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29.01.2016; Ambri; Eishockey NLA - HC Ambri-Piotta - SC Bern; 
Inti Pestoni (M, Ambri) gegen Jakub Stepanek (R, Bern) und Timo Helbling (L, Bern) 
(Michela Locatelli/freshfocus)

Stepanek verschenkte gegen Ambri einen Punkt. 
Bild: freshfocus

Eismeister Zaugg

Eine der erstaunlichsten Krisen der Neuzeit und ein Lottergoalie

Der SC Bern beendet in Ambri seine Niederlagenserie, verliert aber beim 4:3 n.V. auf schier unfassbare Art und Weise einen Punkt. Eine solche Krise hat es seit Menschengedenken nicht mehr gegeben.



Ambris Trainer Hans Kossmann fasste dieses Drama, dieses Hockey-Wunder nüchtern in einem Satz zusammen. «Ein Punkt ist okay.»

Wahrlich, ein Punkt ist okay. Es ist einer der glücklichsten Punktgewinne Ambris in diesem Jahrhundert. Und das in einem Schicksalsspiel. Es ist ein Punktgewinn, der vielleicht am Ende der Saison über die Playoffteilnahme entscheidet.

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Was ist passiert? Nun, die Statistik lügt doch. Der SC Bern hat Ambri in allen Bereichen dominiert. Hans Kossmann sagte sogar, der SCB sei «gekommen wie die Feuerwehr». Mehr Torschüsse (offiziell 51:18!). Mehr Bullys und Zweikämpfe gewonnen. Mehr Checks. Mehr klare Torchancen. Bei allem, was der Statistiker zu zählen vermag, hat der SCB klar dominiert.

Ambri Trainer Hans Kossmann gibt seinen Mannern Anweisungen beim Eishockey Meisterschaftsspiel der National League A zwischen dem HC Lugano und dem HC Ambri-Piotta, am Samstag, 2. Januar 2016, in der Resega Halle von Lugano. (KEYSTONE/Ti-Press/Gabriele Putzu)

Kossmann ist mit dem Punkt gegen Bern zufrieden.
Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Aber am Ende gewinnen die Berner doch «nur» 4:3 nach Verlängerung. Sie beenden zwar die längste Niederlagenserie der Vereinsgeschichte (7 Pleiten). Aber sie verlieren einen Punkt.

Wir könnten nun eine kluge Analyse über dieses Drama verfassen. Aber die Wahrheit ist nur ein einziges Wort: Lottergoalie. Diesen Punkt hat Torhüter Jakub Stepanek auf dem Gewissen. Er sieht schon beim 0:1 und 1:2 nicht wie ein Hexer aus. Das 3:3 aber muss er einfach halten. Punkt. Fertig. Seine Lotter-Fangquote: 83,33 Prozent. Und bei allen Einsätzen sind es 89,97 Prozent. Zu wenig für einen Goalie, der eine Ausländerlizenz braucht.

Die Berner haben in Ambri alles richtig gemacht. Nehmen wir einmal an, der SCB hätte nach der Niederlage in Biel am letzten Sonntag (3:4 n.V) Trainer Lars Leuenberger gefeuert. So wie es vom Volk gefordert worden ist. Dann würden wir jetzt eine Geschichte über die segensreiche Wirkung einer Trainerentlassung schreiben und den neuen Mann an der Bande als Wunderheiler preisen.

Aber der SCB hat den Trainer nicht entlassen. Und so ist nun der Moment gekommen, den heftig kritisierten SCB-Nottrainer auch einmal zu rühmen. Trotz des Punktverlustes. Er hat diese Woche alles richtig gemacht. Der gestrige Verlängerungs-Sieg in Ambri ist auch sein Sieg. Er hatte Topskorer Cory Conacher am Dienstag in Lausanne für eine Denkpause auf die Tribune geschickt. In dieser Partie resultierte zwar noch eine 4:5 Niederlage nach Penaltys. Aber es war ein Atemholen für ein grosses Comeback in Ambri.

