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Die Startelf gegen Zypern im August 2008: Einer machte sein einziges Länderspiel. Weisst du, wer?
Die Startelf gegen Zypern im August 2008: Einer machte sein einziges Länderspiel. Weisst du, wer?Bild: KEYSTONE

One-Kick-Wonder – diese Schweizer machten nur ein einziges Länderspiel

Der grosse Bubentraum: Einmal im Leben für die Nationalmannschaft zu spielen. Von Almen Abdi bis Marco Zwyssig wurde dieser Traum für mehr als 700 Schweizer wahr. Für viele blieb es indes beim einzigartigen Erlebnis.
08.06.2017, 10:4608.06.2017, 11:01

Wenn die Schweiz morgen in der WM-Qualifikation gegen die Färöer spielt, dann könnten die Abwehrspieler Manuel Akanji und Ulisses Garcia zu ihrem Debüt in der A-Nati kommen. Gegen den Fussballzwerg aus dem hohen Norden kamen unter anderem auch Joël Magnin (2001), Thomas Häberli (2004) oder Alain Rochat (2005) zu ihrem ersten Länderspiel. Für alle drei blieb dieses Spiel der einzige Einsatz für die Schweiz.

Schweizer One-Kick-Wonder:

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One-Kick-Wonder: Schweizer Nationalspieler mit einem einzigen Länderspiel
quelle: keystone / laurent gillieron
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Christian Gross

Der später äusserst erfolgreiche Trainer Christian Gross absolviert sein einziges Länderspiel 1978 in der DDR. Sein Trikot verschenkt er, weil er damit rechnet, auch künftig aufgeboten zu werden. Viele Jahre später wird ihm das Erinnerungsstück zurück geschenkt, «das hat mich sehr gefreut», sagt Gross dem «Blick».

Giorgio Contini

«Ich hatte mich riesig gefreut, als bescheidener Fussballer im Nati-Dress auflaufen zu dürfen», erinnert sich Giorgio Contini an sein Highlight, das zum Debakel wurde. Denn vor bloss 200 Zuschauern auf Zypern unterliegt die Schweiz mit 0:4 gegen Polen. An Contini, der anstelle des (wie oft bei Testspielen) verletzten Türkyilmaz neben Chapuisat stürmt, liegt's nicht. Das ganze Team zeigt eine katastrophale, uninspirierte Leistung und wird von der Presse verrissen wie wohl selten zuvor und danach eine Nati.

Grandiose Stimmung in Larnaca …Video: YouTube/sp1873

René Weiler

Der Meistertrainer des RSC Anderlecht erzielt im Nati-Trikot bei seinem Debüt ein Tor – doch als Länderspieltreffer gilt es nicht. Denn Weiler trifft beim 4:1-Sieg über eine Auswahl Hong Kongs in einer Partie, die nicht als offizielles Länderspiel gilt. Er darf danach auch gegen Russland ran, wo er aber beim 1:2 torlos bleibt. So ist René Weiler ein Schweizer «One-Kick-Wonder» mit einem Länderspieltor, das in keiner Statistik auftaucht.

Hanspeter Burri

Luzerns Meister Hanspeter Burri wird 1989 zum Nationalspieler, weil viele GC-Spieler keine Lust auf ein Freundschaftsspiel haben – dabei ist der Gegner niemand geringeres als Brasilien. «Die Tatsache, dass ich ein Ex-Internationaler bin, bringt mich noch heute zum Schmunzeln», erinnert sich Burri im «Sport-Magazin», denn seine Karriere habe ja bloss sieben Minuten gedauert. «Ich schoss zwei Mal aus weiter Distanz aufs Tor und Stephan Lehmann, der im Tor ebenfalls sein Debüt gab, macht sich noch heute lustig über mich. Er behauptet hartnäckig, dass Brasiliens Torhüter Taffarel bei beiden Versuchen dem Ball entgegenlaufen musste, so schwach seien die Schüsse jeweils gewesen.»

Rolf Bollmann

Der knüppelharte Verteidiger spielt gegen Belgien, ohne all zu viel davon zu sehen. Denn Bollmann ist Brillenträger, der Fussball mit Kontaktlinsen spielt – dummerweise hat er sie ausgerechnet vor diesem Spiel im Hotel liegen gelassen. «Aus Angst, kurzfristig aus der Mannschaft zu fliegen, behielt ich die Sache für mich», gesteht Bollmann später. «Ich sagte mir: ‹Wenn du nichts siehst, musst du eben umso enger decken.› Das tat ich dann auch.» Der Abwehrspieler erhält bei der 0:1-Niederlage gute Kritiken, niemand bemerkt, dass er ein «Blindgänger» war.

FCB-Stürmer Hitzfeld versucht, an Winterthurs Verteidiger Bollmann und Goalie Küng vorbei zu kommen.
FCB-Stürmer Hitzfeld versucht, an Winterthurs Verteidiger Bollmann und Goalie Küng vorbei zu kommen.Bild: KEYSTONE

Matias Vitkieviez

Während drei Minuten auf dem Feld und in dieser Zeit zwei Gegentore erhalten – das ist die Nati-Bilanz von Stürmer Matias Vitkieviez. Als der Offensivmann mit Wurzeln in Uruguay im Schweizer Testspiel gegen Argentinien eingewechselt wird, läuft bereits die 86. Minute und es steht 1:1. Als das Spiel wenig später vorbei ist, hat Lionel Messi seinen Hattrick perfekt gemacht und Argentinien zum 3:1-Sieg in Genf geschossen. Vitkieviez geht nach dem Spiel drei Mal auf Messi zu, um zu gratulieren: «Beim dritten Mal hat er mir einen Klaps auf den Hintern gegeben. Aber sein Trikot hat sich leider Philippe Senderos geschnappt.»

Die 20 besten Nati-Spieler aller Zeiten

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