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Ivan Rakitic weint bei Abschied aus Sevilla – und wechselt zu Saudis

epa11114201 Croatian midfielder Ivan Rakitic poses next to Europa League trophies during his farewell press conference in Seville, Spain, 30 January 2024. Rakitic leaves Sevilla FC after 323 official  ...
Ivan Rakitic zwischen den beiden Europa-League-Trophäen, die er mit dem FC Sevilla gewann.Bild: keystone

Ivan Rakitic erklärt Sevilla unter Tränen seine Liebe – und wechselt dann zu den Saudis

31.01.2024, 10:3431.01.2024, 16:21
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Bei seinem Abschied aus Sevilla schiessen Ivan Rakitic Tränen in die Augen. Insgesamt sieben Jahre verbrachte der 35-Jährige beim FC Sevilla. «Ich habe so viele Freunde und Verwandte hier, dass es nach einer Lüge klingt», sagt Rakitic, «wie kann ein Kroate, der in der Schweiz geboren wurde, sagen, dass Sevilla sein Zuhause ist?»

Zu diesem wurde die Stadt in Andalusien erstmals, als er im Januar 2011 im Alter von nicht einmal 23 Jahren von Schalke nach Sevilla wechselte. Noch am Vorabend seiner Vertragsunterschrift lernte er seine spätere Ehefrau kennen, wie er einmal erzählte. Mit Raquel Mauri ist er noch heute verheiratet und er hat zwei Töchter, die bisher ausschliesslich in Spanien aufwuchsen.

Neben Sevilla war das Barcelona, wo Rakitic zwischen 2014 und 2020 spielte und grosse Erfolge feierte. Vier Meistertitel und die Champions League gewann der 106-fache Nationalspieler mit Barça, bevor er nach Sevilla zurückkehrte. 2022/23 triumphierte er mit dem Klub zum zweiten Mal nach der Saison 2013/14 in der Europa League.

Nach insgesamt 323 Partien für den FC Sevilla, in denen er 51 Tore erzielte und 63 weitere vorbereitete, verlässt er den Klub nun zum zweiten Mal. An seinem Legenden-Status bei den Sevillistas wird dies nichts ändern, Kritik wird er für seinen Wechsel dennoch einstecken. Denn Rakitic hat sich dazu entschieden, bei Al-Shabab in Saudi-Arabien zu unterschreiben. Unter den Vorstellungsposts kommentierte er auf Instagram gleich mit zwei Herzen in den Vereinsfarben Schwarz und Weiss.

Sevilla's Ivan Rakitic celebrates after winning the Europa League final soccer match between Sevilla and Roma, at the Puskas Arena in Budapest, Hungary, Wednesday, May 31, 2023. (AP Photo/Denes E ...
323 Spiele absolvierte Ivan Rakitic für Sevilla – so viele wie für keinen anderen Verein.Bild: keystone

Dabei dürfte das Jahresgehalt von gerüchteweise 20 Millionen Euro netto bis Sommer 2025 eine erhebliche Rolle gespielt haben. In Sevilla verdiente er angeblich rund ein Drittel davon. Ausserdem wäre sein Vertrag im Sommer ausgelaufen. Gut möglich, dass er für eine Verlängerung bei dem finanziell angeschlagenen Klub auf Gehalt hätte verzichten müssen.

Trotz der erneuten Trennung gibt Rakitic seinem alten Arbeitgeber ein Versprechen: «Jetzt gehe ich, aber ich komme zurück. Der Klub hat mich immer an seiner Seite, auch wenn ich weit weg bin.» Gerade in der schwierigen Phase – Sevilla befindet sich in La Liga im Abstiegskampf und ist sowohl europäisch als auch im Cup ausgeschieden – habe der Verein Rakitics volle Unterstützung. «Ich bin zuversichtlich, dass alles gut wird», sagt der frühere Basel-Junior und -Profi zum Abschluss. Helfen will er dabei aber scheinbar nicht mehr. (nih)

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Diese Star-Spieler wechselten bereits nach Saudi-Arabien
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Ivan Rakitic verlässt den FC Sevilla vorzeitig und ablösefrei, um bei Al-Shabab zu unterschreiben.
quelle: keystone / peter dejong
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97 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Massalia
31.01.2024 10:52registriert Juni 2021
Ist auch nachvollziehbar bei dem Hungerlohn, den er in Sevilla erhält... 🤑💰🤑💰
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Ohniznachtisbett
31.01.2024 11:26registriert August 2016
Lächerlich. Wenn du weinen musst, deine Heimat zu verlassen, dann bleib da. Spiel für soviel, wie dir dein Herzensklub bezahlen kann, wenn es ihm finanziell schlecht geht. Das ist doch peinlich dann wegen etwas Geld nach Saudi Arabien zu verreisen. Der hat ja genug verdient in seinem Leben.
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bokl
31.01.2024 11:00registriert Februar 2014
Einmal mehr wurde die Chance verpasst die Abschiedstränen live mit Geldnoten zu trocknen. Ein Platz für die Ewigkeit im Meme-Universum wäre garantiert.

Ein Wechsel nach SA ist ja generell kein Ruhmesblatt. Aber wenn man der einzige Mann in der Familie ist, erhöht das den Ego-Faktor noch zusätzlich.
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