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Der Matchwinner: Steve Beleck erzielte zwei Tore und verwandelte auch im Penaltyschiessen zweimal sicher.
Der Matchwinner: Steve Beleck erzielte zwei Tore und verwandelte auch im Penaltyschiessen zweimal sicher.Bild: keystone

11:10 nach Penaltyschiessen – Aussenseiter Yverdon eliminiert den FCZ in einem Cup-Krimi

26.10.2021, 23:1127.10.2021, 11:04

Yverdon – Zürich 3:2 n.P.

Wie bereits im letzten Jahr ist der FC Zürich erneut an einem Unterklassigen gescheitert. Der Dritte der Super League unterliegt im Achtelfinal auswärts Yverdon, dem Vorletzten der Challenge League, nach einem Penaltyschiessen für die Geschichtsbücher.

«Wir haben es von der ersten Minute an verpasst, einem starken Gegner Paroli zu bieten. Yverdon war uns in puncto Einstellung, Mentalität und auch Zweikampfhärte klar im Voraus. Deshalb denke ich, dass der Sieg auch verdient ist.»
FCZ-Trainer André Breitenreiter kritisiert sein Team und lobt den Gegner. srf

Zweimal machte der FC Zürich in den 120 Minuten bis zum Penaltyschiessen einen Rückstand wett und auch in der Kurzentscheidung meldete er sich zurück, nachdem Rodrigo Pollero und Antonio Marchesano früh mit ihrem Versuch gescheitert waren. Doch auf den verschossenen Penalty von Bledian Krasniqi gab es keine Antwort mehr. Kurz darauf sorgte Marculino Ninte mit dem 26. Versuch für den Sieg von Yverdon, der nicht gestohlen war.

Zweimal überraschte Yverdon durch Steve Beleck die über weite Strecken monoton angreifenden Zürcher schon in den ersten 120 Minuten. Der kamerunische Stürmer von Yverdon, der im Sommer als Vereinsloser ins Waadtland gekommen war, nutzte seine beiden Chancen - in der 43. Minute nach exzellenter Vorarbeit des 21-jährigen, von YB ausgeliehenen Shkelqim Vladi zum 1:0 und in der vierten Minute der Verlängerung zum 2:1.

Dass Beleck, der für den verletzten Koro Koné zum Einsatz kam, nur zum halben Matchwinner wurde, lag an der in dieser Saison schon mehrmals gezeigten Fähigkeit des FCZ auf Rückschläge zu reagieren. Der zur Pause eingewechselte Wilfried Gnonto erwies sich dabei als entscheidend. Der 17-jährige Italiener erzielte das 1:1 in der 71. Minute mit einem Volley selber und bereitete das 2:2 von Marc Hornschuh in der 104. Minute vor.

Yverdon hatte ansonsten den in der Meisterschaft treffsicheren Angriff des Super-League-Dritten gut im Griff. Die vom ehemaligen FCZ-Coach Uli Forte trainierten Waadtländer verteidigten geschickt und waren in der Offensive nicht weniger oft gefährlich als der zehnfache Cupsieger. In der 114. Minute vergaben sie eine hervorragend Doppel-Chance auf den dritten Treffer. Der FCZ scheiterte in der 121. Minute durch Bledian Krasniqi mit einem Kopfball auf bester Position.

Kann es nicht fassen: André Breitenreiter und sein FCZ sind im Cup bereits ausgeschieden.
Kann es nicht fassen: André Breitenreiter und sein FCZ sind im Cup bereits ausgeschieden.Bild: keystone

Yverdon - Zürich 2:2 (1:0, 1:1) n.V.; Yverdon 11:10-Sieger im Penaltyschiessen
SR Dudic.
Tore: 43. Beleck 1:0. 71. Gnonto 1:1. 94. Beleck 2:1. 104. Hornschuh 2:2.
Penaltyschiessen: Marchesano (verschiesst) 0:0, Beleck 1:0; Kryeziu 1:1, Hajrovic 2:1; Pollero (verschiesst) 2:1, Ninté (Kostadinovic hält) 2:1; Gnonto 2:2, Da Silva 3:2; Krasniqi 3:3, Eleouet (verschiesst) 3:3; Leitner 3:4, Fargues 4:4, Guerrero 4:5, Lusuena 5:5; Hornschuh 5:6, Jaquenoud 6:6; Rohner 6:7, Blum 7:7; Aliti 7:8, Salvi 8:8; Kryziu 8:9, Beleck 9:9; Leitner 9:10, Hajrovic 10:10; Krasniqi (verschiesst) 10:10, Ninté 11:10.
Zürich: Kostadinovic; Boranijasevic (68. Rohner), Kryeziu, Hornschuh; Gogia (46. Aliti), Coric (68. Leitner), Doumbia (100. Krasniqi), Guerrero; Marchesano; Ceesay (46. Gnonto), Pollero.
Bemerkungen: Zürich ohne Khelifi, Kramer und Tosin (alle verletzt). 117. Gelb-Rote Karte gegen Malula (Yverdon).

Aarau – Lausanne 0:1

Lausanne, der zweite am Dienstag im Einsatz gestandenen Super-League-Klub, überzeugte auch nicht, hielt sich in Aarau aber dank seinem Goalie Thomas Castella und dem 1:0-Siegtreffer von Topskorer Mohamed Amdouni in der 56. Minute schadlos.

Für die Aarauer, Vierter der Challenge League, wäre mehr möglich gewesen. Aber zu lange war die Mannschaft von Stephan Keller rund um den Lausanner Strafraum harmlos. Erst in der Schlussviertelstunde kam sie zu gefährlichen Aktionen. Sowohl gegen Donat Rrudhani (76.) als auch gegen Liridon Balaj (84.) hielt Castella, normalerweise Ersatzgoalie, stark.

Lausanne wurde für eine schwache Leistung gut belohnt. Amdouni, der in der Super League schon viermal getroffen hat, nutzte eine der ersten Torchancen des Favoriten.

Enttäuschung beim Aussenseiter: Aarau scheitert trotz guter Leistung.
Enttäuschung beim Aussenseiter: Aarau scheitert trotz guter Leistung.Bild: keystone

Aarau - Lausanne-Sport 0:1 (0:0)
SR Fähndrich.
Tor: 56. Amdouni 0:1.
Lausanne-Sport: Castella; Chafik, Grippo, Husic, Suzuki (85. Nanizayamo); Barès; Koyalipou (59. Mahou), N'Guessan (72. Kukuruzovic), Thomas, Amdouni; Ouattara (85. Coyle).
Bemerkungen: Lausanne-Sport ohne Puertas (gesperrt), Geissmann, Kapo, Tsoungui und Turkes (alle verletzt).

Biel – Lausanne-Ouchy 1:0

Eine Überraschung gelang dem FC Biel aus der Promotion League, der sich gegen das eine Stufe höher spielende Lausanne-Ouchy mit 1:0 durchsetzte und damit erstmals seit 2011/12 die Viertelfinals erreichte. Nach einem verschossenen Penalty auf beiden Seiten war in der 89. Minute der Franzose Brian Beyer vom Penaltypunkt erfolgreich - allerdings erst im Nachschuss.

Biel - Lausanne-Ouchy 1:0 (0:0)
634 Zuschauer. - SR Piccolo.
Tor: 89. Beyer 1:0.
Bemerkungen: 36. Chader (Lausanne-Ouchy) verschiesst Penalty. 82. Lausanne-Ouchys Goalie Steffen hält Penalty von Fleury. 88. Steffen hält Penalty von Beyer, der im Nachschuss trifft.

(dab/sda)

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