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SCB Trainer Kari Jalonen, rechts, und Assistenztrainer Ville Peltonen, links, waehrend einem Training des SC Bern, am Montag, 20. Maerz 2017, in der Postfinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Der Zauberlehrling und sein Meister: SCB-Assistenztrainer Ville Peltonen und Headcoach Kari Jalonen. Bild: KEYSTONE

Eismeister Zaugg

Eine Frage, die Meisterschaften entscheiden kann: Was wird aus Berns «Zauberlehrling»?

Kari Jalonen überrollt mit seinem SCB die Liga. Er bildet zugleich den Mann aus, der in den nächsten Jahren sein gefährlichster Gegner werden kann.



Juha Sintonen reiste am Samstag von seinem Wohnort im Wallis hinauf nach Davos, um dem Spektakel gegen den SCB beizuwohnen. Er hat in diesen Tagen viel Arbeit mit dem SCB. Er ist mit SCB-Trainer Kari Jalonen (57) befreundet und auch dessen Agent. Und er vertritt die Interessen von SCB-Assistent Ville Peltonen (44).

Kari Jalonen hat in Bern soeben bis 2020 verlängert. Ville Peltonen noch nicht. «Wir reden» sagt der diskrete Juha Sintonen. Natürlich hat Kari Jalonen (57) alles Interesse an einer Vertragsverlängerung seines Assistenten. Aber Ville Peltonen ist eine charismatische Persönlichkeit. Eigentlich mehr als «nur» Assistent. In der NHL würde er den Titel «Associate Coach» führen. Keine Frage: Aus dem «Zauberlehrling» wird in den nächsten Jahren ein charismatischer Cheftrainer.

Der «Zauberlehrling» des Dichterfürsten Goethe scheiterte kläglich. Doch Kari Jalonens «Zauberlehrling» könnte dazu in der Lage sein, seinen Lehrmeister zu besiegen – wenn er die entsprechende Mannschaft zur Verfügung hat.

Was, wenn Ville Peltonen in den nächsten Jahren Trainer in Lugano oder bei den ZSC Lions wird? In Lugano war er der Leitwolf des letzten Meisterteams von 2006. In Zürich kennt Sportchef Sven Leuenberger die Qualitäten des Finnen.

Auf die Frage, ob Ville Peltonen bereits jetzt Offerten für den Cheftrainerjob habe, sagt Juha Sintonen nach kurzem Zögern: «Nein». Es ist davon auszugehen, dass seine Gespräche mit SCB-Sportchef Alex Chatelain in eine Vertragsverlängerung mit Ville Peltonen münden. Aber mit einer Ausstiegsklausel im Falle eines Cheftrainer-Angebotes. Es wäre schon reizvoll, wenn Ville Peltonen an der Bande der ZSC Lions oder des HC Lugano irgendeinmal (oder besser noch bald) den SCB herausfordern würde.

So oder so zeichnet sich ab, dass Lugano und die ZSC Lions in den nächsten drei Jahren die gefährlichsten Herausforderer werden. Luganos Substanz reicht zwar nicht aus, um den Meister im «Dauerwettbewerb» Qualifikation vom ersten Platz zu verdrängen (Lugano). Aber in einer hitzigen Playoffserie ist ein schlau gecoachtes Lugano, wenn Elvis Merzlikins sein bestes Hockey spielt, zu allem fähig.

In den Partien gegen den SCB hat Lugano diese Saison den Eindruck hinterlassen, eine Mannschaft «auf einer Mission» zu sein – und beide Direktbegegnungen gewonnen. In Zürich sind die Trainer nach wie vor nicht fähig, das Spiel der talentiertesten Mannschaft der Liga zu ordnen. Wir müssten die aktuelle Hockey-Geschichte umschreiben, wenn Kari Jalonen in Zürich arbeiten würde. Aber ZSC-Sportchef Sven Leuenberger bekommt den Finnen nicht.

Für den SCB ist es wichtig, Kari Jalonens «Zauberlehrling» Ville Peltonen in den nächsten Jahren in den eigenen Reihen und nicht an einer gegnerischen Bande zu wissen.

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21Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • AllknowingP 04.11.2017 11:04
    Highlight Highlight @Klaus Zaugg
    Die National Legaue hat noch 11andere Teams über die Berichtet werden kann....


