DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Zwei junge Fans des EHC Kloten feiern einen Treffer ihres Teams im dritten Eishockey Spiel der Platzierungsrunde der National League A zwischen dem EHC Kloten und dem HC Ambri-Piotta am Samstag, 11. Maerz 2017, in der SWISS Arena in Kloten. (KEYSTONE/Patrick B. Kraemer)

Werden die Fans des EHC Kloten betrogen? Bild: KEYSTONE

Eismeister Zaugg

Sparpolitik ist Betrug am Zuschauer und ruiniert den dienstältesten NL-Klub

Klotens Fehlstart ist logisch. Eine ungeschickte Sparpolitik ist Betrug am Zuschauer und ruiniert den dienstältesten NLA-Klub.



Wer spart, dem ist Applaus sicher. Klotens neuer Besitzer Hans-Ulrich Lehmann wird für seinen Sparkurs landauf- und landab gerühmt. Er beendete die Misswirtschaft seiner Vorgänger, die es fertigbrachten, bei einem Budget von 15 Millionen gut und gerne 7 Millionen Verlust zu machen. Inzwischen sind die Zahlen in Kloten nur noch rosarot und nicht mehr tiefrot.

Der neue Besitzer des EHC Kloten Hans-Ulrich Lehmann spricht an der Medienkonferenz, aufgenommen am Montag, 2. Mai 2016, in Glattfelden. Der Zuercher Unternehmer Hans-Ulrich Lehmann hat sich mit den bisherigen Eigentuemern des Traditionsklubs, der nordamerikanischen Gruppe

Hans-Ullrich Lehmann will in Kloten rigoros sparen. Bild: KEYSTONE

Aber kaum jemand macht sich die Mühe, das Sparprogramm zu hinterfragen. Es ist letztlich keine Kunst, als Besitzer eines Unternehmens einfach die Kosten herunterzufahren. Hingegen ist es eine Kunst, die Kosten massvoll zu senken und einen Weg zu finden, beim Sparen nicht den sportlichen Ruin zu provozieren.

Inzwischen zeichnet sich dieser sportliche Ruin durch eine unsinnige Sparpolitik ab. Kloten ist mit zwei Niederlagen (gegen Biel und die ZSC Lions) in die Saison gestartet. Die Chancen sind gering, vom letzten Platz wegzukommen oder wenigstens den Playouts zu entrinnen.

Sparpotential bei Ausländern ist gering

Wer beim Saisonstart nicht alle vier Ausländerpositionen besetzt, hat schon verloren. Das Sparpotenzial durch den Verzicht auf einen oder zwei Ausländer ist viel geringer als immer wieder behauptet wird. Es ist sehr wohl möglich, in den europäischen Operettenligen (Norwegen, Dänemark oder Italien) und in den «Buschligen» in Quebec konkurrenzfähiges ausländisches Personal zu einem vernünftigen Preis (für weniger als 200 000 Franken Gesamtkosten) zu finden. Aber dann braucht es halt intensives Scouting abseits ausgetretener Pfade und Verhandlungsgeschick. Es gibt kein Reglement, das vorschreibt, den ausländischen Arbeitskräften Nettolöhne zu zahlen.

Ins Hallenstadion kamen die EHCK-Fans noch zahlreich.

Der Verzicht auf vier Ausländer ruiniert auf Dauer die sportliche Kultur. Zu Recht wird von den Spielern verlangt, dass sie alles für den Erfolg tun. Aber ein Management, das von den Spielern ein Maximum fordert und selber durch Ausländer-Verzicht nicht die bestmöglichen Voraussetzungen schafft, ist nicht glaubwürdig. Und letztlich ist es Betrug am zahlenden Zuschauer, die Ausländerpositionen nicht zu besetzen.

Fehlt die Konsequenz?

Eine junge Mannschaft braucht Führungsspieler. Aus- und Weiterbildung wird schwierig, wenn meistens verloren wird. Gute ausländische Spieler sind Vorbilder und helfen einer Mannschaft durch kritische Situationen. Wenn die Ausländerpositionen nicht besetzt werden, haben verletzungsbedingte Ausfälle der besten Schweizer Spieler fatale Folgen. Selbst Farm- und Ausbildungsteams wie die GCK Lions und die Zug Academy verzichten aus gutem Grund nicht oder nicht mehr auf ausländische Spieler.

Wie findest du Hans-Ulrich Lehmanns Sparkurs in Kloten?

Klotens Sparprogramm ist nicht nur wegen des Verzichts auf die Besetzung aller vier Ausländerpositionen fragwürdig. Schlimmer ist die fehlende Konsequenz beim Sparprogramm. Die Klotener leisten sich mit Denis Hollenstein nach wie vor einen der teuersten und meistüberbezahlten Schweizer Spieler der Liga. Seine Leistungen haben letzte Saison nicht seinem Salär entsprochen und diese Saison steht der Captain erst einmal als offensive «Nullnummer» da – noch kein Tor und kein Assist. Aber sein Gehalt ist durch die Freundschaft der Familie Hollenstein zum Präsidenten unantastbar und ein Transfer tabu. Vor dem Sparprogramm sind halt alle gleich und ein paar gleicher.

Geld sparen und Geld eintreiben gehen Hand in Hand

Eigentlich ist es ganz einfach: wer sich nicht vier Ausländer leisten kann, hat auf Dauer in der höchsten Liga nichts verloren und gehört in die «Swiss League». Der EHC Kloten ist im Frühjahr 1962 in die NLA aufgestiegen und inzwischen das dienstälteste NLA-Team. Die ungeschickte Sparpolitik von Hans-Ulrich Lehmann bringt die Klotener dem ersten Abstieg der Klubgeschichte immer näher.

