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Neymar und Firmino werden ab 2024 in der UEFA Nations League mittun können.
Neymar und Firmino werden ab 2024 in der UEFA Nations League mittun können.Bild: AP

UEFA holt Brasilien und Co. in die Nations League – und stachelt so Machtkampf mit FIFA an

Die UEFA bringt sich weiter gegen die FIFA-Pläne einer WM im Zwei-Jahres-Rhythmus in Stellung. Der europäische Fussballverband spannt mit seinem Pendant aus Südamerika zusammen und plant eine weitreichende Kooperation.
17.12.2021, 14:0517.12.2021, 14:39

Die Pläne der FIFA, die Fussball-WM im Zwei-Jahres-Rhythmus durchzuführen, hat die UEFA arg unter Druck gesetzt. Präsident Aleksander Ceferin sieht die EM in Gefahr und drohte nach der Ankündigung gar mit Boykott. Die EM ist neben der Champions League die zweite Cashcow der UEFA, mit der sie das grosse Geld macht.

Um der FIFA besser die Stirn bieten zu können, hat sich die UEFA in dieser Woche zudem mit dem südamerikanischen Verband CONMEBOL zusammengetan und zunächst eine Zusammenarbeit bis 2028 ausgerufen. Ein zentraler Punkt dabei ist ein gemeinsames Büro in London, welches Anfang 2022 eingeweiht werden soll.

Zudem wird ein neuer, gemeinsamer Wettbewerb ins Leben gerufen: Am 1. Juni 2022 wird erstmals die sogenannte «Finalissima» ausgetragen. Dabei duelliert sich Europameister Italien mit Copa-America-Sieger Argentinien. Die «Finalissima» soll dann im Zwei-Jahres-Rhythmus jeweils im Jahr nach den beiden Kontinental-Turnieren stattfinden.

Dabei soll es nicht bleiben: Hinter den Kulissen wird offenbar bereits am nächsten Projekt zwischen UEFA und CONEMBOL gearbeitet. Wie ESPN-Journalist Dale Johnson auf Twitter schreibt, ist geplant, die zehn südamerikanischen Fussball-Nationen in die Nations League zu integrieren.

UEFA-Vizepräsident Zbigniew Boniek bestätigte gegenüber Johnson: «Die Nations League wird im nächsten Jahr zum letzten Mal im aktuellen Format ausgetragen. Ab 2024 werden die südamerikanischen Teams am Wettbewerb teilnehmen.»

Die sechs bestklassierten Nationen – derzeit sind das Brasilien, Argentinien, Kolumbien, Uruguay, Peru und Chile – werden gemäss den UEFA-Plänen in der A-Gruppe der Nations League starten, die restlichen vier in der B-Gruppe. Alle Partien werden in Europa ausgetragen, es braucht keine zusätzlichen Länderspiel-Termine.

Messi vs. Ronaldo – 2014 duellierten sich die beiden mit ihren Nationalmannschaften im Rahmen eines Testspiels.
Messi vs. Ronaldo – 2014 duellierten sich die beiden mit ihren Nationalmannschaften im Rahmen eines Testspiels.bild: imago-images.de

Vor allem für die südamerikanischen Top-Nationen Brasilien und Argentinien ist das eine frohe Kunde. Seit die UEFA die Nations League ins Leben gerufen und so Freundschaftsspiele quasi aus dem Kalender gestrichen hat, hatten die beiden Mehrfach-Weltmeister kaum mehr eine Gelegenheit auf hochkarätige Testduelle gegen europäische Gegner.

Spannend bleibt, wie die FIFA auf die ausgeweitete Nations League reagieren wird. Arsène Wenger, der Leiter für globale Fussballentwicklung beim Weltverband hatte zuletzt angekündigt, dass die FIFA die Nationalmannschaftstermine neu strukturieren und reduzieren wolle. Als Begründung gibt Wenger die hohe Belastung für die Fussballer an: Wenn man die Kontinentalmeisterschaften auf die ungeraden Jahre schieben würde, könnte eine garantierte Ruhezeit für die Spieler eingeführt werden.

Nicht explizit erwähnt hat Wenger selbstredend, dass dies auch den Weg für die WM im Zwei-Jahres-Rhythmus ebnen und so die Belastung für die Spieler wieder steigen würde. (pre)

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