    Oder mann nennt es statt "Eismeister Zaugg" einfach "Bernkorrespondent Zaugg"
    • Lümmel 04.11.2017 12:35
      Highlight Highlight Danke! Bin gleicher Meinung!
    • weepee 04.11.2017 12:37
      Highlight Highlight Da stösst du auf taube Ohren bei KZ diesbezüglich. Hat etwa der gleiche Effekt, wie wenn du einem kleinen Kind sagst „Süssigkeiten sind schlecht für die Zähne“ - es wird trotzdem nicht aufhören sie zu essen.... Schöns wknd allne 🍻
    • dave1771 04.11.2017 13:20
      Highlight Highlight Naja, so kleine Teams ohne Fans halt?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sloping 04.11.2017 09:26
    Highlight Highlight Die Frage ist nicht ob, sondern nur wann Ville einen Job als Cheftrainer übernehmen wird. Bis 2020 wird er nicht als Assistent in Bern bleiben. Er hat die (Hockey-)Intelligenz und das Charisma nach einer grossartigen Spieler- eine ebensolche Trainerkarriere hinzulegen. Er wird nur mit Ausstiegsklausel beim SCB verlängern und bei einem valablen Angebot (HCL, Z, EVZ oder Spitzenteam in Schweden, Finnland oder der KHL) als Cheftrainer weg sein.
  • Hallo22 04.11.2017 08:02
    Highlight Highlight Ich hoffe Zug schlägt bei Gelegenheit zu und ersetzt Kreis durch Peltonen.
    • Freilos 04.11.2017 11:05
      Highlight Highlight In Zug benötigt es dringend einen Trainerwechsel.
    • Freshlemonspace 04.11.2017 11:06
      Highlight Highlight Ganz einer Meinung, Zug besitzt zwar das potential oben mit zu spielen, aber mit einem Kreis an der Bande wird es höchstens wieder zu einem Final reichen.
    • Hallo22 04.11.2017 11:57
      Highlight Highlight @avalanche89 weiss nicht ob der Trainer wirklich der Grund ist. Zug hat im Moment viele verletzte. Gestern spielten nur 3 erfahrene Verteidiger: Diaz, Schlumpf, Morant. Dazu die unerfahrenen Geisser und Fohrler. Thiry und Oejdemark von der Academy sind noch unerfahrener, da wundert mich die Anfälligkeit in der Verteidigung nicht. Könnte Zug aber auch zugute Kommen das im Moment auf Academyspieler gesetzt werden muss. Nichts desto trotz würde ich den Peltonen mit Handkuss nehmen. Denke dabei allerdings eher an die Saison 18/19...
    Weitere Antworten anzeigen
  • fandustic 04.11.2017 07:40
    Highlight Highlight Die Playoffs sind auf ihre Art auch ein Dauerwettbewerb. Ein oder zwei Siege reichen da nicht. Die Mannschaft, welche den SCB über 7 Spiele besiegen kann gibt es zurzeit nicht. Aber was nicht ist kann ja noch werden.
  • Tikkanen 04.11.2017 07:39
    Highlight Highlight ...Ville‘s Unterschrift steht kurz bevor, es werden bloss noch kleine Details bereinigt. Wäre ja auch biräweich wenn der Ville jetzt Bern verliesse. Als Käru‘s Assi erwarten ihn serielle Meistertitel, in Bern geniesst er ein in allen Bereichen Top organisiertes, in ganz Europa unerreichtes, Hockeyunternehmen🤔Was will der bsp. im HCL- Kuschelzoo? Damien chüderlä, Elvis rüehmä und Vicky flatierä? Oder im grausligen Züri? Mit dem dicken Inti joggen, Segi Sondersetten oder die 2 Lottergoalies pipäperlä?🤢
    Ergo klar, Ville bleibt lieber Assi, dafür aber in Europas Hockeyhauptstadt...🏆🐻😎🍻
    • gecko25 04.11.2017 09:05
      Highlight Highlight In die europäische Hockey Hauptstadt reisen viele gerne. Vor allem die biederen Hockeyspieler aus Österreich
    • mukeleven 04.11.2017 09:46
      Highlight Highlight tikkanen wieder mal in hochform! 😂
    • Ambraham 04.11.2017 11:11
      Highlight Highlight "Serielle Meistertitel" ist wohl noch etwas übertrieben😅 Mit parallelen Titeln (CHL, Cup) hat's Kari auch noch nicht so😭.
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