Sport
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epa05139462 Theo Zwanziger (C), former president of the German Football Association (DFB), talks to journalists at the regional court in Duesseldorf, Germany, 02 February 2016. The Qatar Football Association (QFA) has filed a lawsuit against former FIFA executive Zwanziger for referring to the 2022 World Cup hosts as the 'cancerous growth on world football.'  EPA/FEDERICO GAMBARINI

Ex-DFB-Präsident Theo Zwanziger im Februar 2016. Bild: EPA/DPA

Was Merkel, Zwanziger und Co. zum Özil-Rücktritt sagen ++ Jetzt reagiert der Verband 

Die Bundeskanzlerin und der ehemalige DFB-Präsident haben sich zum Rücktritt von Mesut Özil geäussert. Nun hat auch der Verband Stellung bezogen, er weist Rassismus-Vorwürfe entschieden zurück.



Einen Tag nach der Rücktrittserklärung des deutschen Fussball-Weltmeisters Mesut Özil kochen die Emotionen hoch. Nach dem Sommermärchen von 2006 hat der Deutsche Fussballbund sein Sommertheater 2018 – und ein Ende ist nicht in Sicht.

Bayern-Boss Uli Hoeness hat bereits scharf geschossen:

Nun hat sich auch Theo Zwanziger, der ehemalige DFB-Päsident und einer der Vorgänger des ebenfalls stark in der Kritik stehenden Reinhard Grindel, geäussert. Zwanziger sagt über die jüngste Entwicklung: «Ich bin tief traurig über die von Mesut Özil getroffene Entscheidung». Und weiter:

«Der Rücktritt von Mesut Özil ist für die Integrationsbemühungen in unserem Land über den Fussball hinaus ein schwerer Rückschlag. Er war ein grosses Vorbild für junge Spielerinnen und Spieler mit türkischem Migrationshintergrund, sich auch in die Leistungsstrukturen des deutschen Fussballs einzufinden.»

Theo Zwanziger

Der 73-Jährige sieht Versäumnisse beim DFB und mahnt:

«Durch Fehler in der Kommunikation ist etwas passiert, das bei Migranten nie passieren darf: Sie dürfen sich nie als Deutsche zweiter Klasse fühlen. Wenn dieser Eindruck entsteht, muss man gegensteuern.»

Theo Zwanziger

Wie sehr nun die Migrations-Debatte hochkocht, hat auch Kanzlerin Angela Merkel bemerkt. Sie hat sich nun über ihre Sprecherin Ulrike Demmer zu der Angelegenheit geäussert – und findet lobende Worte für Özil. «Die Bundeskanzlerin schätzt Mesut Özil sehr. Mesut Özil ist ein toller Fussballspieler, der viel für die Fussball-Nationalmannschaft geleistet hat», lässt Merkel ausrichten. Özil habe jetzt eine Entscheidung getroffen, «die zu respektieren ist». 

epa06900042 German Chancellor Angela Merkel during for her annual press conference at 'Bundespressekonferenz' in Berlin, Germany, 20 July 2018. The traditional media briefing usually takes place during summer time.  EPA/CLEMENS BILAN

Angela Merkel äussert sich wohlwollend zu Özil. Bild: EPA/EPA

Der Sport trage viel zur Integration in Deutschland bei, so die Sprecherin weiter. «Deutschland ist ein weltoffenes Land und die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund ist eine Schlüsselaufgabe der Bundesregierung.»

Bereits am Sonntagabend hat sich die deutsche Justizministerin Katarina Barley besorgt über die Entwicklung in der Causa Özil gezeigt. Auf Twitter schrieb sie:

Cem Özdemir, der Abgeordnete der Grünen, sagte der Berliner Zeitung: «Es ist fatal, wenn junge Deutschtürken jetzt den Eindruck bekommen, sie hätten keinen Platz in der deutschen Nationalelf. Leistung gibt es nur in Vielfalt, nicht in Einfalt.» Allerdings hält Özdemir daran fest, dass Özils Foto mit Erdogan kein guter Entscheid des Fussballers gewesen sei: «Für mich war das Foto falsch und es ist nach wie vor falsch.»

