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Alle Autos der Formel-1-Rennställe im Überblick und was erste Tests gezeigt haben

14.03.2022, 19:2318.03.2022, 13:17

Am Wochenende startet die Formel-1-Saison 2022 mit einem ersten Rennen in Bahrain. Die Teams konnten ihre neuen Rennautos bereits in Barcelona und am letzten Wochenende in Bahrain testen. Nun wird sich zeigen müssen, welches Fahrzeug unter Wettbewerb-Bedingungen die beste Leistung abgibt.

Die Konstrukteure standen im Hinblick auf diese Saison unter besonderem Druck, denn die Rennaufsicht hat neue Regeln für die Konstruktionen erlassen. Grössere Reifen und Anpassungen in der Aerodynamik sollen für spannendere Verfolgungen sorgen. Mit diesen Fahrzeugen gehen die Teams 2022 ins Rennen:

Mercedes W13

Bild: keystone

Das sagt Mercedes:

«Nach 18 Monaten harter Arbeit ist das Endergebnis der W13, ein Auto, das zu 98 Prozent neu ist und von Grund auf neu entworfen wurde, mit minimalen Bereichen, die von seinem Vorgänger übernommen wurden.»

So liefen die ersten Tests: Mercedes schockte alle Konkurrenten mit ihren schlanken Seitenteilen. Die Performance liess jedoch zu wünschen übrig. Die Silberpfeile fuhren zwar die meisten Runden, konnten jedoch, was die Bestzeiten betrifft, nicht mit der Konkurrenz mithalten. Lewis Hamilton meinte gar, mit diesem Auto könne man nicht um die Top-Plätze fahren.

  • Schnellste Runde in Bahrain-Test:
    1:32.759 (George Russell, Platz 5)
  • Motor: Mercedes-AMG

Red Bull Racing RB18

Bild: keystone

Das sagt Red Bull:

«Wenn das erste Rennen startet, wird der RB18 nicht mehr so aussehen wie heute, die Entwicklung wird im Laufe der Saison sehr schnell gehen. Es ist eine steile Lernkurve für alle, und es ist ein Wettbewerb in der Entwicklung zwischen dem ersten und dem letzten Rennen.»

So liefen die ersten Tests: Red Bull testete verschiedene Variationen ihres RB18 in Bahrain. Max Verstappen machte erst mit einem Überdreher, dann mit der Bestzeit auf sich aufmerksam. Auch Teamkollege Sergio Perez legte Bestzeiten hin. Die Konkurrenz ist sich einig: Red Bull legt dieses Jahr die Messlatte hoch.

  • Schnellste Runde in Bahrain-Test:
    1:31.720 (Max Verstappen, Platz 1)
  • Motor: Red Bull Powertrains

Ferrari F1-75

Bild: keystone

Das sagt Ferrari:

«Die Designphase wurde mit einem innovativen, unkonventionellen Ansatz in Angriff genommen. Zu den hervorstechenden Elementen gehören die untere Nase und die Karosserie, bei der besonderes Augenmerk auf die Verbauung der PU und ihrer Anbauteile gelegt wurde, um die bestmögliche aerodynamische Leistung zu erzielen.»

So liefen die ersten Tests: Neben Red Bull dominierten besonders die Ferraris die Bestzeiten-Liste an den Trainings-Sessions. Die 349 abgeschlossenen Laps zeigen auch, wie zuverlässig ihre Boliden in dieser Saison sind.

  • Schnellste Runde in Bahrain-Test:
    1:32.415 (Charles Leclerc, Platz 3)
  • Motor: Ferrari

McLaren MCL36

Bild: keystone

Das sagt McLaren:

«Im vergangenen Jahr hat das Team hart an der Entwicklung des MCL36 gearbeitet und versucht, alle Möglichkeiten zu nutzen, die sich uns bei der Konstruktion und Produktion dieser neuen Autos bieten. Die Formel 1 und die FIA haben bei der Entwicklung des neuen technischen und sportlichen Reglements eine wichtige Arbeit geleistet.»

