DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
FILE - In this Feb. 21, 2015, file photo, Nashville Predators' Pekka Rinne, of Finland, squirts himself with water before the second period of an NHL hockey game against the Philadelphia Flyers in Philadelphia. Speculation started even before the Nashville Predators lost in the Western Conference quarterfinals. Goaltender Pekka Rinne worked a bit too much during the regular season, leaving him worn out for the games that matter most. The Predators talked about whether fatigue played a role, then dismissed the idea. (AP Photo/Matt Slocum, File)

Pekka Rinne gehört zu den besten Torhütern der Welt. Bild: AP/AP

Eismeister Zaugg

Genonis Nachfolge-Kandidat trainiert bereits mit dem SCB – zumindest theoretisch

Heimlich still und leise übt bis am Samstag einer der besten Torhüter der Welt mit dem SCB. PekkaRinnes Vertrag läuft Ende Saison aus. Er wäre ein würdiger Nachfolger von Leonardo Genoni.



Ja, er ist es. Pekka Rinne, der da im Berner Hockeytempel auf dem Eis herumfährt. Seit zwölf Jahren Torhüter mit Kultstatus bei den Nashville Predators und soeben mit der «Vezina Trophy» als bester NHL-Torhüter der letzten Saison hoch dekoriert. Roman Josis letzter Mann verdient sieben Millionen Dollar pro Saison. Sein Vertrag läuft nach dieser Saison aus.

Der Mann in Hellblau:

Also geht die Frage an SCB-Sportchef Alex Chatelain: Ist Pekka Rinne ein Kandidat für die Nachfolge von Leonardo Geononi? «Schön wär’s. Da haben wir keine Chance.» Aber man weiss ja nie. Immerhin wird der finnische Torhüter-Titan im November 36 und hat so viel Geld verdient, dass er vielleicht das stressige NHL-Leben gerne mit der beschaulichen Hockey-Welt in Bern tauscht. Oder seine Frau möchte, dass er künftig häufiger nach den Kindern schaut und jeden Tag nach Hause kommt. «Aber so ist es nicht», sagt Alex Chatelain. «Er hat mir gesagt, dass er gerne noch zwei weitere Jahre in der NHL spielen möchte.» Also hat der SCB-Sportchef doch gefragt? «Nicht so konkret. Wir haben eher Sprüche gemacht.»

Wer nicht fragt, der nicht gewinnt

Eigentlich sollte Lars Leuenberger, strategischer Sportchef beim SCB, seinen Sportchef anweisen, doch eine konkrete Offerte auszuarbeiten und bei Pekka Rinnes Agent Jay Grossmann («PuckAgency») einzureichen. Der SCB riskiert höchstens ein Nein. Wer nicht fragt, verpasst die grössten Chancen im Leben. Schüchterne Männer bekommen nie schöne Frauen. Wer hätte denn einst gedacht, dass Slawa Bykow und Andrej Chomutow von Moskau nach Fribourg zügeln? Dass NHL-Superstar Andy Bathgate für Ambri oder Montreals Titan und Stanley-Cup-Sieger Jacques Lemaire für Sierre stürmen würden? Niemand.

Nashville Predators' Pekka Rinne looks at the Vezina Trophy after winning the award at the NHL Awards, Wednesday, June 20, 2018, in Las Vegas. (AP Photo/John Locher)

Pekka Rinne begutachtet seine «Vezina Trophy». Bild: AP/AP

«Ja, fragen kann man immer», sagt Lars Leuenberger leicht amusiert. «Aber zu Zeiten von Bykow und Chomutow war es noch möglich, einen Transfer-Deal mit alten Autobussen zu bezahlen ...»

Der Grund, warum Pekka Rinne zurzeit in Bern weilt: er ist ein alter Freund von SCB-Trainer Kari Jalonen und SCB-Goalietrainer Akki Näykki. Die «Oulu-Mafia» halt. Seine Karriere begann er bei Kärpät Oulu unter Kari Jalonen und der unerbittliche Kari liess den heutigen Welttorhüter anfänglich als Nummer 2 auf der Bank schmoren. Nun könnte der SCB-Trainer in Bern seinem ehemaligen Goalie, anders als damals in Oulu, im Sommer 2019 schon vor der Saison definitiv und schriftlich die Nummer 1-Position zusichern. Das wäre zwar ganz gegen seine ehernen Prinzipien. Aber für Pekka Rinne würde er eine Ausnahme machen.

