare. Bei missbräuchlicher Verwendung behält sich das Schweizer Radio und Fernsehen zivil- und strafrechtliche Schritte vor.

Steffi Buchli wechselt zur neuen Saison hin zu MySports. Bild: SRF/Oscar Alessio

Nach Ansicht der Weko missbrauchte die Swisscom in der Vergangenheit ihre marktbeherrschende Stellung bei der Live-Übertragung von Schweizer Fussball- und Eishockeyspielen im Pay-TV. Deshalb verhängte die Weko 2016 gegen die Swisscom eine Busse von fast 72 Millionen Franken.

Die Swisscom weist die Vorwürfe zurück und hat das Urteil weiter gezogen. Sie habe nur ihre hohen Investitionen schützen wollen, indem sie der Konkurrenz gewisse Spiele vorenthalten habe, argumentiert sie.

Zudem habe die Swisscom-Tochter Teleclub bereits im letzten Jahr sämtlichen Schweizer TV-Plattformanbietern ein Angebot zur Aufschaltung des vollständigen Sportangebots gemacht. Allerdings hätten die Kabelnetzbetreiber bislang darauf verzichtet, davon Gebrauch zu machen.

Eishockey TV Fernsehen Swisscom UPC MySports National League A Symbolbild Ice Hockey Kamera

Gibt's bald nur noch Popcorn und kein Eishockey mehr bei Teleclub? bild: shutterstock

Spiess umgedreht

Die UPC drehte nun den Spiess um. Die ersteigerten Rechte will die Kabelnetzbetreiberin der Swisscom auf keinen Fall anbieten. Mit MySports wolle man das langjährige Monopol von Swisscom/Teleclub im Sportbereich brechen, erklärte die Kabelnetzbetreiberin.

Dafür investiere UPC einen hohen Millionenbetrag. Um diese Investitionen zu schützen, werde das MySports Signal nicht an die Swisscom weitergegeben. UPC hat mit über einem Dutzend TV-Anbietern Distributionsverträge für die Weitergabe von MySports abgeschlossen. Weitere Partner können künftig dazukommen.

Dies nimmt nun die Weko unter die Lupe: Solche Exklusivverträge könnten eine marktbeherrschende Stellung begründen, die UPC zu ihren Gunsten missbrauchen könnte, teilten die Wettbewerbshüter mit. Dadurch könnten die Konkurrenten von UPC behindert werden.

SC Bern Spieler und EV Zug Spieler im kampf, im ersten Eishockey Playoff-Finalspiel der National League A zwischen dem SC Bern und dem EV Zug, am Donnerstag, 6. April 2017, in der PostFinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Gibt es solche Bilder weiterhin auf Teleclub zu sehen? Bild: KEYSTONE

«Wir begrüssen den Entscheid der Weko, gegen UPC eine Untersuchung wegen den Eishockeyübertragungen im Bezahl-TV zu eröffnen», erklärte Swisscom-Sprecher Sepp Huber auf Anfrage: «Wir fordern Fairplay von UPC und kämpfen dafür, dass unsere Kunden auch künftig Schweizer Liga-Eishockey schauen können.»

Die Weko verlange in ihrer Verfügung von letztem Jahr, dass alle gleichermassen Zugang zu den Sportangeboten haben, erklärte Huber. «Diese Forderung gilt aus Gründen der Gleichbehandlung auch für UPC.»

UPC sieht sich im Recht

Die Situation heute sei nicht mit der Vergangenheit vergleichbar, kontert UPC in einer Stellungnahme. Swisscom habe früher sämtliche Sportinhalte der Schweiz monopolisiert und diese diskriminierend eingesetzt. UPC besitze hingegen nur einzelne Rechte und behandle alle 14 Distributionspartner gleich.

«Wir sind deshalb überzeugt, dass die Untersuchung zu unseren Gunsten ausfallen und sich die exklusive Übertragung über die verschiedenen Kabelnetze als unproblematisch erweisen wird», liess UPC verlauten. (fox/sda)

Erkennst du diese Eishockey-Stars als Bilderrätsel?