So liefen die ersten Tests: Für McLaren verlief die Testphase in Bahrain grauenhaft. Daniel Ricciardo testete kurz vor dem Start positiv auf das Coronavirus und konnte nicht teilnehmen. Dann hatte das Team mit Bremsschwierigkeiten zu kämpfen, sie scheinen zu schnell zu überhitzen. Das Team von McLaren hat also noch einige Fehler zu beheben, bevor die Saison am Wochenende startet.

  • Schnellste Runde in Bahrain-Test:
    1:33.191 (Lando Norris, Platz 8)
  • Motor: Mercedes-AMG

Alpine A522

Bild: keystone

Das sagt Alpine:

«Neben einem komplett neuen Chassis und einer neuen Fahrzeugkonstruktion ist das Team stolz darauf, sein brandneues RE22-Aggregat zu präsentieren. Die Motorenspezifikation und das Packaging haben dem Team zusätzlichen Spielraum bei der Gestaltung des restlichen Autos gegeben, um die neuesten technischen Vorschriften besser zu nutzen und sich auf die neue Kraftstoffspezifikation E10 einzustellen, die den nächsten Schritt zu nachhaltigen Kraftstoffen in der Formel 1 darstellt.»

So liefen die ersten Tests: Fernando Alonso und Esteban Ocon dürften positiv gestimmt in das erste Rennen am Wochenende starten. Die ersten Tests zeigten, dass ihre Autos solide und schnell sind. An den Tests machten sich keine ernstlichen Fehler bemerkbar und die beiden Alpine-Fahrer mischten ganz oben in den Bestzeiten mit.

  • Schnellste Runde in Bahrain-Test:
    1:32.698 (Fernando Alonso, Platz 4)
  • Motor: Renault

AlphaTauri AT03

Bild: keystone

Das sagt AlphaTauri:

«Die Scuderia AlphaTauri hat das neue Formel-1-Reglement mit dem AT03 in einem neuen blau-weissen Design umgesetzt. Kontinuität ist auch in dieser neuen Ära der Formel 1 der Schlüssel zum Erfolg. Daher hat das Team das äusserst wettbewerbsfähige Duo Pierre und Yuki für die kommende Saison beibehalten.»

So liefen die ersten Tests: AlphaTauri konnte weder überzeugen, noch enttäuschte das Team. Was die Verlässlichkeit des Autos betrifft, gibt es keine grossen Probleme. Doch in der Bestzeiten-Liste suchte man die Weiss-Blauen vergebens.

  • Schnellste Runde in Bahrain-Test:
    1:33.002 (Yuki Tsunoda, Platz 7)
  • Motor: Red Bull Powertrains

Aston Martin AMR22

Bild: keystone

Das sagt Aston Martin:

«Der AMR22 verfügt über eine radikale aerodynamische Design-Philosophie, die von den neuen technischen Regeln vorgeschrieben wird, um wettbewerbsfähigere Rennen zu ermöglichen. Eine aktualisierte Fahrzeuglackierung sorgt für noch mehr Aggressivität, wobei sich limonenfarbene Details mit einer verfeinerten Version der traditionellen grünen Lackierung vermischen.»

So liefen die ersten Tests: Aston Martin hatte mit keinen grösseren Problemen zu kämpfen. Die Fahrzeuge können wohl, was die Geschwindigkeit betrifft, nicht mit den Top-Teams mithalten, ihre Verlässlichkeit haben die AMR22 aber bewiesen.

  • Schnellste Runde in Bahrain-Test:
    1:33.821 (Sebastian Vettel, Platz 9)
  • Motor: Mercedes-AMG

Williams FW44

Bild: keystone

Das sagt Williams:

«Der FW44 wurde im Einklang mit dem neuen Formel-1-Reglement entwickelt, um engere Rennen zu fördern, und verfügt über aerodynamische Modifikationen, darunter Winglets und Radabdeckungen über den Rädern, 18-Zoll-Niederquerschnittsreifen von Pirelli und gerollte Heckflügel.»

