Eigentlich schien Paul Pogbas Karriere vorbei zu sein. Im Februar diesen Jahres wurde er wegen Dopingmissbrauchs für vier Jahre gesperrt. Nach Ablauf der Sperre wäre er schon 35 Jahre alt.
Doch jüngst die Wende. Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) hat Pogbas Sperre markant reduziert: Von vier auf eineinhalb Jahre. Ab März 2025 darf er wieder auflaufen.
Und das möchte der Franzose, obwohl in Turin angeblich nicht mehr mit ihm geplant wird. «Die Realität ist, dass ich ein Spieler von Juve bin und mich darauf vorbereite, bei Juve zu spielen», betonte Pogba in der «Gazzetta dello Sport».
Bei Juventus steht er noch bis im Sommer 2026 unter Vertrag, dieser soll ihm angeblich acht Millionen Euro jährlich einbringen. Er sei auch bereit, auf Geld zu verzichten, um noch einmal bei Juve spielen zu können, sagte Pogba. «Ich bin ein Spieler von Juve, in meinem Kopf gibt es im Moment nur das.» Der Mittelfeldspieler versprach zudem einen Wandel: «Das wird ein neuer Pogba. Hungriger, weiser und stärker.» Er habe nur einen Wunsch: Fussball zu spielen.
Paul Pogba sprach auch über seine positive Dopingprobe, bei der ein zu hoher Testosteronwert festgestellt worden war. Die Einnahme einer verbotenen Substanz sei «nicht vorsätzlich» erfolgt. «Ich bin kein Betrüger», beteuerte der Franzose. «Ich bin jemand, der seinen Sport liebt, ich liebe das Spiel und ich würde nie und nimmer betrügen. Ich bin ein schlechter Verlierer, aber ich bin kein Betrüger.»
Das Testosteron gelangte via ein Nahrungsergänzungsmittel in Pogbas Körper. «Dafür übernehme ich eine gewisse Verantwortung, weil ich den Zusatz genommen habe», sagte er bei «Sky». Er habe das Produkt «nicht dreifach überprüft, sagen wir es mal so, auch wenn es von einem Fachmann kam». Eine Strafe könne er akzeptieren, aber «niemals» eine Sperre von vier Jahren.
Die BBC zitiert aus seinem Umfeld, dass Pogba ab Januar wieder mit dem Team trainieren dürfe. Darauf wartet der 91-fache Nationalspieler sehnsüchtig. «Es ist schwer, allein zu sein und Pässe an die Wand zu spielen. Ich möchte mit meinen Mannschaftskameraden trainieren, fit werden und auf dem Platz stehen, um das zu tun, was ich liebe.» (ram)