Berns Topscorer Cory Conacher im Eishockey-Meisterschaftsspiel der National League A zwischen dem SC Bern und dem HC Lugano, am Samstag, 23. Januar 2016, in der PostFinance-Arena in Bern. (PHOTOPRESS/Peter Klaunzer)

Cory Conacher wurde von Leuenberger auf die Tribüne gesetzt. 
Bild: PHOTOPRESS

Der Kanadier traf erstmals seit dem 23. Dezember (6:5 n.V. gegen die ZSC Lions) wieder ins Netz. Sein 2:2 (33.) war ein Stich in Ambris Herz. Er war so zielstrebig auf Torhüter Sandro Zurkirchen losgegangen, dass er für den Zusammenstoss NACH erzieltem Tor auf die Strafbank wanderte. Dieser Ausschluss bescherte Ambri das scheinbare Ende: Tristan Scherwey buchte in Unterzahl das 3:2. In 99 von 100 Partien wäre dies die Entscheidung gewesen.

Die mit Türenschletzen garnierte Kabinenpredigt hat Wunder vollbracht

Der neutrale Beobachter wunderte sich gestern wie es sein kann, dass dieser SCB nicht in der Spitzengruppe mitmischt. Verunsicherung? Keine Spur. Vielmehr unerschütterliches Selbstvertrauen. Selbst Ambris zweimalige Führung (1:0 und 2:1) ging an den Bernern spurlos vorüber. Sie kontrollierten die Partie. Sie spielten taktisch klug und clever. Sie spielten defensiv nahezu fehlerlos. Sie lösten die Angriffe zügig und präzis aus.

Marc Luethi, CEO SCB, steht auf der Tribuene im Eishockey-Meisterschaftsspiel der National League A zwischen dem EHC Biel und dem SC Bern, am Sonntag, 24. Januar 2016, in der Tissot Arena in Biel. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Marc Lüthi hat seinen Jungs nach dem Spiel gegen Biel die Leviten gelesen. 
Bild: KEYSTONE

Wenn es einem Trainer gelingt, seine Jungs nach sieben Niederlagen in Serie zusammenzuhalten und die Kultur des Selbstvertrauens so zu pflegen, dass sie aufzutreten, als sei diese Saison ein Leben auf der Pony-Ranch gewesen – ja, dann hat er eben alles richtig gemacht. Und ganz nebenbei: Die mit kräftigem Türenschletzen garnierte Kabinenpredigt von SCB-General Marc Lüthi am Sonntag nach dem Match in Biel hat geholfen. Gibt das Vermarktungs-Genie bald ein «Türenschletz-Seminar» für Führungkräfte?

Aber dann fällt dieses 3:3. Wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Gegen Jakub Stepanek, den Lottergoalie. Dave King, der grosse kanadische Hockeylehrer, pflegt seine legendären Taktikkurse mit einem Satz zu beenden: «Wenn Sie keinen guten Torhüter haben, dann vergessen Sie bitte wieder alles, was Sie in den letzten Stunden gelernt haben.»

Wer Ambri gegen Bern gesehen hat, kann die tiefe Wahrheit in diesem Satz verstehen. Und ist doch wieder verwirrt: Ambri hatte mit Sandro Zurkirchen den klar besseren Goalie – und verlor in der Verlängerung trotzdem.

Leidenschaft und Kampfkraft sind ungebrochen

Heute spielt Zug in Bern. Die Zuger haben mit Tobias Stephan den besseren Torhüter. Aber wenn der SCB noch einmal alles richtig macht wie in Ambri, dann reicht das womöglich nicht.

Oder war der SCB nur so überzeugend, weil Ambri am Ende seiner Kräfte ist? Droht Ambri auf der Zielgeraden der Stillstand mit leeren Energie-Tanks? Fehlen am Ende doch die Punkte, die im Herbst verschenkt worden sind bevor Hans Kossmann kam?

