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Schweizer Nati: Das bedeutet der Abstieg in Nations League für WM-Quali

epa11728236 Switzerland players Granit Xhaka (L) and Ricardo Rodriguez after losing the UEFA Nations League soccer match between Spain and Switzerland in Santa Cruz de Tenerife, Spain, 18 November 202 ...
Zwei Punkte aus sechs Spielen in der Nations League – die Konsequenzen sind für die Nati aber nicht dramatisch.Bild: keystone

Die Schweiz kommt mit blauem Auge davon – das bedeutet der Abstieg für die Nati

Ohne Sieg beendet die Schweiz die Nations League als Gruppenletzter und steigt sang- und klanglos ab. Das bedeutet der Abstieg für die Nati – auch in Bezug auf die WM-Qualifikation.
19.11.2024, 09:3919.11.2024, 14:41
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Der Abstieg aus Liga A der Nations League für das Schweizer Nationalteam steht bereits seit Freitagabend fest. Nach der gefühlten 1:1-Niederlage gegen Serbien war selbst Platz drei, der in die Relegation führt, nicht mehr zu schaffen. Nach der 2:3-Niederlage gegen Spanien ist ausserdem klar, dass die Nati sieglos und bei zwei Punkten bleibt. Damit wird die Schweiz bei der fünften Ausgabe des UEFA-Wettbewerbs in der Saison 2026/27 erstmals nicht auf höchster Stufe teilnehmen.

Eine offensichtliche Konsequenz daraus sind die weniger attraktiven Gegner. Spiele gegen Deutschland, Spanien oder Portugal – alles bisherige Gegner der Nati in der Nations League – wird es in Liga B nicht mehr geben. Noch ist unklar, auf wen die Schweiz treffen kann, da dies erst durch die Relegation entschieden wird. Einzig die Aufsteiger aus Liga C werden zum jetzigen Zeitpunkt definitiv zu den möglichen Gegnern zählen. Das sind Schweden, Rumänien, Nordirland und Nordmazedonien.

Romania's Denis Alibec is tackled by Switzerland's Manuel Akanji, left, and Switzerland's Nico Elvedi during the Euro 2024, group I, qualifying soccer match between Romania and Switzerl ...
Wie in der EM-Qualifikation könnte die Nati in der nächsten Nations-League-Kampagne erneut auf Rumänien treffen.Bild: keystone

Dies könne aber auch positive Aspekte haben, erklärte Trainer Murat Yakin. So sei es in den letzten beiden Nations-League-Kampagnen jeweils darum gegangen, den Abstieg zu verhindern. «Jetzt werden wir versuchen, in der Nations League wieder nach vorne zu spielen und nicht nur um den Ligaerhalt», so Yakin, der sich dennoch enttäuscht über den Abstieg zeigte.

Die Folgen in dem Wettbewerb, dem auch von Fanseite nur eine bedingte Wichtigkeit zugeschrieben wird, dürften trotzdem verkraftbar sein. Wenn auch weniger Tickets für die Heimspiele verkauft werden dürften. Stärker interessieren hingegen die Folgen für die WM-Qualifikation. Dort qualifizieren sich nämlich nur die Erstplatzierten der zwölf Gruppen direkt für das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada im Jahr 2026. Deshalb ist es enorm wichtig, in Topf 1 zu bleiben, um einem Krachergegner aus dem Weg zu gehen.

Und hier gibt es gute Nachrichten für die Schweiz. Denn hatte ihr vor den letzten beiden Spieltagen der Nations League noch der Absturz in Topf 2 und damit ein Gegner wie England, Deutschland oder Frankreich gedroht, ist dies nun keine Möglichkeit mehr. Neben den acht Viertelfinalisten werden nämlich die vier besten europäischen Nationen der Weltrangliste, die sich nicht für die K.-o.-Phase der Nations League qualifiziert haben, in Topf 1 geworfen.

Schon vor den abschliessenden Spielen am heutigen Dienstagabend ist klar, dass die Schweiz da nicht mehr zu verdrängen ist. Seit dem gestrigen Abend steht ausserdem fest, dass neben England, Belgien und der Schweiz auch Österreich definitiv in Topf 1 steht.

Durch das Verpassen der Viertelfinals ist für die Schweiz aber auch klar, dass sie sich auf zwei zusätzliche Qualifikations-Spiele gefasst machen muss. Die Nati wird nämlich definitiv in eine Fünfergruppe gelost, während die acht besten Teams der Nations League das Privileg einer Vierergruppe haben.

In der WM-Qualifikation gilt es dann, mindestens Platz zwei zu erreichen. Denn während die Gruppensieger definitiv qualifiziert sind, kämpfen die zwölf Zweiten mit den vier besten, noch nicht für die WM qualifizierten Nations-League-Teams um die verbleibenden vier Tickets.

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Die Nati-Noten gegen Spanien
1 / 17
Die Nati-Noten gegen Spanien
Goalie: Yvon Mvogo, 5
Machts Kobel nach und wehrt einen Penalty ab. Verhindert eine höhere Niederlage. Stark!

quelle: keystone / laurent gillieron
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12 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Walt White
19.11.2024 12:43registriert November 2015
Es gibt nichts, aber auch gar nichts schön zu reden. 0 (null) Siege aus 6 Spielen müsste für sich sprechen.
259
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R26
19.11.2024 12:19registriert Oktober 2020
Solange yakin noch trainer ist boykottiere ich die nati..
2016
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    Also doch: Kein Frauenhockey – kein Direktsponsoring mehr von der Postbank
    Im letzten Herbst hat die Postbank (PostFinance) angekündigt, künftig nur noch NL-Klubs mit Direktsponsoring zu alimentieren, die ein Frauenteam in der höchsten Liga betreiben. Nun folgt die offizielle Bestätigung, dass diese «Drohung» tatsächlich wahr gemacht wird.

    Die Kommunikations-Abteilung der PostFinance bestätigt auf Anfrage: «Ja, das Konzept wird wie angekündigt umgesetzt.» Und im Detail wird ausgeführt: «Unsere Ligapartnerschaften mit der National League und der PostFinance Women’s League stehen im Mittelpunkt unseres Engagements. Alle Klubs beider Ligen profitieren weiterhin von der Topscorer-Prämie, die direkt an die Klubs ausgezahlt wird. Zusätzlich engagieren wir uns gezielt im Sponsoring von einzelnen Klubs. Ab der nächsten Saison ist eine der Voraussetzungen für ein solches Sponsoring, dass der Klub sowohl in der National League als auch in der PostFinance Women’s League ein Team stellt. Mit den betroffenen NL-Klubs haben wir bereits vor über einem Jahr das Gespräch gesucht und unsere Strategieanpassung frühzeitig kommuniziert. Die Partnerschaften mit dem HC Ambri-Piotta und dem SC Bern sind verlängert worden.»

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