Nicht nur Özil steht allerdings im Mittelpunkt des Sommertheaters. Auch der aktuelle DFB-Präsident Reinhard Grindel bekommt sein Fett weg. Der ehemalige Pressechef des DFB, Harald Stenger, sagte im ARD-Morgenmagazin: «Ich kenne die DFB-Präsidenten seit Jahren sehr gut und kann sagen: Reinhard Grindel ist der schlechteste Präsident in den letzten 50 Jahren.»

epa06900274 DFB President Reinhard Grindel gives a press statement after a meeting of DFB leaders with head coach Joachim Loew (not in picture) in Frankfurt, Germany, 20 July 2018.  EPA/ALEXANDER BECHER

Einst CDU-Hardliner, jetzt als DFB-Präsident in der Kritik: Reinhard Grindel. Bild: EPA/EPA

Bereits zuvor kritisierte der Ex-Pressechef Grindels Krisenmanagement. «Grindel hat dann den Fehler gemacht, dass er ständig das Pferd gewechselt hat», so Stenger gegenüber Sky. Erst habe er sich distanziert, dann habe er sich vor die Spieler gestellt, dann wiederum habe er eine Erklärung gefordert. «Es ist von Mesut Özil viel aufgearbeitet worden, was die politische Haltung von Grindel betrifft, welche Denke er hat. Und dann muss man ja auch mal fragen dürfen: Ist ein solcher Präsident, bei dem, was sich im DFB im letzten Jahrzehnt für Änderungen im politischen Denken ergeben haben, der Richtige?»

Stenger bezieht sich damit auf die Vergangenheit Grindels. Von 2002 bis 2016 sass er für die CDU im Bundestag. Er galt als Hardliner und sorgte 2004 etwa mit der Aussage für Aufsehen: «Multikulti ist in Wahrheit Kuddelmuddel».

(meg)

Reaktion des DFB im Wortlaut:

«Erklärung des DFB zum Rücktritt von Mesut Özil

Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat sich heute in einer Telefonkonferenz mit der Rücktrittserklärung von Mesut Özil befasst. 92-mal hat Mesut Özil für die deutsche Nationalmannschaft gespielt. Er hat eine erfolgreiche Ära mitgeprägt, auf und gerade auch neben dem Platz. Er hatte entscheidenden Anteil daran, dass Deutschland 2014 in Brasilien Weltmeister geworden ist. Deshalb ist und bleibt der DFB Mesut Özil für seine herausragenden Leistungen im Trikot der deutschen Nationalmannschaften sehr dankbar.

Vielfalt ist eine Stärke, nicht nur im Fußball. Deswegen hat unsere Integrationsarbeit auf allen Ebenen eine zentrale Bedeutung. Von der Kreisklasse bis in die Nationalmannschaften gehören Spielerinnen und Spieler mit Migrationshintergrund zum DFB. Wir spielen und leben zusammen mit unseren unterschiedlichen familiären Wurzeln, unseren Religionen und Kulturen. Was uns alle dabei auf und neben dem Platz verbinden muss, ist die Beachtung der im Grundgesetz verankerten Menschenrechte, das Eintreten für Meinungs- und Pressefreiheit sowie Respekt, Toleranz und Fair Play. Ein Bekenntnis zu diesen Grundwerten ist für jede Spielerin und für jeden Spieler erforderlich, die für Deutschland Fußball spielen.

Die Bilder mit dem türkischen Staatspräsidenten Erdogan haben deshalb bei vielen Menschen in Deutschland Fragen aufgeworfen. Dass der DFB im Umgang mit dem Thema dazu auch einen Beitrag geleistet hat, räumen wir selbstkritisch ein. Und dass Mesut Özil das Gefühl hatte, als Ziel rassistischer Parolen gegen seine Person nicht ausreichend geschützt worden zu sein, wie es bei Jerome Boateng der Fall war, bedauern wir. Es war aber wichtig, dass Mesut Özil, wie vor ihm bereits Ilkay Gündogan, mit Blick auf dieses Foto Antworten gibt, unabhängig vom sportlichen Ausgang des Turniers in Russland. Im DFB gewinnen und verlieren wir zusammen, alle, als ein Team.

