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Am Wochenende gab es ausnahmsweise wenige Tore in der Super League, die meisten mit vier bei Lausanne – GC (im Bild: LS-Torschütze Puertas).
Am Wochenende gab es ausnahmsweise wenige Tore in der Super League, die meisten mit vier bei Lausanne – GC (im Bild: LS-Torschütze Puertas).Bild: keystone

Spektakel-Liga – nirgends gibt es mehr Torchancen als in der Super League

Nur in Gibraltar und auf den Färöer Inseln fallen noch mehr Treffer als in der Schweizer Super League. 3,47 Tore sehen die Fans hierzulande pro Partie. Das ist nicht der einzige Bestwert.
18.10.2021, 20:36

Damit viele Tore fallen, braucht es viele Torchancen – das liegt einigermassen auf der Hand, schliesslich ist nicht jeder Schuss ein Treffer. Die Forscher des International Centre for Sports Studies (CIES) in Neuchâtel haben nun den Beleg dafür geliefert, dass in der Schweizer Super League in der Tat sehr häufig der Abschluss gesucht wird.

«Jeder Schuss ein Treffer, jeder Schuss geht rein» – das gilt höchstens bei der Band «Die Doofen».Video: YouTube/Oberidiot

Von insgesamt 41 untersuchten Ligen weltweit hat die Super League den höchsten Wert an Grosschancen. 13,6 solcher Möglichkeiten gibt es durchschnittlich in jeder Partie. Schlusslicht der untersuchten Ligen ist Rumänien, wo die Fans im Schnitt nur 8,4 Grosschancen pro Spiel sehen.

Analysiert wurde auch der einzelne Wert jedes Teams. Hierbei wurden die kreierten Grosschancen denen gegenüber gestellt, die das Team dem Gegner zugestehen musste. Daraus berechneten das CIES und InStat einen Quotienten. Je höher dieser Wert ist, desto besser für einen Klub.

Super League 🇨🇭

  1. YB 2,29 (9,8 kreiert : 4,3 zugelassen)
  2. Lugano 1,42 (5,5 : 3,9)
  3. Basel 1,35 (9,0 : 6,7)
  4. Servette 1,11 (6,8 : 6:1)
  5. GC 1,07 (6,6 : 6:1)
  6. Zürich 1,03 (7,4 : 7:2)
  7. St.Gallen 0,96 (7,6 : 7,9)
  8. Luzern 0,76 (5,7 : 7,4)
  9. Sion 0,58 (5,6 : 9,6)
  10. Lausanne 0,54 (4,6 : 8,4)

Betrachtet man diese Tabelle, fallen einem gegenüber der «richtigen» Tabelle mehrere Unterschiede auf. Ins Auge springt etwa, dass der FC Zürich offenbar viel aus seinen Chancen macht, er belegt Zwischenrang 2.

Einst Chancentod, nun plötzlich Goalgetter: Assan Ceesay vom FC Zürich.
Einst Chancentod, nun plötzlich Goalgetter: Assan Ceesay vom FC Zürich.Bild: keystone

Das Umgekehrte gilt für YB: Der Meister ist zwar häufig überlegen, macht daraus aber zu wenig. Derweil finden sich die vier letztklassierten Teams wohl zurecht im Tabellenkeller wieder – sie gestehen dem Gegner zu viele Chancen zu, wodurch sie in der Folge zu viele Tore erhalten.

Die «richtige» Tabelle:

Big 5 🌍

  1. Manchester City 3,28 (8,4 : 2,6)
  2. Bayern München 2,96 (10,1 : 3,4)
  3. PSG 2,41 (7,8 : 3:2)
  4. Everton 2,33 (6,0 : 2,6)
  5. San Sebastian 2,29 (6,9 : 3,0)
  6. Inter Mailand 2,16 (11,4 : 5,3)
  7. Napoli 2,15 (8,0 : 3,7)
  8. Leipzig 1,97 (9,9 : 5,0)
  9. FC Sevilla 1,82 (5,7 : 3,1)
  10. Liverpool 1,78 (10,1 : 5,7)

Rekorde

Die meisten Grosschancen kreiert Ajax Amsterdam in der niederländischen Eredivisie, nämlich 11,9. Der Quotient von Ajax, das dem Gegner im Schnitt 2,8 Chancen zugesteht, beträgt 4,32.

Die Offensiv-Fabrik Ajax ist Leader und hat nach neun Spielen ein Torverhältnis von 32:2.
Die Offensiv-Fabrik Ajax ist Leader und hat nach neun Spielen ein Torverhältnis von 32:2.Bild: keystone

Das ist der zweithöchste Wert aller untersuchten Ligen. Höher ist mit 5,00 nur noch jener von Partizan Belgrad (8,2 : 1,6).

Den tiefsten Quotienten hat mit sehr bescheidenen 0,29 der FK Sputnik Retschyza in Belarus. Er kreiert bloss 2,9 Grosschancen pro Spiel, die Gegner kommen auf 9,8. Sputnik hat zwar einen schönen Namen, ist aber mit dieser Bilanz abgeschlagener Letzter der Wyschejschaja Liha.

Die wenigsten Chancen überhaupt bringt Doxa Katokopia zustande. Der Tabellen-Achte der Zwölfer-Liga auf Zypern kommt pro Spiel auf lediglich 2,2 Grosschancen. Ein anderes Schlusslich kommt aus Belgien: Zulte Waregem muss pro Spiel 10,2 Grosschancen der Gegner abwehren. (ram)

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