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Europa League, 1/16-Finals, Rückspiele
FC Basel – St-Etienne 2:1 (Hinspiel: 2:3)
Porto – Dortmund 0:1 (0:2)
Manchester United – Midtjylland 5:1 (1:2)
Napoli – Villareal 1:1 (0:1)
Tottenham – Fiorentina 3:0 (1:1)
Leverkusen – Sporting 3:1 (1:0)
Liverpool – Augsburg 1:0 (0:0)
Schalke – Schachtar 1:3 (0:0)
Lazio – Galatasaray 3:1 (1:1)
Bilbao – Marseille 1:1 (1:0)
Der Kampf im St.Jakob-Park ist riesig – mit dem besseren Ende für den Schweizer Meister.<br data-editable="remove">
Der Kampf im St.Jakob-Park ist riesig – mit dem besseren Ende für den Schweizer Meister.
Bild: EPA/KEYSTONE

FC Basel liefert ein Finale für die Geschichtsbücher und schiesst sich in die nächste Runde

Der FC Basel steht im Achtelfinal der Europa League. In einer unglaublichen Schlussphase schoss Doppeltorschütze Luca Zuffi die Basler mit dem 2:1 in die nächste Runde. Saint-Etienne hatte zwei Minuten zuvor ausgeglichen.
25.02.2016, 23:1626.02.2016, 09:09

»» Hier geht's zu den wichtigsten Toren der restlichen Partien

Es war ein unglaubliches Finale, eines für die FCB-Geschichtsbücher. Die Mehrheit der rund 20'000 Basler Fans im St.Jakob-Park hatte sich schon mit dem Ausscheiden abgefunden. Saint-Etiennes Captain Moustapha Sall traf in der 90. Minute zum 1:1, das den Franzosen nach dem 3:2-Heimsieg vor einer Woche zum Weiterkommen gereicht hätte. Doch dann drehte der FCB nochmals auf, kam noch zu einem letzten Vorstoss. Via Michael Lang landete der Ball bei Zuffi, der mit seinem zweiten Treffer das Stadion fast zum explodieren brachte. Zuffi war ohne Zweifel der grosse Matchwinner. Er hatte nach 15 Minuten mit einem herrlichen Freistoss schon das 1:0 geschossen und der hektischen, umkämpften, aber spielerisch nie brillanten Partie den Stempel aufgedrückt.

«Fantastisch wie die Mannschaft auf das 1:1 reagiert hat. Jetzt ist mein Puls wieder gut.»
Urs Fischer im «SRF»
Die wunderbare Führung durch Luca Zuffi.
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Im Hinspiel hatte der FC Basel trotz der Niederlage die Gangart vorgegeben. Das war daheim im St.Jakob-Park nicht mehr der Fall. Er tat sich schwer, die Ballkontrolle zu behalten, einen geordneten Spielaufbau zu vollziehen, obwohl im Gegensatz zu vor einer Woche Spielmacher Matias Delgado die Fäden zog. Der Argentinier tat sich aber genauso wie Breel Embolo gegen die Franzosen schwer. Saint-Etienne störte früh und suchte die Offensive – nach dem 0:1 gezwungenermassen.

Das zwischenzeitliche 1:1 liess den FCB-Fans den Atem stocken.
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«Ich muss erst einmal realisieren was überhaupt abgegangen ist. Es war ein Top-Abend.»
Luca Zuffi im «SRF»

Was den FC Basel aber auszeichnete, war die disziplinierte Abwehrleistung und der absolute Wille. Angeführt vom starken Routinier Walter Samuel hielt die FCB-Abwehr die Gefahr fast immer fern vom eigenen Tor. Obwohl die Gäste in der ersten Halbzeit sieben Eckbälle verzeichneten, war Goalie Tomas Vaclik nur selten gefordert und die wichtigen Aufgaben löste der Tscheche stark. Er parierte in der 8. Minute gegen den alleine vor ihm aufgetauchten Kévin Monnet-Paquet genauso wie in der 67. Minute gegen Abwehrchef Moustapha Sall. Meistens konnte Vaclik mitansehen, wie seine Vorderleute die Arbeit gut erledigten, gegen vehement, aber selten fantasievoll angreifende Stéphanois. Auch das 1:1 fiel nicht nach einer Kombination, sondern nach einer Flanke aus dem Halbfeld und dem Ablenker von Sall.

