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Champions League, Achtelfinal-Hinspiele

Basel – ManCity 0:4 (0:3)

Juventus – Tottenham 2:2 (2:1)

Basel's Taulant Xhaka, behind, clings to Manchester City's Raheem Sterling, front, and will get the yellow card for this action, during the UEFA Champions League round of sixteen first leg soccer match between Switzerland's FC Basel 1893 and England's Manchester City FC in the St. Jakob-Park stadium in Basel, Switzerland, on Tuesday, February 13, 2018. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Da nützt alles Klammern nichts: Basel ist gegen ManCity absolut chancenlos. Bild: KEYSTONE

Basels Viertelfinal-Traum jäh geplatzt: «Ein 0:4 zu Hause, das ist schon brutal»

Der FC Basel ging im Hinspiel des Champions-League-Achtelfinals gegen Manchester City mit 0:4 unter. Die Engländer sorgten mit drei Toren in den ersten 23 Minuten früh für die Entscheidung im Duell.



» Hier gibt's den Liveticker der Partie zum Nachlesen.

Auch bei seinem dritten Versuch wird der FC Basel die Achtelfinals der Champions League nicht überstehen. 2012 gegen Bayern München (1:0) und 2015 gegen den FC Porto (1:1) war nach dem Heimspiel noch alles möglich gewesen. Diesmal sorgte der Favorit schon im Hinspiel für klare Verhältnisse und kann der Heimpartie in drei Wochen gelassen entgegenblicken. Einen solchen Vorsprung lässt sich eine Mannschaft, die in der ganzen Saison erst zweimal knapp und jeweils auswärts verloren hat, nicht mehr nehmen.

Die Statistiken zum Spiel:

Um mit Hoffnungen auf ein Weiterkommen nach England zu reisen hätte für den FC Basel im St.Jakob-Park alles perfekt laufen müssen. Der Schweizer Meister hatte hierfür einen Plan und der wirkte eine knappe Viertelstunde vielversprechend. Dann zerstörte Manchester City die Hoffnungen auf eine Sensation mit drei Toren innerhalb von nicht mal zehn Minuten.

Fabian Frei:

«0:4 zu Hause, das ist schon brutal. Der Gegner war in allen Belangen besser. Wir müssen uns aber nicht schämen. Vor dem 0:1 hatten wir ein, zwei gute Szenen. Wenn wir etwas Glück haben, geht einer rein. Wenn du dann in neun Minuten drei Tore kriegst, wird es schwierig. Absolut abschlachten liessen wir uns am Ende zum Glück nicht.»

Marco Streller:

«Ich habe in den ersten 20 Minuten einen guten FCB gesehen, im Rahmen unserer Möglichkeiten natürlich. Wir könnten in Führung gehen, aber waren nicht effizient genug. Nach dem 0:3 war mir aber schon etwas mulmig. Am Ende haben wir aber gegen eine absolute Weltklasse-Mannschaft verloren.»

So hat Juve gespielt:

Am ärgerlichsten war der erste Treffer, der in der 14. Minute den zwischenzeitlichen Einbruch einleitete. Nach einem Eckball gewann Ilkay Gündogan am nahen Pfosten das Kopfballduell mit Fabian Frei und überraschte Goalie Tomas Vaclik. Auf die Unkonzentriertheit folgten Minuten der Unsicherheiten, die Bernardo Silva und Sergio Agüero ausnutzten.

Drei Tore in neun Minuten:

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Gündogan trifft nach einem Eckball per Kopf zum 1:0 Video: streamable

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Bernardo Silva doppelt wenig später nach. Video: streamable

Pep Guardiola:

«Basel hatte am Anfang zwei gute Möglichkeiten. Unsere ersten drei Chancen gingen gleich rein. Danach konnten wir das Spiel kontrollieren. Aber wir hatten auch etwas Glück. Am Ende zählt das Resultat, unsere Chancen auf den Viertelfinal sind jetzt natürlich hoch.»

Manchester City zeichnete speziell in der ersten Halbzeit eine bemerkenswerte Effizienz aus. Vor der Pause erspielte sich der Leader der Premier League nicht mehr als die drei verwerteten Torchancen, wobei das 0:3 ganz auf die Klasse von Agüero zurückzuführen ist. Der Argentinier traf aus 25 Metern präzis in die rechte untere Torecke des machtlosen Vaclik, der einen besonders frustrierenden Abend verbrachte, weil er kaum einmal intervenieren konnte.

