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Alex Frei kehrte in diesem Sommer erneut zum FC Basel zurück.
Alex Frei kehrte in diesem Sommer erneut zum FC Basel zurück.Bild: keystone

«Heute kauft man das Potenzial» – Alex Frei über die Chancen und Probleme junger Talente

Alex Frei weiss, was es braucht, um im Fussballgeschäft erfolgreich zu sein. Auch in seiner Trainer-Karriere hat er mittlerweile schon einige Top-Talente betreuen dürfen. Einigen von ihnen traut er sogar den Sprung zu internationalen Top-Klubs zu.
22.09.2022, 14:1622.09.2022, 15:05

Seit dieser Saison ist Alex Frei Chef-Trainer beim FC Basel. Aktuell steht sein Team nach sieben Spielen etwas enttäuschend auf dem siebten Rang. Auf europäischer Ebene qualifizierten sich die Basler gerade so für die Conference League, in welcher man allerdings nach zwei Spieltagen souverän an der Gruppenspitze steht.

Beim FC Basel betreute der Rekordtorschütze der Nati bereits einige Teams der Junioren. Ehe er über den FC Wil und den FC Winterthur den Weg in den Profibereich der Basler schaffte. In Wil und Winterthur arbeitete er mit sehr talentierten jungen Nachwuchsspielern, wie beispielsweise Philipp Köhn (heute bei RB Salzburg) oder Sayfallah Ltaief (heute mit Frei in Basel) zusammen.

Diese beiden haben den Sprung geschafft, aber Frei sieht bei jungen Spielern das grösste Problem darin, dass «manche Talente meinen, dass drei gute Spiele reichen, um den nächsten Schritt zu machen.» Dies sagt der FCB-Trainer in einem Interview mit der «Bild». Allerdings hat sich auch das Transferverhalten der Klubs verändert, was sich für die Stars von morgen eher positiv auswirkt: «Früher hat man den Ist-Zustand gekauft, heute kauft man das Potenzial.»

Konnte im Cup bereits seinen ersten Treffer für den FCB bejubeln: Bradley Fink.
Konnte im Cup bereits seinen ersten Treffer für den FCB bejubeln: Bradley Fink.Bild: keystone

Dieses Potenzial sieht Frei auch in Bradley Fink, dem Neuzugang aus Dortmund. «Bradley ist so stark, dass er sich bei den Profis sofort durchsetzen kann.» Auch beim erst 16-jährigen Adriano Onyegbuele – «ein Spieler mit Perspektive» – sieht der Basler-Coach das Potenzial, um ganz gross herauszukommen.

Mit Noah Okafor durfte Frei in der U18 des FC Basel zusammenarbeiten. Damals empfand er Okafor als einen Spieler, der «nicht begriffen hat, was der Fussball verlangt.» Er selbst habe damals viel mit dem heutigen Nati-Spieler gesprochen und ihm geholfen, den richtigen Weg zu finden. «Noah hat begriffen und umgesetzt», wozu Frei ihm damals geraten hatte. Frei prophezeite ihm schon damals eine «grosse Karriere» und hält «den nächsten Schritt für Noahs Karriereverlauf für extrem wichtig.» Der BVB könnte demnach ein Klub sein, «der zu seinem Spielstil passt.»

Aber auch für den grossen FC Bayern hat er einen Spieler parat. «Es gibt einen einzigen Spieler in der Schweizer Liga, von dem ich jetzt schon sagen kann, dass er ganz sicher eine grosse sportliche Zukunft vor sich hat. Fabian Rieder wird es packen. Beim FC Bayern wäre er gut aufgehoben.» Der junge YB-Star wurde bereits mehrfach von Bayern-Chefscout Pirmin Schwegler beobachtet und scheint auf der Wunschliste der Münchner zu stehen.

Ein Talent, welches durch den grossen Druck und das viele Geld auf Abwege kam, hat Frei im eigenen Kader. Mit Jean-Kévin Augustin verpflichtete der FC Basel einen Spieler, der bei Paris-Saint-Germain ausgebildet wurde und danach sowohl in Leipzig als auch in Leeds die an ihn gestellten Erwartungen nicht erfüllen konnte. Noch ist der Franzose erst 25 Jahre alt und Frei glaubt, «dass er es nochmals zu einem internationalen Top-Klub schafft.» (mom)

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