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Patrick Fischer, Headcoach der Schweizer Nationalmannschaft an einer Medienkonefrenz zum Saisonstart der Nationalmannschaft in Wetzikon am Dienstag, 6. November 2018. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Patrick Fischer darf auf einen gelungenen Deutschland Cup zurückblicken. Bild: KEYSTONE

Das beste Herbst-Hockey unserer Geschichte – die Noten zum Deutschland Cup

Die Schweizer haben beim Deutschland Cup durch die Niederlage gegen Russland (2:4) den Turniersieg verpasst. Sie haben trotzdem überzeugt wie noch nie im Herbst.



Der Herbst ist die Zeit der alljährlichen Hockey-Operette «Deutschland Cup». Keine grosse «Hockey-Oper» wie die WM oder das Olympia-Turnier.

Niemand reist mit der bestmöglichen Mannschaft an. Also unbedeutend. Eigentlich. Aber für die Schweizer hat dieser «Deutschland Cup» seit der Gründung im Jahr 1987 eine ganz besondere politische und sportliche Bedeutung. Jahrelang suchten wir hier die Bestätigung dafür, international vielleicht doch tauglich zu sein. Die Resultate hatten also eine ganz besondere Bedeutung.

Qualifikationsspiel zwischen der Schweiz und Weissrussland am Mittwochnachmittag den 13.Februar 2002 in Salt Lake City.Die  Schweizer  Trainerbank  mit  einem nervoesen  Ralph Krueger,zusammen mit Martin Hoehener,unten rechts, und  links  Mathias Seger.(KEYSTONE/Karl Mathis)

Nach der Ära Krueger hat der Deutschland Cup eine andere Bedeutung. Bild: KEYSTONE

Mit dem Ende der Ära Krueger (ab 2010) wurde der Deutschland Cup vor allem für die Nationaltrainer wichtig. Ralph Kruegers Nachfolger standen unter besonderer Beobachtung. Erst recht seit dem Beginn des «neuen Eidgenössischen Zeitalters» (ab 2015), der Übergabe der Nationalmannschaft an einen einheimischen Trainer. Die Resultate waren nicht mehr die alleinige Wahrheit. Es ging immer auch um die Frage: Hat der jeweils neue Nationaltrainer (Sean Simpson, Glen Hanlon, Patrick Fischer) alles im Griff? Wohin geht die Reise mit diesem Nationaltrainer?

Diese Fragen stellen sich seit der Silber-WM 2018 nicht mehr. Die internationale sportliche Tauglichkeit steht längst nicht mehr zur Debatte. Die Position von Patrick Fischer auch nicht.

2001 und 2007 hat die Schweiz den Deutschland Cup gewonnen. Nun haben wir zum neunten Mal den zweiten Platz erreicht. Nach echtem WM-Silber nun wieder mal «Operetten-Silber». Ein Deutschland Cup wie so viele andere also? Nicht ganz.

Die Ausgabe 2018 hat eine besondere Bedeutung. Im Rückblick könnte sie als Beginn einer «neuen Ära» stehen.

Die «Silber-Dividende» zahlt sich aus. Die Schweizer sind hier in Krefeld mit dem Selbstvertrauen, der Ruhe, Gelassenheit und Professionalität einer grossen Hockeynation aufgetreten. Die Aufgeregtheit der vergangenen Jahre hat sich gelegt. Niemand geht mehr der Frage nach, ob Patrick Fischer alles im Griff hat. Verbandsportdirektor Raeto Raffainer ist im Amt gewachsen und inzwischen ein engagierter, allseits respektierter Anwalt der sportlichen Interessen geworden.

Der Deutschland Cup 2018 hat so eindrücklich wie die WM 2018 gezeigt: Die Schweiz ist eine grosse Hockeynation. Ohne die Titanen aus Bern und Lugano, ohne die besten Feldspieler aus Zürich und Zug, ohne die WM-Torhüter Nummer 1 und 2 und mit bloss fünf WM-Silberhelden – also im eigentlichen Sinne ein «Operetten-Aufgebot» – war die Schweiz (27'000 lizenzierte Spieler) dazu in der Lage, die Slowakei (3:2) und das halbe deutsche Olympia-Silberteam (4:3 n. P.) zu besiegen und Russland (Potenzial: 110'000 lizenzierte Spieler) im Kampf um den Turniersieg im letzten Spiel herauszufordern (2:4).

