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Ueli Steck verunfallte gestern tödlich. bild: instagram

«Unfall mit viel Pech»: Steck verunfallte auf einem Terrain weit unter seinem Limit



Der Schock über den Tod von Extrembergsteiger Ueli Steck sitzt nach wie vor tief. Der Berner stürzte am Sonntagmorgen im Himalaya über rund 1000 Meter in die Tiefe und konnte nur noch tot geborgen werden. Über den Unfall werden immer mehr Details bekannt. 

Er sei wahrscheinlich ausgerutscht, meint Mingma Sherpa, der die Tour mitorganisiert hatte. Am Unglücksort sei es «eisig und felsig». «Das Wetter war gut, die Sonne schien», sagt er gegenüber dem «Tages Anzeiger». «Es ist einfach sehr, sehr traurig. Ueli war ein toller Mensch, immer nett und hilfsbereit. Doch das ist die Natur, das ist der Berg.»

Ueli Steck wollte im Himalaya einen neuen Rekord aufstellen, binnen 48 Stunden ohne Sauerstoff auf den Mount Everest und Lohtse klettern. Der Unfall ereignete sich jedoch während der Vorbereitung auf einem anderen Berg. Dem gegenüberliegenden Nupste. 

«Schock und Unglauben»

Der Nuptse sei ein steiler Berg, meint Stecks Bergsteiger-Kollegin Evelyne Binsack gegenüber TeleZüri, «aber für Ueli technisch nicht sehr anspruchsvoll». «Schock und Unglauben» seien ihre ersten Reaktionen auf die Todes-Nachricht gewesen. 

Langjährige Weggefährten sind trotz des permanenten Risikos erschüttert. Video: tele züri

Wie konnte es trotz des technisch wenig anspruchsvollen Geländes zum Unfall kommen? Jugend-Freund und Stecks Bergsteiger-Kollege Roger Schäli geht von einem «Unfall mit viel Pech» aus.

Er sagt gegenüber TeleZüri: «Er war auf einer Akklimatisationstour, bei der er auf einem Terrain weit unter seinem Limit kletterte.» Es sei ein Unfall gewesen, wie jedem auf der Strasse passieren könne, wenn er nicht am Limit sei, so Schäli.

Die grössten Erfolge von einem der besten Extrem-Bergsteiger der Welt. Video: kaltura.com

Beerdigung im Himalaya

Besonders hart dürfte die Nachricht des Todes Stecks Partnerin getroffen haben. «Sie teilten alles miteinander. Er war ihr Lebenspartner, ihr Kletterpartner», erzählt Schäli. Stecks Partnerin wird nun wahrscheinlich nach Nepal reisen, die Beerdigung des Bergsteigers wird im Himalaya stattfinden.

Kinder hatten Steck und seine Frau nicht. In einem erst letzte Woche veröffentlichten Interview mit der Zeitschrift «Bilanz» sagte Steck: «Eine Familie zu gründen, traue ich mir nicht zu». (cma)

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62Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Maya Eldorado 01.05.2017 17:49
    Highlight Highlight Bei Ueli Steck kann man ganz stark herausspüren, dass er aus folgendem Motto gelebt hat:
    Nicht eine grösstmögliche Anzahl Jahre aneinanderzureihen ist entscheidend, sondern was ich aus den Jahren mache, die mir zur Verfügung stehen.
  • Snowy 01.05.2017 13:07
    Highlight Highlight Manchmal sollte man (als Kommentarschreiber) einfach auch mal still sein können...
    Ihr habt keine Ahnung vom Bergsteigen? Kein Problem aber dann spart euch eure pietätslosen Kommentare angesichts eines gestern verstorbenen Menschen.
    • Maragia 01.05.2017 14:33
      Highlight Highlight Meinungsfreiheit und so kennsch?
    • N. Y. P. D. 01.05.2017 15:05
      Highlight Highlight @Maragia
      Einer der weltbesten Kletterer ist abgestürzt. Seine Frau und seine Angehörigen sind auf dem Weg nach Nepal.
      Und Du laberst hier was von Meinungsfreiheit. Was interessiert hier, was Du über Meinungsfreiheit denkst.

      Pietätlose Kommentare als Meinungsfreiheit deklarieren !

      Du hast es echt drauf. Da fehlen einem die Worte.
    • Maragia 01.05.2017 15:28
      Highlight Highlight Ändern nichts an der Tatsache. Er lebte mit dem RIsiko und war eine öffentliche Person. Also muss man damit rechnen, dass auch über seinen Tot so öffentlich gesprochen wird... http://Änd
    Weitere Antworten anzeigen
  • runner 01.05.2017 10:45
    Highlight Highlight Die Gefahr der Routine. Bei einfachen nicht anspruchsvollen Unternehmungen konzentriert man sich nicht sehr. 1 falscher Schritt .... tut mir echt Leid.
  • Squirri 01.05.2017 10:44
    Highlight Highlight [...] Die genauen Umstände sind derzeit noch unbekannt. Die Familie ist unendlich traurig und bittet die Medienschaffenden, aus Respekt und Rücksicht gegenüber Ueli derzeit auf Spekulationen über die Umstände von dessen Tod zu verzichten.[...]

