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epa06247268 A fan of Argentina is seen after the 2018 FIFA World Cup Conmebol qualification match between Argentina and Peru at La Bombonera Stadium in Buenos Aires, Argentina, 05 October 2017.  EPA/JUAN IGNACIO RONCORONI

Was jetzt? Verpasst Argentinien wirklich die WM 2018? Bild: EPA/EFE

Gauchos zittern: Vergeigt Messi seine letzte wahre WM-Titel-Chance schon am Dienstag?  

Trotz guter Chancen gegen Peru reichte es Argentinien in der WM-Qualifikation wieder nicht zu einem Sieg. Was lange undenkbar schien, könnte bald Tatsache werden: Eine WM ohne Argentinien und Superstar Lionel Messi im kommenden Sommer.



Messi faltete die Hände und betete zum Himmel. Aber der Fussballgott hatte kein Erbarmen, der Ball wollte einfach nicht rein. Einmal scheiterte der fünffache Weltfussballer am Pfosten (46.), dann vereitelte Perus Goalie Pedro Gallese mit einer Reihe von Glanzparaden das erhoffte Tor der «Gauchos».

Argentina's Lionel Messi reacts during a World Cup qualifying soccer match against Peru at La Bombonera stadium in Buenos Aires, Argentina, Thursday, Oct. 5, 2017. Argentina tied the match 0-0 and is almost eliminated from the upcoming World Cup in Russia. (AP Photo/Victor R. Caivano)

Lionel Messi: Fehlt er an der WM 2018? Bild: AP/AP

Nach dem 0:0 gegen den direkten Konkurrenten in Buenos Aires droht dem zweifachen Weltmeister Argentinien bei der WM in Russland die Zuschauerrolle.

Die letzte Qualifikationsrunde

Brasilien – Chile
Ecuador – Argentinien
Peru – Kolumbien
Uruguay – Bolivien
Paraguay – Venezuela​

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Die Ausgangslage vor der letzten Runde. bild: srf

Denn die «Albiceleste» wäre als Sechster – Stand jetzt – nicht dabei. Peru, das mit jungen, talentierten Spielern das Überraschungsteam in der WM-Qualifikation ist, hat das bessere Torverhältnis und kann sich erstmals seit 1982 wieder für eine WM-Endrunde qualifizieren.

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Argentiniens vergebene Chancen gegen Peru. Video: streamable

Schon in der Qualifikation für die WM 2010 zitterte Argentinien sehr lange und kam am Ende nur durch einen Treffer in der 93. Minute noch nach Südafrika.

«Die Mannschaft ist wütend»

Zu allem argentinischen Ärger zog auch noch Dauerrivale Chile durch einen 2:1-Erfolg gegen Ecuador vorbei. «Die Mannschaft ist wütend, aber wenn wir in Ecuador gewinnen, fahren wir zur Weltmeisterschaft», sagte Argentiniens Nationaltrainer Jorge Sampaoli trotzig. «Wir haben heute einen kämpferischen Messi gesehen, mit einem Gesicht, das Argentinien braucht.»

Verpasst Messi mit Argentinien die WM 2018?

So lief die WM-Quali gestern in Südamerika:

Ein ganzes Land hatte dem Spiel gegen Peru entgegengefiebert. Auf Wunsch des neuen Nationaltrainers Sampaoli, im Mai für rund 1,5 Millionen Euro vom FC Sevilla losgeeist, war das Spiel in die berüchtigte «Bombonera» («Pralinenschachtel») verlegt worden. Das Stadion der Boca Juniors erzeugt durch seine Enge und die steilen Ränge eine besondere Atmosphäre. Eigentlich sollte das Spiel im weitläufigen Stadion von River Plate («El Monumental»), dem Spielort des WM-Finals 1978, stattfinden.

Wann haben die grossen Nationen letztmals eine WM verpasst?

Letzte Chance für Messis WM-Träume?

An der Atmosphäre vor rund 50'000 Zuschauern lag es jedenfalls nicht. Die Fans rollten eine riesige Fahne aus, um Messi zu huldigen. Darauf stand: «Homenaje al mejor jugador del siglo» – eine «Hommage an den besten Spieler des Jahrhunderts». Peru hatte vergeblich gegen die Verlegung in die «Bombonera» protestiert – die Mannschaft brachte sogar eigenes Wasser mit nach Buenos Aires.

epa06247209 Argentina's fans hold a flag in honor to Lionel Messi that reads 'Tribute to the best soccer player of the century' prior to the 2018 FIFA World Cup Conmebol qualification match between Argentina and Peru at La Bombonera Stadium in Buenos Aires, Argentina, 05 October 2017.  EPA/JUAN IGNACIO RONCORONI

Der beste des Jahrtausends? Aber vielleicht nicht an der WM 2018. Bild: EPA/EFE

Als Glücksbringer dabei war auch Oswaldo «Cachito» Ramirez, der 1969 in der «Bombonera» beim 2:2 in der damaligen WM-Qualifikation beide Treffer für Peru geschossen hatte. Damals verpasste Argentinien die WM-Endrunde 1970 in Mexiko. Nun könnte sich die Geschichte knapp 50 Jahre später wiederholen und Messis womöglich letzte Chance auf den Gewinn des WM-Titels schon in der Qualifikation scheitern. Er ist immerhin schon 30 Jahre alt.

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Die Ausgangslage. Mit einem Sieg wäre Argentinien zumindest sicher in den Playoffs gegen Neuseeland. Aber selbst bei einer Niederlage ist dieser Barrageplatz noch möglich (wenn Peru höher verliert und Paraguay nicht siegt).

Rauf und runter wird seit Tagen in Argentinien diskutiert, ob es nicht zu wenig sei, sich immer nur auf Messi zu verlassen. Die letzten drei Spiele mit ihm brachten drei Unentschieden – darunter ebenfalls zuhause ein peinliches 1:1 gegen den Tabellenletzten Venezuela. (fox/sda/dpa)

Corsin Manser freut sich gemäss unbestätigten Quellen heimlich auf die Winter-WM 2022:

Video: watson/Corsin Manser, Emily Engkent

Diese Nationen haben sich für die WM 2018 qualifiziert

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