Die Schweizer sind als «Winner-Team» aufgetreten und haben in diesen drei Partien das beste «Herbst-Hockey» unserer Geschichte gezeigt. Immer auf den Zehenspitzen, nie auf den Fersen stehend. Selbstsicher, bissig, mutig, offensiv und schnell. Das einstige «Pausenplatz-Hockey» ist wahrlich international salonfähig und ein Qualitätsmerkmal geworden.

Der überzeugende Auftritt beim Deutschland Cup hat auch eine politische Botschaft. Am Mittwoch stimmen die Klubs darüber ab, ob künftig sechs statt nur vier Ausländer zugelassen werden. Hätten wir jetzt schon sechs Ausländer, wären Andrea Glauser, Samuel Kreis, Marco Miranda, Roger Karrer und Jérôme Bachofner nicht für den Deutschland Cup aufgeboten worden. Weil sie bei ihren Klubs gar nie eine wichtige Rolle bekommen hätten oder gar nicht zum Zuge gekommen wären.

Die Noten

Goalies:

Lukas Flüeler (ZSC Lions), Note 5,5

1 Spiel (Deutschland 4:3 n. P.), 32 Torschüsse, 90,62 Prozent Fangquote.

Der erstaunlich flinke Riese ist ein Blocker von internationalem Niveau. Rettete im Penaltyschiessen (liess sich nicht bezwingen) den Sieg gegen Deutschland.

Der Zuercher Lukas Flueler mit dem Meisterpokal nach dem Sieg im vierten Playoff-Finalspiel der National League Kloten Flyers gegen die ZSC Lions und dem Gewinn des Schweizermeistertitels in Kloten am Samstag, 19. April 2014. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Bild: KEYSTONE

Gauthier Descloux (Servette), Note 5,5

1 Spiel (Slowakei 3:2), 25 Torschüsse, 92,00 Prozent Fangquote.

Der flinke Reflexgoalie mit gutem Stellungsspiel ist viel besser als sein Ruf und hat das Potenzial zum WM-Goalie.

Switzerland's goalkeeper Gauthier Descloux during the warmup prior to the Ice Hockey Deutschland Cup match between Germany and Switzerland at the Koenig Palast stadium in Krefeld, Germany, on Saturday, November 10, 2018. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Bild: KEYSTONE

Gilles Senn (Davos), Note 4,0

1 Spiel (Russland 2:4), 39 Torschüsse, 89,74 Prozent Fangquote.

Einige sehr gute Paraden deuten auf ein enormes Potenzial. Aber die Verunsicherung hat er aus Davos mitgebracht und ihm fehlt die Ausstrahlung. Hielt einen Penalty (15. Min.).

Switzerland's goalkeeper Gilles Senn during the warmup prior to the Ice Hockey Deutschland Cup match between Switzerland and Russia at the Koenig Palast stadium in Krefeld, Germany, on Sunday, November 11, 2018. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Bild: KEYSTONE

Verteidiger:

Samuel Kreis (Biel), Note 5,5

3 Spiele, 0 Tore, 1 Assist, 2 Strafminuten, Bilanz ausgeglichen, 21:22 Minuten Eiszeit.

Enorme Fortschritte im Vergleich zum Herbst 2017. Zusammen mit Andrea Glauser der kompletteste und kreativste Verteidiger. Ein Abwehrpaar Glauser/Kreis bei einer WM ist vorstellbar.

Switzerland's Samuel Kreis during the warm up prior to the Ice Hockey Deutschland Cup match between Slovakia and Switzerland at the Koenig Palast stadium in Krefeld, Germany, on Thursday, November 8, 2018. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Bild: KEYSTONE

Andrea Glauser (Langnau), Note 5,5

3 Spiele, 0 Tore, 2 Assists, 4 Strafminuten, Bilanz ausgegl. 18:07 Minuten Eiszeit.

Als Neuling mit enormem Selbstvertrauen. Liess sich nie einschüchtern, gab sofort zurück, sicher an der Scheibe und erstaunlich konstruktiv. Einsätze im Powerplay. Ein Abwehrpaar Glauser/Kreis bei einer WM ist vorstellbar.