Der DFB hätte sich gefreut, wenn Mesut Özil auf dieser gemeinsamen Basis weiter Teil des Teams hätte sein wollen. Er hat sich anders entschieden. Der DFB respektiert das, und es gehört für uns als Verband auch zum respektvollen Umgang mit einem verdienten Nationalspieler, dass wir manche für uns in Ton und Inhalt nicht nachvollziehbare Aussage in der Öffentlichkeit unkommentiert lassen.

Dass der DFB mit Rassismus in Verbindung gebracht wird, weisen wir aber mit Blick auf seine Repräsentanten, Mitarbeiter, die Vereine, die Leistungen der Millionen Ehrenamtlichen an der Basis in aller Deutlichkeit zurück. Der DFB engagiert sich seit vielen Jahren in hohem Maße für die Integrationsarbeit in Deutschland. Er verleiht unter anderem den Integrationspreis, er hat die Kampagne 1:0 für ein Willkommen ins Leben gerufen und Zehntausende Flüchtlinge in die Fußballfamilie integriert. Er hat in den vergangenen 15 Jahren eine vielschichtige Integrationsarbeit etabliert, die bis in die Amateurvereine wirkt. Der DFB steht für Vielfalt, von den Vertretern an der Spitze bis zu den unzähligen, tagtäglich engagierten Menschen an der Basis.

Der DFB bedauert den Abschied von Mesut Özil aus der Nationalmannschaft. Das ändert aber nichts an der Entschlossenheit des Verbandes, die erfolgreiche Integrationsarbeit weiter konsequent und aus tiefer Überzeugung fortzusetzen.»

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
63Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Naja1 23.07.2018 17:09
    Highlight Highlight Es geht hier nicht nur um Tuerken und Deutschland. Auch in der Schweiz fuehlt man sich als Secondo auch meistens als Buerger/Einwohner zweiter Klasse.

    Im Gegensatz wird Rakitic auf einmal ein Eidgenosse und die Schweiz spielt quasi im Finale... diese Debatte kommt 20 Jahre zu spaet!

    Ich befuerworte sein Bild mit Erdogan in keiner Weise, aber trotztdem hat er recht!
    • redeye70 23.07.2018 20:32
      Highlight Highlight Ist es mehr ein Gefühl oder manifestiert sich das auch im realen Leben? Wo wirst du benachteiligt? Wo wird dir das Leben in der Schweiz schwer gemacht? Würde mich aufrichtig interessieren (ehrlich!).
  • Massattan 23.07.2018 16:35
    Highlight Highlight Özil, mehrfacher deutscher Fussballer des Jahres wird für die peinliche Pleite der Deutschen Elf verantwortlich und ferig gemacht. Was für eine Doppelmoral! Was für heuchlerische Kommentare, die nun vom Verband abgegeben werden!
  • Yorik2010 23.07.2018 16:15
    Highlight Highlight Der Türkei verliebte Özil wird der Deutschen Nationalmannschaft nicht fehlen. Seine Leistungen waren sowieso nur noch absoluter Durchschnitt.
    Ich gehe noch einen Schritt weiter und nenne ihn einen Alibikicker!
    • ETH1995 23.07.2018 18:07
      Highlight Highlight das wäre damm wohl ein gedanklich ein Schritt zu weit in die falsche Richtung gewesen.
      Es ist zu einem grossen Anteil Özil zu verdanken, dass der deutsche Fussball plötzlich nicht mehr mit Rumpelgekicke in Verbindung gebracht wurde und es schicklich wurde zu sagen, dass Deutschland gut gespielt hat.
  • Wideblitz 23.07.2018 15:46
    Highlight Highlight WM& Rassismus: In Deutschland wird ausgesprochen was in der Schweiz unter den Tisch gewischt wird.
  • SteveLaCroix 23.07.2018 15:00
    Highlight Highlight Heiko Maas, Bundesaussenminister der (ACHTUNG!:) SPD wurde hier von Watson leider nicht zitiert. Er hat halt die "falsche" Meinung, obschon er ein Linker ist... Aber er sagt genau das Richtige: ein in England lebender und arbeitender Multimillionär hat rein gar nichts mit der Integration in Deutschland zu tun!
    In Özils Rundumschlag steckt viel Wahres, v.a. wenn er über Grindel schreibt, aber 90 % sind Bullshit, Lügen und Ausreden. Zudem fehlt jegliche Einsicht, Selbstkritik, Entschuldigung für das Fehlverhalten sowie Dank an alle, die trotz allem noch zu ihm standen! Peinlich lieber Mesut!
    • Citation Needed 23.07.2018 17:08
      Highlight Highlight Warum Watson den Maas nicht zitierte, musst Du sie direkt fragen.
      Dessen Meinung find ich aber kreuzfalsch. Klar hat Özil viel mit der Integration in DE zu tun! Oder ist Klopp nun kein Deutscher Trainer mehr (oder hat nichts mit Deutschland zu tun), weil er als Multimillionär in Liverpool weilt?
      Was Özils Statement anbelangt, tja, ein Runumschlag isses, ohne Frage. Und etwas naiv, leider. Zu glauben, ein Foto mit Erdi könne irgendwie nicht politisch sein, ist wirklich doof.
      Aber der Verband hätte sich, trotzdem, vorbehaltlos hinter ihn stellen müssen, öffentlich und klar.
  • Super 23.07.2018 14:17
    Highlight Highlight Und der Gewinner ist.....

