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epa09274193 Cristiano Ronaldo of Portugal celebrates after scoring his team's third goal during the UEFA EURO 2020 group F preliminary round soccer match between Hungary and Portugal in Budapest, Hungary, 15 June 2021.  EPA/HUGO DELGADO

Mit seinem Trademark-Jubel feiert Cristiano Ronaldo das Tor zum 3:0. Bild: keystone

Also dieser Ronaldo mal wieder … zwei Tore zum Sieg und neuen Rekorden

Es dauert und dauert und dauert, bis Portugal in seinem EM-Auftaktspiel gegen Ungarn (3:0) doch noch trifft. Und selbst wenn Cristiano Ronaldo dem Spiel für einmal nicht seinen Stempel aufdrücken kann, so ist er als Doppeltorschütze am Ende doch wieder die grosse Figur.



Cristiano Ronaldo muss nicht einmal spielen, um für Aufsehen zu sorgen. Es reicht schon, wenn der fünffache Weltfussballer des Jahres an einer Medienkonferenz zwei Coca-Cola-Flaschen zur Seite stellt und dafür wirbt, Wasser zu trinken.

Einen Tag später absolviert er sein 176. Länderspiel. Lange tut er sich schwer, es gelingt ihm wenig. «Das ist der Beweis, dass irgendwo in ihm tatsächlich ein Mensch steckt», twittert Gary Lineker, Englands WM-Torschützenkönig 1986, nach einer vergebenen Chance kurz vor der Pause. Ronaldo trifft das leere Tor nicht – das hat wirklich Seltenheitswert.

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Den hat er durchaus schon mal gemacht. Video: streamable

Die Portugiesen arbeiteten sich an den emsig verteidigenden Ungarn ab, ähnlich wie tags zuvor die Spanier sich vergeblich am Riegel der Schweden abmühten. Doch als man sich bereits Gedanken zu einem weiteren torlosen Unentschieden machte, schoss der Titelverteidiger doch noch Tore – gleich drei zwischen der 84. und der 92. Minute.

«Kann nicht mal Ungarn schlagen.» – «Wenigstens kein Ronaldo-Tor.» – «Penaldo!» – «Neeeein, ein Abstauber.»

Noch drei Treffer zum Weltrekord der Länderspieltore

Raphael Guerreiro brachte Portugal mit einem abgefälschten Schuss in Führung, ehe die Reihe wieder einmal am grossen Cristiano Ronaldo war. Ein Penaltytreffer und das Tor zum 3:0-Endstand bedeuteten seine Tore Nummer 105 und 106 im Nationalteam. Nur noch drei Treffer fehlen zur Einstellung des Weltrekords von Ali Daei, der für den Iran 109 Tore schoss.

Ronaldos später Doppelpack gegen Ungarn. Video: SRF

Eine andere Bestmarke hat sich CR7 an diesem lauen Sommerabend in Budapest schon gesichert. Er hat an Europameisterschafts-Endrunden nun 11 Tore erzielt – so viele wie kein anderer. Bislang teilte er sich den Rekord mit Michel Platini, dem früheren Mittelfeldstrategen Frankreichs und späteren UEFA-Präsidenten.

Ein Rekord, den ihm Lionel Messi nie abjagen wird …

Mit zwölf gewonnenen EM-Partien führt Ronaldo neu auch in dieser Statistik alleine. Den Rekord hatte er bis vor der Euro 2020 mit den Spaniern Cesc Fabregas und Andres Iniesta geteilt. Der Doppelpack gegen Ungarn führt ausserdem dazu, dass Ronaldo nun der einzige Fussballer ist, dem es in drei EM-Partien gelang, zwei Tore zu erzielen.

Santos: «Die Ungarn verkaufen Kindern im Stadion Coca-Cola …»

Und noch ein Rekord: Cristiano Ronaldo ist nun der erste Spieler, dem an vier EM-Endrunden mindestens zwei Tore gelangen. Dies schaffte er schon 2004, 2012 und 2016.

24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr ein Vollprofi

Für wie wertvoll auch immer man diese Rekorde halten will: Sie sind gleichzeitig Beleg für Ronaldos Klasse wie für seine Langlebigkeit. Das Wegschieben der Cola-Flaschen war nicht bloss eine Geste des 36-Jährigen. Es steht sinnbildlich dafür, wie sehr der Portugiese von der Blumeninsel Madeira 24 Stunden am Tag ein Vollprofi ist, der seinem Körper, seinem Kapital, Sorge trägt.

Sein Talent hat ihn weit gebracht. Aber erst sein unendlicher Fleiss und der tagtägliche, pausenlose Einsatz hat aus ihm die gestählte «Maschine» gemacht, die läuft und läuft und läuft. Und die dann trifft, wenn es zählt und selbst dann, wenn der Motor zuvor ein wenig gestottert hat.

Vielleicht hat ja jemand aus der Ferne die Maschine geölt.

Der Traum von der Titelverteidigung

Dass Cristiano Ronaldo nicht einmal spielen muss, um für Aufsehen zu sorgen, war schon vor der Cola-Episode bekannt. 2016 im EM-Final musste der Star früh ausgewechselt werden – was für ein Drama! Verletzt an der Seitenlinie stehend dirigierte er seine Mitspieler wie ein Trainer und führte seine Mannschaft so halt auf diese Weise zum Titel.

Paris, Frankreich, 10.07.2016, Europameisterschaft Finale, Portugal - Frankreich, Trainer Fernando Santos (POR) und Cristiano Ronaldo (POR) ( DeFodi507

Paris France 10 07 2016 European Championship Final Portugal France team manager Fernando Santos POR and Cristiano Ronaldo POR DeFodi507

Wer ist hier der Trainer? Fernando Santos und Cristiano Ronaldo im EM-Final 2016 gegen Frankreich. Bild: imago sportfotodienst

Jener Ronaldo-Rekord, der für Portugal an diesem Turnier der wichtigste wäre, wird übrigens frühestens am 6. Juli fallen: Wenn es die Lusitaner in den Final schaffen, wird Ronaldo zum ersten Fussballer mit drei EM-Endspiel-Teilnahmen.

So ein Ar***! Aber ich mach trotzdem ein Foto.

In der Gruppe F sind Weltmeister Frankreich und Deutschland die weiteren Gegner. Die Portugiesen haben im Kampf um die zwei Fix-Tickets für die Achtelfinals vorgelegt – auch dank der Treffsicherheit ihrer Ikone Cristiano Ronaldo.

«Ronaldo zu Bruno Fernandes, als der fragte, ob er den Penalty schiessen dürfe.»

So könnten Ronaldo, Messi und Co. später als Trainer aussehen

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In Zukunft an der Seitenlinie? So könnten Ronaldo, Messi und Co. später als Trainer aussehen
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Die besten Bilder der EM 2020

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Die besten Bilder der EM 2020
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