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Lions Goalie Niklas Schlegel ist geschlagen, waehrend dem Meisterschaftsspiel der National League, zwischen den SCL Tigers und den ZSC Lions am Dienstag, 30.Oktober 2018 in der Ilfishalle in Langnau. (KEYSTONE /Marcel Bieri)

Bereit für grössere Aufgaben: Niklas Schlegel Bild: KEYSTONE

Dieses grosse Spiel zeigt: Niklas Schlegel ist parat für den SC Bern

Wer in Langnau seine Mannschaft zum Sieg zu hexen vermag, ist bereit für den SC Bern. Niklas Schlegel hat mit den ZSC Lions in Langnau 4:3 nach Penaltys gewonnen.



Für einmal ausnahmsweise keine Polemik. Keine tendenziösen Einschätzungen. No Bullshit. Nur Fakten. Nichts als Fakten.

Der SC Bern verliert am 13. Oktober in Langnau 1:3 (0:1, 1:1, 0:1). Leonardo Genoni (32) erreicht bei 19 Schüssen auf sein Tor eine Abwehrquote von 84,21 Prozent. Es ist ein grosses Spiel der Langnauer.

Tigers Harry Pesonen, links, erzielt das 3:1, gegen Berns Goalie Leonardo Genoni, rechts, waehrend dem Meisterschaftsspiel der National League, zwischen den SCL Tigers und dem SC Bern am Samstag 13.Oktober 2018 in der Ilfishalle in Langnau (KEYSTONE /Marcel Bieri)

Das 3:1 von Harry Pesonen gegen Leonardo Genoni am 13. Oktober in Langnau. Bild: KEYSTONE

Die ZSC Lions gewinnen am 7. Dezember in Langnau 4:3 (0:2, 2:0, 1:1) nach Penaltys. Niklas Schlegel (24) erreicht bei 25 Schüssen auf sein Tor eine Abwehrquote von 88,00 Prozent. Es ist ein grosses Spiel der Langnauer.

Tigers-Spieler Alexei Dostoinov, rechts, verpasst eine Chance gegen Lions' Goalie Niklas Schlegel, rechts, waehrend dem Meisterschaftsspiel der National League, zwischen den SCL Tigers und den ZSC Lions, am Freitag 7. Dezember 2018 in der Ilfishalle in Langnau. (KEYSTONE /Marcel Bieri)

Ein Save von Niklas Schlegel gegen Alexei Dostoinov.  Bild: KEYSTONE

Niklas Schlegel obsiegt also im Direktvergleich mit Leonardo Genoni mit 88,00:84:21. Dieser Direktvergleich ist deshalb interessant, weil Niklas Schlegel Kandidat für Leonardo Genonis Nachfolge in Bern ist. Entweder er oder ein Ausländer. Andere valable Schweizer Goalies mit auslaufenden Verträgen gibt es nicht.

Der Vergleich

Aus einem einzigen Spiel Schlüsse zu ziehen, mag unseriös sein. Doch diese zwei Partien lassen sich durchaus miteinander vergleichen. In beiden zeigt Langnau eine formidable Leistung. In jeder Beziehung auf Augenhöhe mit dem Gegner.

Es ist eines dieser hochstehenden, intensiven, mitreissenden Spitzenspiele, die eigentlich keinen Verlierer verdienen. Aber auch ein Spiel, das ein Torhüter entscheiden kann. Niklas Schlegel tut es schliesslich im Penalty-Schiessen. Er stoppt Nolan Diem, Chris DiDomenico, Alexei Dostoinov und Eero Elo.

Dieser Direktvergleich sagt nicht, dass Niklas Schlegel besser ist als Leonardo Genoni. Diese Behauptung wäre erstens polemisch und zweitens gegenüber dem SCB-Schlussmann respektlos.

Aber wir dürfen aus dieser Gegenüberstellung mit gutem Gewissen die Schlussfolgerung ziehen, dass Niklas Schlegel gut genug ist, um nächste Saison beim SC Bern die Nummer 1 zu sein. Oder beim HC Davos.

Ja, aber …

Er mahnt in seinem Auftreten neben dem Eis ein wenig an den WM-Silberhelden. Ein ruhiger, unaufgeregter Musterprofi. Er bestätigt Berns Avancen und sagt, dieses Interesse sei eine grosse Herausforderung.

Aber er mag sich nicht vertieft zum Thema äussern. Erstens ist ja bereits am nächsten Tag wieder ein Spiel (im Hallenstadion gegen Servette) und zweitens will er sich die Sache gut überlegen.