Switzerland's Andrea Glauser during the warm up prior to the Ice Hockey Deutschland Cup match between Slovakia and Switzerland at the Koenig Palast stadium in Krefeld, Germany, on Thursday, November 8, 2018. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Bild: KEYSTONE

Roger Karrer (ZSC Lions), Note 5,0

2 Spiele, 1 Tor, 0 Assists, keine Strafe, ausgegl. Bilanz, 18:22 Minuten Eiszeit.

Offensiv verdient er die Note 5,5 (Pässe, Auslösen der Angriffe), defensiv die Note 4,5 (Mängel im Zweikampfverhalten).

Switzerland's Roger Karrer during the Ice Hockey Deutschland Cup match between Switzerland and Russia at the Koenig Palast stadium in Krefeld, Germany, on Sunday, November 11, 2018. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Bild: KEYSTONE

Lukas Frick (Lausanne), Note 5,0

3 Spiele, kein Skorerpunkt, 4 Strafminuten, Bilanz ausgeglichen, 19:10 Minuten Eiszeit.

Auffällig unauffällig. Tiefe Fehlerquote und hin und wieder (warum nicht öfter?) ein blitzgescheiter Pass in die Tiefe des Raumes.

Switzerland's Lukas Frick during the warm up prior to the Ice Hockey Deutschland Cup match between Slovakia and Switzerland at the Koenig Palast stadium in Krefeld, Germany, on Thursday, November 8, 2018. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Bild: KEYSTONE

Michael Fora (Ambri), Note 4,5

2 Spiele, 0 Tore, 1 Assist, keine Strafe, Bilanz +1, 19:14 Minuten Eiszeit.

Nicht mit der Ausstrahlung, die er an der WM hatte. Mutig und tiefe Fehlerquote. Aber noch hat er nicht das Selbstvertrauen des letzten Frühjahres. Wegen einer Leistenverletzung ist der Einsatz am Dienstag fraglich.

Switzerland's defender Michael Fora speaks to the journalists, during the media opportunity of the Switzerland National Ice Hockey Team a training session, at the IIHF 2018 World Championship, in Copenhagen, Denmark, Friday, May 11, 2018. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Bild: KEYSTONE

Claude-Curdin Paschoud (Davos), Note 4,5

2 Spiele, kein Skorerpunkt, keine Strafe, Bilanz ausgeglichen, 18:57 Minuten Eiszeit.

Vom Laufen, Denken und Handeln auf dem Eis am Limit. Gut genug für internationales «Herbsthockey», aber nicht für die WM.

Der Davoser Claude Paschoud scheint nachdenklich, beim Eishockey Meisterschaftsspiel in der Qualifikation der National League zwischen dem HC Davos und dem HC Ambri-Piotta am Samstag, 22. September 2018, in der Vaillant Arena in Davos. (KEYSTONE/Juergen Staiger)

Bild: KEYSTONE

Christian Marti (ZSC Lions), Note 4,5

2 Spiele, kein Skorerpunkt, 2 Strafminuten, Bilanz ausgeglichen, 12:23 Minuten Eiszeit.

Robuster, harter Riese, physisch der beste Schweizer. Aber er gerät immer wieder mal an die Tempo- und Beweglichkeits-Limite. Einsatz am Dienstag fraglich (angeschlagen).

Switzerland's Christian Marti during the warmup prior to the Ice Hockey Deutschland Cup match between Germany and Switzerland at the Koenig Palast stadium in Krefeld, Germany, on Saturday, November 10, 2018. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Bild: KEYSTONE

Fabian Heldner (Davos), Note 4,0

3 Spiele, kein Skorerpunkt, 25 Strafminuten, Bilanz +1, 12:16 Minuten Eiszeit.

Furchtlos, hart, aber auf diesem Niveau kann er nicht konstruktiv sein. Wurde im Spiel gegen Russland für einen sauberen Check auf offenem Eis zu Unrecht in die Kabine geschickt.