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Agüero trifft aus der Distanz zum 3:0. Video: streamable

Beim 0:4 kurz nach der Pause sah er dem wunderschönen Schlenzer von Gündogan ohne Abwehrchance hinterher. Erst in der 74. Minute konnte er eine erste starke Parade zeigen.

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Gündogan schlenzt den Ball herrlich zum 4:0 ins lange Eck. Video: streamable

Krasser Klassenunterschied

Der FC Basel ergab sich trotz der früh gefallenen Entscheidungen nie seinem Schicksal, zumindest gab er das Kämpfen nie auf und griff an, wenn sich die Möglichkeit bot. Die Spieler rannten ununterbrochen über den Platz, praktizierten ein Pressing und sorgten für viele Ballverluste bei den Gästen, die mit dem klaren Sieg vor Augen etwas die Konzentration verloren, was Trainer Pep Guardiola an der Seitenlinie sichtlich in Rage brachte.

Raphael Wicky:

«Wir haben gut begonnen. Für eine perfekte Nacht hätten wir aber unsere Chancen nutzen müssen. Danach waren wir nicht schlecht, aber ManCity war technisch so stark und so ballsicher, dass wir einfach keine Chance hatten.» 

Den Basler gelang der Ehrentreffer nicht. Mohamed Elyounoussi zwang Citys Keeper Ederson in der 49. Minute zu einer Parade und der immer aktive, aber im Abschluss glücklose Dimitri Oberlin verpasste in der zweiten Halbzeit zwei exzellente Torchancen.

Der junge Stürmer, der in der Gruppenphase viermal getroffen hatte, besass in der 6. Minute auch die Möglichkeit, den FCB in Führung zu schiessen, als er alleine auf den herausgestürmten Ederson zulief, aus der schwierigen Situation aber zu wenig machte. Zu jenem Zeitpunkt war noch alles möglich, die kühnsten Träume erlaubt in den Rängen des mit 36'000 Zuschauern ausverkauften St.Jakob-Parks.

epa06522497 Basel's Michael Lang reacts after the UEFA Champions League round of 16 first leg soccer match between FC Basel and Manchester City in the St. Jakob-Park stadium in Basel, Switzerland, 13 February 2018.  EPA/GEORGIOS KEFALAS

Ein leerer Blick bei Michael Lang, der gegen Manchester United noch der grosse Matchwinner war. Bild: EPA/KEYSTONE

Die Basler Taktik, die Räume eng zu machen und mit viel Tempo und Personal bei Ballgewinn die Offensive zu suchen, schien Manchester City in den Anfangsminuten nicht zu behagen. Bloss verkamen alle FCB-Pläne bald mal zur Makulatur. Die individuelle Klasse von Manchester City setzte sich durch und wie ausgeprägt und breit aufgestellt diese ist, zeigte sich nach rund einer Stunde Spielzeit, als Guardiola zunächst Raheem Sterling und dann Kevin De Bruyne auswechselte und dafür David Silva und Leroy Sané brachte.

Um den Klassenunterschied zu kompensieren hätte beim FC Basel alles stimmen müssen. Kämpferisch präsentierte sich der Schweizer Vertreter einwandfrei, doch es fehlten zehn Minuten die Konsequenz, Konzentration und auch etwas das Glück. Das nutzte Manchester City gnadenlos aus. Ganz überraschend kam das klare Verdikt auch für die Zuschauer im Stadion nicht, die das Team trotz der Enttäuschung mit verhaltenem Applaus in die Kabine begleitete.

Das Telegramm:

Basel - Manchester City 0:4 (0:3)
36'000 Zuschauer (ausverkauft). - SR Eriksson (SWE).
Tore: Gündogan 0:1. 18. Bernardo Silva 0:2. 23. Agüero 0:3. 54. Gündogan 0:4.
Basel: Vaclik; Xhaka, Lacroix, Suchy; Lang, Frei, Serey Die, Riveros; Stocker (71. Ajeti), Oberlin, Elyounoussi (85. Bua).
Manchester City: Ederson; Walker, Kompany, Otamendi, Delph; De Bruyne (63. Silva), Fernandinho, Gündogan; Bernardo Silva, Agüero (85. Danilo), Sterling (56.Sané).
Bemerkungen: Basel ohne Balanta und Vailati (beide verletzt). Manchester City ohne Mendy und Gabriel Jesus (beide verletzt). Verwarnungen: 38. Xhaka (Foul/im nächsten Spiel gesperrt). 59. Fernandinho (Foul). 89. Serey Die. 89. Gündogan (beide Unsportlichkeit).(pre/sda)

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