«Ich habe mir keine Frist für meine Entscheidung gesetzt. Während der Nationalmannschaftspause werde ich mit Rufi (seinem Agenten André Rufener – die Red.) zusammensitzen und alles in aller Ruhe besprechen. Ich konzentriere mich auf mein Spiel, er kümmert sich um das Drumherum. Dafür hat man ja einen Agenten …»

Vor einem Jahr hatte Niklas Schlegel noch darauf verzichtet, in Kloten die Nummer 1 zu werden. Wie sich inzwischen gezeigt hat, war das ein weiser Entscheid. Es war ein Entscheid für die ZSC Lions, nicht gegen Kloten. Er wisse das sehr gute Umfeld bei den ZSC Lions sehr zu schätzen. Hier hat er die gleiche Grundschulung durchlaufen wie Leonardo Genoni.

Keine Krise beim ZSC

Die Partie in Langnau sagt uns nicht nur, dass Niklas Schlegel gut genug für den SCB ist. Sie gibt uns auch eine Antwort auf die Frage, ob die ZSC Lions in einer Krise stecken. Die Antwort lautet: «Nein».

LionsTopscorer Denis Hollenstein, jubelt beim Ausgleich, waehrend dem Meisterschaftsspiel der National League, zwischen den SCL Tigers und den ZSC Lions, am Freitag 7. Dezember 2018 in der Ilfishalle in Langnau. (PPR /Marcel Bieri)

Lions-Topscorer Denis Hollenstein jubelt in der Ilfishalle. Bild: PPR

Die Defensive (66 Gegentreffer) ist zwar nicht so gut organisiert wie die SCB-Verteidigung, die beste der Liga (44 Gegentore). Was sich auch an einer leicht höheren Anzahl Schüsse pro Spiel aufs eigene Tor (21) als beim SCB (15) zeigt. Da sind noch ein paar taktische Handgriffe des Trainers gefragt.

Aber Serge Aubin ist in Zürich in seiner ersten und Kari Jalonen in Bern bereits in seiner dritten Saison. Die Zürcher gehen insgesamt im Spiel höhere Risiken ein. Was für eine Mannschaft mit so viel Talent logisch ist.

Die Mannschaft «lebt», zeigt Emotionen und keinerlei Zerfallserscheinungen. Die Zürcher haben viel Selbstvertrauen und wissen, dass die Meisterschaft weder im Oktober noch im November oder Dezember, sondern erst im März und April entschieden wird. Das mag phasenweise zu einer gewissen Nachlässigkeit führen.

Der Stil einer Meistermannschaft

Die Spielweise wirkt im Vergleich etwa zum «fliegenden» Biel konservativ (polemisch: vongestern) und eher unspektakulär. Aber es ist der Stil von Meistermannschaften. Wichtig auch: die ZSC Lions sind robust, kräftig und physisch «unkaputtbar» und dazu in der Lage, einen Gegner vom Eis zu arbeiten. Wenn sie wollen. Manchmal wollen sie nicht ganz so fest. In Langnau wollten sie ganz fest und haben so den Ausgleich erzwungen.

Lions Trainer Serge Aubin, im Eishockey Meisterschaftsspiel der National League zwischen den ZSC Lions und dem Lausanne HC, am Sonntag, 14. Oktober 2018, im Hallenstadion in Zuerich. (KEYSTONE/Melanie Duchene)

Die Playoffs sind ein Muss: ZSC-Trainer Serge Aubin. Bild: KEYSTONE

Trainer Serge Aubin in Gefahr? Nein. Höchstens dann, wenn die Playoffs in Gefahr geraten – und wenn ein Trainer mit dieser Mannschaft die Playoffs nicht erreicht, muss er sogleich nach der Partie gefeuert werden, nach der feststeht, dass die Playofffs verpasst worden sind. Ganz egal, wie er heisst und wie viele Jahre sein Vertrag noch läuft.

Serge Aubin ist zwar (noch) kein charismatischer, grosser Bandengeneral. Aber hinter ihm steht mit Sven Leuenberger ein charismatischer grosser Sportchef und Architekt von mehreren Meisterteams.

Luft nach oben

Der Meister hat noch viel Reserven. Im Unterschied zum SC Bern, Biel oder zu Langnau sind die ZSC Lions auf den vier Ausländerpositionen weniger gut besetzt. Sie haben keine so dominanten Stürmer wie Harri Pesonen und Chris DiDomenico. Das Tor zum 2:0 sieben Sekunden vor dem Ende des ersten Drittels hat Chris DiDomenico magistral vorbereitet und Harri Pesonen wuchtig vollstreckt. Es war wie Blitz und Donner. Der Finne donnerte ins Tor, was der Kanadier vorher spielerisch geblitzt hatte.