Switzerland's Fabian Heldner during the warm up prior to the Ice Hockey Deutschland Cup match between Slovakia and Switzerland at the Koenig Palast stadium in Krefeld, Germany, on Thursday, November 8, 2018. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Bild: KEYSTONE

Stürmer:

Christoph Bertschy (Lausanne), Note 6,0

3 Spiele, 1 Tor, 4 Assists, 2 Strafminuten, Bilanz +5, 18:14 Minuten Eiszeit.

Der beste Einzelspieler der Schweizer. Ein kompletter Stürmer, der alles kann und in allen Situationen zu dominieren vermag. Spielmacher, Vollstrecker und robust im Zweikampf. So kommt er erstmals ins WM-Team.

Germany's Nicolas Kraemmer, left, fights for the puck against Switzerland's Christoph Bertschy, right, during the Ice Hockey Deutschland Cup match between Germany and Switzerland at the Koenig Palast stadium in Krefeld, Germany, Saturday, Nov. 10, 2018. (Georgios Kefalas/Keystone via AP)

Bild: AP/Keystone

Noah Rod (Servette), Captain, Note 6,0

3 Spiele, 3 Tore, 0 Assists, 6 Strafminuten, Bilanz +3, 14:39 Minuten Eiszeit.

Charismatischer Leader, Captain bei Servette und bei diesem Turnier. Gute Kombination aus Härte und Technik, dominant als Center in allen drei Zonen. Lässt sich nicht einschüchtern und übernimmt in jeder Situation die Initiative.

Switzerland's Noah Rod, front, cheers after scoring during the Ice Hockey Deutschland Cup match between Slovakia and Switzerland at the Koenig Palast stadium in Krefeld, Germany, on Thursday, November 8, 2018. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Bild: KEYSTONE

Yannick Herren (Lausanne), Note 5,5

3 Spiele, 1 Tor, 0 Assists (ein Penalty verwertet), keine Strafe, Bilanz −2 , 15:30 Minuten Eiszeit.
Trickreich, schnell, am besten bei seinen Tempovorstössen, bei denen er den Puck gut kontrolliert. Kaltblütig im Abschluss. Versenkte einen Penalty gegen Deutschland.

Switzerland's Yannick Herren, right, cheers after scoring during the penalty shoot-out of the Ice Hockey Deutschland Cup match between Germany and Switzerland at the Koenig Palast stadium in Krefeld, Germany, on Saturday, November 10, 2018. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Bild: KEYSTONE

Lino Martschini (Zug), Note 5,0

2 Spiele, 0 Tore, 1 Assist (1 Penalty verwertet), 2 Strafminuten, Bilanz −2, 14:04 Minuten Eiszeit.

Wendig, schnell und mit erstaunlicher Schusskraft. Er kann ein «Game Breaker» sein und war es im Penalty-Schiessen gegen Deutschland: Er versenkte zum 1:0.

Switzerland's Lino Martschini, right, cheers after scoring during the penalty shoot-out of the Ice Hockey Deutschland Cup match between Germany and Switzerland at the Koenig Palast stadium in Krefeld, Germany, on Saturday, November 10, 2018. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Bild: KEYSTONE

Samuel Walser (Gottéron), Note 5,0

2 Spiele, kein Skorerpunkt, keine Strafe, Bilanz +1, 14:25 Minuten Eiszeit.

Kein Mann für die erste und zweite Linie, aber als Defensivcenter so solide, dass er gute Chancen auf einen Platz im WM-Team hat. Der Einsatz am Dienstag ist wegen einer Handverletzung fraglich.

Switzerland's Samuel Walser during the Ice Hockey Deutschland Cup match between Germany and Switzerland at the Koenig Palast stadium in Krefeld, Germany, on Saturday, November 10, 2018. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Bild: KEYSTONE

Dario Simion (Zug), Note 5,0

2 Spiele, 1 Tor, 0 Assists, keine Strafe, Bilanz ausgeglichen, 12:25 Minuten Eiszeit.

Das Potenzial für noch mehr. Ein kaltblütiger Vollstrecker mit guter Schusstechnik und deshalb gut im Powerplay.

