Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
FILE - In this Tuesday, April 17, 2007 file photo FIFA, President Joseph Sepp Blatter, gestures after being presented with a traditional Indian headgear at the 70th Anniversary of Indian Football, in New Delhi, India. FIFA President Sepp Blatter said Tuesday June 2, 2015, that he will resign from his position amid corruption scandal. (AP Photo/Manish Swarup, File)

Der gefallene FIFA-König: Sepp Blatter bei einer Feier des indischen Fussballverbandes.  Bild: Manish Swarup/AP/KEYSTONE

«Hätte früher gehen sollen»: Das sagt Blatter über Katar und seinen missglückten Abgang

Der frühere FIFA-Präsident gibt zu, dass er die Berichte des Sonderermittlers Garcia gar nie gelesen hat. Und erklärt, warum Katar die WM erhalten hat. 



Fast zwei Jahre nach seinem abrupten Karriereende zeigt der ehemalige FIFA-Präsident Reue: «Ich hätte früher aufhören sollen», sagt er in einem Interview mit dem «Sonntagsblick». Und er verteidigt seinen Entscheid, den Untersuchungsbericht des früheren FIFA-Sonderermittlers Michael Garcia 2014 nicht veröffentlicht zu haben: «Ich hatte ihn selbst nicht gelesen.» Ethik-Richter Hans-Joachim Eckert habe ihm eine Zusammenfassung von 40 Seiten geschrieben und ihm geraten, nur diese zu veröffentlichen.«

Sonst hätte man erst die Rechte jedes einzelnen im Bericht erwähnten Menschen abklären müssen.» Diese Woche hatte die «Bild»-Zeitung Auszüge des Berichts veröffentlicht, worauf die FIFA das Papier selbst publik machte. 

«Hätte ich kein ruhiges Gewissen, wäre ich auf einen Berg gestiegen und hätte mit Bergziegen auf ein Gewitter gewartet.»

Sepp Blatter

Er müsse sich nach wie vor keine Vorwürfe machen, erklärt Blatter weiter. «Hätte ich kein ruhiges Gewissen, wäre ich nicht hier. Dann hätte ich zwei Ziegen genommen, wäre auf einen Berg gestiegen und hätte auf ein Gewitter gewartet.»

So kam die WM laut Blatter nach Katar

Aber noch immer fragt sich die ganze Fussball-Welt, wie sich Katar die WM tatsächlich geangelt hat. Und wie viele Schmiergeld-Couverts wirklich unter dem Tisch durchgingen. Blatter winkt ab. 

«Gar keine. Da wurde einfach abgestimmt. Ich sagte es mehrfach, die Politik entschied alles. Frankreichs Präsident Sarkozy befahl Michel Platini aus politischen Interessen für Katar zu stimmen. So begann es. Sonst hätten die USA die WM bekommen», sagt der 81-Jährige weiter zum «Sonntagsblick». Die Politik habe ebenfalls bestimmt, dass die WM 2006 an Deutschland ging. 

(amü)

Garcia-Report: Die neuen Enthüllungen um die WM-Vergabe an Katar und Russland

Das könnte dich auch interessieren:

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Blocher will Bundesrats-Rente spenden

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

8
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • _kokolorix 02.07.2017 11:19
    Highlight Highlight Warum um alles in der Welt braucht der Blatter zwei Ziegen auf dem Berg? Hat er etwa Angst allein zu sein?
  • FrancoL 02.07.2017 08:51
    Highlight Highlight Herrlich wir Blatter in der Art des dümmlichen Mannes versucht alles von sich weg zu lenken und dann kurz auch wieder mal Platini vorschiebt.
    War er nun Präsident oder nicht?
    Wenn ja hätte er da nicht mitmachen müssen.
    Seine Rechtfertigungen sind so erbärmlich, dass man nun bestens annehmen kann dass er eine Windfahne im Amt war.
    • dillinger 02.07.2017 12:01
      Highlight Highlight Blatter hat ja damals im Gegensatz zu Platini nicht für Qatar gestimmt. Er war eigentlich dagegen. Aber als Fifa Präsident musste er den Entscheid ja mittragen.
    • FrancoL 02.07.2017 13:37
      Highlight Highlight Wenn er wusste dass Mitglieder durch deren Staaten beeinflusst werden, dann hätte er regieren müssen oder den Hut nehmen. Er hätte schon bei Deutschland einen Riegel schieben müssen. Wer mithält als Mitwisser der ist genau so Schuldig! Wofür ist den ein Präsident da?
  • N. Y. P. D. 02.07.2017 08:49
    Highlight Highlight Aber noch immer fragt sich die ganze Fussball-Welt, wie sich Katar die WM tatsächlich geangelt hat.

    Und der Sepp : «Gar keine. Da wurde einfach abgestimmt.»

    Soso, da wurde einfach abgestimmt. Du bist ein Lustiger, Sepp..😄
  • Calvin Whatison 02.07.2017 08:26
    Highlight Highlight Wenn ich von Blatter und Ziegen lese, frag ich mich doch glatt, ob sein Seelenverwandter nicht doch der ist, welcher am Bosporus herrscht, und Regent der Welt spielt.😱🙄
  • samplanet 02.07.2017 07:34
    Highlight Highlight wieso nur muss ich jedes mal lachen, wenn ich etwas über die fifa lese?
  • zombie woof 02.07.2017 06:38
    Highlight Highlight Der alte, korrupte Kerl gehört in den Knast und nicht auf den Berg, wo er sich bei Blitz und Donner mit Ziegen vergnügen kann

Unvergessen

Ausgerechnet Burri trifft – und dann ist das legendäre Wankdorf-Stadion Geschichte

7. Juli 2001: Die Young Boys und Lugano bestreiten das letzte Spiel im alten Wankdorf-Stadion. Die Partie endet 1:1 – Reto Burri erzielte das letzte Tor in der Kultstätte. Einen Monat später wurde der Mythos Wankdorf gesprengt.

Das letzte Spiel! 22'200 Zuschauer kamen zur Dernière, unter ihnen der deutsche Ehrenspielführer Uwe Seeler und Ottmar Walter, ein Weltmeister von 1954. Gerhard Schröder, der Kanzler, entsandte eine Trauerbotschaft.

Reto Burri, der letzte Torschütze, erzählt, dass er «heute noch auf dieses letzte Tor im Wankdorf angesprochen wird». Die YB-Fans hätten sich womöglich einen anderen letzten Torschützen gewünscht. Burri war bei den Fans nicht beliebt. Manchmal hätte er sogar Angst gehabt, von …

Artikel lesen
Link zum Artikel