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epa06881999 Ivan Rakitic (C) of Croatia argues with Dele Alli of England during the FIFA World Cup 2018 semi final soccer match between Croatia and England in Moscow, Russia, 11 July 2018.

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Ivan Rakitic erweist sich im Halbfinal gegen England einmal mehr als Führungsspieler.  Bild: EPA/EPA

Rakitic im WM-Final: «Gestern lag ich noch mit Fieber im Bett, das ist der Wahnsinn»

Kroatien feiert den grössten Erfolg seiner Fussball-Geschichte: Nach dem 2:1-Sieg nach Verlängerung gegen England spielen die «Vatreni» am Sonntag um den WM-Titel. Und mittendrin: Der in Möhlin geborene Ivan Rakitic, der am Tag vor dem Halbfinal noch mit Fieber im Bett lag.



Die Story der mit Abstand besten Balkan-Equipe ist ohnehin gut, aber was Rakitic im Nachgang der dritten Verlängerung innerhalb des kroatischen Knock-out-Parcours veröffentlichte, ist erstaunlich.

Der Mann fürs Konstruktive lag vor dem bedeutendsten Spiel seiner Karriere mit erhöhter Temperatur im Bett. Nach dem Spiel glühte der frühere Schweizer U21-Internationale zu Recht vor Stolz und Erschöpfung.

Die Stimmen der Kroaten

Ivan Rakitic (Spieler Kroatien):

«Dieses Spiel hat die Moral dieser Mannschaft aufgezeigt, es ist einfach unglaublich. England begann extrem stark und ging früh in Führung. Wir waren danach überlegen und es war in der zweiten Halbzeit nur eine Frage der Zeit, bis das Tor kam. Am Ende warteten sie nur noch aufs Penaltyschiessen. In knapp zehn Tagen dreimal in die Verlängerung zu gehen und jedesmal zu gewinnen, das ist unglaublich.»

Bild

Ivan Rakitic gelöst im SRF-Interview. bild: screenshot srf

«Wir würden alle unsere Champions-League-Trophäen gegen einen WM-Titel eintauschen. Für die Nationalmannschaft zu spielen, ist immer sehr speziell. Wir werden jetzt alles geben, um den WM-Titel zu holen. Das ist unser aller Traum. Es ist unglaublich, so viele stolze Landsleute und Familienmitglieder zu sehen. Ich möchte jetzt gar nicht mein Handy sehen, wenn ich in die Kabine komme. Das brennt sicher ... es soll jetzt einfach so weitergehen.»

«Gestern hatte ich noch 39 Grad Fieber, lag den ganzen Tag im Bett. Das ist der Wahnsinn. Ich befürchtete bereits, dass es nicht reichen würde. Aber ich und meine Teamkollegen nahmen alle Kraft zusammen, am Ende waren wir körperlich sogar überlegen. Im Final müssen wir uns noch einmal von der Euphorie tragen lassen. Wir wollen jetzt einfach weitermachen, es weiter geniessen und am Ende auch den Pokal mit nach Hause nehmen.»

Ivica Olic (Trainer-Assistent):

«Wir haben die letzte Kraft gefunden, unser Weg war nicht einfach. Wir waren die bessere Mannschaft, kontrollierten den Ball. Am Ende belohnten wir uns und lebten unseren Traum. Eine Revanche? Es ist eine total andere Mannschaft. Frankreich erreichte das Endspiel ebenfalls verdientermassen. Uns fehlt noch ein letzter Schritt.»

Zlatko Dalic (Trainer Kroatien):

«Ich muss den Burschen gratulieren und sagen: Die sind nicht normal. Irre, wie sie gespielt haben, wie sie gerannt sind, wie sie gekämpft haben. Das ist für die Geschichte.»

Die Tore

Der Siegestreffer von Mandzukic:

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In der 108. Minute trifft der Juve-Stürmer aus spitzem Winkel. Video: streamable

Die Treffer in der regulären Spielzeit:

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Trippier bringt England per Freistoss früh in Führung. Video: streamable

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Perisic gleicht in der 68. Minute aus.  Video: streamable

Die Stimmen der Engländer

Harry Kane (Captain England):

«Es ist sehr schmerzhaft. Es war ein harter Match. In grossen Spielen machen kleine Dinge den Unterschied aus, die Marge ist klein. Bis zum Ausgleich hatten wir die Partie gut im Griff, danach nicht mehr. Es ist eine verpasste Chance, wir glaubten fest daran, den Final erreichen zu können. Es hat aber nicht ganz gereicht. Das schmerzt. Die WM war trotzdem ein fantastisches Abenteuer. Wir haben den Halbfinal erreicht, das nächste Mal wollen wir mehr.»

Gary Lineker (Englischer TV-Experte):

«Zutiefst erschüttert, aber diese junge Truppe hat absolut alles gegeben. Das ist ein grosser Schritt nach vorne und sie können nur noch besser werden. Sie können erhobenen Hauptes gehen, sie haben ihr Land stolz gemacht. Gratulation an Kroatien.»

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