29.01.2016; Ambri; Eishockey NLA - HC Ambri-Piotta - SC Bern; 
Bern jubelt nach dem Sieg gegen Ambri 3:4
(Michela Locatelli/freshfocus)

Schaffen es die Berner doch noch in die Playoffs?
Bild: freshfocus

So oder so – die SCB-Krise ist eine der erstaunlichsten der Neuzeit. Die Mannschaft zeigt keinerlei Auflösungserscheinungen. Sie erleidet zwar hin und wieder Systemzusammenbrüche. Aber sie fällt nie auseinander, Leidenschaft und Kampfkraft sind ungebrochen. Noch nie haben die Berner unter Lars Leuenberger in einem Spiel resigniert. Manchmal taumeln sie taktisch orientierungslos durch ein Spiel (wie zuletzt in Biel oder Lausanne) und hin und wieder marschieren sie zielstrebig, taktisch klar und wahr zu Punkten wie soeben in Ambri. So ratlos war ein um Objektivität bemühter Chronist noch selten bei der Beurteilung einer Mannschaft. Titelanwärter oder Abstiegskandidat? Wir haben die Antwort immer noch nicht. Schliesslich sagte schon der griechische Philosoph Protagoras von jeder Sache geben es zwei einander widersprechende Auffassungen.

Was, wenn diese Mannschaft doch noch die Playoffs erreicht? Die Vorstellung, dass der SCB dann unbelastet mit ein bisschen Glück mindestens ins Halbfinale kommt, ist überaus reizvoll. Denn dann müsste Marc Lüthi eigentlich den Vertrag mit Lars Leuenberger, dem Wundermann, verlängern.

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19Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • CheGue 31.01.2016 01:37
    Highlight Highlight Am Dienstag hatte Lars Leuenberger keine Autorität und keinen Einfluss auf die Mannschaft! Zwei Spiele später soll er der Wunder-Trainer sein?! Beide Aussagen sind hypothetisch! Einzig die Annahme, dass die Mannschaft noch intakt sei, könnte stimmen! Und in diesem Fall braucht sie den Trainer nicht! Der SCB wurde trotz Kent Ruhnke Schweizermeister, einige Spieler nahmen damals das "Heft" selber in die Hand (Aussage eines Protagonisten!)!
  • CheGue 31.01.2016 01:07
    Highlight Highlight Klaus Zaugg, vielleicht wären ohne die Garderoben-Standpauke sogar 3 Punkte drin gelegen! Wenn Marc Lüthi statt getobt, einfach aufbauende Worte gefunden hätte! Vermutlich hätte man die Spieler nicht "zusammenstauchen" müssen. Das es so nicht weitergehen konnte, wusste jeder, schon vorher!
  • Mooogadelic 30.01.2016 16:59
    Highlight Highlight Der SCB ist in der Krise? Echt? WTF...? Das ist doch nur noch höllisch langweilig in der tausendsen Auflage.

    Ich lese lieber Mikado-Liveticker, oder Interviews mit einem echten Eismeister aus Costa Rica. Von mir aus auch ein Bericht über einen Kühlschrankservice in der Antarktis.

    Profitipp(s): Was ist mit den anderen 11 Klubs? Wie wärs mit aktuellen Transfers, Transfergerüchten, Intis mit CH Ausland-Exporten, oder der NLB? Von den Junioren, oder vom Fraueneishockey?

    .
    .
    .

    Hey Klaus das über dem "H" am Anfang vom Satz ist die Luft nach oben bei der Auswahl der Eishockey-Themen... ;)
  • Warumdennnicht? 30.01.2016 15:00
    Highlight Highlight Wie wäre es, anstatt immer über den SCB zu schreiben, mal etwas über die NLB oder die Junioren zu schreiben???
  • HabbyHab 30.01.2016 13:07
    Highlight Highlight Und ständig grüsst das Klausi-Tier
  • andre63 30.01.2016 13:07
    Highlight Highlight der scb darf gerne absteigen :-))
  • Grundi72 30.01.2016 12:43
    Highlight Highlight Gäähn..
  • super_silv 30.01.2016 12:16
    Highlight Highlight Genau das ist doch das gefährliche, wenn eine Mannschaft zwar oft verliert aber keine Auflösungserscheinungen zeigt. Dann wird meist am Trainer festgehalten weil ja anscheinend doch alles in Ordnung ist.