Witziges zum Eishockey

Ein Betroffener erzählt, wie schlimm es ist, HCD-Fan zu sein

Link zum Artikel

Vergiss den MVP – diese 20 Awards sollte der Eishockey-Verband vergeben!

Link zum Artikel

Mit diesen 10 Tipps überlebst du auch als Hockey-Fan den heissen Sommer

Link zum Artikel

«Na Kids, wer sieht besser aus: Roman Josi oder P.K. Subban?»

Link zum Artikel

Finde es ein für alle Mal heraus: Wie viel Eismeister steckt in dir?

Link zum Artikel

Diese Eishockey-Namen geben dir Antworten auf Fragen, die du gar nicht gestellt hast

Link zum Artikel

Wenn Eishockey-Spieler im Büro arbeiten würden

Link zum Artikel

Bist du bereit für die Playoffs? Dann musst du die Hockey-Spieler auch als Emojis kennen

Link zum Artikel

Der fieseste Chlaus hat unsere Hockey-Teams besucht. Logisch, artet es aus!

Link zum Artikel

Mach das beste aus der Bruthitze und zeig im heissen Sportquiz, dass du on fire bist!

Link zum Artikel

Diese 27 GIFs zeigen, weshalb Eishockeyspieler die geilsten Typen der Welt sind

Link zum Artikel

Nico Hischier zeigt uns, was NHL-Stars in sein Freundschaftsbuch geschrieben haben

Link zum Artikel

Jetzt wird die Saison richtig lanciert – «Despacito» in der ultimativen Eishockey-Version

Link zum Artikel

«Alli Berner essed s Steak medium, nur de Maxime Noreau» – 21 Memes mit Hockey-Spielern

Link zum Artikel

68 Fakten zu Jaromir Jagr – Ex-Freundinnen, Feuerwehrmann-Auftritte und legendäre Zitate

Link zum Artikel

Wenn Schweizer Hockey-Teams Männer wären: So versuchen die NLA-Klubs, Frauen aufzureissen

Link zum Artikel

Martschini im Tindergarten – die Playoff-Finalisten auf der Dating-App

Link zum Artikel

Fischer fischt an der WM mit diesen Fischen nach dem Titel

Link zum Artikel

Du weisst nicht, welches Team der Hockey-WM zu dir passt? Dieses Flussdiagramm hilft dir

Link zum Artikel

«Wenn selber bachet hesch, isch es Dean Kukan» – witzige Memes zur Hockey-WM

Link zum Artikel

Weil jeder Bilderrätsel liebt: Erkennst du diese Eishockey-Stars?

Link zum Artikel

Schisshaas, Schiller, #stancescuout – der Facebook-Wahnsinn der Playoff-Viertelfinals

Link zum Artikel

Darling, Holden Zucker – Hockeyspieler erzählen mit ihren Namen Geschichten

Link zum Artikel

Der ultimative Hockey-Guide: Dieses Diagramm weist dir den Weg zu deinem Lieblingsteam

Link zum Artikel

Musst du als Hockey-Liebhaber einfach kennen: Die 9 wichtigsten Grafiken zur NLB

Link zum Artikel

Die streng geheimen Einladungen für die Weihnachtsessen der NLA-Klubs

Link zum Artikel

Titel, Batzeli und Zürifäscht: Wir haben die Postkarten-Feriengrüsse der Eishockey-Stars abgefangen

Link zum Artikel

Was nach dem Playoff-Final WIRKLICH abging

Link zum Artikel

10 Bilder, die zeigen, was die Playoff-Halbfinalisten während den Partien wirklich denken

Link zum Artikel

«Was ist der Unterschied zwischen Genf-Servette und Tinder?» 12 kurze Witze zu den Schweizer Eishockey-Klubs

Link zum Artikel

Was haben Harold Kreis und Frodo Beutlin gemeinsam? Wir gehen mit den NLA-Trainern in die zweite Witzrunde

Link zum Artikel
«Was ist der Unterschied zwischen Genf-Servette und Tinder?» 12 kurze Witze zu den Schweizer Eishockey-Klubs

Schoppen, Bibeli und Divas – erkennst du alle NLA-Klubs in der grossen Emoji-Tabelle?

Link zum Artikel

Vom 2-Bier-Kerl bis zum Tussi am Handy: Diese 11 Typen triffst du in jeder NLA-Kurve

Link zum Artikel

Der HCD ist da, wo es viel Bier gibt, und Servette haut nicht nur den Lukas – wenn die NLA ein Oktoberfest wäre

Link zum Artikel

Wir haben Schweizer Eishockey-Grössen etwas umgestylt – erkennst du sie trotzdem?

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Eismeister Zaugg

Noch eine famose Reformidee: Bald eine «Ausländer-Schwemme» in der Swiss League?

Nun wenden sich die «Reformnarren» dem Juniorenhockey zu. Sie legen die Axt an die Wurzeln unseres Hockeys.

Auf den ersten Blick ist es eine unspektakuläre Formalität. Von der Hockey-Öffentlichkeit kaum bemerkt: Gestern ist dank der Stimmen der National-League-Clubs die Formel der höchsten Junioren-Liga ab übernächster Saison von U20 auf U22 angehoben worden. Die Amateurligen haben diese Änderung zwar verworfen. Aber im nun folgenden Bereinigungsverfahren dürfte die U22-Regelung durchkommen.

Auf den zweiten Blick zeigt sich: Diese U22-Formel wird dramatische Auswirkungen auf das erfolgreiche …

Artikel lesen
Link zum Artikel