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epa05942703 Juventus goalkeeper Gianluigi Buffon (R) hugs his teammate Gonzalo Higuain (C) net to Paulo Dybala (L) after winning the UEFA Champions League semi final, first leg soccer match between AS Monaco and Juventus at Stade Louis II in Monaco, 03 May 2017.  EPA/GUILLAUME HORCAJUELO

Buffon herzt Gonzalo Higuain, Doppeltorschütze im Hinspiel. Bild: GUILLAUME HORCAJUELO/EPA/KEYSTONE

Der nächste Schritt zu Buffons «grösstem Glück der Karriere» steht an

Juventus Turin hat im Halbfinal-Hinspiel in Monaco (2:0) eine nahezu perfekte Basis geschaffen, zum sechsten Mal in das Endspiel der Champions League vorzustossen und Final-Rekordhalter Milan einzuholen.



Im Stade Louis II verflüchtigte sich Monacos Hoffnung am letzten Mittwoch, ein zweites Mal nach 2004 um die prestigeträchtigste Trophäe im Klub-Fussball spielen zu können. Selbst von einer der gefährlichsten Offensiven Europas war im Duell mit Juventus Turin nichts auszurichten.

«Wir werden versuchen, Juventus wehzutun.»

Kylian Mbappé

Das Team mit der aussergewöhnlichen Referenz von 149 Treffern in 59 Partien stiess nach den spektakulären Coups gegen Manchester City und Borussia Dortmund an die Grenzen.

epaselect epa05942627 Juventus goalkeeper Gianluigi Buffon (L) reacts with Kylian Mbappe (R) of AS Monaco during the UEFA Champions League semi final, first leg soccer match between AS Monaco and Juventus at Stade Louis II in Monaco, 03 May 2017.  EPA/GUILLAUME HORCAJUELO

Buffon und Co. haben Monaco kontrolliert. Bild: GUILLAUME HORCAJUELO/EPA/KEYSTONE

Den ersten nationalen Titelgewinn seit 17 Jahren dürften die Monegassen auf Kosten von Paris Saint-Germain gewinnen. «Alles andere wäre ein Kunstfehler», hält der Wunderknabe Kylian Mbappé fest. Mehr sei nur schwierig zu erreichen, vermutet der Teenager, dem offenbar eine konkrete Offerte von Real Madrid vorliegt.

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«Wir werden versuchen, Juventus wehzutun.» Er klang dabei nicht so, als würde er restlos daran glauben. An der Côte d'Azur sind die Fakten bekannt, das Torverhältnis von Juventus (19:2) lässt wenig Spielraum zu; in knapp fünf Monaten hat der Serie-A-Dominator in seiner internationalen Kampagne keinen Gegentreffer mehr zugelassen.

«Juve steht für pure Professionalität.»

Ex Juve- und Monacospieler David Trezeguet

Gegen den Leader der Ligue 1 ging der italienische Branchenprimus bereits im ersten Teil mit chirurgischer Präzision vor. Emotionen kamen keine auf, die Betriebstemperatur blieb konstant tief. Während jeder Minute war im Hinspiel erkennbar, wie unfassbar viel Leadership und Wettkampferfahrung in der Turiner Squadra steckt. Juventus besitzt einen imaginären Champions-League-Chip; 775 Partien im anspruchsvollsten Wettbewerb sind abgespeichert, Monaco kommt auf knapp 35 Prozent dieser Marke.

Xhaka verfolgt Juventus

Granit Xhaka verfolgt die Champions League auch nach dem Achtelfinal-Out von Arsenal intensiv. Der Schweizer äusserte sich gegenüber der Nachrichtenagentur SDA zur Performance von Juventus Turin.

Die Präzision und ausserordentliche Balance von Juventus Turin beeindruckt den Londoner Mittelfeldstrategen, der als aktivster Passeur von Arsenal (1999 Zuspiele) seinerseits ein Spezialist der taktischen Spielverlagerung ist. «Juventus ist eine defensiv extrem gut organisierte Truppe – ganz in der Tradition des italienischen Fussballs», so der 24-jährige Xhaka.

