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Ethikkommission will Montag über Blatter und Platini richten

Ethikkommission will Montag über Blatter und Platini richten

18.12.2015, 17:1518.12.2015, 17:16
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Die FIFA-Ethikkommission wird im Fall der suspendierten Sepp Blatter und Michel Platini ihr Urteil am Montag bekanntgeben. Sowohl Blatter als auch Platini beteuerten einmal mehr ihre Unschuld und plädieren auf Freispruch.

«Die rechtsprechende Kammer wird sich am Wochenende zurückziehen, in Ruhe reflektieren und am Montag ihr Urteil veröffentlichen», sagte Marc Tenbücken, Sprecher der rechtsprechenden Kammer der FIFA-Ethikkommission. Zwischen zehn und elf Uhr sei am Montag mit dem Entscheid des Gremiums unter dem Vorsitz des deutschen Richters Hans-Joachim Eckert zu rechnen.

Blatters Credo: «Ich habe nichts Falsches gemacht»

Die ermittelnde Kammer der Ethikkommission hatte lebenslange Sperren gegen den FIFA-Präsidenten Blatter und den UEFA-Präsidenten Platini gefordert. Hintergrund ist eine Zahlung von zwei Millionen aus dem Jahr 2011.

Alle FIFA-Präsidenten seit Gründung des Weltverbands 1904

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Gianni Infantino (Schweiz): Seit 2016.
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Nach Darstellung der beiden Spitzenfunktionäre handelte es sich um eine verspätete Honorarzahlung für Dienste aus den Jahren 1998 bis 2002. «Ich habe nichts Falsches gemacht, das kann ich nur wiederholen. Es gab einen mündlichen Vertrag, den habe ich erfüllt», sagte Blatter, der am Donnerstag vor der Ethikkommission aussagte, bereits letzte Woche in einem Interview mit der «Sportinformation».

Bekam Platini eine Million Franken Jahresgehalt?

Platini erschien am Freitag nicht persönlich in der FIFA-Zentrale in Zürich, sondern liess sich von seinem Anwalt vertreten. Aus Sicht des früheren Ausnahmefussballers habe eine Vorverurteilung stattgefunden. Er hofft auf Entlastung durch ein internes UEFA-Dokument vom 12. November 1998, in dem über seine Tätigkeiten bei der FIFA berichtet wird. Darin soll von einem Jahresgehalt von einer Million Schweizer Franken die Rede sein.

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Joseph Blatter, aufgenommen im Jahre 1966: Der Walliser mit Jahrgang 1936 studierte an der Universität in Lausanne Volkswirtschaft und schloss 1958 mit Diplom ab.
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Im Falle einer Verurteilung dürfte die Angelegenheit beim Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne landen. Sowohl Blatter als auch Platini hatten diesen Schritt bei einem Negativentscheid angekündigt.

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Die Zeit eilt: Am 26. Februar findet der ausserordentliche FIFA-Kongress in Zürich statt. Den will Blatter als rehabilitierter Chef leiten, bevor sein Nachfolger gewählt wird. Diesen Posten strebt Platini an, der nur bei einem sofortigen Freispruch zum noch ausstehenden Integritätscheck zugelassen wird. Er, der sich noch immer Hoffnung auf die Wahl zum Nachfolger von Blatter als FIFA-Präsident macht, beklagte eine Vorverurteilung.

(si/dpa)

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