So liefen die ersten Tests: Die Bremsen von Nicholas Latifi fingen gleich am ersten Tag Feuer und das Problem schien sich nicht beheben zu lassen. Das zweite Fahrzeug mit Alex Albon zeigte jedoch, dass es sonst keine weiteren Probleme zu geben scheint.

  • Schnellste Runde in Bahrain-Test:
    1:33.959 (Guanyu Zhou, Platz 10)
  • Motor: Mercedes-AMG

Haas VF-22

Bild: keystone

Das sagt Haas:

«Die Aerodynamik der VF-22 unterscheidet sich auffallend von allem bisher Dagewesenen. Um das Ziel der Vorschriften zu erreichen, wurden neue Elemente wie ein Bodeneffektboden, ein vereinfachter Vorderflügel und ein dramatisch geformter Hinterflügel eingebaut.»

So liefen die ersten Tests: Die Testzeiten verzögerten sich etwas, weil einige Teile nicht rechtzeitig geliefert werden konnten. Danach zeigten sich bei Haas einige kleinere Probleme während den Sessions, sie alle konnten aber behoben werden. Ansonsten hinterliessen die weissen Boliden einen ziemlich schnellen Eindruck.

  • Schnellste Runde in Bahrain-Test:
    1:32.241 (Mick Schumacher, Platz 2)
  • Motor: Ferrari

Alfa Romeo C42

Bild: keystone

Das sagt Alfa Romeo:

«Der Alfa Romeo F1 Team ORLEN C42 ist das erste Auto, das in Hinwil unter dem Budget-Cap-Reglement und für die neue Ära der Formel 1 ab 2022 produziert wird. Das von einem Team unter der Leitung des Technischen Direktors Jan Monchaux entworfene Auto ist eine radikale Abkehr von der Vergangenheit, da es die Möglichkeiten nutzt, die der neue Bodeneffekt, das aktualisierte Aerodynamikpaket und die 18-Zoll-Niederquerschnittsreifen vorgeben.»

So liefen die ersten Tests: Alfa Romeo startete schwach in die Trainings in Barcelona und hatte einiges an Boden gut zu machen in Bahrain. Hier zeigten sich jedoch keine grösseren Probleme, was für ein gutes Troubleshooting spricht.

  • Schnellste Runde in Bahrain-Test:
    1:32.985 (Valtteri Bottas, Platz 6)
  • Motor: Ferrari
Wer gewinnt den ersten Grand Prix 2022 in Bahrain?
Max Verstappen (Red Bull)30%
Lewis Hamilton (Mercedes)20%
Valtteri Bottas (Alfa Romeo)7%
Sergio Pérez (Red Bull)2%
Carlos Sainz (Ferrari)8%
Lando Norris (McLaren)2%
Charles Leclerc (Ferrari)13%
Daniel Ricciardo (McLaren)1%
Pierre Gasly (AlphaTauri)1%
Fernando Alonso (Alpine)1%
Esteban Ocon (Alpine)0%
Sebastian Vettel (Aston Martin)1%
Lance Stroll (Aston Martin)1%
Yuki Tsunoda (AlphaTauri)0%
George Russell (Mercedes)5%
Nicholas Latifi (Williams)0%
Mick Schumacher (Haas)2%
Guanyu Zhou (Alfa Romeo)3%
Kevin Magnussen (Haas)2%
Alex Albon (Williams)1%
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12 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
avatar
Scenario 7
14.03.2022 21:40registriert November 2020
Danke, dass ihr auch über die Formel 1 informiert! Auch wenn such hier und da ein kleiner Fehler einschleicht, sind die Artikel super. Bitte mehr davon!
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