Das Stadion flippt regelrecht aus – Zuffi trifft zum umjubelten Siegestor.
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Die Basler hingegen machten aus den wenigen Vorstössen in den gegnerischen Strafraum einiges und hätten durchaus das 2:0 erzielen können. Der als einzige Sturmspitze wertvolle Marc Janko vergab in der 7. Minute aus guter Position, Birkir Bjarnason scheiterte drei Minuten später an Saint-Etienne Keeper Stéphane Ruffier und kurz vor der Pause setzte Marek Suchy einen Kopfball knapp übers Tor, dies nach dem ersten Basler Eckball der Partie. In der 50. Minute landete ein Kopfball von Janko aus guter Position in den Armen von Ruffier. Nach einer guten Stunde stoppte der Goalie der Gäste einen Freistoss von Delgado.

Grossartige Moral: Was für ein Finish aus Basler Sicht.<br data-editable="remove">
Grossartige Moral: Was für ein Finish aus Basler Sicht.
Bild: KEYSTONE

Weder die Torchancen noch das unglaubliche Finale können darüber hinwegtäuschen, dass die Partie den Baslern vor allem viel Arbeit abverlangte. Das 100. Basler Spiel in der Europa League beziehungsweise im UEFA Cup bot kaum schöne Kombinationen. Ein Offensivspektakel war die Darbietung nicht. Viele Fehlpässe prägten das FCB-Spiel während der gesamten 90 Minuten. Und doch spielte das Team von Urs Fischer mit einer gewissen Abgeklärtheit und Effizienz, die es braucht, um solche engen Duelle für sich zu entscheiden. Auch konnten die Fehler der Mitspieler immer wieder korrigiert werden. Letztlich konnte der FCB sogar das späte 1:1 noch korrigieren.

Den kommenden Gegner erfährt der FC Basel schon am Freitag. Um 13.00 Uhr findet in Nyon die Auslosung statt. Eine Setzliste gibt es dabei nicht mehr. Die Achtelfinals gehen am 10. und 17. März über die Bühne. (sda)

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Das Telegramm

FC Basel - Saint-Etienne 2:1 (1:0) 20'976 Zuschauer. - SR Makkelie (NED).
Tor: 15. Zuffi (Freistoss) 1:0. 90. Sall 1:1. 92. Zuffi (Lang) 2:1.
Basel: Vaclik; Lang, Suchy, Samuel, Safari (72. Traoré); Xhaka, Zuffi; Embolo, Delgado (68. Steffen), Bjarnason; Janko.
Saint-Etienne: Ruffier; Théophile-Catherine, Sall, Pogba, Tabanou; Lemoine (75. Eysseric), Clément, Cohade; Monnet-Paquet, Bahebeck (55. Roux), Tannane (60. Hamouma).
Bemerkungen: Basel ohne Boëtius, Sporar (beide verletzt) und Aliji (nicht spielberechtigt). Saint-Etienne ohne Pajot (gesperrt), Perrin, Beric, Polomat, Clerc (alle verletzt) sowie Söderlund und Selnaes (beide nicht spielberechtigt). Gelb-Rote Karten: 83. Eysseric (Tätlichkeit gegen Steffen), 84. Embolo (Foul). Verwarnungen: 31. Tannane (Foul), 55. Embolo (Foul), 63. Théophile-Catherine (Unsportlichkeit), 83. Eysseric (Foul). (sda)

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