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Start der EM-Qualifikation – die Nati nimmt Kurs auf Deutschland

Switzerland's head coach Murat Yakin arrives for a press conference of the Switzerland's soccer national team after the elimination of the FIFA World Cup Qatar 2022 by Portugal in the round  ...
Murat Yakin nimmt die EM in Deutschland ins Visier.Bild: keystone

Start der EM-Qualifikation – die Nati nimmt Kurs auf Deutschland

Die Qualifikationskampagne für die Europameisterschaft in Deutschland ist lanciert. Das Schweizer Nationalteam strebt seine insgesamt sechste EM-Teilnahme an.
20.03.2023, 16:5121.03.2023, 13:02
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Volle Stadien, tadellose Organisation und ausgelassene Stimmung: Die WM 2006 in Deutschland dürften viele Fussball-Fans in bester Erinnerung behalten haben. Besonders nach zuletzt weniger festlichen Austragungen wie die umstrittene WM in Katar oder die Corona-EM, an der die Spiele in elf verschiedenen Ländern stattfanden.

The players of the Swiss team celebrate with the fans after defeating Togo in the 2006 FIFA World Cup group G match of Togo vs Switzerland in Dortmund , Germany, Monday, 19 June, 2006. Switzerland won ...
Wie 2006 in Dortmund soll es auch 2024 wieder aussehen.Bild: EPA

18 Jahre nach dem «Sommermärchen» wird wieder ein Grossturnier beim nördlichen Nachbarn der Schweiz ausgetragen. Zwischen dem 14. Juni und 14. Juli finden im nächsten Jahr 51 Spiele statt. Zu den 24 Teams, die um den Titel spielen, möchte auch die Schweiz gehören. Mit diesem klaren Ziel versammelten sich Trainer und Spieler am Montag in Basel zum ersten Nationalmannschafts-Zusammenzug seit dem bitteren WM-Aus Anfang Dezember (1:6 im Achtelfinal gegen Portugal).

Ausfälle auf allen Positionen

Dabei haben gleich mehrere Spieler gefehlt, die bei der Kader-Verkündigung vom vergangenen Donnerstag noch auf der Liste gestanden hatten. Bereits am Sonntag wurde vermeldet, dass die angeschlagenen Xherdan Shaqiri (Mittelfeld) und Gregor Kobel (Tor) nicht zum Team stossen würden. Am Montag folgten die Ausfall-Meldungen von Andi Zeqiri (Sturm) und Jordan Lotomba (Abwehr). Die Spieler, die sich bei Basel respektive Nice zuletzt in einem Formhoch befanden, müssen ebenfalls verletzt passen.

Nationaltrainer Murat Yakin, der vorerst verzichtet hatte, einen Ersatz für Shaqiri ins Team zu berufen, musste nach den neuerlichen Ausfällen reagieren. Mit Cedric Itten bot er den YB-Stürmer auf, der am Sonntag mit drei Treffern brilliert und die Spitze der Torschützenliste in der Super League erklommen hatte.

Der 26-Jährige, der in bisher sieben Einsätzen für die Nationalmannschaft vier Tore erzielt hat, erhielt den Vorzug gegenüber dem knapp fünf Jahre älteren Haris Seferovic (92 Einsätze, 25 Tore). Dieser bekommt bei Celta Vigo zwar wieder mehr Einsatzmöglichkeiten als zuletzt bei Galatasaray, absolvierte jedoch noch keines seiner bisher sieben Spiele für die Galizier über 90 Minuten.

Christian Fassnacht, links, und Cedric Itten, rechts, beim Zusammenzug der Schweizer Fussball Nationalmannschaft in Pratteln, am Montag, 20. Maerz 2023. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)
Gerade noch Siegesschütze bei YB, jetzt in der Nati: Cedric Itten (vorne).Bild: keystone

Ebenfalls zum Nationalteam stiessen die Super-League-Akteure Christian Fassnacht (YB), Michael Lang (Basel) und Jérémy Frick (Servette). Fassnacht ist der Einzige der Nachnominierten, der an der WM in Katar dabei war. Langs letzter Länderspiel-Einsatz datiert vom 18. November 2019, der dritte Torhüter Frick wurde sogar erstmals überhaupt aufgeboten - wohl auch, weil die Nationalmannschaft ihr erstes Heimspiel in dessen Heimstadion in Genf bestreiten wird.

An neun der letzten zehn Grossturnieren dabei

An Grossturnieren teilzunehmen, ist für die Schweiz schon fast zur Gewohnheit geworden. Bei neun der letzten zehn EM- und WM-Endrunden war das Nationalteam dabei. Einzig in der Qualifikation für die EM 2012 in Polen und der Ukraine scheiterte es. Neben Favorit England blieb die Schweiz in der Gruppe überraschend auch hinter Montenegro. Eine solche negative Überraschung soll dieses Mal ausbleiben.

Die Schweizer Spiele in der EM-Qualifikation
25. März: Belarus – Schweiz
28. März: Schweiz – Israel
26. Juni: Andorra – Schweiz
19. Juni: Schweiz – Rumänien
9. September: Kosovo – Schweiz
12. September: Schweiz – Andorra
12. Oktober: Israel – Schweiz
15. Oktober: Schweiz – Belarus
18. November: Schweiz – Kosovo
21. November: Rumänien – Schweiz

Die Voraussetzungen, sich nach 1996, 2004, 2008 (Heim-EM), 2016 und 2021 wieder für eine EM zu qualifizieren, sind gut. Anders als zum Beispiel Frankreich oder England war die Schweiz für die Auslosung der Qualifikationsgruppen in Topf 1 eingeteilt. Mit den zugelosten Gegnern Israel, Rumänien, Kosovo, Belarus und Andorra scheint das Vorhaben machbar, einer der beiden ersten Plätze in der Gruppe zu erreichen. Den gefährlichen Umweg über das Playoff-Turnier wollen die Schweizer unbedingt vermeiden.

Am Samstag trifft die Schweiz zum Auftakt auf Belarus, das wegen Beteiligung am russischen Angriffskrieg in der Ukraine seine Heimspiele auf «neutralem Boden» austragen muss. Die Partie findet daher im serbischen Novi Sad statt. Drei Tage später empfängt die Nationalmannschaft in Genf Israel, den auf dem Papier stärksten Widersacher in der Gruppe. (abu/sda)

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quelle: imago/pro sports images / imago images
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3 Kommentare
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Ganjaflash
20.03.2023 17:11registriert Dezember 2015
In dieser Gruppe sollte die direkte EM Qualifikation eigentlich locker möglich sein. Hopp Schwiiz 🇨🇭
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