    Rücksicht und Respekt der Familie gegenüber ist wohl leider zu viel verlangt. Lieber alles ausreizen und spekulieren um Klicks zu generieren. Ein Unfall ist schlussendlich leider in der heutigen Zeit nur noch ein Tagesgeschäft. Schämt Euch!
    • Slowslam 01.05.2017 11:02
      Highlight Highlight Danke!!!!!!
    • dorfne 01.05.2017 13:07
      Highlight Highlight Stimmt schon. Aber Streck selber hat die Oeffentlichkeit stets intensiv gesucht. Natürlich geht da das Interesse über seinen Tod hinaus!
    • Lami23 02.05.2017 22:09
      Highlight Highlight Die Herausforderung, nicht die Öffentlichkeit. Er galt ja nicht gerade als "interviewgeil"
  • atomschlaf 01.05.2017 10:42
    Highlight Highlight Mein Beileid seinen Angehörigen.
    R.I.P.

    Aber für mich nicht bedeutender als wenn Peter M. aus Hinterpfupfigen stirbt.
    Ich kannte beide nicht.
    • Dame vom Land 01.05.2017 11:04
      Highlight Highlight Und warum müssen Sie das jetzt unbedingt hier schreiben?
    • atomschlaf 01.05.2017 11:31
      Highlight Highlight Liebe Dame vom Land, ganz einfach weil mir das gegenwärtige Medientheater bescheuert und masslos übertrieben finde.
    • Rabbi Jussuf 01.05.2017 11:39
      Highlight Highlight vielleicht weil das bereits der etwa 6. Bericht von watson über Steck ist? und der nicht wirklich Bedeutendes geleistet hat im Vergleich zu vielen anderen, die nie genannt werden?
      Oder weil hier eine scheinbare Anteilnahme abverlangt wird? Für jemanden, den man nicht kannte?
    Weitere Antworten anzeigen
  • My Senf 01.05.2017 09:43
    Highlight Highlight Persönlich verstehe ich es nicht. So wie ch das jetzt mitkriegt war der Berg seine Heimat da er ja quasi meist dort war. Ich Bruch jetzt auch keine Bücher lesen um das zu verstehen! Es ist tragisch, andererseits lebte er sein Leben. Wenn das schon jemand zum Helden macht, haben wir hier zuhause auch viele davon!
  • N. Y. P. D. 01.05.2017 08:58
    Highlight Highlight Liest seine Bücher. Hört genau hin, wenn er etwas sagt(e).
    Einmal traf er einen Alpinistenkollegen zufällig auf einer langen Tour. Ueli Steck selber hatte an diesem Tag keinen Proviant eingepackt. Was ein bischen mühsam war, aber er war ja einer der besttrainierten Bergsteiger.

    Sein Kollege gab ihm dann einen frischen Apfel und warmen Tee. "Ich war der glücklichste Mensch auf Erden. Ein Freund gab mir einen Apfel und wir hatten dann einen tollen Tag zusammen. Ich lebe für solche Erlebnisse." so Ueli.

    Ueli liebte die Freiheit und hielt sich fern von Neidern, Bünzlis..
    • äti 01.05.2017 10:37
      Highlight Highlight Bei allem Respekt, den hab ich. Aber ein Profi-Alpinist geht ohne Proviant auf lange Tour? Tönt wie ein Rennfahrer an der Tour-de-France ohne Velo. Hoffe, die hübsche Story hat Fehler drin.
    • Snowy 01.05.2017 12:03
      Highlight Highlight Danke für diese schöne Geschichte, Vreni.
      RIP Ueli!
  • KING FELIX 01.05.2017 08:31
    Highlight Highlight Ich weiss nicht was ich von all dem halten soll, ueli steck war bevor er gestorben ist nicht in meinem bewusstsein.
    Reicht es jetzt nicht? Habt ihr genug klicks mit seinem tod generiert?
    Muss das ganze so dermassen gepusht werden?
    • who cares? 01.05.2017 09:13
      Highlight Highlight Anstatt zu warten bis genug Informationen da sind um einen fundierten Bericht zu schreiben, wird für jedes kleine bisschen Artikel um Artikel um Artikel rausgehauen um die Sensationsgeilheit der Leser zu befriedigen. Gibt mehr Klicks.
    • who cares? 01.05.2017 11:22
      Highlight Highlight Nein. Das ist der erste Artikel, den ich zu diesem Thema angeklickt habe und auch nur, weil ich diesen Kommentar dazu schreiben wollte, da mir aufgefallen ist, dass stündlich neue Artikel kommen um das Thema auszuschlachten. Ich weiss nicht was Ueli Steck genau zugestossen ist, und die genauen Umstände seines Todes gehen weder mich noch die anderen Leser etwas an.
      R.I.P
    • N. Y. P. D. 01.05.2017 11:27
      Highlight Highlight Meine Fresse,
      was man hier alles lesen muss. Jeder Artikel bisher hier auf watson hatte neue Erkenntnisse geliefert, was die ganzen Umstände betrifft.