    ERDOGAN!!
  • ostpol76 23.07.2018 14:11
    Highlight Highlight Es ist doch die Frage erlaubt: soll man als Erdowan Anhänger auch deutscher erster Klasse sein?

    Passt irgendwie überhaupt nicht zusammen.
    • My Senf 23.07.2018 14:35
      Highlight Highlight Es ist doch die Frage erlaubt

      Darf man als deutscher nicht Erdowan Anhänger, Panzer an Erdogan verkaufen?
    • Ticitaca 23.07.2018 15:01
      Highlight Highlight @ostpol76 Es ist doch die Frage erlaubt:

      Sollte es überhaupt Menschen 1. und 2. Klasse geben?

      Ich finde diese Überlegung und Klassifizerung schon sehr denkwürdig und abstrus.

      Wir Menschen (ich leider auch) gehen bei radikal andersdenkenen immer auf Konfrontation anstatt in den Dialog. Somit verhärten sich die Fronten leider umso mehr.

      Vielleicht ist Herr Özil nicht der hellste Stern und ein bisschen politische Aufklärung hätte ihm gut getan??😜

      Nun aber, nach all den Angriffen verteidigt er sich sehr kindlich, anstatt wirklich was Gutes und konstruktives aus der Situation zu machen...

    • DieFeuerlilie 23.07.2018 19:01
      Highlight Highlight Ticitaca:
      “(...) nach all den Angriffen verteidigt er sich sehr kindlich (...).

      Das mit dem “kindlich“ trifft‘s leider genau.

      Man höre sich nur die -wenigen- Interviews mit ihm an.
      Er ist halt eher einfach gestrickt.
      Was grundsätzlich ja kein Problem ist, fürs Fussballspielen reicht das natürlich, aber bei allem anderen wurde er leider sehr schlecht beraten.
  • Rolf Mueller 23.07.2018 14:05
    Highlight Highlight Özil hat Erdogan nicht nur einmal getroffen und selbst wenn er nicht die hellste Kerze ist muss er mitgekriegt haben was Erdogan in der Türkei anrichtet. Selbst wenn er das nicht gutheissen sollte scheint es ihn zumindest nicht zu stören. Ist ja auch einfach wenn man mit einem Millionengehalt in einem Land lebt wo er all die Freiheiten hat die viele im Land „seines Präsidenten“ schmerzlich vermissen.
  • fabsli 23.07.2018 14:00
    Highlight Highlight Wenn man die zweite Klasse annimmt, ist man eben zweite Klasse. Hat was mit Lebenseinstellung zu tun.
    Gruss, ein Ausländer (ohne schweizer Pass)
  • Rumpelstilzchen 23.07.2018 13:44
    Highlight Highlight Fussballer sind Vorbilder. Die dürfen sich nicht mit Schergen abbilden lassen (Erdogan, Trump, Kim Jong-Un etc). Dies ist unseren gewählten Politikern vorbehalten.
    • Makatitom 23.07.2018 13:48
      Highlight Highlight Aaach, aber die FIFA, El Korrupto Blatter und el korrupt nummero due Infantino dürfen sich problemlos von despoten und Diktatoren bestechen lassen? Wieso wurden die Wms in Russland und Katar nicht abgesagt?
    • mec 23.07.2018 14:21
      Highlight Highlight also, wenn es die FIFA macht, muss ich mein handeln nicht mehr hinterfragen? Oder was willst Du uns damit sagen?
  • Lowend 23.07.2018 13:34
    Highlight Highlight Sportler oder auch Künstler missbrauchen selten Politiker, um mediale Beachtung zu finden, jedoch missbrauchen Politiker gerne Sportler und Künstler, um in ihrem Glanz besser auszusehen.

