DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa08694915 The Europa League trophy on display prior to the UEFA Super Cup final between Bayern Munich and Sevilla FC at the Puskas Arena in Budapest, Hungary, 24 September 2020.  EPA/Laszlo Szirtesi / POOL

Um diese Trophäe geht es heute Abend. Bild: keystone

Eine «historische Chance» auf viel Geld für Villarreal im Europa-League-Final

Der Final der Europa League am Mittwoch in Gdansk ist nur auf den ersten Blick ein ungleiches Duell. Das kleine Villarreal geht mit starken Argumenten ins Duell mit dem englischen Giganten Manchester United.



Die Rollen sind vor dem Final im kleinen Europacup klar verteilt. Alles scheint für Manchester United zu sprechen: die Finanzkraft, die internationale Ausstrahlung, das Renommee der Spieler und die Resultate in dieser Saison. Die Engländer erreichten in der Premier League den 2. Platz hinter Manchester City, aber vor dem anderen Champions-League-Finalisten Chelsea.

Europa-League-Final

Am Mittwoch steigt der Europa-League-Final zwischen Villarreal und Manchester United. Ab 21 Uhr bist du im watson-Ticker live dabei.

Sie zählen in ihren Reihen Grössen wie der französische Weltmeister Paul Pogba, der portugiesische Topskorer Bruno Fernandes oder der englische Stürmer Marcus Rashford.

Manchester United ist bestens gerüstet, aber längst nicht ohne Druck und Sorgen vor dem Spiel in der polnischen Hafenstadt, das vor 9500 Zuschauern stattfinden wird. Die Fans haben nach den Plänen des Klubs, der europäischen Super League beizutreten, gegen die amerikanische Besitzer-Familie Glazer rebelliert, und sie sind ungeduldig. Der letzte Titel des englischen Rekordmeisters, der mit Trainer-Ikone Alex Ferguson reihenweise Trophäen gewann, liegt vier Jahre zurück: Unter José Mourinho triumphierte Manchester United 2017 im Ligacup und in der Europa League.

Manchester United fans let off flares and hold a banner as they protest against the Glazer family, the American owners of Manchester United, before their English Premier League soccer match against Liverpool at Old Trafford stadium in Manchester, England, Thursday, May 13, 2021. (AP Photo/Jon Super)

Die Fans von Manchester United sind nicht glücklich im Moment. Bild: keystone

Mourinhos Nachfolger Ole Gunnar Solskjaer hat sich als Spieler mit dem Tor in der Nachspielzeit im Champions-League-Final 1999 gegen Bayern München unsterblich gemacht. Sechsmal war er zudem Meister mit Manchester United. Als Trainer wartet er noch auf seinen ersten bedeutenden Titel. Die Europa League und der 2. Platz in der Meisterschaft haben ihm Zeit verschafft. Aber in Zukunft wird er daran gemessen werden, wie sein Team in der Champions League abschneidet. Dort fühlt sich der Verein, der einer der fünf wertvollsten Europas ist, eigentlich daheim.

Emery, der Spezialist

Villarreal ist auch nach nationalem Massstab eine kleine Nummer. Auf den ersten nennenswerten Titel wartet der rund 60 Kilometer nördlich von Valencia beheimatete Klub fast 100 Jahre nach seiner Gründung weiterhin. In dieser Saison erreichte er in der Meisterschaft den 7. Platz. Nun bietet sich in Gdansk nicht nur die Möglichkeit, eine erste wichtige Trophäe zu gewinnen, sondern auch von der Conference League in die Champions League aufzusteigen.

epa09220758 Villarreal's head coach Unai Emery gives instructions to his players during the Spanish LaLiga soccer match between Real Madrid and Villarreal CF in Madrid, Spain, 22 May 2021.  EPA/RODRIGO JIMENEZ

Bild: keystone

Anstatt im neu geschaffenen UEFA-Wettbewerb würde Villarreal im Fall eines Finalsieges in der kommenden Saison mit den Besten Europas mitspielen. In Euro heisst das: 15,64 Millionen Antrittsgeld anstatt 2,94 Millionen.

Die Spanier sind sich ihrer Aussenseiterrolle sehr wohl bewusst und kokettierten in den letzten Tagen damit. Es sei nun ihr Moment, schwört das Team seine Anhänger ein. Bei näherem Hinsehen hat Villarreal auch auf dem Papier gute Argumente. Beginnend beim Trainer Unai Emery, der den FC Sevilla von 2014 bis 2016 in der Europa League zum Titel führte und 2019 mit Arsenal erst im Final scheiterte. Schon jetzt ist er zusammen mit Giovanni Trapattoni der erfolgreichste Coach des Wettbewerbs.

Routiniers und zwei Internationale

Emery kam mit seiner Mannschaft in der laufenden Europa-League-Saison in 14 Partien zu 12 Siegen und 2 Remis. Auch wenn im Halbfinal gegen Arsenal etwas Glück nötig war, erreichte Villarreal alles andere als zufällig als elfter spanischer Klub einen Europacup-Final. Nebst einigen auch international bekannten Routiniers wie Raul Albiol oder Paco Alcacer hat Villarreal auch zwei spanische EM-Teilnehmer: Verteidiger Pau Torres, an dem Manchester United interessiert sein soll, und Gerard Moreno, der für einige Experten der derzeit beste spanische Stürmer ist.

Gerard, der in den letzten beiden Saisons der treffsicherste einheimische Spieler der Liga war, ist mit 6 Toren und 5 Assists der beste Skorer der Europa League. Auch er könnte bald zu einem grösseren Klub wechseln. Deshalb spricht Torres von «einer historischen Chance», in dieser Zusammensetzung den grössten Erfolg der Vereinsgeschichte zu feiern. (abu/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Europas Rekordmeister im Fussball

1 / 28
Europas Rekordmeister im Fussball
quelle: keystone / rodrigo jimenez
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Keine Fussball-Fans im Büro, bitte!

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Emotionaler Appell von Trainer Petkovic: «Wir brauchen die Solidarität von Euch allen»

Die Schweizer Nati musste in den letzten Tagen viel Kritik einstecken. Nun appelliert Trainer Vladimir Petkovic in einem offenen Brief an die Unterstützung der Bevölkerung.

Liebe Schweizerinnen und Schweizer

Wir wollten Euch eine magische Nacht schenken. Euch stolz machen auf uns und auf unsere Schweiz. Wir wollten Euch nach den vielen Entbehrungen der langen Zeit der Pandemie glücklich machen mit einem Sieg gegen Italien. So vieles hatten wir uns dafür vorgenommen. Zu viel vielleicht. Und am Schluss blieb nichts als Enttäuschung. Für Euch, für uns und für viertausend Schweizerinnen und Schweizer, die nach Rom gereist sind. Das tut uns von Herzen leid.

Seit dem 26. …

Artikel lesen
Link zum Artikel