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Super League: Marchesano schiesst FCZ in Luzern zum Sieg – Drama in Genf

Die Zuercher feiern das Tor zum 0:1 beim Super League Meisterschaftsspiel zwischen dem FC Luzern und dem FC Zuerich vom Sonntag, 18. Februar 2024 in Luzern. (KEYSTONE/Urs Flueeler)
Der Matchwinner lässt sich feiern: Antonio Marchesano (2. v. l.) schiesst den FCZ im ersten Spiel nach dem Abgang von Trainer Bo Henriksen zum Sieg.Bild: keystone

Marchesano schiesst den FCZ in Luzern spät zum Sieg – Servette gewinnt dramatisch

Dank einem Treffer in der 90. Minute kommt Zürich in Luzern zum 1:0-Sieg. Antonio Marchesano sorgt für das gelungene Debüt des neuen Trainer-Duos. In Genf dreht Servette die Partie gegen Lugano derweil in einer dramatischen Schlussphase.
18.02.2024, 18:2318.02.2024, 19:05
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Luzern – Zürich 0:1

Über fast die gesamte Spieldauer hatten sich Luzern und Zürich mehrheitlich neutralisiert. Dann kam ein Eckball in der 90. Minute und der grosse Moment des Antonio Marchesano. Nachdem Goalie Pascal Loretz den Ball erst weggefaustet hatte, lauerte der Zürcher Angreifer weiter auf seine Chance und wurde belohnt. Via Armstrong Oko-Flex landete der Ball vor Marchesanos Füssen, dieser musste aus kurzer Distanz nur noch einschieben. Der 33-Jährige scheint Luzern zu mögen, beim 4:1-Sieg im Oktober hatte er sogar doppelt getroffen.

Der späte Schuss ins Glück freute natürlich auch das neue Trainer-Duo Murat Ural und Umberto Romano. Es war deren erstes offizielles Spiel als Haupttrainer nach dem vorzeitigen Abgang von Bo Henriksen, der zu Mainz in die Bundesliga wechselte.

Das sagt FCZ-Co-Trainer Murat Ural:

«Ich muss dem Team ein Kompliment machen, wie es alles probiert, bis zum Ende gekämpft und sich so den verdienten Sieg geholt hat.»

Dank dem zweiten 1:0-Sieg in Folge belegen die Zürcher, die davor sieben Spiele in Folge nicht mehr gewonnen hatten, neu den 3. Platz in der Tabelle. Auf das vor ihnen liegende Servette fehlen ihnen fünf Punkte.

Der Trainer des FC Zuerich, Murat Ural beim Super League Meisterschaftsspiel zwischen dem FC Luzern und dem FC Zuerich vom Sonntag, 18. Februar 2024 in Luzern. (KEYSTONE/Urs Flueeler)
Feiert einen erfolgreichen Einstand: Murat Ural.Bild: keystone

Das sagt Luzern-Coach Frick:

«Uns war bewusst, dass es aufgrund der vielen Ausfälle schwierig wird. Doch die Mannschaft hat alles rausgehauen. Dennoch war Zürich klar überlegen, auch weil wir auf Konter spielen wollten. Das späte Gegentor ist dann richtig bitter und dürfen wir nach einer Standardsituation nicht kassieren.»

Das sagt FCZ-Verteidiger Kryeziu:

«Wir sind natürlich überglücklich. Es war eine turbulente Woche, aber da sieht man auch unseren Teamgeist.
So viel hat sich aber auch nicht verändert. Murat Ural und Umberto Romano haben schon unter Bo Henriksen das Training geleitet und wir hatten viel mit ihnen zu tun. Jetzt sind sie halt die Chefs und nicht mehr die Assistenten.»

Luzern - Zürich 0:1 (0:0)
14'648 Zuschauer. SR Fähndrich.
Tor: 90. Marchesano 0:1.
Luzern: Loretz; Simani (82. Willimann), Jaquez, Löfgren; Jashari; Ulrich, Haas, Beloko (62. Winkler), Leny Meyer (62. Frydek); Klidje (75. Villiger), Okou (62. Chader).
Zürich: Brecher; Boranijasevic (75. Dante), Kamberi, Kryeziu, Rodrigo Conceição; Mathew, Krasniqi; Rohner (59. Oko-Flex), Marchesano (91. Tsawa), Okita (91. Nils Reichmuth); Ligue (59. Afriyie).
Verwarnungen: 15. Ligue, 57. Beloko, 61. Leny Meyer.

Servette – Lugano 2:1

Servette liegt gegen Lugano lange im Rückstand, holt sich dank zwei späten Toren in Überzahl aber doch noch den Heimsieg. Dank dem 2:1 bleibt der Rückstand auf Leader YB bei sieben Punkten.

Miroslav Stevanovic war die Freude anzusehen. In der 83. Minute gelang ihm das, was ihm seit dem 30. September des letzten Jahres nicht mehr gelungen war: Er erzielte einen Treffer. Und dieser war auch noch besonders wichtig. Es sah nämlich lange aus, als ob die Genfer die zweite Niederlage in Folge kassieren würden. Zwar rannten sie seit dem Gegentreffer in der 12. Minute durch Hadj Mahmoud unablässig an, es gelang ihnen offensiv jedoch wenig.

Der Wendepunkt war die direkte Rote Karte, die Anto Grgic in der 75. Minute für ein grobes Foul sah. Mit einem Spieler mehr vermochten die Genfer den Druck nochmals zu erhöhen und kamen nach Stevanovics Ausgleich sogar noch zu einem zweiten Treffer. Jérémy Guillemenot wurde im Strafraum gefoult, den fälligen Penalty verwertete Bendeguz Bolla zum 2:1.

Les joueurs genevois laissent eclater leur joie, lors de la rencontre de football de Super League entre le Geneve Servette FC et le FC Lugano, ce dimanche 18 fevrier 2024 au stade de Geneve. (KEYSTONE ...
Später Jubel auch in Genf: Servette dreht die Partie gegen Lugano in Überzahl,Bild: keystone

Es war Servettes erster Sieg gegen Lugano im zehnten Super-League-Heimspiel. Davor hatten sie einmal verloren und achtmal unentschieden gespielt.

Servette - Lugano 2:1 (0:1)
6438 Zuschauer. SR Horisberger.
Tore: 11. Mahmoud (Bislimi) 0:1. 83. Stevanovic (Kutesa) 1:1. 89. Bolla (Penalty) 2:1.
Servette: Mall; Tsunemoto, Rouiller, Bronn, Mazikou (61. Bolla); Stevanovic, Ondoua, Cognat, Kutesa; Antunes (92. Magnin), Guillemenot.
Lugano: Saipi; Hajrizi, Mai, El Wafi, Hajdari (90. Vladi); Mahmoud (79. Espinoza), Grgic, Sabbatini; Bislimi (79. Cimignani), Celar (79. Macek), Mahou (62. Bottani).
Bemerkungen: 75. Rote Karte gegen Grgic (grobes Foul).
Verwarnungen: 18. Mahou, 43. Sabbatini, 60. Mazikou, 78. Bronn, 94. Magnin. (nih/sda)

YB – Lausanne-Ouchy 1:0

Die Tabelle

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