    Wenn sich jetzt Politiker darüber aufregen, dass einer mal dieses Spiel nicht mehr mitmacht, zeigen sie eigentlich nur ihre ganze Heuchelei und Verlogenheit.
    • Scrat 23.07.2018 14:14
      Highlight Highlight Wie bitte soll man das jetzt verstehen? Özil hat das Spiel der Politiker (in diesem Fall Erdogan) schön brav mitgespielt und spielt jetzt die beleidigte Leberwurst, weil ein - mit gesundem Menschenverstand absehbarer - Shitstorm über ihn hereingebrochen ist.

      Wenn sich Sportler/Künstler nicht über die politische Symbolkraft und Tragweite solcher Auftritte kümmern wollen bzw. mit deren Folgen nicht umgehen können, dann sollten sie es gleich bleiben lassen. Aber dafür braucht es halt etwas Grips...
    • Lowend 23.07.2018 15:19
      Highlight Highlight Fussballer und Grips? Der Witz ist gut!

      Özil hat im übrigen nicht das Spiel von Erdogan mitgespielt, sondern wurde, wie viele andere Promis von solchen «Adabbeis», wie diese Brut in Wien so schön genannt wird, missbraucht und vor allem werden Sportler mit Migrationshintergrund wie Özil nun zu allem Überfluss auch noch durch die nationalistische Blut und Boden Propaganda in die Pfanne gehauen, was mediengeile Verbandsfunktionäre dann sogar noch befeuern!

      Unsere Schweizer Doppelbürger, die sich jahrelang für die Nationalmannschaft abgerackert haben, können davon auch ein Lied singen!
    • rodolofo 23.07.2018 16:31
      Highlight Highlight @ Scrat
      Hast Du schon mal eine Einladung vom Paten abgelehnt?
      Ich jedenfalls nicht!
      Zum Glück habe ich auch noch nie eine solche Einladung in die "Ehrenwerte Gesellschaft" bekommen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • El Vals del Obrero 23.07.2018 13:23
    Highlight Highlight Die Politik und die Öffentlichkeit streitet seit Jahren nur noch um diese elenden Idenditäts-Themen.

    Die einen (von ganz verschiedenen Seiten) heizen das immer weiter an um kurzfristig davon profitieren zu können, sei es mit Wahlresulteten oder Boulevard-Leserzahlen und -Clicks und natürlich um vor den wirklichen Problemen abzulenken.

    Den anderen hängt deswegen langsam die ganze Politik zum Hals raus, geht ja eh immer nur noch um ein Thema. Und dadurch verstärkt sich das natürlich noch mehr.
    • koks 23.07.2018 13:32
      Highlight Highlight Die Minderheiten- und Identitätspolitik der linken Parteien zeigt langsam Früchte.