    Unter diesem Deckmantel sind die Tiggerlis und Rappi abgestiegen. Biel ist gerade drauf und dran in eine heikle LQ Serie zu schlittern und der SCB könnte auch noch ein böses erwachen haben.

    Nur bei Kloten ist das anders, da weiss jeder das die schlecht spielen aber niemand tut etwas ^^ oder Wie Sämu sagt: Nicht mal Sherlock Holmes weiss wiso die so schlecht sind
  • Lotterleser 30.01.2016 11:28
    Highlight Highlight Wer baut mit mir eine Web-Plattform auf, auf der man solche Artikel und deren Journalisten bewerten darf? Bin sicher da gibts bald mal einen "Lotterjourni"! Wer wohl der erste Preisträger sein wird? Hm....
    • smoenybfan 30.01.2016 14:25
      Highlight Highlight Finde ich eigentlich eine gute Idee. Eine unabhängige Seite, auf der Journalisten und Artikel bewertet werden können. Es besteht aber eine Gefahr des Missbrauchs, die irgendwie eingeschränkt werden müsste. Grundsätzlich aber interessant. Wenn ich noch etwas weiter im Webdesign wäre, würde ich mich wohl gleich an die Idee setzen :)
  • Grinder 30.01.2016 11:16
    Highlight Highlight Lottergoalie? Gestern beim 3-3 ok, aber sonst gab Stepanek in jedem Spiel dem Team die Chance Punkte zu holen! Würde die Abwehr konsequenter agieren, sähe das ganze auch anders aus, also am Goalie liegts wohl am wenigsten!
    • Devante 30.01.2016 13:23
      Highlight Highlight Also ich kann mich ans cupspiel gegen den Z errinnern, da hat er auch ein paar mal daneben gegriffen :)
    • Grinder 30.01.2016 15:56
      Highlight Highlight Devante: Richtig, aber da begann der Fehler jeweils schon voher, mit schwachem Abwehrverhalten, und trotzdem gab er auch da den Mutzen die Gelegenheit das Spiel noch zu gewinnen.
      Übrigens hatte auch der Goalie Vis a Vis nicht den besten Abend, Schlegel musste den Kasten frühzeitig räumen...
  • Titan 30.01.2016 11:07
    Highlight Highlight Wie wärs mal mit einer Gotthelfgeschichte über die Lottermannschaft aus dem Emmental? SCB Bashing sucks......
    • Tobi23 30.01.2016 13:17
      Highlight Highlight Die Lottermannschaft spielt als Aufsteiger einigermassen mit, was man von den letzten Aufsteigern, mit Ausnahme von Lausanne, nicht behaupten kann. Da ist es doch weitaus verwunderlicher das der grosse SCB nur 3 Verlustpunkte vor der Lottermannschaft aus dem Emmental liegt...
  • Clark Kent 30.01.2016 10:57
    Highlight Highlight " ... ein um Objektivität bemühter Chronist ... " hahaha
  • dododo 30.01.2016 10:37
    Highlight Highlight Ach komm Klaus... Das haben wir jetzt doch langsam genügend gehört / gelesen....
    Schreib doch mal was Neues...
  • Leroy Jethro Gibbs 30.01.2016 10:15
    Highlight Highlight Die letzten fünf Artikel über den SCB? Gibts nicht auch no elf andere Vereine in der NLA?
    • MARC AUREL 30.01.2016 12:26
      Highlight Highlight Ja, gibt es.. nur gebe es praktisch oder gar keine Kommentare dazu weil die Interesse zu klein ist! Da sieht man wer bewegt und emotionen auslöst...😉 ( ausser bei Davos und Langnull)

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