      Die restlichen Artikel liessen sein Leben und seine Erfolge Révu passieren.

      @watson
      Ihr berichtet in angemessener Kadenz hinsichtlich der Bedeutung dieses aussergewöhnlichen Alpinisten.

      Ich gehe mit @Vrenelis Gärtli einig. Scheinheilige und Heuchler..

      P. S. Euer Erlebnis mit Ueli beschreibt ihn perfekt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • JackMac 01.05.2017 08:18
    Highlight Highlight Wer sich zuviel in Gefahr begibt, wird darin umkommen (Jesus ben Sirach).
    Ist zwar nicht tröstlich, aber wahr. Alles Gute den Hinterbliebenen. Er ist in der Gewissheit gestorben, seinen Traum gelebt zu haben.
  • Schneider Alex 01.05.2017 07:28
    Highlight Highlight Bergsteiger sind für mich verantwortungslose Hasardeure!
    • Ton 01.05.2017 08:05
      Highlight Highlight Am Limit zu klettern ist pure Verantwortung.
    • dorfne 01.05.2017 08:49
      Highlight Highlight Nur die Extremen, denn sie akzeptieten die Grenzen nicht, welche die Natur dem.Menschen setzt. Das ist allerdings ein gesamtgesellschaftliches Problem.
    • Baba 01.05.2017 09:02
      Highlight Highlight Herr Schneider, sind Sie tatsächlich davon überzeugt, dass Ihr Kommentar hier am richtigen Ort zur richtigen Zeit ist?

      Googlen Sie doch bitte mal "Taktgefühl". Daneben wünsche ich Ihnen eine gute Woche.

      PS ich hoffe, Sie schauen sich NIE ein Abfahrtsskirennen an...
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 01.05.2017 06:55
    Highlight Highlight Von einem Risiko-Forscher hörte ich einmal folgenden Ratschlag: "Fahren Sie kein Motorrad und klettern Sie nicht auf Berge!"
    Ueli Steck kletterte aber nicht nur, sondern er kletterte alleine und ungesichert. Und er kletterte nicht langsam und überlegt, sondern Tempo bolzend hektisch.
    Da kann man sich eigentlich nur wundern, dass seine "Hochrisiko-Strategie" so lange gut ging...
    Das Sensationslüsterne Publikum (zu dem vorsichtige Stubenhocker wie ich gehören) wiederum erzeugte einen sozialen Druck auf den "Modernen Gladiator", immer weiter zu machen, bis zum -erschreckend banalen- Heldentod...
    • mbr72 01.05.2017 08:42
      Highlight Highlight Ich glaube kaum, dass ein "sensationslüsternes" Publikum sein Treiber war. Damit man auf ein solches Niveau kommt, braucht es intrinsische Motivation.
    • rodolofo 01.05.2017 09:16
      Highlight Highlight Natürlich hören wir das mit dem Sozialen Druck nicht gerne.
      Aber wenn ich jeweils sah, was für Verrenkungen Michael Jackson auf einer in die Höhe steigenden Hebe-Plattform unter dem hysterisch-fanatischen Geschrei seiner Fans machte, tat er mir irgendwie leid...
      Und damals auf dem Schulhof artete ein spielerisches Geplänkel zu einer harten und schmerzhaften Keilerei aus, als wir uns plötzlich umringt sahen von schreienden und johlenden anderen Kindern.
      Diese Dynamik spielt auch zwischen Fans und Fussball-Spielern. Das Publikum ist "der 12. Mann neben dem Feld".
    • Nausicaä 01.05.2017 15:04
      Highlight Highlight Ich frage mich, und das ohne Ueli Stecke Leistung oder Charisma irgendwie in Abrede stellen zu wollen: Warum auf Zeit klettern? Ist eine gesteigerte Schwierigkeit nicht Herausforderung genug? Ich bin keine Alpinistin, aber wenn ich wandern gehe, schaue ich nie auf die Zeit, ich seh ja weniger, wenn ich schnell bin.... Ich finde es (leider) nur logisch, dass die Todesfälle wohl in dieser Sportart zukünftig noch zunehmen werden. Wenn es in einer Disziplin, die schon per se gefährlich ist, immer gefährlicher UND schneller gehen muss, um Rekorde zu brechen, ist das Resultat ziemlich absehbar…
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