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Platini will nun doch nicht mehr FIFA-Präsident werden



epa05064655 (FILE) A file picture dated 01 June 2011 shows UEFA President Michel Platini of France prior to the 61st FIFA Congress held at the Hallenstadion in Zurich, Switzerland. The international Court of Arbitration for Sport (CAS), in Lausanne, Switzerland decided on 11 December 2015 that UEFA president Michel Platinis 90-day provisional ban from football activity will not be lifted. Platini had appealed against a provisional 90-day ban which is keeping him out of the presidential race for the sport's scandal-plagued governing body FIFA. Platini remains suspended from football activities but FIFA must not extend it beyond 90 days, the Court of Arbitration for Sports rules.  EPA/ALESSANDRO DELLA BELLA

Bild: EPA/KEYSTONE

Michel Platini zieht seine Kandidatur für das Amt des FIFA-Präsidenten zurück. Er sehe keine Chance mehr, das Rennen für sich zu entscheiden, sagt er gegenüber der Sportzeitung «L'Equipe».

Platini war Ende Dezember von der FIFA-Ethikkommission für acht Jahre von sämtlichen Aktivitäten im Fussball ausgeschlossen worden. Er werde sich nun voll und ganz auf seine Verteidigung konzentrieren, erklärte der UEFA-Präsident. Der Franzose hat bereits angekündigt, den Fall vor den Sportgerichtshof CAS zu bringen.

Platini war zunächst der aussichtsreichste Kandidat für die Nachfolge von Sepp Blatter gewesen. Ein Zahlung von Blatter an Platini über zwei Millionen Franken aus dem Jahr 2011 wurde dem früheren Weltklasse-Fussballer aber zum Verhängnis. Nach Darstellung der beiden hat sie auf einem mündlichen Vertrag basiert, als Salär für ein Beratermandat von Platini bei der FIFA zwischen 1999 und 2002. Die FIFA-Ankläger sahen es anders. Die rechtssprechende Kammer der Ethikkommission warf den beiden fehlende Loyalität zur FIFA, Annahme und Gewährung von Geschenken und sonstigen Vorteilen, Interessenskonflikte und Amtsmissbrauch vor.

Für Platini wäre der Weg ins Präsidentenamt sehr lang gewesen. Er hätte zunächst von den Vorwürfen freigesprochen und dann überhaupt von der zuständigen Kommission zur Wahl zugelassen werden müssen. «Es sieht nicht sehr gut aus», sagte Platini ironisch im Gespräch mit «L'Equipe». Bei der Wahl vom 26. Februar in Zürich werden folgende Kandidaten antreten: der Walliser UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino, Scheich Salman bin Ibrahim al-Khalifa aus Bahrain, der frühere französische FIFA-Funktionär Jérôme Champagne, der Präsident des jordanischen Fussballverbandes Prinz Ali bin al-Hussein und der südafrikanische Politiker und Geschäftsmann Tokyo Sexwale. 

(sda)

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