Mit zwei ausländischen Stürmern dieser Kragenweite hätten die ZSC Lions mindestens zehn Punkte mehr auf dem Konto – und dann wären sie auf gleicher Tabellenhöhe wie Leader Bern.

Bis zu den Playoffs wird Sportchef Sven Leuenberger auf den Ausländerpositionen nachrüsten. Die ZSC Lions sind ein heisser Kandidat für die Titelverteidigung.

NLA-Trikotnummern, die nicht mehr vergeben werden

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16Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Herren 08.12.2018 21:03
    Highlight Highlight "Wer in Langnau seine Mannschaft zum Sieg zu hexen vermag, ist bereit für den SC Bern."
    User ImagePlay Icon
  • Couleur 08.12.2018 14:26
    Highlight Highlight Ich bin gerade etwas verwirrt...Denn vor nicht allzu langer Zeit taxierte der Eismeister Torhüterleistungen mit Abwehrquoten von unter 90 Prozent als Lottergoalies...
    • Pizzayolo 08.12.2018 17:29
      Highlight Highlight Gegen das sensationelle Langnau ist jeder Goalie mit einer Fangquote von über 80% ein Titan.
  • jjjj 08.12.2018 12:29
    Highlight Highlight Langnau hat entschieden Meister zu werden!
  • Theageti 08.12.2018 11:28
    Highlight Highlight Fazit:

    wer gegen Langnau eine Fangquote von mehr als 80% aufweist, ist gut genug für den SCB...

    Yaaay!✌️
  • Ehringer 08.12.2018 11:27
    Highlight Highlight Tami Siech! Leute, brecht die Liga ab. Der Schlegel hat gestern entschieden, Meister zu werden. Da ist absolut nichts mehr zu holen. Allen Teams wünsche ich eine gute Vorbereitung und viel Erfolg nächste Saison!
  • deed 08.12.2018 09:59
    Highlight Highlight Es heisst "Dieses grosse Spiel" nicht "grosses" 😎
  • Bobby Sixkiller 08.12.2018 09:07
    Highlight Highlight Zug gewinnt in Langnau: Sie sind reif für den Titel.

    Schlegel gewinnt für den ZSC in Langnau: Er ist reif für den SCB.

    Was kommt als nächstes? Ein 17 Jähriger Gitterlibueb schiesst in Langnau den Gamewinner und ist reif, im nächsten Sommer als Nummer eins gedraftet zu werden?

    Ich habe nichts gegen Langnau, aber was sind sie für Klaus? Die beste Mannschaft Europas? Klubbrille bitte mal bei Seite, Herr Zaugg! Abgesehen davon, auch sonst wäre Schlegel für Bern eine interessante Option.
    • Beaudin 08.12.2018 10:22
      Highlight Highlight Langnau ist halt das Mass aller Dinge
    • Pana 08.12.2018 13:26
      Highlight Highlight Das Mass seiner Dinge.
  • patmosi 08.12.2018 08:57
    Highlight Highlight Und warum nicht auf Caminada setzen? Er hat jedesmal wenn er spielte gut gespielt.
    • Penny@BBT 08.12.2018 10:49
      Highlight Highlight Wieso nicht ein Duo Caminada/Schlegel? Ein junger Torhüter wie Schlegel braucht einen erfahrenen Mann wie Caminada an seiner Seite.
    • Apfel Birne 08.12.2018 13:47
      Highlight Highlight Caminada ist auch schon über 30... lieber mal auf einen jungen setzen, den man dann mehrere Jahre behalten kann. Caminada könnte man ja immernoch behalten als Ersatztorwart und ihm ein bisschen mehr Spiele geben.
    • dave28 08.12.2018 14:37
      Highlight Highlight Das habe ich mich auch schon gefragt. Oder Caminada und eine weiterer ebenbürtiger Schlussmann und dann abwechseln. Mit der jetztigen Belastung (Meisterschaft, Cup, CHL, Nationalmannschaft evtl.) ist das klare Nr.1 System überholt und nicht zeitgemäss.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Goon (Zeuge Del Curtos) 08.12.2018 07:40
    Highlight Highlight "Aus einem einzigen Spiel Schlüsse zu ziehen, mag unseriös sein."

    Mag nicht nur sondern ist es ganz klar und sollte deswegen auch nicht gemacht werden.

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