Für den Fakt, dass die Turiner in der gesamten europäischen Kampagne erst zwei und seit November gar kein Gegentor mehr zugelassen haben, bringt der Arsenal-Professional verschiedene Ansätze ins Spiel: «Jeder ordnet sich dem System unter und hängt sich mit Herz und Seele rein. Und die Mannschaft weiss, dass sie hinten im Tor einen Weltklassemann hat.»

Vor der Serie-A-Ikone Gianluigi Buffon, der im Halbfinal-Rückspiel gegen Monaco sein 150. Europacup-Spiel bestreiten wird, verneigt sich Xhaka: «Für mich ist er mit Manuel Neuer nach wie vor der beste Goalie der Welt.» Er beherrsche seinen Strafraum und strahle «Ruhe und Dominanz aus. Das gibt den Mitspielern ein Gefühl von Sicherheit.» Buffons Status sei immens, so Xhaka.

«In England nennen sie solche Spieler ‹an all-time great›.» Aber nicht nur Buffon geniesst auf der Insel und bei Xhaka höchstes Ansehen, auch die gesamte Vereins-Institution. «Juve ist für mich einer der wenigen Klubs, die es noch immer schaffen, die Philosophie der Dynastie weiterzuführen.»

Nach dem 2:0-Erfolg im Hinspiel gegen Monaco steht für ihn ausser Frage, dass die Italiener ins Endspiel vorstossen werden. Im Final hält er den mutmasslichen Gegner Real Madrid für eine Nuance stärker. (sda)

In jedem Winkel des italienischen Renommiervereins ist die Fokussierung auf die grossen Ziele und Bilder zu spüren. David Trezeguet, während einer Dekade bis 2010 in Turin engagiert und mit 171 Treffern noch immer der beste ausländische Stürmer der «Vecchia Signora», erinnert sich in einem Interview mit der «L'Equipe»: «Juve steht für pure Professionalität.» Der Klub entfache auf der ganzen Welt Leidenschaft und ziehe die Tifosi massenhaft an.

epa05036405 Juventus fans perform a choreography before the Italian Serie A soccer match between Juventus FC and AC Milan at Juventus Stadium in Turin, Italy, 21 November 2015.  EPA/ANDREA DI MARCO

Das Juventus Stadium ist eine fast uneinnehmbare Festung. Bild: EPA/ANSA

Juve mit der Chance Geschichte zu schreiben

Ein aktiver Juventino überragt derzeit alle: Gianluigi Buffon, der Jahrhundert-Goalie, der Rekordhalter, der an manchen Tagen noch immer die Aura des Unbesiegbaren ausstrahlt. 39-jährig ist «Gigi Nazionale» inzwischen, von Rückzuggedanken keine Spur. Der Mann ist getrieben von seinem Ehrgeiz, den sechsten Scudetto in Serie wird er gewinnen, den erstmaligen Champions-League-Triumph hat er im Kopf.

Buffon hat bereits mit Spielern die in sechs verschiedenen Dekaden geboren sind zusammengespielt.

Auf der Online-Plattform der UEFA sind von ihm zwei Tage vor seiner 150. Europacup-Partie ein paar Sätze zu lesen, die erahnen lassen, welchen Stellenwert der Star-Keeper dem möglichen Gewinn der europäischen Elite-Liga einräumen würde: «Zusammen mit dem WM-Titel wäre es das grösste Glück meiner Karriere. Diesen Sieg wollte ich schon immer. Es wäre das Ende eines schwierigen, harten Wegs, der viel Mut und Hartnäckigkeit erforderte. Ich bin schon immer davon überzeugt gewesen, es schaffen zu können.»

epa05947276 Juventus' goalkeeper Gianluigi Buffon (C) sits on the bench during the Italian Serie A soccer match between Juventus FC and Torino FC at Juventus Stadium in Turin, Italy, 06 May 2017.  EPA/ANDREA DI MARCO

Topstars auf der Bank: Juventus hat am Wochenende seine Stammspieler geschont. Bild: EPA/ANSA

Er und auch der Schweizer Nationalmannschafts-Captain Stephan Lichtsteiner, der derzeit primär in der Serie A zum Zug kommt, könnten sich mit einem weiteren Glanzstück im Geschichtsbuch des italienischen Fussballs verewigen. Einzig der AC Milan ist es seit der Gründung der Champions League (1992) gelungen, sechsmal einen Halbfinal zu gewinnen. (zap/sda)

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