Unvergessene Eishockey-Geschichten

04.01.1987: Als nach der grössten Prügelei aller Zeiten die Lichter ausgingen und ein Spiel die Eishockey-Welt veränderte

Link zum Artikel

11.03.1979: NHL-Haudegen Randy Holt prügelt sich zu einem bis heute gültigen Rekord – 67 Strafminuten in einem einzigen Spiel

Link zum Artikel

18.02.2006: Die «Eisgenossen» spielen kanadischer als die Kanadier und rächen sich für eine uralte Schmach

Link zum Artikel

10.10.1979: Ein gewisser Wayne Gretzky bestreitet sein erstes Spiel in der NHL – er wird sämtliche Rekorde pulverisieren

Link zum Artikel

08.04.1980: Sie wissen nicht, was sie tun, als sich zwei Schweden als erste Hockeyspieler einen Playoff-Bart wachsen lassen

Link zum Artikel

22.09.2012: Rick Nash meldet sich mit einem Blitz-Hattrick in der Schweiz zurück

Link zum Artikel

28.12.1999: «La Montanara» erklingt in Berlin – Ambri krönt sich zum europäischen Champion

Link zum Artikel

Ralph Krueger schreibt das wichtigste SMS der Schweizer Hockey-Geschichte

Link zum Artikel

Nie haben wir uns mehr über ein Tor gegen die Schweiz gefreut als bei Omarks Penalty-Trick

Link zum Artikel

30.12.1981: Wayne Gretzky schafft den verrücktesten seiner Rekorde: 50 Tore in 39 NHL-Spielen

Link zum Artikel

19.10.1996: Del Curto klärt seine Spieler auf: «Zum Schiri nüma ‹Fuck you› sägä, äs git zwei Minuta, hä!»

Link zum Artikel

Deutschland verpasst die grosse Sensation, weil der Puck auf der Linie kleben bleibt

Link zum Artikel

14.05.2008: Philippe Furrer schiesst das kurioseste Eigentor der Schweizer Hockey-Geschichte

Link zum Artikel

26.12.1993: Dank Chomutow und Bykow träumt Aufsteiger Davos vom ersten Spengler-Cup-Titel seit 35 Jahren

Link zum Artikel

NHL-Star Darryl Sittler stellt einen Rekord für die Ewigkeit auf

Link zum Artikel

Bobby Orr entscheidet mit dem «Flying Goal» den Stanley-Cup-Final

Link zum Artikel

16.01.1905: Nach 23 Tagen Anreise werden die Dawson City Nuggets im Stanley-Cup-Final mit 2:23 vermöbelt

Link zum Artikel

24.03.1936: Im längsten Hockey-Spiel aller Zeiten fällt das goldene Tor erst im 9. Drittel – um 2.35 Uhr nachts

Link zum Artikel

24.02.2006: Neunmal das F-Wort in einer Minute – Greg Holst macht sich mit legendärem Ausraster-Interview unsterblich

Link zum Artikel

Amerikas College-Boys erlegen den russischen Bären

Link zum Artikel

28.01.2009: Die Zürcher Löwen krönen sich zu Europas Eishockey-Königen

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Feuerwerk um 3 Uhr morgens – das Playoff-Märchen der SCRJ Lakers geht weiter

Die Rapperswil-Jona Lakers sind in den Playoffs weiter nicht zu bremsen. Nach Biel schalten die St.Galler auch das klar favorisierte Lugano aus und stehen zum zweiten Mal in der Klubgeschichte im Halbfinal.

Als am 13. Februar dieses Jahres die Meldung die Runde machte, die Rapperswil-Jona Lakers würden die Zusammenarbeit mit ihrem Erfolgscoach Jeff Tomlinson nicht über die laufende Saison hinaus verlängern, rieben sich viele die Augen. Immerhin hatte der Deutschkanadier die St.Galler 2018 zurück in die National League und im selben Jahr als Unterklassiger zum Cuptitel geführt. Der Klub begründete den Entscheid damit, dass «der Zeitpunkt für einen Wechsel und den nächsten Schritt gekommen ist.»

Am …

Artikel lesen
Link zum Artikel