Switzerland's Dario Simion during the warmup prior to the Ice Hockey Deutschland Cup match between Germany and Switzerland at the Koenig Palast stadium in Krefeld, Germany, on Saturday, November 10, 2018. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Bild: KEYSTONE

Jason Fuchs (Biel), Note 4,5

3 Spiele, 0 Tore, 1 Assist, 2 Strafminuten, Bilanz ausgeglichen, 17:47 Minuten Eiszeit.

Flink und trickreich und immer wieder in guter Abschlussposition. Er hat keine Angst vor den Zweikämpfen, aber für internationales Niveau muss er noch etwas robuster werden.

Switzerland's Jason Fuchs during the warm up prior to the Ice Hockey Deutschland Cup match between Slovakia and Switzerland at the Koenig Palast stadium in Krefeld, Germany, on Thursday, November 8, 2018. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Bild: KEYSTONE

Killian Mottet (Gottéron), Note 4,5

3 Spiele, kein Skorerpunkt, keine Strafe, Bilanz ausgeglichen, 14:22 Minuten Eiszeit.

Das Tempospektakel, das er so oft bei Gottéron aufführt, haben wir in Krefeld nicht gesehen. Auf diesem Niveau ein Schönwetterstürmer.

Switzerland's Killian Mottet during the warm up prior to the Ice Hockey Deutschland Cup match between Slovakia and Switzerland at the Koenig Palast stadium in Krefeld, Germany, on Thursday, November 8, 2018. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Bild: KEYSTONE

Inti Pestoni (Davos), Note 4,5

2 Spiele, 1 Tor, 0 Assists, keine Strafe, Bilanz −1, 13:46 Minuten Eiszeit.

Ein flinker Opportunist, der im Abschluss teuflisch schlau und gefährlich ist. Aber auf diesem Niveau kann er keine Torchancen durch eigene Vorstösse kreieren.

Switzerland's Inti Pestoni during the warmup prior to the Ice Hockey Deutschland Cup match between Switzerland and Russia at the Koenig Palast stadium in Krefeld, Germany, on Sunday, November 11, 2018. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Bild: KEYSTONE

Yannick-Lennart Albrecht (Zug), Note 4,0

2 Spiele, kein Skorerpunkt, keine Strafe, Bilanz +1, 13:09 Min. Eiszeit.

Im ersten Spiel gegen die Slowakei Center der 4. Linie, im Spiel gegen Russland zusammen mit Mirco Miranda Stürmer Nummer 10 und 11. Defensiv verlässlich. Aber offensiv zu wenig wirkungsvoll.

Russia's Nikolay Demidov, left, fights for the puck against Switzerland's Yannick-Lennart Albrecht, right, during the Ice Hockey Deutschland Cup match between Switzerland and Russia at the Koenig Palast stadium in Krefeld, Germany, on Sunday, November 11, 2018. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Bild: KEYSTONE

Damien Riat (Biel), Note 4,0

3 Spiele, 0 Tore, 1 Assist, 6 Strafminuten, Bilanz −1, 16:30 Minuten Eiszeit.

Eine bessere Note gibt es bei ihm nur bei höherem Offensiv-Ertrag. Er hat sein Potenzial im Abschluss nicht ausgeschöpft. So reicht es nicht für die nächste WM.

Switzerland's Damien Riat during the warm up prior to the Ice Hockey Deutschland Cup match between Slovakia and Switzerland at the Koenig Palast stadium in Krefeld, Germany, on Thursday, November 8, 2018. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Bild: KEYSTONE

Jérôme Bachofner (ZSC Lions), Note 4,0

2 Spiele, kein Skorerpunkt, keine Strafe, Bilanz ausgeglichen, 14:54 Minuten Eiszeit.

Er kam auch auf diesem Niveau zu ein paar Torchancen – das Tempo war nicht zu hoch, aber die Aufregung war wohl ein bisschen zu gross.