      Es ist wirklich peinlich.
    • banda69 23.07.2018 14:00
      Highlight Highlight @koks

      Sie verwechseln da was.
      Rechts ist da, wo der Daumen links ist.
    • koks 23.07.2018 14:11
      Highlight Highlight banda, man muss es nicht schönreden: minderheiten und identätitspolitik ist die domäne der linken. genauso wie anti-ausländerpolitik die domäne der rechten ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 23.07.2018 13:21
    Highlight Highlight Das Problem mit DIESER Erdogan-Türkei ist, dass sie sich leider in Richtung von dem entwickelt, was sowohl die Türkei, als auch Deutschland einmal waren...
    Während Deutschland aber aus seiner furchtbaren Geschichte gelernt hat (Wenn man mal die "Braune Renaissance" mit AfD, CSU und NPD ausklammert), scheinen die Türken wieder mit Vollgas in die Nationalistische Falle rein zu rasen...
    Da gibt es dann halt enorme Spannungen zwischen Neo-Nazis, die sich Ratschläge von Leute, deren Eltern und Grosseltern "Alt-Nazis" waren, verbitten!
    Eine Art von Spiegelfechterei...
  • Hoopsie 23.07.2018 13:20
    Highlight Highlight Freunde Ball flachhalten. Ein verwöhnter Fussballer macht einen "Scheiss" (das weiss er selber, darum hat er 2 Monate dazu geschwiegen) und fühlt sich nachher schlecht behandelt. Mehr als ein Mimimimimi ist diese Geschichte nicht.

    Daraus einen Fall "Türken" zu machen ist komplett falsch. Gündogan hat sich erklärt, alles gut, Thema beendet. Özil hat (arrogant) geschwiegen und die Geschichte kochen lassen und nie erklärt was er mit "für meinen Präsidenten" gemeint hat. Wirklich eine schwache Leistung, die für viele Nachteile haben wird.
  • stadtzuercher 23.07.2018 13:11
    Highlight Highlight Özil erhält nicht nur von der politischen Linken Rückendeckung, sondern wird auch von Politikern in der Türkei gelobt...
    • Rolf Mueller 23.07.2018 13:45
      Highlight Highlight Genau: Sportminister Mehmet Kasapoglu schrieb am Sonntagabend auf Twitter: «Wir unterstützen die ehrenhafte Haltung unseres Bruders Mesut Özil von Herzen.»
    • dding (@ sahra) 23.07.2018 14:38
      Highlight Highlight wasps
      Hätte z.B. Neuer sich freundlich mit eine Hitler-büste fotografiern lassen
      Würden nicht gerade Sie nun seinen Rücktritt verlangen?
    • mec 23.07.2018 18:54
      Highlight Highlight Moralkeule? Hoeness hat sich lediglich über die sportlichen Leistungen von Özil geäussert und nicht über das Foto mit Erdogan. Aber ob es diese Aussage gebraucht hat, sei mal dahin gestellt...
  • G.Oreb 23.07.2018 13:10
    Highlight Highlight Mir ist egal was er ist. Wer ein Foto von sich mit Erdogan, auch wenn dieser Präsident vom Land der eigenen Wurzeln ist, machen lässt, hat mein Interesse und meine Anerkennung verloren. Für viele Kurden ist Erdogan sowas wie Hitler damals für Juden war, wenn er auch noch weit davon entfernt ist. Damit hat er allen In Deutschland lebenden Kurden gezeigt, wie unsensibel er ist. Ich bin kein Kurde, deshalb masse ich mir nicht an mich aufzuregen.. trotzdem finde ich es dabeben.
  • mrlila 23.07.2018 12:58
    Highlight Highlight Schweizer zweiter Klasse. So fühl ich mich manchmal auch.

    Ich denke ein Trump, der dem Iran droht ist sollte weitaus grössere Schlagzeilen schreiben als diese Doppeladler-Geste und Gündogan/Özil Foto.
    • Bene86 23.07.2018 13:17
      Highlight Highlight Aber es sind genau diejenigen, die sich nationalistischer nicht verhalten könnten, welche sich nicht als Schweizer fühlen. Genau diejenigen, die bei jeder Gelegenheit unterstreichen, dass sie eben nicht Schweizer sind.

      Diejenigen, die bei positiven Dinge immer sein Ursprungsland erwähnen und bei Negativen dann plötzlich mit ganzem Herzen Schweizer sein wollen.

      Diejenigen, welche ihre Töchter bedrohen, wenn sie sich in eine "falsche" Nationalität verlieben. Aber Dies nennt man dann eben "Kultur".

