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Xavi selbst weiss auch noch nicht, ob er nach Barcelona wechseln darf.
Xavi selbst weiss auch noch nicht, ob er nach Barcelona wechseln darf.Bild: keystone

Barça kämpft um seinen Wunsch-Trainer Xavi – das kuriose Hin und Her in 11 Punkten

04.11.2021, 14:1204.11.2021, 16:13
Dario Bulleri
Dario Bulleri
Dario Bulleri
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Seit der Entlassung von Ronald Koeman scheint es eigentlich nur eine Frage der Zeit zu sein, bis Vereinslegende Xavi neuer Trainer des FC Barcelona wird. Schon am 28. Oktober twitterte Transfer-Experte Fabrizio Romano, der ehemalige Barcelona-Mittelfeldspieler werde zu Barça zurückkehren.

Bis heute ist dies allerdings noch nicht offiziell. Das Problem: Xavi trainiert derzeit das katarische Team Al-Sadd und hat dort einen Vertrag bis 2023. Und die Katari scheinen nicht davon begeistert zu sein, ihren Coach ziehen zu lassen. So läuft zwischen Katar und Katalonien derzeit ein kurioses Hin und Her – hier chronologich erklärt in 11 Punkten.

Xavi hält sich bedeckt

Am 28. Oktober will sich Xavi noch nicht in die Karten schauen lassen und sich nicht zu den Barcelona-Gerüchten äussern. «Ich bin fokussiert auf meine Arbeit bei Al-Sadd und werde nicht über anderes sprechen», macht der Spanier klar, nachdem er mit den Gerüchten aus seiner Heimat konfrontiert worden ist.

Seit 2015 steht Xavi bei Al-Sadd an der Seitenlinie.
Seit 2015 steht Xavi bei Al-Sadd an der Seitenlinie.Bild: keystone

Laportas Flirt

Barça-Präsident Joan Laporta gibt sich hingegen wenig Mühe, das Interesse an Xavi zu verbergen. «Ich denke, Xavi ist in einer spannenden Phase in seiner Entwicklung als Trainer», so Laporta über den 41-Jährigen. «Ich habe sehr gute Referenzen von Leuten, die ihn sehr gut kennen. Wir haben in den letzten Minuten oft gesprochen und ein gutes Verhältnis zueinander.»

Daumen hoch: Joan Laporta macht kein Geheimnis daraus, was er von Xavi hält.
Daumen hoch: Joan Laporta macht kein Geheimnis daraus, was er von Xavi hält. Bild: keystone

Al-Sadds erstes Statement

Aufgrund der anhaltenden Spekulationen fühlt sich Al-Sadd erstmals genötigt, sich zur Causa Xavi zu äussern. «Aufgrund dessen, was derzeit zirkuliert, bekräftigt Al-Sadd, dass Xavi einen Zweijahresvertrag mit dem Team hat und voll auf die kommenden Spiele fokussiert ist», schreiben die Katari in einem Statement.

Gespräche im Hintergrund

In den nächsten Tagen wird es etwas ruhiger in den Medien. Dies bedeutet aber nicht, dass der Wechsel nach dem Statement von Al-Sadd zu platzen droht. Stattdessen berichten diverse Medien, die Gespräche zwischen Barcelona und Xavi seien in der letzten Phase. Transfer-Experte Romano schreibt, die Anstellung von Xavi werde von Barça nur noch als «eine Frage der Zeit» betrachtet.

Reise nach Katar

Spätestens am 3. November ist klar: Was über das Interesse von Barcelona an Xavi geschrieben wird, sind nicht nur Gerüchte. Edu Polo, Journalist bei «El Mundo Deportivo», veröffentlicht ein Foto von Barça-Vizepräsident Rafael Yuste und Geschäftsführer Mateu Alemany in Katar gemeinsam mit Xavis Agenten. Die Delegation aus Katalonien soll mit den Verantwortlichen von Al-Sadd den Wechsel perfekt machen.

Al-Sadds Dementi

Kurz darauf aber die Überraschung: Nach wie vor bekräftigt Al-Sadd, man wolle Xavi nicht ziehen lassen. «Wir begrüssen den Besuch der Delegation aus Barcelona und respektieren diesen», zitiert der Verein CEO Turki Al-Ali auf Twitter, ergänzt dann aber: «Die Position des Vereins war von Beginn an klar – wir haben uns festgelegt, unseren Trainer Xavi zu halten, und könnten ihn in diesem heiklen Moment der Saison nicht gehen lassen.»

Das Spitzenspiel

Tatsächlich ist der Moment für die Gerüchte aus Sicht von Al-Sadd nicht optimal. So steht für den Leader der Stars League am 3. November noch der Spitzenkampf gegen den ersten Verfolger Al-Duhail an. Das umkämpfte Spiel endet 3:3, Al-Sadd kassiert in der 89. Minute den Ausgleich. «Wir haben unseren Vorsprung gehalten, aber wir hätten mehr verdient», kommentiert Xavi sein vielleicht letztes Spiel als Coach des Leaders.

Die Highlights des Spitzenkampfs im Video.Video: YouTube/QSL

Hassan spoilert den Wechsel

Nur kurze Zeit nach dem Dementi scheint der Wechsel nach Barcelona dann doch beschlossene Sache. Abdul Karim Hassan, Flügelspieler von Al-Sadd, gibt nämlich nach dem Spiel in der Mixed Zone zu Protokoll: «Wir sind traurig, weil uns Xavi verlässt. Gleichzeitig freuen wir uns aber, dass er mit Barcelona eine grossartige Mannschaft übernehmen kann.»

Jetzt spricht Xavi doch

Nach dem Spiel äussert sich Xavi doch noch zu den Barça-Gerüchten. Im Gegensatz zu seinem Spieler spricht der Ex-Nationalspieler noch nicht von einem Vollzug. «Die beiden Klubs sind in Gesprächen und ich weiss nicht, wie es enden wird», erklärte der Spanier gegenüber «TV3». Gleichzeitig macht er kein Geheimnis daraus, wie sehr ihn die Barça-Übernahme reizen würde: «Es wäre ein spannender Schritt in meiner Karriere. Wir freuen uns alle, es wäre spektakulär.»

Gespräche in Katar noch erfolglos

Gleich nach dem Spiel treffen sich Yuste und Alemany mit den Verantwortlichen mit Al-Sadd zu Gesprächen. Das Problem von Barça: Xavi hat in seinem Vertrag eine Ausstiegsklausel in der Höhe von fünf Millionen, welche die Katalanen aber nicht bezahlen wollen. Gemäss Journalist Edu Polo könnte es auch ohne Geld zu einer Einigung kommen – so soll Al-Sadd bereit sein, auf eine Ablöse zu verzichten, wenn Barcelona für ein Testspiel nach Katar reisen oder eine Botschafter-Rolle für die WM 2022 übernehmen würde. Eine Einigung wird aber noch nicht erzielt.

Der Showdown

Wie diverse spanische Medien berichten, wird es am Donnerstag zum entscheidenden Treffen kommen. Dabei soll Xavi selbst die Initiative ergreifen wollen und dem Scheich seinen Wechselwunsch offiziell mitteilen. Sollte das Treffen erfolgreich sein, könnte die Sache schon in innert kürzester Zeit offiziell sein.

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