Zumindest theoretisch dürfen wir sagen: Einer von Leonardo Genonis Nachfolge-Kandidaten besucht in diesen Tagen den SCB. Sportchef Alex Chatelain sollte in der Sache dranbleiben.

Die Nummer-1-Drafts seit 1984 und was sie daraus machten

Unvergessene Eishockey-Geschichten

Bobby Orr entscheidet mit dem «Flying Goal» den Stanley-Cup-Final

Link zum Artikel

Ralph Krueger schreibt das wichtigste SMS der Schweizer Hockey-Geschichte

Link zum Artikel

Deutschland verpasst die grosse Sensation, weil der Puck auf der Linie kleben bleibt

Link zum Artikel

NHL-Star Darryl Sittler stellt einen Rekord für die Ewigkeit auf

Link zum Artikel

04.01.1987: Als nach der grössten Prügelei aller Zeiten die Lichter ausgingen und ein Spiel die Eishockey-Welt veränderte

Link zum Artikel

16.01.1905: Nach 23 Tagen Anreise werden die Dawson City Nuggets im Stanley-Cup-Final mit 2:23 vermöbelt

Link zum Artikel

19.10.1996: Del Curto klärt seine Spieler auf: «Zum Schiri nüma ‹Fuck you› sägä, äs git zwei Minuta, hä!»

Link zum Artikel

24.02.2006: Neunmal das F-Wort in einer Minute – Greg Holst macht sich mit legendärem Ausraster-Interview unsterblich

Link zum Artikel

14.05.2008: Philippe Furrer schiesst das kurioseste Eigentor der Schweizer Hockey-Geschichte

Link zum Artikel

10.10.1979: Ein gewisser Wayne Gretzky bestreitet sein erstes Spiel in der NHL – er wird sämtliche Rekorde pulverisieren

Link zum Artikel

18.02.2006: Die «Eisgenossen» spielen kanadischer als die Kanadier und rächen sich für eine uralte Schmach

Link zum Artikel

11.03.1979: NHL-Haudegen Randy Holt prügelt sich zu einem bis heute gültigen Rekord – 67 Strafminuten in einem einzigen Spiel

Link zum Artikel

08.04.1980: Sie wissen nicht, was sie tun, als sich zwei Schweden als erste Hockeyspieler einen Playoff-Bart wachsen lassen

Link zum Artikel

28.01.2009: Die Zürcher Löwen krönen sich zu Europas Eishockey-Königen

Link zum Artikel

24.03.1936: Im längsten Hockey-Spiel aller Zeiten fällt das goldene Tor erst im 9. Drittel – um 2.35 Uhr nachts

Link zum Artikel

28.12.1999: «La Montanara» erklingt in Berlin – Ambri krönt sich zum europäischen Champion

Link zum Artikel

Nie haben wir uns mehr über ein Tor gegen die Schweiz gefreut als bei Omarks Penalty-Trick

Link zum Artikel

22.09.2012: Rick Nash meldet sich mit einem Blitz-Hattrick in der Schweiz zurück

Link zum Artikel

30.12.1981: Wayne Gretzky schafft den verrücktesten seiner Rekorde: 50 Tore in 39 NHL-Spielen

Link zum Artikel

26.12.1993: Dank Chomutow und Bykow träumt Aufsteiger Davos vom ersten Spengler-Cup-Titel seit 35 Jahren

Link zum Artikel

Amerikas College-Boys erlegen den russischen Bären

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Eismeister Zaugg

«Abstürzende Adler» – die besten Schweizer seit 1998 sind gescheitert

Ist es Leichtsinn? Ist es gar Hybris? Nein, es ist eine Laune der Hockeygötter. Die Schweizer verlieren einen WM-Viertelfinal gegen Deutschland nach Penaltys (2:3), den sie nie hätten verlieren dürfen. Weltmeister werden wir wieder nicht. Aber wir sind die Dramakönige der Hockeygeschichte.

Ach, es wäre so schön gewesen. Nur 43 Sekunden fehlten für den Halbfinal. Um zu zeigen, wie schmal der Grat zwischen Triumph und sportlicher Tragödie sein kann und wie gut die Schweizer bei dieser WM und in diesem Viertelfinal-Drama waren, machen wir hier kurz ein Gedankenspiel. Nach dem Motto: Was wäre wenn?

Also; hätten wir gewonnen, so wäre hier nun zu lesen:

«Unser Eishockey, unser Sieg, unser Halbfinal: Die Schweiz besiegt in einer der besten WM-Partien der Neuzeit Deutschland. Die Deutschen …

Artikel lesen
Link zum Artikel