      Diese Doppelmoral ist wirklich lächerlich und kommt immer von den gleichen 1-2 Nationalitäten.
    • Astrogator 23.07.2018 13:17
      Highlight Highlight Bedauerlich, ich hoffe du lässt dich nicht unterkriegen.
      Schweizer 2. Klasse sind einzig die Hetzer von rechts, frustrierte Verlierer die einen Sündenbock für das eigene Versagen benötigen.
    • mrlila 23.07.2018 13:47
      Highlight Highlight @Bene86

      Kolleg hör uf, immer wenn mich Schweizer fragen was ich für eine Nationalität bin und ich mit 'Schweizer' antworte, dann heisst es immer: aber bisch kein Richtige... Was bin i denn? En gfälschte?

      soviel zum Thema #Doppelmoral ;) lmao
    Weitere Antworten anzeigen
  • N. Y. P. D. 23.07.2018 12:52
    Highlight Highlight Wer hat jetzt eigentlich noch nicht seinen Senf abgegeben ?

    Der Loddar ?

    Horst Seehofer ?

    Die Kanzlerin ?

    Haben die DFB-Spieler eigentlich einen Maulkorb bekommen ?
    • AdiB 23.07.2018 14:07
      Highlight Highlight geht mir auch durch den kopf. was sagen die kollegen? aber da ja einige für bayern spielen kann ich mir gut vorstellen mit dem maulkorb.
  • DerRaucher 23.07.2018 12:44
    Highlight Highlight Deutscher zweiter Klasse fühlt man sich als Deutschtürke permanent. Man muss sich auch mal fragen warum sich in D so viele Türken zu Erdogan hingezogen fühlen. Deutschland hat mit der Integration grösstenteils versagt. Man hat Jahrzehnte weggesehen und die Ausländer in ihre „Bezirke“ gesteckt. Aus den Augen aus dem Sinn, bis das nicht mehr funktionierte und sich parallel Gesellschaften gebildet hatten. Versucht es ein Türke dennoch nach deutschen Werten zu leben und sich als Deutscher zu fühlen, wird ihm im Alltag immer wieder klar gemacht das die Herkunft eben doch woanders liegt.
    • MacB 23.07.2018 13:03
      Highlight Highlight Integration ist eine Zweigwegbeziehung, für die meines Erachtens beide Seiten zu wenig unternommen haben.
    • watsinyourbrain 23.07.2018 13:26
      Highlight Highlight Das Gefühl verstehe ich und kann icj nachvollziehen, Bürger 2. Klasse zu sein - aber weshalb sollte man sich dann zu Erdogan hingezogen fühlen? Und wieso Özil, der mehr als erfolgreich ist und allein durch sein Reichtum viel mehr privilegiert ist, also 90% der Bevökerung?
    • one0one 23.07.2018 13:58
      Highlight Highlight Danke kleiner_Schurke. Ich versuche seit Jahren den Leuten klarzumachen dass das Leben der "fremden" Kulturen und Bräuchen auch bei uns beibehalten kann. Man sollte nicht das friedliche Miteinander suchen sondern das friedliche Nebeneinander wo jeder fuer den anderen Respekt hat auch wenn einem das eine oder anderen "spanisch" vorkommt ;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Luca Brasi 23.07.2018 12:43
    Highlight Highlight Grindel ist eine absolute Fehlbesetzung. Der DFB hat keine echte Kommunikationsstrategie an den Tag gelegt und macht auch sonst keine gute Figur.

Keller-Sutter gibt Deutschland einen Korb

Die Schweiz wird bei der Verteilung von Bootsmigranten nicht mitmachen. Das System sei nicht nachhaltig, sagt die Bundesrätin.

«Wir möchten, dass die Schweizer dabei sind», sagte der deutsche Innenminister Horst Seehofer kürzlich im Zusammenhang mit dem neuen Verteilmechanismus, den er zusammen mit seinem französischen Amtskollegen angestossen hat. Dieser sieht vor, dass in Italien und Malta ankommende Bootsmigranten mit einem festen Schlüssel in europäische Länder verteilt werden.

Doch Seehofers Aufruf war vergeblich: Mit einer Schweizer Beteiligung wird es vorerst nichts. Das System sei «nicht wirklich überzeugend», …

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