Switzerland's Jerome Bachofner during the Ice Hockey Deutschland Cup match between Switzerland and Russia at the Koenig Palast stadium in Krefeld, Germany, on Sunday, November 11, 2018. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Bild: KEYSTONE

Tanner Richard (Servette), Note 4,0

3 Spiele, kein Skorerpunkt, keine Strafe, Bilanz −2, 16:53 Minuten Eiszeit.

Wir haben nicht den wahren Tanner Richard gesehen. Offensiv gemessen an seinem Potenzial zu wenig Wirkung. Tendenz, die Scheibe zu lange zu halten.

Switzerland's Richard Tanner during the warm up prior to the Ice Hockey Deutschland Cup match between Slovakia and Switzerland at the Koenig Palast stadium in Krefeld, Germany, on Thursday, November 8, 2018. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Bild: KEYSTONE

Marco Miranda (ZSC Lions), keine Note

3 Spiele, kein Skorerpunkt, keine Strafe, Bilanz +2, 9:59 Minuten Eiszeit.

Der «Schnupperlehrling» hatte von allen Spielern am wenigsten Eiszeit. Eine Beurteilung ist nicht möglich.

Switzerland's Marco Miranda during the warmup prior to the Ice Hockey Deutschland Cup match between Germany and Switzerland at the Koenig Palast stadium in Krefeld, Germany, on Saturday, November 10, 2018. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Dynamischer-Muzzi 12.11.2018 12:31
    Highlight Highlight Ich finde es im Allgemeinen sehr gut von Fischer, dass er ein so junges Team an den Deutschland Cup geschickt hat und dann so temporeich hat spielen lassen. Ich war sehr positiv überrascht, denn es hat richtig Spass gemacht die Spiele zu schauen, selbst das gegen die Russen, wo die Schiris meines Erachtens teilweise völlig planlos gepfiffen haben.
  • manolo 12.11.2018 12:14
    Highlight Highlight die note von KREIS ist nicht gerechtfertigt! er macht immer noch die gleichen fehler: verzögert den spielaufbau (erster pass) und macht zuwenig druck auf die angreifenden stürmer!
  • mukeleven 12.11.2018 11:50
    Highlight Highlight ein lob auf fischi - das wir das im herbst einmal erleben!
  • Beaudin 12.11.2018 10:49
    Highlight Highlight Gute Schweizer Nati, Benotungen, Rod gebe ich eine 5 er nimmt zu viele Strafen gegen Russland 2 blöde Stockschläge.
    Bei Senn ist eine 4 gut, dass 3 und 4 Tor muss er halten.

    Reber hat mit Glauser doch noch einen guten Transfer getätigt.

    So macht es Spass den Schweizern zuzuschauen.
  • PeterGotBirthday 12.11.2018 09:56
    Highlight Highlight Es wäre noch schön gewesen, wenn wir das Geburtsjahr zu den jeweiligen Spieler hätten.
    Ist schon erstaunlich wie jung einige Protagonisten sind.
    Stimmt mich zuversichtlich!
  • Manuel Datsyuk Schiess 12.11.2018 09:29
    Highlight Highlight Senn bekommt eine 4,0.... ich glaube ich habe ein anderes Spiel gsehen gestern...
    • Schreiberling 12.11.2018 10:32
      Highlight Highlight Besser oder schlechter?

Der Grösste aller Zeiten geht – im Stil des Grössten aller Zeiten

Arno Del Curto (62) ist nicht mehr Trainer in Davos. Eigentlich unvorstellbar. Ein trauriger Tag für unser Hockey? Nein. Arno Del Curto verlässt die Arena als Sieger.

Die erste spontane Reaktion kommt von Chris McSorley: «One of the saddest days I've had since 2001».

Der Kanadier, der im Wesen und Wirken Arno Del Curto am nächsten kommt, hat recht und wieder auch nicht. Natürlich ist es hockeytechnisch ein trauriger Tag, wenn Del Curto sein Amt niederlegt. Nun ist McSorley der «Dinosaurier» der Liga. Er arbeitet seit 2001 in Genf und es passt, dass ausgerechnet er am Freitag der nächste Meisterschafts-Gegner der Davoser ist.

Aber es gibt auch eine andere …

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